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  • Lyrik-Veröffentlichungen "worträume" allein, "Mit Blindenhund durchs Liebesland" zusammen mit Ricardo Riedlinger und Volker Brauer und als einer von 10 Autoren aus Israel, Österreich und Deutschland: 10 X 10 = 100,
Prosa: "Planet der Pondos" (Rom
  • Lyrik-Veröffentlichungen "worträume" allein, "Mit Blindenhund durchs Liebesland" zusammen mit Ricardo Riedlinger und Volker Brauer und als einer von 10 Autoren aus Israel, Österreich und Deutschland: 10 X 10 = 100, Prosa: "Planet der Pondos" (Rom

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Lesungen

24. Februar 2008 7 24 /02 /Februar /2008 08:00


Richt´ euch!
Präsentiert das
Gewehr! 

wie wegsehnenswert
die zeit
solcher MÄNNERmachenden sprüche
 
welch
dinokreidevorzeitlicher unkrautstolz
gedient zu haben 

ein gewehr
präsentiere ich 
nicht

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23. Februar 2008 6 23 /02 /Februar /2008 07:50

als erste  
zivilisierte männer
die sprache der eskimos

untersuchten

vermissten sie 

das wort
frieden
es gab
keines
denn

es gab
nichts
anderes

 

die eskimos
sind
heute
zivilisiert

 


(Slov ant Gali)

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21. Februar 2008 4 21 /02 /Februar /2008 07:18

fallschirme
fliegen
sturm
geblasen

deine freude
bringt
samen auf
neuen boden 

fallschirmjäger
willst du werden
wenn du
groß bist 

wer
zieht dir
diesen

löwenzahn

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13. Februar 2008 3 13 /02 /Februar /2008 07:02

soldatin werden

 


als meine tochter
ihren wunsch
ausgesprochen
schwieg ich
über zuvor
gemachte fehler
 

zum geburtstag
schenkte ich
eine treudoofe
hündin
mit einer
ledernen leine
 

sie hieße
lynndie
das erleichtere ihr
sich an menschliche
gemeinschaft
zu gewöhnen

 
(Slov ant Gali)


Sollte die Zeit schon so weit vorangeschritten sein, dass jemand das Gedicht nicht versteht, so hilft ihm jener Link:

http://de.wikipedia.org/wiki/Lynndie_England

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5. Februar 2008 2 05 /02 /Februar /2008 08:05

Feindler, Michael, Wuppertal, 18 Jahre, Schüler und Hobbykabarettist

Der Friedensplan

 

Herr Müller, der gebildet war,
fand, ganz auf sich allein gestellt,
die Lösung in nur einem Jahr,
für ew'gen Frieden auf der Welt. 

Er zeigte Leuten stolz die Seiten,
auf denen handgeschrieben stand,
wie man den Frieden konnt' verbreiten,
in aller Welt und jedem Land.
 

Man fragte ihn: „Was hast du denn
mit deinen Friedensplänen vor?“
Er sprach: „Ich bring' sie zur UN.
Dort hat man stets ein off'nes Ohr.“

Es stoppte ihn ein Offizier:
„Die Staats-Armee ist ziemlich groß.
Und herrscht der Frieden ewig hier,
wird's Militär gleich arbeitslos.“
 

Ein Waffenfabrikant warf ein:
„Auf Frieden kann ich gern verzichten.
Denn Bomben werden nutzlos sein,
will niemand mehr ein Land vernichten.“ 

Ein anderer ergänzte diesen:
„Wir sollten alle mal bedenken:
der Frieden bringt nur Wirtschaftskrisen.
Wir können ihn uns also schenken.“
 

Herr Müller sagte daraufhin:
„Ihr denkt, der Frieden sei verkehrt.
Er macht jedoch auf Dauer Sinn.
Das Wirtschaftsopfer ist der wert.“
 

Man rief: „Du Pazifistenschuft!“
und sprengte im Zerstörungswahn
den armen Müller in die Luft
und mit ihm seinen Friedensplan.

 

 

(Der erste der zehn Preisträgertexte)

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4. Februar 2008 1 04 /02 /Februar /2008 07:04

Matthias Kneip, Regensburg, 37 Jahre,

 Kriegs Gesicht

Nach dem Sieg
schruppt sich der Krieg
sein Gewissen rein
mit Stacheldraht

wäscht sich die Leichen-
teile aus dem Gesicht
und verbindet
gebrochene Versprechen

Er beerdigt das Echo
der Bomben in den Ohren
der Toten. Nur dort
gibt es Ruhe

Nach dem Sieg
verwandelt sich der Krieg
ganz friedlich
in eine Jahreszahl

 

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24. Januar 2008 4 24 /01 /Januar /2008 07:29
Was wir schon besser wissen

Als lange vor unserer Zeit

die eroberte Stadt brannte,

ließ der siegreiche Feldherr

den Weisesten der Weisen

des geschlagenen Reiches

sich vor die Füße werfen.

Siehst du nun,
sprach er mit einer seine Welt umkreisenden Geste,
dass meine Größe
über alle Zeiten hinweg
die Winzigkeit normaler Sterblicher
überstrahlen wird?

Eher, so sprach der Weise,
dreht sich die Erde
um die Sonne,
als dass in Tausend Jahren
ein vernünftiges Wesen
sich Deiner in Ehrfurcht, nein überhaupt, erinnert.

Der Sieger des Tages
lachte schallend.
Wenn sich die Erde bis zum nächsten Sonnenaufgang
gedreht hat, haha,
wird der Kopf, aus dem solch Unsinn kam,
von seinem Unterleib getrennt.

Ich
dulde nur
vernünftige
Menschen.

Slov ant Gali

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23. Januar 2008 3 23 /01 /Januar /2008 06:50
ausgang

sie steht 
als wäre es
völlig normal
vor mir
diese uniform
diese
kampfuniform
tarnfarben
mit deutschen ärmeln


sie küsst
ein mädchen
und bleibt mir
feind
im besetzten land

 

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21. Januar 2008 1 21 /01 /Januar /2008 06:47

wen der bumerang trifft

 als friedenskind 
fürchtete ich
den weg
zwischen bahndamm
und seeufer

letzte dampfloks
spuckten funken
in den frühling
trockenes stroh
brannte den geruch
von zu hause sein
ein

über den see waren
das ufer ansteuernde
flugzeuge
von weitem
zu sehen

wer konnte
sicher sagen
sie brächten
keinen brand

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11. Januar 2008 5 11 /01 /Januar /2008 11:17



Unschuldsblick

Ich
habe noch nie

einen Menschen getötet,
versichert das Auge,
das gut geübt
den Feind
anvisiert,
dem Finger.

     Immer 
     bist du es,
     der abdrückt.


Slov ant Gali:

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10. Januar 2008 4 10 /01 /Januar /2008 07:22
Krieger

Kämpfer, Mann der Tat,
Haudegen, Recke,
willst Du berühmt werden?
Ein Heros? Eine Legende?
Leuchtendes Denkmal verstorbener Unsterblichkeit?

Willst Du Despoten trotzen,
Alleinherrscher besiegen,
Unterdrücker vernichten
Diktatoren ausrotten
dem Verhängnis in den
gierig weit aufgesperrten Schlund greifen
Bedrängte retten vor Not und Übel
und allen Wirren dieser Tage,
dieser Zeiten,
dieser Welt?

Willst Du
der feuerschluckende,
feuerspeiende Hitzevogel,
der Phönix vor der Asche,
begleitet und dirigiert von Strawinsky
Oder noch besser:
Orchester und Dirigent in einem
sein

Willst Du von innen heraus leuchten
wie der Sohn des
Nazarener Schreiners
oder wie Martin von Tours
im Winter ohne Mantel
(oder zumindest nur mit einem halben)
freiwillig frieren

Kämpfer, Mann der Tat,
Haudegen, Recke,
willst Du berühmt werden?
Ein Heros? Eine Legende?
Leuchtendes Denkmal verstorbener Unsterblichkeit?
Kämpfen für eine echte, handgestrickte Wahrheit,
eine Sache, eine Idee, ein Ideal
oder wenigstens eine Illusion

standhaft sterben, vorher jedoch
möglichst viele andere
vom Leben in den Tod befördern
(und ihnen ob ihres Ungeschicks
Deinen
Weg zu kreuzen verzeihend zunicken)
danach jedoch
auf einer Säule stehen
als Ikone
als gestorbener Dulder
märtyrisch, stolz, stoisch,
(aber heroisch)
diesem heutigen, hiesigen Dasein
lautmalerisch einen stummen Abschiedsgruß zuwerfend

Willst Du nicht
für Volk und Vaterland
zumindest für irgendeines
wenn nicht das Deine
dann für die Freiheit
Dich hinrichten lassen

Du,
Kämpfer, Mann der Tat,
Haudegen, Recke,
enttäusche mich nicht,
richte Dich auf

ich hebe Dich auf Dein Schild
ich trage Dich herum
ich spreche von Deinem Mut
ich spreche von Deiner Kraft

enttäusche mich nicht

ich sorge für Deine
gefällige Ehre
ich winde Deinen Glorienschein
hänge an Deine Füße den Lorbeerkranz
ich sorge für den erwarteten Applaus
denk nur daran:

Zum Da Capo erscheinen andere.

(Thomas Menzel gehörte zu den erfolgreichsten Teilnehmern des Friedenslesungswettbewerb 2007)

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8. Januar 2008 2 08 /01 /Januar /2008 07:21

Cord Buch

Roter Wüstensand

 

Im Glanz roten Wüstensandes

lebt er

seit Jahrmillionen

der Stein, dieser Stein

 

Sengender Sonne

frostigen Nächten

fräsendem Sandsturm

hat er getrotzt

 

Nun wird er zerfetzt

im Bombenhagel

der Explosionen

der Geschosse

 

Im Schatten des Steins

der kauernde Mensch

er sähe den Stein zu Sand werden

wäre er nicht lang schon tot

 

In hitzigen Sommertagen

trägt der Wüstenwind

roten Wüstensand bis ans Meer

ferner Kontinente

 

Wüstensand

geboren aus

zerfallenen Steinen

zerfallenen Knochen

 

(veröffentlicht in „Gedichte: best german underground lyriks 2005“, Acheron- Verlag; Cord Buch war Teinehmer des Friedenslesungswettbewerbs.)

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8. Januar 2008 2 08 /01 /Januar /2008 07:18

heckler & koch

  
das gewehr
ist nicht schuldig

geschäftsführer
reiben sich
die hände
kugeln 
lassen
kassen
klingeln

das gewehr träumt
gut geölt
von staunenden

museumskindern

Slov ant Gali

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7. Januar 2008 1 07 /01 /Januar /2008 08:04

Dieter Büker

Die Taufe

Einen Sohn hatte

sie geboren oder

auch zwei,

sie groß gezogen

in Liebe und Ehrfurcht

vor Menschen und Gott –

 

vielleicht war sie

eine gute Mutter,

still pflegend und liebend,

anonym, einer der vielen

Helfer der Menschheit

und Tröster der Welt –

 

so aber wurde der

Name verrucht

für ewige Zeit

durch ihres Sohnes

verblendete Taufe

am 5. August. –

 

Enola Gay.

Am 5. August 1945, am Tage , als die erste Atombombe in den Bombenschacht  der Flying Fortress B-29 gehängt wurde, die am nächsten Tag um 8:16 Uhr früh Hiroshima zerstörte, ließ deren Kommendant, Colonel Paul W. Tibbets, den Namen seiner Mutter auf den Bug seines Flugzeuges malen.

Dieter Büker, 68 Jahre, Dortmund, Rentner, erfolgreicher Teilnehmer des Friedenslesungswettbewerbs 2007.

 

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5. Januar 2008 6 05 /01 /Januar /2008 07:20

Rombach, Gerhard, Sollentuna, Schweden, 76 Jahre, Architekt

Terror

Wo Granaten

Friedensgespräche ersetzen

und die ausgestreckte Hand

nicht Freundschaft sucht

sondern Bomben zündet

 

Wo Angst und

Feindschaft herrschen

und wo Hass gedeiht

ist weder Gott

noch sein Prophet

zu Hause

 

Gerhard Rombach war erfolgreicher Teilnehmer der Friedenslesung 2007

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3. Januar 2008 4 03 /01 /Januar /2008 06:56

Slov ant Gali

Urgroßvaters Alben (zur Diskussion im FAK)

 

vor seinen sehschwachen augen

stapfen

stalingrader stiefel

über leichenstarres

kunduz

 

auf weißem laken

verschläft

sein übernächtigter urenkel

dämmernde gedanken

 

in ein paar tagen

geht es zurück

deutschland verteidigen

 

urgroßvater sieht

früh verlorene freunde

empfangsbereit

 

 

am 22.12.07 postete ich den „Umweltmoritz“. Als Kommentar der http://klar-text.over-blog.com  betreibenden Bloggerin „Madame Federkiel“ erhielt ich die folgende (spontan verfasste!!!) Reaktion:

 

Wenn ein jeder nur das tut,
was für ihn auch wirklich gut

würd' nur GUTE Sachen essen
statt täglich zuviel Scheisse fressen

aus Chile Erdbeeren im Winter
mal unsere Äpfel für die Kinder

statt fahr'n zum Zigaretten kaufen
dran denken, Beine sind zum Laufen

und statt zu kaufen jeden Mist
mal fühl'n, was wirklich WICHTIG ist!

Solange wir nicht registrieren
wer viel verbraucht, muss produzieren.

statt dass wir die Ressourcen schonen
nur denken, Verkauf muss sich lohnen

man kann, statt zu den Balearen
auch radelnd durch die Heimat fahren

kurz;
wenn wir nur das, was WICHTIG, machen,
könnten wir alle RICHTIG lachen

DIE UMWELT ist doch nicht abstrakt!
Das sind doch WIR - und das ist FAKT!

 

(Für "Gastleser": Mitmachen ist gefragt…)

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17. Dezember 2007 1 17 /12 /Dezember /2007 06:58

Weihnacht

die botschaft
vernahm ich wohl
allein
der glaube
fehlt

ich hoffe
das kind wird
noch geboren
in dessen namen
kein gewehr geweih-
nachtet wird

bis dahin
meine hand
denen die sagen
du sollst nicht töten
es nicht tun

und andere

nicht tun lassen

meinen sack
fülle ich
mit kalaschnikows
geladen mit

frieden

(In Auswertung Dr. Seltsams sonntäglicher Wochenschau, diesmal mit  mit Prof. Fink)

!!!Test Community!!!

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