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  • Lyrik-Veröffentlichungen "worträume" allein, "Mit Blindenhund durchs Liebesland" zusammen mit Ricardo Riedlinger und Volker Brauer und als einer von 10 Autoren aus Israel, Österreich und Deutschland: 10 X 10 = 100,
Prosa: "Planet der Pondos" (Rom
  • Lyrik-Veröffentlichungen "worträume" allein, "Mit Blindenhund durchs Liebesland" zusammen mit Ricardo Riedlinger und Volker Brauer und als einer von 10 Autoren aus Israel, Österreich und Deutschland: 10 X 10 = 100, Prosa: "Planet der Pondos" (Rom

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Lesungen

14. Februar 2016 7 14 /02 /Februar /2016 07:54

Wirtschaftsflüchtlinge

.

Es lebte einst ein Mensch

von seinem Stückchen Land

Die Farbe seiner Haut

ist mir nicht mehr bekannt

Sie ist auch ganz egal

geboren ohne Wahl.

.

Gab einst das Stückchen Land

nichts her fürs Zielwort SATT

zog dieser Mensch dorthin

wo Boden Früchte hat

Das Fleisch von einem Tier

war solche Frucht allhier.

.

Das tat halt jeder Mensch

erklärte Stück um Stück

der Erde ganze Haut

als seins und seins war Glück

Dass alles nur geliehn

vergaß er, ´s sei verziehn.

.

Doch manchmal, nicht vergessen,

da nahm sich die Natur

Verliehenes zurück,

beeist es ohne Spur.

Wodurch sich ohne Land

manch Wirtschaftsflüchtling fand.

.

Dann kam der Tag, oh Schreck,

da stand an jedem Fleck

ein Schild „Ist meins,

los schert euch weg“

Nur Panzer ohne Reu´

versetzten Schilder neu.

.

Nun nennt man jeden Menschen,

der überleben will,

Wirtschaftsflüchtling, pfui,

und schösse ihn gern still.

Nur für Nachrichtenquote gut

ists Ersaufen in der Flut.

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9. Februar 2016 2 09 /02 /Februar /2016 13:49

Berechtigte Frage?!

.

,.

Wenn ich mir ein Tier aussuchen dürft,

in dem ich mich am besten abgebildet fände,

so wählte ich den Hamster in seinem Rad,

der alltäglich rennt, ohne vom Fleck zu kommen.

Traurig, nicht wahr?

Wer wagt es da,

von mir zu verlangen,

den Zustand noch

in Reime zu fassen?

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31. Januar 2016 7 31 /01 /Januar /2016 07:56

Exil im eigenen Land

.

Zu hause einst

trat ich

für meinen

traumvogel

in die pedale

schob ich

bergauf

erfreute mich

zu wissen um

höher gelegene

mühen der ebene

heute

ersticke ich

in sonderangeboten

glasperlentraumvögel

kann ich

reisen in flüchtlingsland

überall

im kühlen keller

wische ich

vom sattel

staub

mit meiner feder

und fliege

in die zukunft

heim

.

(so überarbeitet eingereicht zur XX. Cita de la Poesia)

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28. Januar 2016 4 28 /01 /Januar /2016 15:59

Herrn Hinzens Sofapolitik.

.

Feierabend, welch ein Glück!

Herr Hinz und seine Frau,

die lehnen sich bequem zurück

und gucken Tagesschau.

Noch immer Krieg im fernen Land,

zwei Bomben explodiert,

ein ganzer Stadtteil abgebrannt?

Schon schlimm, was dort passiert …

-

Die armen Kinder jener Stadt

tun ihm entsetzlich leid.

Wie gut, dass er gespendet hat,

so um die Weihnachtszeit.

Vom Kinderschicksal tief bewegt,

gab er mit Herz und Hand.

Selbst für die Frau, die Kopftuch trägt!

Da ist er tolerant!

.

Herr Hinz genehmigt sich ein Bier,

grad wie es ihm gebührt.

„Was wollen die denn alle hier?“,

ruft er dann konsterniert:

"Was ist das für ne Flüchtlingsflut,

die uns bedrohlich naht.

Jetzt ist es aber langsam gut,

wir sind kein Wohlfahrtsstaat!“

-

Nicht, dass er fremdenfeindlich wär':

Zwecks Urlaub mit Babette

fliegt er nach Griechenland ans Meer.

Die Leute dort sind nett!

Danach geht’s heim in die Provinz,

zurück zu Haus und Herd.

Doch diesen Leuten da, schimpft Hinz,

ist Heimat wohl nichts wert ...?

-

Nur wegen etwas Schießerei

gleich außer Landes zieh'n!

So'n Krieg geht irgendwann vorbei,

da muss man doch nicht flieh'n!

Und dann auch noch nach Deutschland, grad

zu ihm in die Provinz!

"Nein, schwarzes Haar und schwarzer Bart

passt nicht zu uns", meint Hinz.

-

Und deren fremder Glaube hat

hier grade noch gefehlt.

Hinz hat das Thema gründlich satt.

Wozu hat er gewählt?

Das ist der Job der Politik!

Hätt Hinz das Sagen hier …!

Er schaltet um auf Volksmusik

und holt sich noch ein Bier.

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18. Januar 2016 1 18 /01 /Januar /2016 17:20

Der ganz große Sinn und das ganz kleine Danke Sagen

.

Vielleicht werd ich in Schuhen Größe 32 sterben,

mich selbsterhebend umsehn, wer in meine Tapfen tritt.

In einer wird vielleicht ein Verslein schwimmen zum Vererben.

Ich piepse vor mich hin, ich geh voran, kommt alle mit.

.

Vielleicht werd ich als Biene neugeboren

ein Tröpfchen Nektar gibt der Lebensfolge Sinn.

Vielleicht auch eine Maus mit spitzen Ohren

als die ich stolz auf eine Forschungsreihe bin.

.

Die Weltzeituhr hat mich schon längst vergessen,

dass wartend ich so oft auf sie gestarrt

Du kamst verspätet,, lachtest noch trotz dessen

Doch bist du heute noch in mich vernarrt.

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16. Januar 2016 6 16 /01 /Januar /2016 12:00

Es futtert Hinz sich übers Jahr

so manches Kilo an.

Das ist nicht schlimm! Ein Bauch, nicht wahr,

macht erst den echten Mann!

.

Doch schmerzt das Knie, die Lunge piept,

bisweilen sticht's am Herz.

Wie gut, dass es den Fahrstuhl gibt,

der trägt ihn himmelwärts.

.

Die Stretchjeans kneift nicht nur im Schritt,

doch Jogginghosenschick

ist im Büro nicht grad der Hit.

Hinz meidet Spiegelblick …

.

„Sie sind zu klein für Ihr Gewicht!“

Der Arzt umschreibt es nett.

So taktvoll ist die Gattin nicht:

„Mein Lieber, du wirst fett!

.

Und rede dich nicht wieder raus!

Der Bauch sieht längst nicht mehr

nach sexy Wohlfühlmasse aus.

Ein Masterplan muss her!

.

Der Zeitpunkt ist grad ideal:

Es naht das Jahresend!“

Hinz nickt. Er hat wohl keine Wahl.

So wird er Abonnent

.

im Fitnessstudio vor Ort!

Gleich nach Silvester, klar!

Ab dann heißt's Motto Sport, Sport, Sport,

ergänzend FdH.

.

Herr Hinz steckt voller Tatendurst!

Wär doch schon Januar ...!

Na, darauf eine Currywurst …

Und frohes neues Jahr!

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2. Januar 2016 6 02 /01 /Januar /2016 09:09

surreal REAL

als ich vor der tür stand

war ich gerade

gegen klinken

ich dachte

ein leichter druck genügt

in den korridor zu kommen

ES GELANG MIR NICHT

ich fand mich halbseitig ab

mit meinem tauben arm

halbseitig war ich gestorben

anderer

seits

erinnerte ich mich

mit dieser hand

drückte ich die klinke nieder

und die tür sprang auf

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24. Dezember 2015 4 24 /12 /Dezember /2015 07:32

Spruch zur christlichen nächstenliebe, reloaded

.

Liebe deinen Nächsten wie dich selbst,

aber achte darauf, dass es nicht der zweitnächste ist.

Kannst du den nicht fernhalten,

erschlage ihn.

(Kardinal Schmähofer)

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21. Dezember 2015 1 21 /12 /Dezember /2015 07:01

... und nun die weniger ungefährliche Variante:

Warum ein zweiter Jesus vermeidbar ist

heute sind wir unbestritten

technisch sehr weit fortgeschritten

wenn Josef und Maria kommen

sind sie bei unsren Superfrommen

noch immer herzlich unwillkommen.

Im Vergleich zu vor 2000 Jahren

hat aber der Brandschutz Verbesserung erfahren

wenn also im Stall die mit Schmäh Bedachten

einen Ihresgleichen gebären, übernachten

ist es heute möglich, dass es gelingt

dass von des Stalles Brand nichts überspringt

den man wegen der Fremden hat entzündet

weil man deren Vermehrung nicht richtig findet

und Weihrauch von eigener Größe kündet

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20. Dezember 2015 7 20 /12 /Dezember /2015 09:08

Zuerst die fast schon positive Gedichtsicht von Gunda Jaron:

.

Bis zum nächsten Jahr ...

Es naht die selig' Weihnachtszeit

und Nächstenliebe macht sich breit:

Wir öffnen uns're Herzen weit,

das Konto und das Portmonee.

Bei jedem Spendenmarathon,

da greifen wir zum Telefon

und opfern einen Stundenlohn

fürs Ego und fürs Renommee.

Bettlern an den Straßenecken,

Frau'n, die uns von dünnen Decken

bittend ihre Hand hinstrecken,

stecken wir 'nen Euro zu:

Wir geben gern, ob Scheck, ob bar,

wir sind spendabel, sehr sogar,

und bis Dezember nächstes Jahr

hat uns're liebe Seele Ruh'...

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15. Dezember 2015 2 15 /12 /Dezember /2015 08:04

surREAL

als ich vor der tür stand

dachte ich

ich benutze nicht die klinke

ein leichter druck genüge

in den korridor zu kommen

ES GELANG MIR NICHT

ich fand mich fast ab

mit meinem tauben arm

weg war HALBSEITIG alles empfinden

HALBSEITIG fand ich mich ab

war ich gestorben

als ich mich erinnerte

wer mir den schlüssel gestohlen

drückte ich die klinke nieder

und die tür sprang auf

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Published by Slov - in Tonne
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14. Dezember 2015 1 14 /12 /Dezember /2015 07:25

Unlyrisches für Hobbyökologen

.

"In jedem Apfel steckt ein guter Kern", sprach der Hengst und umtänzelte das frisch gedüngte Erdbeerfeld.

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13. Dezember 2015 7 13 /12 /Dezember /2015 09:08

Das nachfolgende Gedicht ist offenbar in der vergangenen Woche entstanden. Man sollte aber immer bedenken "Und erstens kommt es anders, ..."!

Kalenderirrtum II

(der erste „Kalenderirrtum“ entstand im März 2009 unter genau umgekehrtem Vorzeichen …)

Mücken tanzen einen Reigen,

Primel wagt ein Blatt hervor,

Meisen zwitschern in den Zweigen

einen Frühlingsstimmenchor.

Wilde Gänse ziehen Kreise,

schnatternd hoch im Himmelsblau.

Wohin geht wohl ihre Reise?

Keiner weiß das so genau …

Mädchen tragen off'ne Jacken,

Männer fahren Cabrio ...

Nachbarn auf der Straße schnacken

über'n Wetter-Status-quo.

Irritiert, dass ich nicht friere,

zieht mein Blick kalenderwärts.

Weihnachten steht vor der Türe?

Nee … Gefühlt ist Mitte März!

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10. Dezember 2015 4 10 /12 /Dezember /2015 17:21

Sebastian Deya: unverkopft

.

Wenn dein Wort geschrieben steht
und du musstest es nie suchen,
wenn es auf die Reise geht,
ohne vorher was zu buchen,

dann legst du man hier und heut
manchmal Infusionen,
von hier und heut, durch Lärm und Leut,
will das Wort sich nicht bloß lohnen;

wenn das Herz es bringt,
um etwas zu gestalten,
wenn’s dem Hirn gelingt,
mal das Maul zu halten.

Wenn du was zu sagen hast,
reicht es meist zu warten!
Mache einfach eine Rast
und öffnet sich der Garten,

bemüh nicht bloß die Hand!
Die nimmt es nur genauer!
Aus dem Bauch ist der Verstand
tatsächlich manchmal auch ein Schlauer!

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5. Dezember 2015 6 05 /12 /Dezember /2015 16:11

Es lauern wieder jene Tage,

an denen eine einstmals gut gemeinte Plage

bewirkt, das man ins Shopping-Center wird gelenkt,

damit man sammelt, was sich gut verschenkt.

Man lege es in einem Extraschrank zurecht,

damit man, das ist doch gerecht,

man ein Jahr später spart das Denken -

was soll man seinen Lieben denn nun schenken.

Am Anfang schenkte ich Gedichte,

auch eine Widmung "Hab dich lieb"- Geschichte.

Doch langsam sind mir die Ideen versiegt,

sodass ich - welch ein Glück - auch kein Geschenk im Reigen mehr gekriegt

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3. Dezember 2015 4 03 /12 /Dezember /2015 16:07

Sebastian Deya: zu deutsch, um wahr zu sein

-

ja, wenn wir nicht den Deutschen hätten,
wer erfände Norm um Norm,
wer würde Bänder schmier’n und fetten,
was würde aus der Uniform,

ja, wenn wir nicht den Deutschen hätten,
wer machte seine Kinder krank
und gäb zur Heilung dann Tabletten,
was würde aus dem Waffenschrank,

ja, wenn wir nicht den Deutschen hätten,
dann hätten wir den Salat,
es gäbe in Kasernen anstatt Hochbetten
wohl dreizimmerküchebad,

ja, wenn wir nicht den Deutschen hätten,
wer schmiedete Haubizenstahl,
wer hätte wohl noch die kompletten
Lindenstraßenfolgen im Regal,

ja, wenn wir nicht den Deutschen hätten,
hätten wir zu weiß noch schwarz,
wer würd sich Scheitel zieh’n und glätten,
fluchte auf‘s Kanacken-Hartz,

ja, wenn wir nicht den Deutschen hätten,
wer guckte noch Günther Jauch,
wer würd besoffen noch nach Malle jetten,
wer hätte Feinrip über’m Bauch,

ja, wenn wir nicht den Deutschen hätten,
wer brächte was auf Vordermann,
wem hingen beim Schaffen wie Kletten
die Fliegen stets am Hintern dran,

ja, wenn wir nicht den Deutschen hätten,
wer trimmte dieses Griechenland,
wer würd den Europäern Euros retten,
gäbe Freiheit weg als Unterpfand,

ja, wenn wir nicht den Deutschen hätten,
speziell sein braunes Rumgekübel –
wären Land und Schaft, würd ich wetten
tatsächlich hier nicht mal so übel.

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30. November 2015 1 30 /11 /November /2015 08:04

Sebastian Deya: dort liegt es nun

-

Dort liegt es nun das Wort,
begraben unter Dröhnen.
Überall, und trotzdem fort,
nach waschen, schneiden, föhnen.

Dort liegt es nun und zeigt,
auf der Strecke geblieben,
was man still und leis verschweigt,
beim Versuch, sich laut zu lieben.

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26. November 2015 4 26 /11 /November /2015 07:52

Gunda Jaron:

Wort-Los

Worte aus dem Innern drängen

Worte wie Gewalt und Blut

bleiben zwischen Zeilen hängen

Terror Trauer Angst und Wut

ich beginne zu sondieren

und versuche zögerlich

sie zu Sätzen zu gruppieren

aber sie verweigern sich

denn sie sind des Daseins müde

müd' von Krieg und Barbarei

und so hoffen sie auf Friede

hoffen grad so wie wir zwei

.

..

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21. November 2015 6 21 /11 /November /2015 14:14

Nachmittagsspaziergang

.

die verfrühte dezembersonne

ist nicht mit sich im reinen

lohnt das aufstehen

oder hätte sie hinterm horizont

liegen bleiben sollen

sie entschied sich

für die vorfreude

gleich wieder in träume

eintauchen zu können

HERRchen führt den

chihuahuarüden LEW aus

nein, natürlich

Lewiathan vom Leuenhort

soviel zeit muss sein aus

und LEW klingt gerade so wie

"Kleff!"

der edelrüde

säuft pfützenwasser von

der hundespielwiese

pfui!

da muss man eilen

den beschmutzten

warm zu baden und fönen

endlich im heimischen körbchen

na hoffentlich gibt es

diesen winter

keinen schnee

.

.

.

PS: Lewiathan - ein legendäres riesiges Meerungeheuer

Leu (poetisch) der Löwe ...

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18. November 2015 3 18 /11 /November /2015 07:45

entsternt

-

manchmal schaut mir

der mond ins schlafzimmer

gelegentlich

die venus

all die sterne

die das astronomiebuch kennt

verstecken sich

vor den blendenden leuchtmitteln

in den fenstern des blocks gegenüber

der straßenlaterne und

den grüßen des nachtverkehrs

orion

blitzt nur als

reizwäsche hervor

bei nebel

schau ich aufwärts

weiß um alpha centauris´ nähe

in nächten

die sternenklar heißen

erwarte ich den rückbau

der menschen gegenüber

bald bin ich

allein

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Published by Slov - in Visionen
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15. November 2015 7 15 /11 /November /2015 07:47

Vergeblicher Versuch

.

Ja, der Wurm sagt Guten Morgen,

jenes Würmelchen im Ohr.

Und so komm ich guter Laune

aus der Lakennähe vor.

.

Ob das heut ein guter Tag wird,

weiß der Kunstlichtmorgen nicht.

Und ich mach auf gute Laune,

schreib ein heiteres Gedicht.

.

Ach, das findet keiner heiter?

Gähnen macht sich allseits breit?

Dann ist wohl am Kuschellaken

für mich Dauertageszeit.

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Published by Slov - in Glück
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12. November 2015 4 12 /11 /November /2015 09:53

kapitalistische dämlichkeit in reinunkultur. oder, in einem wort: fracking (2)

.

Fracking bedeutet doch
nichts anderes, als
die Erde zu zerstören,
um etwas billiger
kriegen zu können,
das sich verknappenderweise
immer weiter verteuert,
obwohl man bereits weiß,
wie man das,
was man daraus
erzeugt
unendlicherweise
umsonst haben kann.
Ohne irgend etwas
zu zerstören.

Und nötig ist es, weil

es heutzutage nunmal
auf der Welt nichts mehr
geschenkt gibt?

Dann würde ich
fast glauben wollen,
die Lösung
ist tatsächlich
eigentlich
einfach.
UMSONST.

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11. November 2015 3 11 /11 /November /2015 09:50

uno memento (6)

.

Der Verlauf von Bangen und Hoffen,
ob man sich liebt oder bekriegt,
liegt auf einem Nerv. Wird er getroffen,
wo er schmerzempfindlich offen liegt,

so wird aus Hoffen ganz leicht Bangen.
Doch: Wenn man auf die Liebe baut,
so wird daraus wieder Verlangen,
geht man tief bis unter die Haut

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10. November 2015 2 10 /11 /November /2015 07:40

Zahlenzauber

.

Es haben der Raben sieben

miteinander Liebe getrieben.

Sie taten es ehrlich im Reigen,

um sich abwechselnd schönseits zu zeigen

Doch dann ist in erschröcklichem Bogen

der siebte aus dem Reigen geflogen.

Wie waren die andren perplex,

bestand doch der Rest nur aus 6

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9. November 2015 1 09 /11 /November /2015 09:46

Sebastian Deya: uno memento (7)

.

Warum müssen wir uns missverstehen?
Meine Hand wünscht sich bloß,
du wirst weit an ihrer Seite gehen,
wir steh’n auf. Du lässt nicht los.

Kannst du’s denn nicht selber hören?
Wie mein Ohr vor Freude springt,
wenn deine Lippen Worte schwören
und es mir nach Liebe klingt?

Warum müssen wir im Kreis uns drehen?
Siehst du, wie’s mich zu dir zieht?
Wie gern sehe ich dich vor mir stehen,
wenn mein Auge zu dir sieht.

Kannst du’s denn nicht selber fühlen?
Wie warm es um uns plötzlich wird,
wenn sanft die Wellen uns umspülen,
wenn mein Herz dich lieben spürt?

Warum müssen wir uns missverstehen?
Mein Kopf, er fragt: Verstehst du mich?
Doch kannst du’s vor dir stehen sehen!
Mein Herz, es sagt: Ich liebe dich!

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