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  • Lyrik-Veröffentlichungen "worträume" allein, "Mit Blindenhund durchs Liebesland" zusammen mit Ricardo Riedlinger und Volker Brauer und als einer von 10 Autoren aus Israel, Österreich und Deutschland: 10 X 10 = 100,
Prosa: "Planet der Pondos" (Rom
  • Lyrik-Veröffentlichungen "worträume" allein, "Mit Blindenhund durchs Liebesland" zusammen mit Ricardo Riedlinger und Volker Brauer und als einer von 10 Autoren aus Israel, Österreich und Deutschland: 10 X 10 = 100, Prosa: "Planet der Pondos" (Rom

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Lesungen

31. Dezember 2008 3 31 /12 /Dezember /2008 07:02

noch immer

wie gras wuchernd

das alte sterbende lied

vom töten


weil wir der SPRACHE nicht

königsmächtig sind

in der WORTschaffung armgekleidet

unter den menschen


noch immer

der wirklichkeit verheerendes spiel

mit der dürftigen sehnsucht nach

aufgeteiltem

in grenzen


das leben aufzählen

in machtstücken

kaltgründig

die zukunft verlieren


oder

versöhnend

die hand reichen.

 

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31. Dezember 2008 3 31 /12 /Dezember /2008 07:00

 



träume steigen wie blüten

und die fragen klingen

wie glasharfentöne

unbeschreiblich

in ihrer singenden klarheit


steh’ ich in regenfäden

geschlossener tag

kein schnee keine antworten

die ich lange gesucht habe


heute stelle ich fragen –

das - lerne ich – hilft weiter

über manchen verlorenen grund

über verletzten doppelten boden


traumnetze lösen sich auf

die windharfensaiten reißen

die glasharfe klingt blutig

und in den straßen schüttelt der krieg


da pflanz’ ich noch immer

blumen des zorns und der zärtlichkeit

für die menschen

baue häuser und luftschlösser

für den aus- und den inländer

für alle geliebten und ungeliebten


hin und wieder verlier ich den mut

das samenkörnchen

ich hebe es auf und halte es warm

zwischen den händen.

   

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31. Dezember 2008 3 31 /12 /Dezember /2008 06:58

 

Deutschlands

steinerne fenster

die linie von ost nach west

gräben und schmerzzonen


ob es genügt die

starren mauern aufzustemmen

das bodenbrachland mit den fremden

lang getrennten händen umzupflügen?


vor den augen kreuzen

die alten eingebrannten

seelenlinien zu

neuen mustern auf


wohin – in welchen himmel

in welche hölle stoßen wir

und stülpen sinnlos

leicht wie sommerhüte

die neue macht im kopf in

billigstoffen über


auf alten fehlerplätzen

schweigt das laub

im stundenglas wächst

hoffnung hoch wie knospen


noch bleibt der fuchs

im alten lammpelz stumm


ist’s eilig

sich auf menschenleben und

ein friedlich gehen zu besinnen



zwischen zwei klirrenden minuten

läuft die zeit.

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31. Dezember 2008 3 31 /12 /Dezember /2008 06:56

weiß ich nicht wirklich

wer außer landes ist

du oder ich

jeder der sich auspflanzt

wird mit fremde übergossen

woher nehm’ ich das recht

oben oder unten zu stehen


trau’ ich mich bald nicht mehr

ausländer anzusprechen

weil sie sich abgrenzen

von dem bissigen fluß meiner landsleute

weiß nicht wie ich die

sprache wiegen soll

wenn nachbarn das wort wenden

menschen sind für mich menschen

gleich welcher farbenreichtum ins gesicht geschrieben


kassandrarufe die alte sternzeit in gelbem glanz

wird beschworen tarnt sich

in neuem kleid

ach wer will hier

brandfackeln und richten

das verbrennen von seelen

sich anmaßen nach eigenem licht?


lass uns die grenzpfähle umpflügen und hartherzen

lösen – aufgesteckt auf den zäunen

im leichten wind.

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31. Dezember 2008 3 31 /12 /Dezember /2008 06:53

 

Deutschland

das widerspenstige wort

zu viel besungen

zu viel über den tisch gezogen

nun liegen wir da

mit aufgeschlagenem gesicht

die träume längst über die stufen gestürzt

und tasten doch

einander neu in den armen


fremde ist eingezogen

unbekannter mond stiehlt die sternläufe

nur die herbstsonne steigt unverrückt

richtet sich auf

über den steildächern


die luft klingt spröde

von alten gedichten

in unseren händen

eine liebesgeschichte.

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31. Dezember 2008 3 31 /12 /Dezember /2008 06:48

 

vaterlandsgarten


wenn grenzen sich auflösen

wachsen meine inneren mauern

nichts ist mehr wie es war

doch das gerede um den vaterlandsgarten

blüht als wäre da

nichts gestanden zwischen

gestern und morgen


übermorgen

bringt die antwort der wind

wie von ungefähr tönt es

hinter den stirnen

von allen dachfirsten klirrt es wenn wir

nicht begriffen haben

wo macht aufhört und

nur liebe eine

 

sternstraße schlägt.

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31. Dezember 2008 3 31 /12 /Dezember /2008 06:46

 

die tödlichen grenzen zum schweigen bringen

ist das erste wunder

wenn menschen aufstehen

und rattenzüge von Hameln sich anschließen

freiheit als kostbarstes gut über

den rücken werfen

und die sackträger sich aufrichten

die glieder strecken über neu ins

weite gestreckte land


dann wächst die zweite

mit lachen durchtränkte saat

zwischen den händen

die hoffnung um reife die

unverbrauchte frucht in den köpfen


wenn wunder möglich wären

punkt drei – im tanzschritt

den traumspiegel halten und die friedensstraße wagen –

zwischen menschen.

 

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31. Dezember 2008 3 31 /12 /Dezember /2008 06:20

  

 

zwischen den häusern

wortfetzen


in den gesichtern

die panische melodie


kann ich nicht wohnen

in ihren ruhlosen stimmen


träum’ ich mir täglich

ihre lebendige form


und ghettos die

steinerne landschaft


aufgelöst

in einem sternwort


zwischen menschen.

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