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  • Lyrik-Veröffentlichungen "worträume" allein, "Mit Blindenhund durchs Liebesland" zusammen mit Ricardo Riedlinger und Volker Brauer und als einer von 10 Autoren aus Israel, Österreich und Deutschland: 10 X 10 = 100,
Prosa: "Planet der Pondos" (Rom
  • Lyrik-Veröffentlichungen "worträume" allein, "Mit Blindenhund durchs Liebesland" zusammen mit Ricardo Riedlinger und Volker Brauer und als einer von 10 Autoren aus Israel, Österreich und Deutschland: 10 X 10 = 100, Prosa: "Planet der Pondos" (Rom

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Lesungen

2. September 2013 1 02 /09 /September /2013 18:15

Welch antipoetische Wortungetümlichkeit

allseitig gebildete sozialistische Persönlichkeit.

Jeder Phrasenfetzen unerreichbare Anmaßung.

Jedes Sinnieren darüber

unmöglich Springflut für Gedichte.

Doch Treppenhaus für ein gutes Ziel,

Wunsch an den Wolken zu kratzen.

Unten haben sie gestanden

und gelächelt:

Wie winzig wirken

die fernen Stufen -

viel zu klein für unsere großen Füße.

Auf dem Treppenabsatz

sehe ich mich um und stürze.

Sie lachen:

Einen Moment lang

ist mein Hintern tiefer als der ihre.

Dann

beugen sie sich herunter

zu unseren Wurzeln und

 greifen die Bananen.

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2. September 2013 1 02 /09 /September /2013 06:36

Lieber Sebastian Deya, dein "Dezemberlied" passt gut in eine Zeit, in der Friedensnobelpreisträger an Zündern für die endgültige Menschenvernichtung spielen und "wir" Gartenzwergen gleich nichts tuend in Vorgärten herumstehen. Trotzdem gebe ich eines zu bedenken: Wahrscheinlich sind DANACH die Ampeln nicht tot, sondern sie weisen weiter nicht mehr vorhandenen Menschen die Pflicht zu, an den Kreuzungen stehen zu bleiben oder loszugehen ... (Eine gespenstisch kalte Vorstellung)

Auf Kurs Richtung Normalität bewegt sich dagegen

 

Slov ant Gali: Senryū Nr. 86

 

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1. September 2013 7 01 /09 /September /2013 15:48

Am Morgen eines ersten September fielen Truppen der polnischen Unmenschen mit Giftgas über ihre unschuldigen deutschen Mitbürger her. In einer Koalition der Willigen versuchten Deutsche, Italiener, Japaner und einige andere, der Welt Ruhe, Sicherheit und Ordnung zu bringen ...

Oder wie ist das? Liegt Gleiwitz in Syrien?

in der englischen Version von "Sag mir, wo die Blumen sind" von Pete Seeger heißt es "when will they ever learn? ..."

Ja. haben wir es wirklich noch nicht gelernt? Glauben wir noch immer jede neue Lüge, um uns den nächsten Krieg schmackhaft machen zu lassen, obwohl wir inzwischen um die meisten vorigen wissen?

Machen wir uns nicht mitschuldig, wenn wir die Massenmörder der Gegenwart in deutscher Uniform oder die anderen Willigen nicht ins Gruselkabinett einer endlich endgültig vergangenen Vergangenheit packen?

Bringen wir entgegen jeder Vernunft heute Perverslinge an die Macht, die die Lehre, dass nie wieder ein Krieg von Deutschland ausgehen darf in ...nie wieder ohne Doitschland ::: abgeändert haben und jeden eigenwilligen fremden Staatschef in einen Hitler umtheatern, um ihn zum moralischen Kriegsziel zu machen? ich habe meine Probleme mit dem lyrsichen Bild des Kriegspfades,in Auf Kriegspfad wieder und wieder das Brunhild Hauschild gebraucht. Es erinnert an die Indianer, deren Tote die zu ihrer Zeit mit ihren Fingern zählen konnten. heute wird beständig an der "menschheit" gespielt. ... 

Ich möchte hier nur an ein paar meiner letzten Friedensgedichte erinnern

Slov ant Gali: Vision

Slov ant Gali: nicht KLEIN genug

Slov ant Gali: Schreckensvision

Slov ant Gali: Im Friedensgrab

Slov ant Gali: hätte Deutschland gesiegt

Slov ant Gali:Anne (2)

. jetzt sollten wir uns eines guten amerikaners singend erinnern.

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1. September 2013 7 01 /09 /September /2013 08:57

 

 

Wirbelnd toben draußen Stürme,

eisig pfeift der Wind ums Haus,

schneeverhüllt der Städte Türme,

keiner wagt sich heut' hinaus.

 

Ich jedoch geh' durch den Schnee,

halb erfroren meine Hände,

spüre kaum noch Ohr und Zeh',

wann hat alles nur ein Ende?

 

Endlich habe ich's geschafft,

mich zu Dir hindurchzuringen,

Körper Eis, der Mut erschlafft,

nochmal könnt mich keiner zwingen.

 

Die schwere Quälerei jedoch

wirst Du bezahlen müssen:

Warmer Ofen, heißer Tee ?

 

Neeee …

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31. August 2013 6 31 /08 /August /2013 05:44

Aus einem inneren Frieden heraus versuche ich es mit drei japanisierten Kurzgedichten, die mit Buddha-Lächeln ans Thema Liebe rühren:

 

Slov ant Gali: Senryū Nr. 85

 

Slov ant Gali: Senryū Nr. 84

 

Slov ant Gali: Senryū Nr. 83

 

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30. August 2013 5 30 /08 /August /2013 20:04

Dort stand sie nun
vor mir in der Tür
wusst' ich nichts zu tun
als ihr Blick fragte: "Wofür?"

Dort stand ich nun
vor mir in der Tür
wusst' ich nichts zu tun
der Spiegel fragte: "Wofür?

Doch bleibt es in mir
was ich besessen
heut' weiß ich, Dank dir
niemals muss ich es vergessen

Denn heute weiß ich
klingt's auch vermessen
Dank dir. Man braucht mich
und den Kampf gegen's Vergessen

 

Siest du? Ich steh'
dort in dieser Tür
durch die ich lang' fort
nur um zu sagen: "Wofür!"

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30. August 2013 5 30 /08 /August /2013 20:01

 

Es hängen im Dunkel Träume in Seilen
das müde Jahr. Arg müde, ja! Will mir enteilen
ich ummantele dich im wärmenden Llcht
lösch ich es dann aus? Verrat ich noch nicht...

 

 

 

 

 

 

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30. August 2013 5 30 /08 /August /2013 06:16

langsam schmilzt der vorsprung an kurzgedichten, der sich einst angesammelt hatte.

 

Slov ant Gali: Senryū Nr. 80

 

Slov ant Gali: Senryū Nr. 81

 

Slov ant Gali: Senryū Nr. 82

 

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29. August 2013 4 29 /08 /August /2013 15:10

 

Ich weiß noch, wie er vor mir steht
als fünf vor zwölf vorbei war
im Glas vor mir, sich weggedreht
kalt und kühl und unnahbar
musst ich meine Augen schließen
sah nicht mal Tränen fließen
ich sehnte mich nach diesem Kind
dort wie erstarrt im kalten Wind

Ich weiß noch, als ob's gestern wär
stand er dort. In sich vermummt
er konnt und wollt! Er konnt nicht mehr
das letzte Lied schien verstummt
bis der Horizont grell geblitzt
fror und war doch nass geschwitzt
sah vor mir leuchtend, hin und her
die Augen zu! Ein Lichtermeer!

 

Ich weiß jetzt, der vor mir da steht
kalt und kühl und unnahbar
wie er sich dort. Drehte und dreht
seit dem Tag, als ich ihn sah
thront Majestät am Horizont
durch kommende Kaltwetterfront
scheint's mir doch helle. Denn es steht
ein Leuchtturm, der für mich sich dreht

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29. August 2013 4 29 /08 /August /2013 06:11

wie bange ich darum, ganz behäbige japanisierte weise kurzgedichte hier zur diskussion stellen zu dürfen und keine gegen eine invasion gegen die bürger syriens. diese gedichte lassen den gedanken freinen lauf:

Slov ant Gali: Senryū Nr. 77

 

Slov ant Gali: Senryū Nr. 78

 

Slov ant Gali: Senryū Nr. 79

 

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28. August 2013 3 28 /08 /August /2013 15:03

 

Hätt ich Zeit
Hätt ich Geld
müsst ich kaufen
ein paar Schuhe
loszulaufen

könnt sie nehmen
schaut ich bloß bis
wir ankämen

 

Bin so frei,
halt-und zeitlos!
Geh' ich voran
nur mit Nichts bloß!

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28. August 2013 3 28 /08 /August /2013 15:00

 

Es sitzt der eine am Computer.

Nun sagt: Was tut er?

 

Nun lacht ihr doch: Er spielt.

Er gibt nicht zu, wie er sich fühlt.

 

Vielleicht säh man ihn sonst beim Kneipen sitzen

und Bierschaum würd auf seine Hosen spritzen …

 

Er wehrt sich lahm,

verschweigt die Scham.

 

Nicht nur, dass er dass er sich nutzlos fühlt,

dann käm dazu, dass er die Frau bestielt

 

Und die paar sauer hergeschaffte Kröten.

Die gingen flöten.

 

So sitzt er am Computer eben

und nennt das Leben.

 

Beinah wär er Student geworden.

Nun hängt er rum, die Zeit zu morden.

 

Und hätte gern in seinem jungen Wahn

was wirklich Wertvolles getan.

 

Ein Kumpel kommt, schau die Prozente

du bist erst zwanzig und bekommst schon Rente.

 

Kaum später sieht man ihn von dannen traben.

Wie bist du zu beneiden, ewig frei zu haben.

 

Und weiter sitzt er am Computer eben

 

und nennt das Leben.

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28. August 2013 3 28 /08 /August /2013 06:46

Bei Thomas Reichs Gedicht "Gott haut dir seine Zähne in den Arsch, Pilger" kommt einem in gewisser Weise jeder Vers vertraut vor ... und doch wird ihm ein neuer (Hinter)Sinn untergeschoben. Man muss die Aussage nicht teilen - aber das Gedicht ist eben eines ...

Das kann man von folgendem Statement auch behaupten:

 

Slov ant Gali: Senryū Nr. 76

 

 

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27. August 2013 2 27 /08 /August /2013 06:43

 

So dumm könnt’ selbst ein Tier nicht sein
“Ins deutsche Land? Kommt ihr nicht rein!”
statt die Flüchtlinge willkommen zu heißen
sieht man dich den rechten Arm hoch reißen

In Grund und Boden schäm’ ich mich hier
du deusche Eiche! Ja! Wegen dir
seh’ ich am Ende es soweit schon kommen
an dem ihr auch die letzte Chance genommen

Wenn du mit Inbrunst in die Schlachte braust
dich auf den Ruinen als Soldat erbaust
dann geht die SA hier wieder auf Pisten
doch endet heut’ wohl eher auf “lafisten”

Vor diesem Tag will’s mir schon grausen
wenn die Nazis dann nach Hause sausen
statt den hoch gereckten, rechten Hacksen
sieht man unter Glatzen lange Bärte wachsen

Du erkennst es nicht, wie dumm es ist?
Wenn du der Hasspredigt als Inhalt bist
bis sie mit gleicher Münze uns dann hassen
wie der Arier einst, der sie uns gelassen

Die Ränder sieht man Hass verprassen
die Gesellschaft nicht, ihn anzufassen
so drehen sich die mahlenden Mühlen
von Rand zu Rand sich Wellen zu spülen

Es könnt uns wirklich nochmal blühen
das in Auschwitz wieder Ofen glühen
denn gerne zahlt man’s uns wohl zurück
Grab für Grab und Stück für Stück

 

Wenn man Dank dir dann überzeugt erst ist
das als Deutscher du gleich Bestie bist
was als Albtraum mir zuerst erschienen
seh ich vor mir nun. Wie wir ihn verdienen.

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27. August 2013 2 27 /08 /August /2013 06:40

 

 

Wenn erster Herbstregen

feucht und schwer

den Tag verdunkelt,

wenn erste Stürme

böig und kalt

durch den Tag toben,

dann stelle ich mir vor,

ein Kamel zu sein.

Ich habe alle Sonne

und alle Wärme

der letzten zwei Jahreszeiten

gut in mir deponiert.

Jetzt zapfe ich

 

meine Optimismusreserven an.

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27. August 2013 2 27 /08 /August /2013 06:29

ein Senryū kann im Gegensatz zum haiku wohl auch offen politisch sein. also versuche ich das einmal an folgenden beispielen.

Slov ant Gali: Senryū Nr. 75

 

Slov ant Gali: Senryū Nr. 74

 

Slov ant Gali: Senryū Nr. 73

 

 

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26. August 2013 1 26 /08 /August /2013 11:50

 

 

Wir riefen begeistert Revolution.

Das etwas noch schief lief, das ahnten wir schon.

Doch fuhr unser Wagen, Marke Eigenbau,

in die richtige Richtung. Das fanden wir „schau“.

 

Sag ich einfach WIR, dann ist mir schon klar,

dass dieses geWIRe ein durchwachsenes war.

Selbst die, die von sich sagten, die Mehrheit zu sein,

standen in Russlands Kälte allein.

 

Und zum Überzeugen war meistens zu wenig Zeit.

Schlägst du nicht, schlag ich dich, und dann bist du breit.

Es wuchs bald das Gute, doch es wuchs dank Gewalt,

und ihm fehlte so oft die innre Gestalt.

 

Es riefen Millionen von Anpassern JA,

denn die neue Macht, die war nunmal da.

Und vergab nun mal Posten. Da war es wohl gut,

war man lautstark dafür ohne inneren Mut.

 

Unter von hinter der Mauer kam das Flüstern daher:

Sagt doch einfach nur ICH, dann wärt ihr auch wer.

Sagt doch MEINS und immer HABEN

komm, dann lassen wir dich laben.

 

Ließen sich so gern verführen von solch schönem hohlen Wort,

fanden, als sie dann gekommen, alle Labewelt war fort.

Alles Hoffen war vorbei,

ach, wie warn die Vielen frei.

 

Und ein unverdrossner Haufen

stand so krückig da vorm Laufen.

Wo verbirgt sich nur die Tugend

einer kreativen Jugend,

 

die sich sammelt neu zum WIR,

die laut ruft, wir sind doch hier,

die nach neuem Steine schaut,

aus dem Andres wird gebaut.

 

Kommt zusammen, jeder kennt

wohl ein Stück vom Fundament!

Schafft euch selbst die freie Wahl

wie ihrs nennt ist doch egal:

 

Baut ein individuelles,

euch gut angepasstes helles

WIR für eine Welt von Dauer

 

ohne Geldmacht, ohne Mauer.

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26. August 2013 1 26 /08 /August /2013 11:48

 

Der Lyrikbaum ist abgeerntet,

die letzten Blätter zupft der Wind.

Und unten steh ich, such Gedanken,

die neu und gut zu sagen sind.

 

Gedichte gibt es schon Millionen,

und ständig kommt wer, fügt seins an

an diese lichtjahrlange Kette,

wo mancher tut, was er nicht kann.

 

Von Liebe ward so viel geschrieben.

Wer grad was fühlt, schreibt seins dazu.

Wie oft wird’s Reimen übertrieben,

wie selten hat die Liebe Ruh?

 

Und wollte ich die Welt verändern,

so viele wollten´s vor mir schon.

Das Schlimme ist, wie´s war, geblieben,

ein Achselzucken Dichters Lohn.

 

Nur eines wird alltäglich anders,

das individuelle ICH-Gewicht.

Das braucht auf meiner Waagschalseite

 

ein jedes neue ICH-Gedicht.

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26. August 2013 1 26 /08 /August /2013 11:46

Blätter im Herbstwind

Gedichtbaum ruft ernte mich

 

Am Boden Kompost

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26. August 2013 1 26 /08 /August /2013 11:44

Revolutionär

Schaffen was noch nie da war

 

Nie ohne Fehler

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26. August 2013 1 26 /08 /August /2013 06:59

Durch die Japaner mehr zur Verknappung genötigt, schrieb ich so, dass beim Folgenden die Überschrift das längste am Text ist: "Als die erde am straßenrand verreckte".

Dazu passend folgt dann gleich eine Aufforderung in Form von

 

Slov ant Gali: Senryū Nr. 72

 

.

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25. August 2013 7 25 /08 /August /2013 06:24

Auf den ersten Blick drehen sich alle meine heutigen drei Japaner um das Thema Suizid. Aber vielleicht merkt der, der mit Pause liest, die Nuancen ...

Slov ant Gali: Senryū Nr. 68

 

Slov ant Gali: Senryū Nr. 69

 

Slov ant Gali: Senryū Nr. 70

 

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24. August 2013 6 24 /08 /August /2013 06:57

Beim morgendlichen Abarbeiten meines Postfachs stolperte ich über Petra Namyslos Gedicht "Für Chelsea Manning". Erst einmal reagierte ich nur mit einem unwissend verwunderten "Hä?!" Ich hatte die Nachricht, dass der Offenleger Bradley Manning nach dem über ihn gesprochenen Schandurteil (Mörder der gemeinen Art rechnen in Deutschland mit der halben Strafzeit ... höchstens) sich dafür entschieden hatte, nun als Frau zu leben, als die er sich fühlt, noch gar nicht mitbekommen. Petra jedoch hatte schon ein Gedicht draus gemacht. Es blieb mir nur übrig, ein ergänzendes Gedicht "Chelsea werden dürfen" zu fabrizieren und ein Senryu, das ich allerdings für gelungen halte ...

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23. August 2013 5 23 /08 /August /2013 11:58

 

unscharf die umrisse

nichtvorhandensein

        vom ufer aus gesehen

        reicht das meer

        bis in die ewigkeit

der moment

ein stück einzigartigkeit

        erinnerungen verblassen

leere muschelgehäuse

filigrane Schalen

die unter den füßen knirschen

kalkig weiße flügel

wie von engeln verloren

        stumpf sind die klingen

        der messermuscheln

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23. August 2013 5 23 /08 /August /2013 11:56

 

Ich dichte hier so vor mir hin.

Und Freude schenken ist mein Sinn.

 

Ich dichte frei nach Kopf und Bauch

und weiß genau, das kannst du auch.

 

Denk an den Freund, der dann nicht lacht,

weil du es nur für ihn gemacht.

 

Er weiß genau: Es ist nicht Kunst,

nur gut gemeint, na, eben Wunst.

 

Doch ist es ganz genau für ihn von dir,

ein Liebesgruß, einmalig hier.

 

Du traust dich nicht, tust dich geniern?

Du könntest einen Kronenzack verliern?

 

Dann geh doch los und kauf ne hübsche Karte,

doch schreib nichts rein, oh Gott, ne, warte!

 

Im nächsten Jahr, bleibst du schön bieder,

schenkt der dir deine Karte wieder.

.

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