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Montag, 5. mai 2008

die erfinder
gottes
gaben ihm
sechs tage
unsere welt
zu erschaffen 

sie wussten nicht
ein tag
ihres gottes
dauert
jahrmilliarden  

wann kommt uns
die stunde
eine bessere welt
zu schaffen

ich starre nicht
auf den sekundenzeiger
er scheint
zu stehen

(Slov ant Gali)

von Slov veröffentlicht in: Visionen Community: Muttersprache - Community
Kommentar hinzufügen Kommentare (10)    empfehlen

Kommentare

okay, okay, ich weiß: bildhaft, nicht bildlich, dennoch ist die Vorstellung des krampfhaft NICHT auf eine Wanduhr starrenden Slovs lachmuskelreizend.... *grins*

Ansonsten: "die Erfinder Gottes".... hat was typisch Slovsches, nochmal *grins*

Wenn UNSERE Stunde gekommen ist? Ach ja, der Autor glaubt ja nicht an "Gott" im religiösen Sinne, also sind wir selbst für die Schaffung einer besseren Welt zuständig. Wann fangen wir damit an? Ich persönlich hätte das NICHT in der letzten Strophe weggelassen. Es hätte die Starre der Menschen besser umschrieben. So weiß ich nicht recht, was du damit ausdrücken willst...? Bevor ich also sagen könnte, dass mir das ganze Gedicht gefällt, müsste ich erst den Grund für das NICHT wissen, denn es könnte dem Ganzen einen anderen Anstrich verleihen.
Wünsche einen sonnigen Tag. G.
commentaire n° : 1 posté par : gunda le: 05/05/2008 08:10:06
Ganz schnelle Antwort:
Ich fände es etwas traurig, das NICHT weglassen zu müssen. Ich fand es so herrlich paradox. Wer sagt, der Sekundenzeiger scheint zu stehen, outet sich damit natürlich, dass er ihn eben doch wenigstens seeeeehr intensiv beobachtet. Dass er es vorher geleugnet hat, wäre eine Charakterisierung seiner uneingestandenen Ungeduld...
Es kann aber sein, dass ich dem Leser damit zu viel Um-die-Ecke-Denken abverlange, selbst wenn du mit deinem ersten Kommi-Stück bewiesen hast, dass dir die Vorstellung sofort kam...

Auch das "endlich" geht natürlich in die Richtung.
Dein "Einverständnis" ist allerdings seeeehr wichtig...
commentaire n° : 2 posté par : Slov (site web) le: 05/05/2008 08:51:12
... Witzbold....*g*
Du MUSST überhaupt nichts...
Es IST paradox - und ich freue mich, dass meine Spontaninterpretation also richtig war.
Wie denkt denn Norbert?
LG
G.

PS. würde mich über deinen gelegentlichen Kommi zur Endfassung im VZ freuen...
commentaire n° : 3 posté par : gunda le: 05/05/2008 11:19:16
Du hast aber hoffentlich nicht etwas ohne ABER erwartet????
Gefällt dir nun das Paradoxum, dass ich es lassen sollte, oder sollte ich gerade sagen, was ich meine?
commentaire n° : 4 posté par : Slov (site web) le: 05/05/2008 12:10:39
Nein, lass es so, bitte. Ich bin doch nicht das Maß aller Dinge ^^. Und, wie gesagt, ich hatte es ja auch richtig interpretiert. Soll ich jetzt noch sagen, dass es mir gefällt? Gut: Lass es so, weil es mir gefällt. Okay?
Es sei denn, wie gesagt, andere Kommentatoren sind anderer Meinung...

Bezieht sich der erste Satz deines Kommis auf das Paradoxum oder auf die Reise? Falls auf Letzteres: nein, nein, wie könnte ich etwas ohne ABER erwarten? Geradezu ungläubig hätte ich nach dem Vertrauten gesucht... Habe eine Änderung vorgenommen.
commentaire n° : 5 posté par : gunda le: 05/05/2008 12:45:56
Habe wohlwollend deine Änderung an deiner Reise wahrgenommen. Natürlich bezog sich mein erster Kommisatz darauf. Aber er gilt bei mir eigentlich irgendwie immer...
commentaire n° : 6 posté par : Slov (site web) le: 05/05/2008 13:59:18
Mein LyrIch hat sich ungemein inspirieren lassen von deinen beiden gestrigen Kommis zu "Reise". Als ich mir das fertige Werk nochmal durchlas, musste ich grinsend feststellen, dass ich ein fettes ABER eingebaut hatte... *g*
commentaire n° : 7 posté par : gunda le: 06/05/2008 12:26:53
Ich gratuliere deinem LyrIch zu seiner Entwicklung (obwohl ich ein sooo fettes Aber gar nicht sehe, grins...)
commentaire n° : 8 posté par : Slov (site web) le: 06/05/2008 13:40:55
? ? ?
Das ABER ist nicht in der Reise eingebaut, falls du das so verstanden hast, sondern in dem Gedicht, das mir aufgrund der Inspiration zuflog.
commentaire n° : 9 posté par : gunda le: 06/05/2008 14:44:01
In den Ruhestand versetzte Fassung:
die erfinder
gottes
gaben ihm
sechs tage
unsere welt
zu erschaffen

sie wussten nicht
ein tag
gottes
sind
jahrmilliarden

wenn unsere
stunde
gekommen ist
schaffen wir
endlich
eine bessere welt

ich starre nicht
auf den sekundenzeiger
er scheint
zu stehen
commentaire n° : 10 posté par : Slov (site web) le: 06/05/2008 15:42:15

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