Umwelt

Samstag, 29. november 2008 6 29 11 2008 02:55

das grüne gewächs
im regal
begnügt sich mit
licht und wasser

in meiner obhut
bekommt es dies
von mir
seinem GOTT
durch dessen hände
pflanzen wandern

durch den raum

meine urahnen
aufrechten gangs

machten

licht und wasser

nicht satt aber

pfanzen

und füllten

bücher

regale voll

wissen auch mich

pflanzengöttlich

zu machen

 

wir überleben

gemeinsam

dunkelheiten

 

 

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Montag, 27. oktober 2008 1 27 10 2008 05:45

in der äußersten Ecke meines Nachbarbalkons

das Nest der Schwalben

welch Vergnügen,

die Segler

am Balkon vorbeisausen zu sehen

mein Vergnügen,

um die Ecke zu gucken,

wie die Schnäbelchen sich dem Futter entgegen stecken.


den Nachbarn

ist ihr Balkon

      voll Kot

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Sonntag, 26. oktober 2008 7 26 10 2008 05:57

weißt du noch
bruder wind
damals
als unsre mutter gaja
noch jung war
wild und rassig
wie sie uns
gezähmt
wir sollen uns
abkühlen
ruhiger werden
uns benehmen
dass das baby
mensch
heranwachse?

so viele spielzeuge
hat sie ihm geschenkt und
immer weniger
durften wir uns
auf ihrer haut
austoben
damit dieses
unverständige wesen
ungestört ihre wärme
genoss

weißt du
bruder wind
jetzt
treibt es dieser mensch
selbst ihr
zu bunt und
sie lässt dich drohen

bruder wind
nicht jedes
kind gerät recht
aber gaja ist ja
fruchtbar noch
für neue

 

 

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Freitag, 17. oktober 2008 5 17 10 2008 05:10
wenn wir nach bäumen schaun
weil herbstgold wird verschenkt
sind erst die kronen braun
damit man tiefer denkt

im stamm steht noch der saft
in vielem grünem laub
das hat noch lebenskraft
die oben sind schon taub

bald fallen alle ab
beginnen zu vermodern
gehn ein ins erdengrab
bis frühlingsfeuer lodern
von Slov - veröffentlicht in: Umwelt - Community: Gedichte
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Donnerstag, 4. september 2008 4 04 09 2008 02:46
in zwei welten
lichtjahre fern
lebten die hu
und lebten die fu
und hatten sich gern

der hu wie der fu
waren je drei
vier reichliche gan
hatten beide dabei

die hu teilten jedem eine gan zu
die übrige pflanzten sie 
und sie wuchs bald in ruh
doch wieder trug sie der früchte vier
die waren nicht teilbar dort wie hier
so aßen und pflanzten die hu je zwei
und siehe
nun hatte ein jeder drei

die fu aber
töteten erst ihren schwachen
und hatten gleich zwei gan
zum fettlebe machen

die knochen der fu
verwehen im wind
weil neue gan
nie gewachsen sind

und kommen wir einst im hugarten an
so speisen wir sparsam
die gästegan
von Slov - veröffentlicht in: Umwelt - Community: Linke Literatur & Toleranz
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Mittwoch, 27. august 2008 3 27 08 2008 05:53
welch sonniger septembertag
als meier auf der wiese lag
und plötzlich kam die lust ihn an
warum er nicht auch baden kann
gedacht getan schon ist er drin
nicht eisiges stört meiers sinn
so kommts dass er beim trocknen dachte
was dieses ihm noch möglich machte
herrn meier fiel voll grauen ein
das muss der klimawandel sein

er eilt nach hause voll verdruss
ruft mit den sünden ist nun schluss
wir schaffen isolierung ran
damit nichts mehr entweichen kann
im haus und auch das auto braucht
mehr filter dass es nicht so raucht
und auch politisch wird er kühn
von nun an wählt er nur noch grün
sein geld das wird er investieren
zum schutz von umwelt menschen tieren

drei tage drauf man glaubt es kaum
da biegt sich strauch da biegt sich baum
im kalten herbstwind
und in seinem raum
ist für herrn meier nun der welt
bewährte ordnung hergestellt
und er behält sein schönes geld
denn wozu sollte er sich sorgen
um ein problem von übemorgen
von Slov - veröffentlicht in: Umwelt - Community: Gedichte
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Sonntag, 10. august 2008 7 10 08 2008 05:03
es kommt das wochenende
das es gilt zu nutzen
zum staubvernichten
und zum großen putzen
mit besen mob
und durfsubstanzen
empfängt dein reich den hauch
getürkter pomeranzen

doch dann
welch ekelvoller schreck
ist all die frischefreude weg
in einer ecke für besuch von morgen
musst blanken horror du entsorgen 

dort hat ein spinnennetz sich grad befunden
und zweckentfremdet sich
um dein gesicht gewunden
wie hast du das nur zugelassen
dass dirs geschah hineinzufassen

ins markenzeichen düsterer gemäuer
für hexenhäuser ungeheuer
die treppe knarrt
gleich wird ein mord geschehen
man kann die gänsehaut auf deinem rücken sehen

an deinem untermieter schaffst du die lektion
mit hartem schlag
desinfektion
wie störte deine reinlichkeit
mit spinnen wohngemeinlichkeit

dabei hängt dieses tier am leben
wollt einzig gegen fliegen weben
bei mir lass ich sie wirken tag und nacht
fühl biologisch mich bewacht
nimm du nur chlorosstickphosphat
für deine allergene saubertat 
und lass mir einfach meinen sinn
vielleicht dass ich ne hexe bin
von Slov - veröffentlicht in: Umwelt - Community: Muttersprache - Community
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