Artikel teilen! Slov ant Gali: Für Friedrich Schiller: Für Friedrich Schiller Was aber sei die Hoffnung mir, ...
Für Friedrich Schiller
Was aber sei die Hoffnung mir,
wenn jene, die des Denkens
von Natur aus wohl befähigt wären,
am Abfalltisch der Geier
anstatt sich schöpfend zu entfalten
von Gossensuppe sich ernähren?
Mensch,
was soll ich von dir halten?
Wenn wir, der alten, offnen Tyranneien überdrüssig,
den neuen unsre Stimmen schenken,
obwohl sie noch mehr überflüssig?
Wenn wir die Herren, die uns dreist bestehlen,
in frei gebeugtem Gange selber wählen?
Was bitte sei die Hoffnung mir,
wenn wer ein Mensch zu sein verdient,
im Geist so lang verkrüppelt kriecht,
und sich gebrauchen lässt als Tier,
vom Geld verdorben den Schmarotzern dient,
bis er vergisst, dass er nur siecht?
Ich werde nicht des Mammons Hüte grüßen,
trag ich auch keine Armbrust, fehlt mir Kraft.
Weiß kaum noch meinen Hoffnungstee zu süßen
doch ohne hohle Gassen wird kein Weg geschafft
Ansonsten bleibt vom Mensch, der fähig wär, sich seine Welt zu schaffen,
zurück nur eine Welt von dem, was er einst war – von Affen.