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  • Lyrik-Veröffentlichungen "worträume" allein, "Mit Blindenhund durchs Liebesland" zusammen mit Ricardo Riedlinger und Volker Brauer und als einer von 10 Autoren aus Israel, Österreich und Deutschland: 10 X 10 = 100,
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  • Lyrik-Veröffentlichungen "worträume" allein, "Mit Blindenhund durchs Liebesland" zusammen mit Ricardo Riedlinger und Volker Brauer und als einer von 10 Autoren aus Israel, Österreich und Deutschland: 10 X 10 = 100, Prosa: "Planet der Pondos" (Rom

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14. Februar 2008 4 14 /02 /Februar /2008 06:03

neue feinde braucht das land

früher war alles viel besser!
und alle fronten waren klar
als wir noch einen erzfeind hatten
wie den franzosen an der saar
den angelsachsen im genick
und selbst im kreml
saß ein roter zar
nicht zu vergessen
die gelbe gefahr
ja, früher war alles viel besser!
heutzutage hat man's schwer
der kriegsunlustigen nation
neue feinde zu verklickern
denn hussein besaß – welch hohn! –
nicht die versprochnen tollen waffen
bei den afghanen blüht der mohn
wie eh und je, und nordkorea
ist viel zu weit und ausgehungert
für irgendeine invasion
nein, heutzutage hat man's schwer!
es scheint, wir müssen findig sein
wollen wir der heil'gen einfalt
neue feinde präsentieren
zum beispiel alte ängste nähren
von fremden, die stets fremde bleiben
doch neue fremde stets gebären
und sich nicht um das grundgesetz
und andre schöne sachen scheren
ist das rezept auch noch so alt
am stammtisch muß es funktionieren:
der neue feind ist nun kein jude
er tarnt sich in der dönerbude
und setzt natürlich auf gewalt
in allahs namen
gott schenke unsrem deutschen volk
den rechten glauben
amen!

 

(Der vierte Preisträgertext.)

Rainer Baumgärtel, Dresden, 47 Jahre, Hobbyliedermacher

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Kommentare

S
Schön gesagt, dass uns die Stasi wieder im Nacken sitzt". <br /> Ich fand allerdings schon sehr "aufrüttelnd", wenn es hier heißt "...der neue feind ist nun kein jude er tarnt sich in der dönerbude..." Aus der Sicht eines "Deutschen" hätte ich das als Assoziation zwischen heutiger "Islamismus"-Hysterie und Faschismus-Mob angesehen. Kann denn ein Lied (ggf. unter vielen) mehr? Ob in seinem "restlichen" literarischen Schaffen dieser "Hobbyliedermacher" weitergeht oder zurücktritt, weiß ich nicht, wäre aber für ein solches Urteil sicher wichtig. In einer heutigen Friedenslesungsanthologie erscheint es mir auch in seiner wertenden Deutlichkeit der Gegenwart richtig. Es soll ja selbst die Stammtische erreichen...
Antworten
A
Sehr schön geschrieben, doch aus meiner Sicht viel zu kurz gedacht.<br /> Hast vergessen den wahren Feind zu benennen.<br /> Mir fehlt das Aufrüttelnde.<br /> Ist Literatur heute nur noch beschreibend und nicht mehr politisch Stellung nehmend?<br /> Schreibt man jetzt so bedeckt, weil uns die Stasi schon wieder im Nacken sitzt?
Antworten

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