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  • Lyrik-Veröffentlichungen "worträume" allein, "Mit Blindenhund durchs Liebesland" zusammen mit Ricardo Riedlinger und Volker Brauer und als einer von 10 Autoren aus Israel, Österreich und Deutschland: 10 X 10 = 100,
Prosa: "Planet der Pondos" (Rom
  • Lyrik-Veröffentlichungen "worträume" allein, "Mit Blindenhund durchs Liebesland" zusammen mit Ricardo Riedlinger und Volker Brauer und als einer von 10 Autoren aus Israel, Österreich und Deutschland: 10 X 10 = 100, Prosa: "Planet der Pondos" (Rom

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Lesungen

8. Oktober 2013 2 08 /10 /Oktober /2013 06:21

An einer "Refugees welcome"-Demo teilzunehmen kann auch die Poesie beflügeln. Auf jeden Fall sind (eher am Rande) auch noch diese lyrischen Machwerke angeregt worden:

Slov ant Gali: Senryū Nr. 109

und

"Guck mal, Mutter, echte Demonstranten!"

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7. Oktober 2013 1 07 /10 /Oktober /2013 18:45

 

Manche

macht es glücklich

auf dem Laufband

zu laufen

und zu laufen

und zu laufen

auf der Stellen

bis Schweiß tropft

Sie halten sich

so fit

oder

so für fit.

 

Mir

wäre es nur

Sinnbild

nicht vorwärts zu kommen

 

Aber

ich mache dabei auch

 

eine wenig gute Figur

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7. Oktober 2013 1 07 /10 /Oktober /2013 18:42

 



Treffpunkt Stadtpark, Trauerweide.

Erstes Rendezvous. Wir beide

spinnen Fäden,

lachen, reden

ungezwungen,

auf den Zungen

tausend Fragen.

Kribbelmagen.

Herzverstehen.

Und wir gehen

Seit' an Seite,

endlos Weite

zwischen unsren sehnend' Händen.

Wenn sie doch einander fänden …

Und die Sonne strahlt voll Wonne!

 

Ach, ich wünscht', es würde regnen.

Könnt' dir unterm Schirm begegnen.

Darum lauer'

ich auf Schauer.

Dürft' mich endlich

selbstverständlich

an dich schmiegen.

Ganz verschwiegen

Näh' genießen,

Augen schließen,

mich verlieren

im Erspüren

deines Herzschlags. Doch … von wegen!

Denn mein Plan ist, mangels Regen,

 

für die Tonne. Blöde Sonne.

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7. Oktober 2013 1 07 /10 /Oktober /2013 06:05

Nein, wer denkt, dass ich diesmal nicht nach alten DDR-Gedichte grabe, weil sie Blogkenner wohl schon kennen könnten, der irrt. Und sei es nur aus Trotz, denn der 7.10. ist kein Geburtstag einer Diktatur, sondern hier jährt sich eine unerhüllte Hoffnung auf tiefer verwurzelte Menschlichkeit:

Slov ant Gali: Wahrheit ...

 

Slov ant Gali. Sippenhaft

 

Slov ant Gali: Musterossi

 

Slov ant Gali: Exil im eigenen Land

 

 an Johannes R.

(Dieses Gedicht ist in meine "Gemeinschaft der Glückssüchtigen" aufgenommen. Ein alter Dichter schrieb mir Zeilen des jungen Johannes R. daneben: 

"Wie unheimlich hart wir geworden sind,

und waren doch alle mal Kind

und haben geweint.

Wir sind durch das viele Morden

alle so unheimlich hart geworden.

Man hat es nicht gut mit uns gemeint."

 

auf auf zum kampf

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6. Oktober 2013 7 06 /10 /Oktober /2013 19:35

 

Wolken

fallen ins Meer,

Sturmböen

peitschen den Strandwanderer aus.

Er hört nicht

die Windflüchter keuchen:

Wir haben ihn gewarnt.

Sommersonne

ist längst

zum Pauschalurlaub

auf Maledivensand.

Beim Grog secht Fiete

Nu is Ruh.

So viele Worte

reichen für

drei Wochen Erholung.

 

 

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6. Oktober 2013 7 06 /10 /Oktober /2013 19:28

 

Sieh genau hin
und höre
was sie zu sagen haben

Sieh genau hin
und sehe
was sie zu geben haben

Sieh genau hin
und nimm es!
Das bisschen Nichts
was euch geblieben ist

Das bisschen Herz
was wir uns gemeinsam
Hand in Hand
erkämpften
nimm es!
Und
bezahle dafür
es zu verschenken

Das bisschen Herz
das du dir schaufelnd
aus meiner Brust
gerissen
nimm es!
Und
bezahle dafür
es zu verschenken

Was immer
ihr auch wolltet
nehmt es!
Euch doch einfach
weg

 

 

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6. Oktober 2013 7 06 /10 /Oktober /2013 05:31

Manchmal ist es gar nicht so leicht, ein Gedicht ohne Reim zu schreiben, wenn man einen Rhythmus verwendet, den das Hirn mit Reimen verbindet. Leider gelang mir jene Genialität nicht, dem Leser zu suggerieren, welcvhe Reime er denken sollte, sodaß ihm besonders klar würde, dass ich gerade etwas "Ungeglättetes" sagen wollte. Und wie lässt man den Leser an die Augen der Medusa denken, bei deren Anblick Mann zu Stein erstarrt, ohne der Mythologieverwirrung bezichtigt zu werden, weil "Im Auge Lampedusa" ja viele und nur andere Bezüge hat? Also Test.

Im Vergleich dazu ist "Das orientalische Facebook-Märchen" fast "leichte Kost" ... 

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5. Oktober 2013 6 05 /10 /Oktober /2013 19:33

 

Dichte nur, dichte, es ist einerlei

zwei Stück am Tag hast du bei mir frei.

Du hast eine Seele? Welch köstlicher Witz.

Die ist doch schon längst in meinem Besitz.

 

Nenne mich Teufel, nenn mich Triumpf:

dein Gebiss ist für mich längst geschliffen und stumpf.

Du hast auf den Beifall, den man dir schenkt,

schon lang allein Begehren und Streben gelenkt.

 

Welch göttliche Ordnung erhält dir die Welt,

fällt von der Herrschenden Tisch dir als Abfall das Geld.

Du hebst es schnell auf, küsst den Boden zum Dank

im Innern ergeben ein Leben lang.

 

Damit, dich zu holen, habe ich keine Not.

Es scheint, dass du lebst, doch du bist schon längst tot.

 

 

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5. Oktober 2013 6 05 /10 /Oktober /2013 19:26

 

 

Wieder knie ich
auf meiner Flucht
vor den grauen Straßen
dieses Lebens
voller Menschen
die auf den Bürgersteigen
applaudierend betteln
nach mehr von den
erfüllten Erwartungen
die sie nie an mich hatten

Alleine
vor einem leeren Stuhl
auf dem du mich
erwartet
in den du mir
wir waren hier
zum Abschied eingeritzt
knie ich
auf den verfilzten Haaren
die du dir ausgerissen
die nun endgültig
auf meine Kappe gehen werden

Ich hoffe, du weißt
ich musste es wissen
ihr habt mir die Suche
nach mir selber
mit in die fremde Wiege
gelegt

Ich werfe nur noch
augenzwinkernd
einen letzten Blick
in diese Runde
leerer Stühle
ehrenwerter Menschen
genieße
den Klang ihrer Lieder
um abgewendet
in die Nacht
auf meinen eigenen Weg
zurückzukehren

Inmitten der schnatternden Heerscharen
vor dem Winter fliehender
Vögel
zwitscherst du noch
ich höre dich singen
inmitten zum Mond heulender
Wölfe

Grinsend kehre ich so
ins Dunkel zurück, denn
wir werden uns krähen hören
inmitten der aufgescheuchten Hühner
werden nur wir es wissen
wann es an der Zeit ist
endlich aufzustehen

 

 

 

 

 

 

 

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5. Oktober 2013 6 05 /10 /Oktober /2013 06:56

Erst einmal muss es ja jeder bemerkt haben und der Samstag ist doch ein guter Tag, auf eine Neuerscheinung des Verlags "neun9zig" zu verweisen: Frisch auf dem Markt: Sie wurde nun "gegründet" die "Liebe mbH" mit Gedichten für jede Liebeslage von Gunda Jaron, Slov ant Gali und Ricardo Riedlinger. Hier also eine weitere Kostprobe:

Cover-frisierte-Liebe---JPGSlov ant Gali / Gunda Jaron: "Selbstüberschätzung", Ricardo Riedlinger: "Märchenfee" (Schon wieder eine Ricardo-Riedlinger-Erstveröffentlichung ...)

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4. Oktober 2013 5 04 /10 /Oktober /2013 06:41

Eine vertraute Stimme meldet sich zurück; Herzlich willkommen "An Bord", Uschi Gressmann mit ".jahreszeiten.".

Als Beigabe diesmal im Test mein ".Wo die Tapete nicht bleicht."

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3. Oktober 2013 4 03 /10 /Oktober /2013 07:21

 



Im großen Netzwerk stellt' ich Katzenmann

mich brav bei dir zum Kraulen an.

Dein Avatar ist so entzückend,

all deine Fotos … wie beglückend.

Gerad´ hoch stand mir die Schnurrbartpracht

hofft´ ich auf eine Liebesnacht

mit dir, du rollig scharfe Braut,

die sich das endlich mit mir traut.

 

Dein Fell erstrahlt in jungem Glanze.

Ich nehm´ mir vor, ich geh´ aufs Ganze,

als hätt´ von meinen Katerjahren

ich erst den halben Teil erfahren

soviel wie ich dir angegeben

damit´s dich lockt mein Liebesleben.

 

Dann seh´ ich dich, oh welch ein Schreck.

Die besten Jahre sind längst weg.

Bei dir, verzeih, dass ich's nun petz',

ist überall nur Staupe, Krätz'.

Und deiner abgenutzten Tatze

fehlt jeder Liebreiz einer Katze.

 

So wärm ich meine alten Glieder

an Frauchens Kachelofen wieder.

Die Zeiten werden immer schlimmer.

 

Ins Netzwerk bringt mich nichts mehr ... nimmer!

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3. Oktober 2013 4 03 /10 /Oktober /2013 06:07

Gibt es etwas zu feiern? Die Supermarktkassiererin verabschiedete in einen Feiertag - die Verkäuferin in der Apotheke sah das wohl nicht so. Na, ein-zwei Überlegungen unausgereifter Art habe ich angehängt:

 

"3. Oktober vor 2014" und

"Land der Affen"

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2. Oktober 2013 3 02 /10 /Oktober /2013 13:06

Man kann dorthin heute Reisen schon buchen
wo man begann nach Intelligenzen zu suchen;
doch wird man auch im All nicht finden
was auf Erden dabei zu verschwinden!
Nehmt bloß ein Buch her und ihr seht,
was den Menschen in den Sternen steht:
Der mächtige Tyrannosaurus Rex
wäre auch ohne Eiszeit heute Ex
im Museum bloß noch aufgehängt
von Intelligenz lange verdrängt!
Denn was Mensch zuerst als Vogel erkannt
später dann Velociraptor genannt;
das hatte hinter einer kalten Stirn
ein den Artgenossen überlegenes Hirn;
die Evolution sah: Intelligenz im Kommen!
Hat den Beutetieren ihre Waffen genommen;
die Wissenschaft, sie fragt sich „Warum?“
Und ich denke mir: „Na, eben drum!“
Denn Mensch, du bist auch, wie du bist,
weil Darwinismus ein Holzweg ist!

Wäre die Evolution damals menschlich gewesen
wäre von kommender Klugheit bald man genesen:
Denn was fehlte noch? „Na, ist doch klar!
Bloß Rakete und Bazooka!“
Der Evolution, die damals schon klug war
ihr läge sicher jedoch eher nah:
Den Velociraptor um die Waffen zu stutzen,
um ihn zu zwingen sein Gehirn zu nutzen;
gäb ihm einen Zeh, dass er nicht falle
und nähme ihm so auch die Kralle!
So wäre er, weil sie die Waffen genommen
in der Nahrungskette oben angekommen.
Wenn wir selber denkend heut also wüssten
was Homo Sapiens Sapiens wissen müssten;
wenn es euch auch erscheint wie blanker Hohn;
die Evolution, sie zeigte damals es schon;
dann wären wir heut schon so weit, wie einst die Affen,
denn: Wo Intelligenz aufkeimt. Verschwinden die Waffen!

*Anmerkung, um WISSENSCHAFTLICH BELEGTE INDIZIEN zu geben für das, was hoffentlich zu denken gibt:

Die Wissenschaft selber sieht es als erwiesen an, dass in den Überresten des Velociraptors entwickelte Sinnesorgane erkannbar sind, die dabei waren, sich auf Kommunikation auszulegen. Was ein eindeutiges Indiz ist für die Entwicklung von Intelligenz.
Auch seine sich entwickelnden Arme, die man zuerst als Flügel annahm, sind ein Indiz für eine Lebensform, die dabei ist, sich in eine bestimmte Richtung weiterzuentwickeln.

Auch die „Entwaffnung“ ihrer Beutetiere (die hier der ausschlaggebende Punkt ist) ist keinesfalls aus der Luft gegriffen. Beispiel Triceratops:  Die Hörner, die frontal gerichtet waren, um als Waffen eingesetzt werden zu können, begannen sich, gegen Ende der Dinosaurier-Epoche, nach außen auszuwachsen, im Prozess der Entwicklung eines Jungtieres. Und wurden somit als Waffen unbrauchbar.
Ebenso bildetete sich im Laufe dieses Prozesses der Nackenschild zurück, womit sie im Grunde genommen schutzlos und kampfunfähig wurden.

Das ist WISSENSCHAFTLICH BELEGT! Nicht aber wissenschaftlich begründet. Und im Prinzip auch nicht begründbar, mit der zu Grunde gelegten These „survival of the fittest“.

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2. Oktober 2013 3 02 /10 /Oktober /2013 06:39

Und hier ist es nun: Das erste direkt aus der poetischen Kooperation von Poeten entstandene gedruckte Werk, erschienen im Verlag neun9zig: Aus dem gemeinsamen Buch von Slov ant Gali, Gunda Jaron und Ricardo Riedlinger "Liebe ... mbH" je ein Beitrag der beteiligten Autoren (alles bekannte Gedichte aus diesem Blog ... dachte ich, doch zumindest, was Ricardo anging, erwies sich dies als Irrtum):

Gunda Jaron: "Schade eigentlich"

Slov ant Gali: "Nachruf"

Ricardo Riedlinger: "Liebe im Winter" ...

 

 

 Cover frisierte Liebe ...

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1. Oktober 2013 2 01 /10 /Oktober /2013 18:29

 

 

Zwei Menschen namens 'Ich' und 'Du',

die treffen sich zum Rendezvous

an ganz geheimem Ort.

 

Ein jeder kann die zwei dort seh'n

und alle, die sie seh'n, versteh'n

ganz deutlich jedes Wort.

 

Die beiden turteln im Versteck

und lachen allen andern keck

ins Antlitz, permanent!

 

Sie sind, was ganz vortrefflich nützt,

durch bunte Masken so geschützt,

dass man sie nicht erkennt,

 

denn Du und Ich, die tarnen sich

als Lyrisch-Du und Lyrisch-Ich.

So trau'n sie sich ins Licht.

 

Ihr Ort geheimen Stelldicheins

und fantasiegewebten Seins

 

ist nämlich – ein Gedicht.

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1. Oktober 2013 2 01 /10 /Oktober /2013 15:20

 

kitsch

gischtet mir auf

in erinnerung gewordener

badeseeuferwelle

entgegen

melancholisches

es war einmal

und wird nicht wieder so

 

an vergangenem

sommersonnentag

schritt ich

in erfrischende fluten

 

wie mochte wohl

der name lauten

für jenes chemische produkt

das mir den see

zum schaumbad

zu machen versuchte?

 

warum nur

will ich das wissen?

vom badewannenduft

weiß ich es

 

doch auch nicht  

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1. Oktober 2013 2 01 /10 /Oktober /2013 15:18

 

tags

lagen sie beieinander

in erstarrtem liebesspiel

so scharf getrennt

oben er

der himmel

unten sie

die see

mit ihrer jungen wellenhaut

blauschwanger

von seinem licht

 

ich

mustere beide

vernunftbebrillt

lächelnd

er

wird von einer anderen

sie

beherrscht

 

die sonne

ist sein leuchten

allein

 

nachts

fällt ihre macht

hinter den punkt an dem

ihn

seiner geliebten see

ferne nähe

kitzelt

und

er darf nicht lachen

 

nachts

sind die liebenden

verschwommen

vereint und wenn

sie

ganz ruhig

unter ihm liegt

lässt

er

seine sterne

 

auf ihre haut fallen

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1. Oktober 2013 2 01 /10 /Oktober /2013 15:05

 

Das Universum ist eine große Zahl,

eine Zahl, die es in Wirklichkeit nicht gibt.

Die Zahl heißt unendlich

und der Mathematiker meint,

er kann mit ihr rechnen, so wie´s ihm beliebt.

 

Doch man nehme Punkt A und nenne ihn Erde,

dann schau man geradaus und sag, hier sei vorn.

Man könnte sich drehen,

wohin man auch will,

man steht in der Mitte, unendlich der Born.

 

Wohin immer man sieht, es gibt ein Dahinter.

Nur ein sichtbarer Punkt ist verschieden weit

zu erkennbaren andern.

Doch das Ende des Alls ist an jeglichem Punkte

gleich fern, sprich unendlich, in Raum und in Zeit.

 

Es macht dich verrückt, solches Zeug zu verstehen,

weil man es einfach nicht anfassen kann.

Komm, wir holen uns so ein bisschen zum Spaß

und weil alles geht, wenn man will, in nicht unendlicher Zahl

 die Unendlichkeit dicht an die Zweisamkeit ran ...

horizontal ...

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1. Oktober 2013 2 01 /10 /Oktober /2013 14:34

 

pflanzen in freiheit

lassen die sonnenstrahlen

von überall oben kommen

vorn ist morgens

wohl osten

jedenfalls dort

wo abends

hinten ist

eine richtung bleibt richtig

ziel allen wachsens

ist immer himmelwärts

 

eingezimmerte pfanzen

haben als himmel

sonnenlose deckenfläche

mutter sonne

bleiben blicke

durch fenster

die morgens wie abends

vorn wie fern sind

 

wird es dem heimischen menschen

zu dunkel

lässt er lampen lügen

eine decke habe himmlisches licht

 

suchende pflanzen

streben der quelle

des lichts entgegen

dreht der mensch

ihrem erdigen topf

kein morgen und

abend zurecht

treiben sie

blätter zum fensterlicht

 

bis sie fallen  

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1. Oktober 2013 2 01 /10 /Oktober /2013 11:52

 

(1)

 

Wie schön du bist,

sagt er so leise,

dass es nur ein unsichtbarer,

aus dem Nest gefallener Jungvogel,

den er dicht an sein Gesicht gehalten,

gehört, aber nicht verstanden hätte,

und flüstert ihren Namen.

Die Angesprochene aber wendet sich angewidert ab:

Wie hässlich du bist!

Und sie ruft den Spottnamen,

den die Kinder des Dorfes ihm gegeben.

Er aber presst die Hände gegen die Ohren

und der unsichtbare kleine Vogel fällt

auf blumenlosen Asphalt.

 

 

(2)

 

Wie schön du bist, sagt sie.

Verwundert und so leise,

dass es nur ein unsichtbarer,

aus dem Nest gefallener Jungvogel,

den er dicht an sein Gesicht gehalten,

gehört, aber nicht verstanden hätte,

flüstert er ihren Namen.

Und auf einmal beginnt sie schallend zu lachen,

bis ihr der Atem vergeht.

Sie rennt zurück zu ihren kichernden Freundinnen

und sie sind sich einig:

Ist der blöd!

Zwischen den Fingern des Jungen aber

quillt der unsichtbare Brei

eines zerquetschten Vogels hervor.

(3)

 

Wie schön du bist,

sagt er so leise,

dass es nur ein unsichtbarer,

aus dem Nest gefallener Jungvogel,

den er dicht an sein Gesicht gehalten,

gehört, aber nicht verstanden hätte,

und flüstert ihren Namen.

Sie aber sieht ihn an,

als hätte sie ihn noch nie zuvor gesehen.

Und der Spottname,

mit dem die Dorfkinder hinter ihm herliefen,

gleitet von seinen Zügen.

Für ihr Lächeln schenkt er ihr

den noch immer unsichtbaren Vogel.

Und kaum,

dass der ihren Handteller berührt,

fliegt er fort.

In seinem hellen Lied

werden die zwei Menschen

für alle anderen

 

unsichtbar.

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1. Oktober 2013 2 01 /10 /Oktober /2013 06:36

Zwischendurch ein "Sebastian-Deya-Tag":

Sebastian Deya: Ohne Worte

 

Sebastian Deya: Nur die Nacht weiß

 

 

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30. September 2013 1 30 /09 /September /2013 12:23

 

Tief steckt er in ihrer Schuld.

Tief steckt sie in seiner Schuld.

Beide meinen das von sich.

Beide nennen es Liebe.

Mit dem Irrtum wurden sie

miteinander alt.

Er mit seinem.

 

Sie mit ihrem.  

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30. September 2013 1 30 /09 /September /2013 12:12

 

 

Die Frau,

die mein Ich

erfüllte,

hatte die Scheidung eingereicht.

 

Die Ordnung

meiner Jahre

verschüttete die Frage,

was fange ich an

mit dem Rest

 

von mir.

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30. September 2013 1 30 /09 /September /2013 08:17

 

Was wird den Abend überdauern?

Wird´s nur ein übler Kater sein?

Bleibt nichts als Sehnen, nichts als Trauern?

Bleibst du für dich und ich allein?

 

Blieb noch der jungen Pferde Streben

als Rest in unsrem Blut zurück?

Hoffst du, dein Durchschnittsalltagsleben

hätt Sinn für wen, sei´s nur ein Stück?

 

Inzwischen weiß ich um die Schwächen,

die mich zum C-Klasse-Helden verdammt.

Sollt besser kämpfen, fesselnd sprechen,

bin Leisetreter Sohlensamt.

 

Ich halte zaghaft dir die Hände

Gemeinsam gingen wir durch Wände

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