Monday, 27. february 2012
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06:36
"Wir Deutschen".
Brunhild Hauschild lädt wieder ein zum Nachdenken darüber, was man an einem gereimte Gedicht alles besser
machen kann. Gönnen wir uns einmal den Luxus, den Inhalt zu akzeptieren. Dass "wir" uns diesen Präsidenten "verdient haben" und wer ihn uns eingebrockt hat, steht leider außer Zweifel. Nein.
Etwas zur Form. Da haben wir beispielsweise ein Reimschema. Normalerweise gibt die erste Strophe das vor. In unserem Fall 2 Paarreime. Brunhild schmeißt das über den Haufen: Es folgen durchgängig
Kreuzreime.
Elegant, wie die Autorin andererseits mit ihrem Sprachmittel Wiederholung gearbeitet hat: Jeweils auf zweimal "Wir Deutschen" folgt eine Strophe zum
Luftholen.
Weniger elegant der Einsatz von "männlichen" und "weiblichen" Reimen. Hier habe ich kein System entdecken können, was stört, weil es sich mit dem anderen Sprung
überlagert. (weiblich wäre "gefallen - von allen" männlich "gefällt - der Welt" ...
Soviel dazu. Um den Vergleich zu Slov ant Gali zu vermeiden, folgt etwas wenig Vorbildliches und Ungereimtes:
"Jeden Tag eine
gute Tat" ...
von Slov
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Sunday, 26. february 2012
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06:50
"Deutschland schafft sich ab. (Eine Hommage an T.S.)".
Ist es nicht so, dass endlich dieses Lesebuch des 21. Jahrhunderts eine po-etische Würdigung erfährt?! Slov ant
Gali hat sich die Mühe gemacht, ein ganzes Buch in drei Reimpaaren zusammenzufassen und auch gleich als Rezensent eine Wertung abzuversen. Schließlich ... Wie heißt es doch so
schön? "Jeden
Tag eine gute Tat" ...
von Slov
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Saturday, 25. february 2012
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06:10
Also zuerst einmal ein Trost für die, die total auf unseren geheimdiensteifrigen Bundespräsidenten-Kandidaten aller Herzschrittmacher stehen: Gunda Jaron hat eine sprachwissenschaftliche Untersuchung mit allem nötigen Ernst bestanden: "Vom
Ent/Be/Ab/Ver/Ge und stehen ..."
Danach ist es mir ein Extravergnügen, den gestrigen Begleittext zu wiederholen ... mit anderem Gedicht ... sehr anderem Gedicht ...
Es gibt andere Probleme, die meist verdreht vorgeführt werden, so fürchterlich ernsthaft. Dabei steckt im Thema "olympische Lösung... " auch Stoff zur Erheiterung. Die Frage ist doch, wo fängt das Doping eigentlich
an - wenn man sich nicht auf eine "juristische" Definition zurückziehen möchte ...
von Slov
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Friday, 24. february 2012
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06:52
Heute zuerst ein lyrisches Bild zum Thema "Erziehung". Eigentlich haben wir ja erst als Erwachsene "eine Wahl" ... Doch auch die erwächst aus dem, was uns früher
geprägt hat:
Thomas Reich "duldsam" ...
Es gibt andere Probleme, die meist verdreht vorgeführt werden, so fürchterlich ernsthaft. Dabei steckt im Thema "Doping" auch Stoff
zur Erheiterung. Die Frage ist doch, wo fängt das Doping eigentlich an - wenn man sich nicht auf eine "juristische" Definition zurückziehen möchte ...
von Slov
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Thursday, 23. february 2012
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06:00
Was musste ich da hören? Die An´s-Bein-Pinkler einer Internetzeitung habe entdeckt,
dass sich bei einer Umfrage des mdr abzeichnete, dass zirka 80 % der Ostdeutschen den Präsidenten der Gauck-Herzen ablehnen, sodass die Umfrage vorfristig abgebrochen wurde?! Na, das konnte ich
nicht auf unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung sitzen lassen! Also schrieb ich ein Gedicht, dass dem Kandidaten natürlich in keiner Weise gerecht wird: Slov ant Gali: "Vergaukelte Pressefreiheit" ...
Aber keine Sorge: Hier gibt es auch Lyrisches. Mich jedenfalls hat Sebastian Deya mit seiner Schluss-Wendung
in "Abschied" überrascht ... und zwar positiv ...
von Slov
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Wednesday, 22. february 2012
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06:13
Erst war ich überrascht: Mit "tanz der lichter" greift Sebastian Deya eines der
GdT-Themen auf. Das wäre ja nicht so außergewöhnlich. Aber obwohl er das Thema ganz anders angeht als in "Visionären geklagt" - hier sei an Ursula Gressmann / Slov ant Gali: Visionären geklagt
(1) erinnert . wirkt auch bei Sebastian Deya das Motiv eher negativ belegt ...
von Slov
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Tuesday, 21. february 2012
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06:20
Nun sind wir in der Pflicht: Gestern wurden mit Brunhild Hauschilds Gedicht zwei Rätsel gestellt. Nun die Auflösung:
Die eine ist einfach. Der Titel des Gedichts ist wahrscheinlich zu konkret. Es ist normaler, dass die Seen "schon" früher zufrieren.
Die andere ist die wohl unbeabsichtigte Komik:
Meine Wangen, angstvoll heiß,
dennoch trägt das Eis mich schon.
Da ein Gedicht ja im Zusammenhang gelesen wird, hat der Wunsch der Autorin, dass sich alles schön reimt (was ihr formal auch gelang), inhaltlich zu der Verwunderung
geführt, dass das Ich trotz der heißen Wangen vom Eis getragen wird. Eigentlich ein so hübsches Paradoxon, dass es verdiente, ausgebaut zu werden ...
Dabei freue ich mich "immer aufrichtig" über Brunhilds Gedichte: Sie hat etwas zu sagen. Wie sagt man dagegen etwas
Nichtssagendes? Bisher hatte das Wort aufrichtig noch eine gewisse Unschuld. Es wurde "von gewissen ..." gemieden. Das wird wohl jetzt auch anders ...
von Slov
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