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  • Lyrik-Veröffentlichungen "worträume" allein, "Mit Blindenhund durchs Liebesland" zusammen mit Ricardo Riedlinger und Volker Brauer und als einer von 10 Autoren aus Israel, Österreich und Deutschland: 10 X 10 = 100,
Prosa: "Planet der Pondos" (Rom
  • Lyrik-Veröffentlichungen "worträume" allein, "Mit Blindenhund durchs Liebesland" zusammen mit Ricardo Riedlinger und Volker Brauer und als einer von 10 Autoren aus Israel, Österreich und Deutschland: 10 X 10 = 100, Prosa: "Planet der Pondos" (Rom

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17. April 2012 2 17 /04 /April /2012 18:02


Ich helfe ihm nicht.

Du hilfst ihm nicht.

Er, sie, es hilft ihm nicht.

Wir helfen ihm nicht.

Ihr helft ihm nicht.

Sie helfen ihm nicht.

 

Fazit...

Ihm ist nicht zu helfen.

 

Fischl 05/11


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12. September 2011 1 12 /09 /September /2011 18:38


Und wie ich so in meinem Traume

durch lange, dunkle Flure geh,

mir folgend eine feine Stimme,

ein langer Schatten an der Wand,

 

und fahles Licht flirrt an den Türen,

malt mir ein dunkles, wirres Bild,

und auf den Dielen wachsen Bäume,

durchs schwarze Laub geht Wind,

 

und aus der Finsternis mit bleichen Augen

bäumt sich ein Höllentier und flieht,

mit kaltem Atem auf den Spuren,

und Asche bis zur letzten Tür,

 

und in dem monden, stillen Zimmer

ist aufgebahrt der alte Yrr,

an seinem Bett in Feuerschalen

zerschmilzt ein langer, dunkler Traum,

 

und gerade birst ein goldner Spiegel,

die Splitter glänzen noch

und zeigen mir die letzten Bilder,

was da verglüht, bin ich.

 

Und wie ich so in meinem Traume...

 

Da ist der alte Yrr erwacht,

und hat mich zahnlos angelacht.

Vergreister Engel aus der Nacht.

 

Fischl 8 / 11 (Balladen vom alten Yrr)

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11. August 2011 4 11 /08 /August /2011 18:02


Gespinst im greisen Haare wirrt,

die dünnen Lüfte modern,

ein dunkler See im Mondlicht flirrt,

die alten Wipfel lodern.

 

Waldweber schwirren einen Tanz,

die weichen Moose schweben,

ein schwarzer Stein im Morgenglanz

erwacht zu neuem Leben,

 

und singt ein Lied, ganz leis und trist

im Schattenspiel der Geister,

In diesem letzten Garten ist

der alte Yrr der Meister.

 

Und wenn dein Weg dich hierhin trägt

durchs Dickicht deiner Tage,

dein wundes Herz nach Ruhe bangt,

 

Wirst du vom alten Yrr gehegt,

bis dann, als letzte Plage,

dein Schmerz als gift´ge Blume rankt.

 

Fischl 9 / 11

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25. April 2011 1 25 /04 /April /2011 19:01


Ich helfe ihm nicht.

Du hilfst ihm nicht.

Er, sie, es hilft ihm nicht.

Wir helfen ihm nicht.

Ihr helft ihm nicht.

Sie helfen ihm nicht.

 

Fazit ..:

Ihm ist nicht zu helfen.

 

Fischl 05/11

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23. April 2011 6 23 /04 /April /2011 19:14


 

Des einsam Wandrers Müllerlust,

jetzt schneit´s mir Sterne auf die Brust.

Weit kann´s ja nun wohl nicht mehr sein,

ich halte an und denk zurück und

schneie ein.

 

Fischl 05/11

 

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21. April 2011 4 21 /04 /April /2011 14:42


Wenn der neue Tag

auf den letzten bumst,

und wenn die Vögel

zufrieden die letzten

Krumen der Nacht erspähn,

 

wenn die lustigen Mädchen

das letzte Morgenhaar

gegen den Wind bürsten,

und wenn der Polizist

die letzten Leichen kehrt,

 

dann pfeife ich

mit letzter Kraft

auf der Erde kniend

und auf dem letzten Loch

ein letztes Lied.

 

Es ist das Lied

Verletzter Liebe.

 

 

 

 

Fischl 05/11

 

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20. April 2011 3 20 /04 /April /2011 07:55

 

Mein ganzer Kummer baumelt

über den Weg

bis zum Steg

wie die Beine

eines Knaben

Hinab ins dunkle Gewässer.

 

Strömt ein wenig

hin und her,

und her und hin,

mit dem Abendwind,

den Fischen,

den Sternen, dem Schlamm,

bis hin zur Schlinge am Horizont

dort am knorrigen Baum.

 

Jetzt habe ich die Seele endgültig voll

Und das Herz hängt mir

zum Halse heraus.

 

 

 

fischl 2 / 11

 

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18. April 2011 1 18 /04 /April /2011 18:23

 

Mondlicht fällt

auf meine Geige,

und zwei Töne fall´n

mir auf den Fuß.

Vierzig Tränen fall´n

in meine Seele

Und ein Stern,

der fallen muss.

 

Nachtlicht fällt mir

in den Rücken,

Haare fallen aus

im Wind.

Es fällt der Fluss

durch vierzig Brücken.

Und Flocken fall´n

die eisig sind.

 

Dann fallen Träume

fällt die Welt.

Und nirgendwo ein Hund,

der bellt.

 

 

Fischl 05/11

 

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15. Januar 2011 6 15 /01 /Januar /2011 17:27
Hirtenlied

Sprach das Schaf zum Hirten:
Du darfst mit mir nicht flürten!
Sprach der Hirte zum Schaf:
Ich bin der Hirt´, sei brav,
ich darf!

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14. Januar 2011 5 14 /01 /Januar /2011 17:24
Der Aussichtsturm

In einer Landschaft
von Immergrün,
wo die leichten Mädchen
die leichten Wolken ziehn,
voll Bienen, Wälder,
Bergesrücken,
da steht der Turm
zum Seel´entrücken.
Und gern stand man
Auf diesem Riesen,
um die Aussicht
zu genießen.
Und eines Tags
da kam ein Sturm
und rüttelt´ auch
am Aussichtsturm.
Doch der blieb standhaft wie zehn Mann,
da kam der Sturm nicht gegen an.
Der Sturm blies drum herum
noch Stunden,
blies alles um,
die schöne Aussicht war verschwunden.
Der alte Turm steht immer noch,
doch in der Landschaft ist ein Loch.
Und das Ergebnis von dem Sturm?
Ohne Aussicht? Aus der Turm!

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14. Januar 2011 5 14 /01 /Januar /2011 13:36

 

Als der letzte Klang verklunkte

Und das Abendlicht versunkte,

Ich so durch die Gassen gunkte

Einer stillen Stadt, da wunkte

Mir ein Polizist, der unkte,

Dass ich wohl genug getrunkte,

Worauf ich in mein Bett eintunkte

Und traumlos in den Schlaf gelungte,

Ein Schlaf, dem ich dem Schnaps verdunkte.

Und weil ich so nach Sünde stunkte,

gab Gott mir für den Tag Null Punkte.

 

 

fischl 01 / 11

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13. Januar 2011 4 13 /01 /Januar /2011 13:32

 

Die Dinge sind in sich verschieden,

die einen sind ein Meter hoch, die andren aber sieben.

 

Die Dinge sind für sich ganz eigen,

mit einen kannst du Fußball spiel`n, mit andren kannst du geigen.

`

Die Dinge sind so wie sie sind,

die einen sind aus Stein gemacht, die andern sind aus Wind.

 

Doch Dinge sind ganz anders,

nicht so wie du und ich,

denn dass sie manchmal traurig sind

das gibt´s bei Dingen nicht.

 

 

fischl 1 / 11

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9. Januar 2011 7 09 /01 /Januar /2011 15:30

 

Hiddensee

 

Wenn ich auf Insel Hiddensee

Nach kleinen Bernsteinstücken späh`,

ich meistens tief im Bücken geh´.

Davon tut mir der Rücken weh!

Im Winter fällt in Stücken Schnee,

im Sommer brauchst du Mückenspray,

ja, dort am Strand von Hiddensee.

 

Und wenn ich nachts mein Glück erfleh`,

den Mond in Wolkenlücken seh´,

im Rausch und im Entzücken steh`,

mit dir ans Meer zum f ... geh`:

der Leuchtturm huscht als Lichterfee,

und ich ein fernes Schiff erspäh`,

dich an der Hand,

im Kleid aus Sand,

Oh, dort am Strand von Hiddensee.

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8. Januar 2011 6 08 /01 /Januar /2011 15:27

 

Nachtgestalt

 

Hinter dem Wald

Erhebt sich

Ein Herz auf Stelzen

So groß

Wie ein Hirnballen

Und tanzt

Mir liebliche Augen

Ins Dämmerlicht.

Einem Mühlenflug gleich

Sammeln

Zopfende Mädchen

Metallblauen Wind

Und der Mond

Tropft

Ein leichtes Vogellied

Von den Gutenachthäusern.

Ein Dorf ist da

Eine Straße unter Ulmen,

Die zur Kirche führt

Hinauf zu Gottes Schoß,

der gerade ein neues Meer gebiert.

Und es rauscht in den Ohren

Wie von Schlaf besessene Wellen

Und jeder Schlag

Spült einen Jungen an Land,

An das Rund

Einer Festung,

Hinter deren Mauern

Mein Herz blutet.

Dann tun sich Augen auf

Und lassen ein Schiff aus

Dem Hafen,

ein Schiff, ferner noch

Als Heimweh,

Entsegelt aller Furchtsamkeit

Und über sich Angst,

Geflüster,

Und unter sich

Die schweren Wolken

Eines neuen

Milchsternfunkelnden Tags.

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