Artikel teilen! Sebastian Deya: Irrlichter: Irrlichter Und wieder geht eins der Jahre zur Neige der Blick ...
Irrlichter
Und wieder geht
eins der Jahre
zur Neige
der Blick zurück
Wege zum Ziel
verwandeln sich
im Herbst
zu ausgetrampelten Pfaden
im Matsch meiner Gedanken
aufgeweichte Hoffnungen
tiefe Löcher
voller Tränen
in denen ich zu versinken drohe
wie bloße Vorboten eines Unheils
im Dauerregen
hinter längst welkem Schilf
droht ein reißender Fluss
endgültig ausufernd
alles mitzureißen
Ängstlich
frierend
durchweicht
alle Jahre wieder
frage ich mich
warum überhaupt noch
immer weiter entlang dieser Leidenswege
werde ich je wieder
Sonne sehen dürfen
die hinter den Unwettern verdunkelt
Wärme spüren
die langsam der Kälte weicht
werde ich je ankommen
im Sommer des Lebens
endet mein Weg
im Schatten von Vergangenheit
unter grollendem Donner
führen wir uns
gegenseitig
ins ewige Eis