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  • Lyrik-Veröffentlichungen "worträume" allein, "Mit Blindenhund durchs Liebesland" zusammen mit Ricardo Riedlinger und Volker Brauer und als einer von 10 Autoren aus Israel, Österreich und Deutschland: 10 X 10 = 100,
Prosa: "Planet der Pondos" (Rom
  • Lyrik-Veröffentlichungen "worträume" allein, "Mit Blindenhund durchs Liebesland" zusammen mit Ricardo Riedlinger und Volker Brauer und als einer von 10 Autoren aus Israel, Österreich und Deutschland: 10 X 10 = 100, Prosa: "Planet der Pondos" (Rom

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Lesungen

1. Februar 2009 7 01 /02 /Februar /2009 06:29

 

 

gefangen in der Endlosschleife

schwankend zwischen „Ja“ und „Nein“

verloren zwischen „Für“ und „Wider“

zwischen „Kann“ und „Darf nicht sein“


im Korsett von „Wenn und Aber“

eingezwängt in Raum und Zeit

Zweifel lähmen die Gedanken

Angst vor der End-Gültigkeit


wenn du JETZT nicht wagst zu rufen

„Stop! So kann's nicht weitergeh'n!“

wirst du morgen vor den Trümmern

deiner Lebenslüge steh'n

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1. Februar 2009 7 01 /02 /Februar /2009 06:29

 

 Schmetterling der Nacht

 

taumelnder Flug

im blinkenden Rot der Neonreklame

 

müder Blick

aus glanzlosen Augen

straft perlendes Lachen Lügen

 

gnädiges Zwielicht

der Morgendämmerung

vertuscht die Narben der Vergangenheit

 

Tränenspuren aber

erlauben eine flüchtige Ahnung

vom Grau

unter der grellbunten Maske

 

behutsam faltest du die Flügel zusammen

wirst wieder unsichtbar

im Licht

des Tages

  


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1. Februar 2009 7 01 /02 /Februar /2009 06:26

 

Marleene Roth will unbedingt,

dass man ihr aus dem Kaffeesatz

orakelt, was die Zukunft bringt,

und macht sich auf zum Bahnhofsplatz.

 

Dort klingelt sie an Nummer Vier.

„Madame Mystique“ steht auf dem Schild.

Besagte Dame öffnet ihr,

winkt sie herein und lächelt mild.

 

Madame greift sich die Lupe gleich,

betrachtet stumm den Kaffeesatz,

fasst sich ans Herz, wird kreidebleich,

seufzt abgrundtief und spricht: „Ihr'm Schatz,

 

dem werten Herrn Gemahl, Fritz Roth,

wird’s morgen gar nicht gut ergeh'n

und übermorgen ist er tot.“

„Das weiß ich doch“, erklärt Marleen'.

 

Madame Mystique schaut irritiert,

worauf Marleen' sie sanft belehrt:

„Das, was mich wirklich int'ressiert,

ist, ob ich freigesprochen werd'.“


 

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1. Februar 2009 7 01 /02 /Februar /2009 06:23

Spiel mit Blicken

Wortentzücken

kleine Scherzchen

rote Herzchen

zart berührt

und verführt

 

Kosen

Rosen

und Pretiosen

 

Sex und Triebe

große Liebe

 

dann vermissen ...

nachts im Kissen

heiße Tränen

süchtig sehnen

zarte Haut

so vertraut

 

ganz geheime

Träume

Schäume

 

Herzensdiebe

Schmerz und Hiebe

 

dann betrügen ...

tausend Lügen

nix mehr Geigen

nur noch Schweigen

wallt das Blut

kocht die Wut

 

Abschiedskuss

dann ein Schuss

Schluss

 

* * *

 

Ach, lieber Leser, ich vergaß:

Das Ganze ist natürlich Spaß,

denn: „Nie im Leben schreibe ich

ein 'Liebe-Triebe-Reim'-Gedicht!

Und wenn ich es vermeiden kann,

wend' ich auch 'Herz' und 'Schmerz' nicht an.“

 

So nahm ich mir vor Jahren vor,

doch kicherte der Musen Chor

voll hundsgemeiner List und Tück':

„Ach, reim doch EINmal 'Blick' auf 'Glück'!

Und EINmal nur reim 'Schuss' auf 'Kuss'!“

Na, ich gönn euch den Genuss!

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1. Februar 2009 7 01 /02 /Februar /2009 06:19

 

Mir träumte heut' Nacht ein wohl lieblicher Traum:

Wir glitten gemeinsam durch Zeit und durch Raum,

getragen von Klängen aus himmlischen Sphären,

auf Lüften, als ob wir gar schwerelos wären,


die Körper verschlungen in wirbelndem Sein,

die Herzen, die Seelen, die Sinne so rein,

umgeben von Farben in sanftem Pastell,

der Sonne entgegen ... so wärmend und hell,


umschmeichelt von Düften aus tausenden Blüten

und leise geflüsterten uralten Mythen,

von anmutig' Engeln begleitend umzingelt,

bis plötzlich das Mistding von Wecker geklingelt ...

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1. Februar 2009 7 01 /02 /Februar /2009 06:18


 

brüchig ist es geworden

mit der Zeit

und instabil

 

die einst so starken Seile

aufgeraut

durch ständige Reiberei

 

die eine oder andere Faser

durchtrennt

vom Klang scharfer Worte

 

verbindende Knoten

gelöst

durch bohrende Zweifel

 

wie willst du mich auffangen

wenn ich falle

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1. Februar 2009 7 01 /02 /Februar /2009 06:11

Dunkelroter Samt, zerschlissen,

letzter Nachhall von Applaus,

Staubkorntanz in Pappkulissen,

kein Da Capo ... Fine! Aus!.


Pianissimo verklungen,

letzter Ton schwebt in der Luft,

Notenblatt, Erinnerungen,

Schminke, Schweiß – Theaterduft ...


Leer die Gänge, leer die Kassen,

träumend ein Kostüm im Spind.

Garderobe gähnt verlassen,

ausgestorben, Spiegel blind.


Müde senkt er seine Lider.

Weiße Lilien aus der Hand

legt er vor der Bühne nieder.

Schweigend geht der Intendant

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1. Februar 2009 7 01 /02 /Februar /2009 06:10

Schluss mit Hausarbeit und Garten:

Samstag Nachmittag halb vier.

In den Feierabend starten

will ich mit 'nem Fläschchen Bier,

 

auf der Gartenliege dösen

und den Tönen der Natur

lauschen oder etwas lesen.

Sehne mich nach Ruhe pur.

 

Vögel leise in den Bäumen

zwitschern und ein Bienchen summt.

Fange langsam an zu träumen.

Fern ein Rasenmäher brummt.

 

Plötzlich quaken volle Kanne

Frösche, brr, welch lieblich Ton,

und die Drossel in der Tanne

imitiert ein Telefon.

 

Blödes Vieh, jetzt bin ich wach,

nee, nicht nur der Drossel wegen,

auch Herr Huber macht jetzt Krach:

Ach, ich liiiieeebe Kettensägen...

 

Nebenan im Plantschebecken

ist das Wasser sonnerwärmt.

Darin, sehr zum mein'm Entzücken

eine Kinderhorde lärmt.

 

Erst die die Feuerwehrsirene,

dann ertönt ein Martinshorn.

Langsam kriege ich Migräne,

wünsch' mir Watte für die Ohr'n.

 

Nachbarliches Zaun-Geschnatter

geht mir mächtig auf den Geist.

'n Hubschrauber mit viel Geknatter

tief über dem Garten kreist.

 

Hey, Piloten, macht 'ne Biege,

ich will hier in Ruhe chill'n

oben ohne auf der Liege

und mich in der Sonne grill'n.

 

Jetzt wird noch die Buchsbaumhecke

mit der Schere rundrasiert

Und der Kompost aus der Ecke

ins Gewächshaus transportiert.

 

Auf dem Viertelmorgen Rasen

links ein Gartentraktor röhrt

und mit Krach und Auspuffgasen
meine Traumgedanken stört.
 
Schweigend aus dem Geigenkasten
hol' ich mein Maschin'gewehr.
Darf nicht ruhen und nicht rasten?
Kenn' auch keine Rücksicht mehr ... !
 
Ruhe herrscht nun allenthalben,
friedlich schlürfe ich mein Bier.
Über mir der Flug der Schwalben
Samstag Nachmittag halb vier.

 



 

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1. Februar 2009 7 01 /02 /Februar /2009 05:39
 

du sagst

ich sei die Wand

an die du die Gedankenbälle wirfst

du sagst

ich sei die Hand

die sie gewichtet und sortiert

und der Verstand

der reagiert

 

du sagst

ich sei die Reibefläche

dem Zündholz deiner Fantasie

und deinen ungebor'nen Liedern

sei ich die Melodie

 

sei das Gefäß

in das du deine Tränen gießt

und sei der Arm

der dich zum Trost umschließt

 

sei Muse dir

Inspiration ...

 


... doch nur von fern

 

nur Illusion

ist meine Hand in deinem Haar

bin zwar mit Worten für dich da

 

bin zwar ein Mund

der zu dir spricht

mein Lachen schenkt dir

Farbe

Licht

 

doch selber

bleib ich grau in grau

denn ich

bin deine Schattenfrau




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31. Januar 2009 6 31 /01 /Januar /2009 06:02

Partystimmung – ausgelassen ...

Auf das Leben! Hoch die Tassen!

Glatteis glitzert auf den Straßen.


Lachen perlt durch eis'ge Stille.

Autoschlüssel – trotz Promille ...

Gegen Fahne: Lutschpastille


Scheinwerfer die Nacht erhellen.

Aus dem Dunkel Schatten quellen.

Bremsen quietschen, Schreie gellen.


dumpfer Knall

auf Metall


Fahrer konstatiert entsetzt:

Reaktion wohl überschätzt.

Beifahrer nur leicht verletzt.


Blicke aus dem Fenster schweifen,

Körper mit vier Beinen streifen.

Der Verstand will nicht begreifen...


Nur ein Tier – erleichtert' Lachen ...

Rückwärtsgang – mit 80 Sachen

ruckzuck aus dem Staube machen ...




Die Polizei bittet die Bevölkerung um Mithilfe:

Gestern in den den frühen Morgenstunden entdeckten Jogger die Leichen eines etwa 40-jährigen Mannes und seines Hundes auf dem Seitenstreifen der B123.

Beide sind vermutlich Opfer eines Verkehrsunfalls mit Fahrerflucht.

Wie ein Polizeisprecher mitteilte, wurden an der Leiche des Mannes Platzwunden am Kopf sowie Verletzungen im Bereich der Wirbelsäule festgestellt.

Beide Verletzungen seien nicht tödlich gewesen, der Tod sei durch Erfrieren eingetreten.

Bei rechtzeitiger Hilfe ...

Zeugen des Verkehrsunfalls werden gebeten ...

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31. Januar 2009 6 31 /01 /Januar /2009 05:36

der Zufall
wehte dich in mein Leben

nicht greifbar
für mich
einem Lufthauch gleich
bläst du seitdem
den Staub von meinen grauen Gedanken

greifst mit frischer Brise
unter die Flügel meiner Fantasie

wirbelst verborgene Gefühle auf
die ich längst verstorben wähnte

und ich lasse es geschehen
genießend
doch
wissend
ich fange den Wind niemals ein

 

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23. Januar 2009 5 23 /01 /Januar /2009 05:14
 
An einem kühlen Tag im Jänner
ging Klausi, unser Frauenkenner,
zum Nackte-Gucken in die Sauna.
Doch leider war'n gar keine Frau'n da,
denn dienstags saunen dort nur Männer.
 
Nun musste er beim Finnisch-Schwitzen
zwischen lauter Knaben sitzen.
Der eine sprach zu ihm ganz lieb:
"Ach, Klaus, du bist genau mein Typ."
Noch nie sah man ihn so schnell flitzen.

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18. Januar 2009 7 18 /01 /Januar /2009 06:12

das Wort ...


verlässliche Stütze

auf steinigem Weg

der Erkenntnis


rettender Felsen

in tosendem Meer

der Enttäuschung


sichere Brücke

über hauchdünnem Eis

der Hoffnung


das Wort ...

ich kann es aussprechen


aber es hören

die Stütze annehmen

den Felsen erklimmen

die Brücke betreten

musst du schon selbst

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15. Januar 2009 4 15 /01 /Januar /2009 06:09

Morgentau

unter nackten Fußsohlen ...


Sonnenstrahlen

zaubern zartrosa

Himmelsseide an den Horizont.

 

Kristallklare Luft

trägt das erste

Lied einer Lerche.

 

Den bitteren Nachgeschmack

des Gestern

noch auf der Zunge,

 

schließe ich die Augen,

koste das süße Versprechen

des neuen Tages.

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31. Dezember 2008 3 31 /12 /Dezember /2008 13:09
Du bist die Wolke vor der Sonne,

das Haar in meinem Suppentopf.

Bin ich gefall'n, stellst du voll Wonne

noch deinen Fuß auf meinen Kopf


Du mischst auf meiner Farbpalette

mir dunkles Grau ins Lebensbunt.

Wie Nasenöl aus der Pipette

tropft Gift aus deinem Lästermund.



Du tötest mit der Worte Klinge

die kleinste Freude ohne Not

und lächelst zynisch, wenn ich singe:

Gesang des frühen Vogels Tod ...



Die Bitterkeit, die dich zerfressen,

sie schürt den Hass in deinem Blick.

Du neidest, was du nie besessen:

Mein unscheinbares, stilles Glück

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31. Dezember 2008 3 31 /12 /Dezember /2008 11:14


Hast du vernommen

im Flüstern des Windes

das Wort, das ich leis' auf die Reise geschickt,


im dauernden Wechselspiel

ziehender Wolken

die sehnsuchtsvoll suchenden Augen erblickt?


Hast du mein zärtliches

Tasten der Hände

im samtweichen Streicheln des Regens gespürt


den Kuss meiner Lippen,

als goldene Strahlen

der Sonne sich auf deine Wangen verirrt?


Hast du den Wind und die

Wolken, den Regen,

die Strahlen erkannt als mein heimliches Zeichen?


Ach..., bei dir gab's Gewitter....

Du warst nicht zu erreichen....

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31. Dezember 2008 3 31 /12 /Dezember /2008 08:03


Des Hinzens Gattin ist der Jugend

ein Vorbild an Moral und Tugend.


Sie spricht zu ihrem Töchterlein:

„Um Punkt halb elf bist du daheim!

Du zählst, bedenk's, erst siebzehn Lenze.

Zu jung für wilde Discotänze

und Rumgeknutsche in der Nacht.

Und gib auf deine Unschuld acht.


Nun geht, mein Kind! Ich muss beizeiten

meinen Geburtstag vorbereiten

und backen, kochen, putzen fleißig.“


Sie wird am Montag vierunddreißig.

 

 

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31. Dezember 2008 3 31 /12 /Dezember /2008 07:28

 


morgens im Bett

ich erwache

und mein erster Gedanke

bist DU

aber es ist SEIN Atem

der mein Ohr kitzelt


vormittags am Schreibtisch

meine Sehnsucht

geht auf Reisen

zu DIR

aber es ist SEIN Anruf

der mich aus den Träumen reißt


mittags beim Essen

ich küsse eine Erdbeere

und wünschte es wären

DEINE Lippen

aber es ist SEIN Hunger

den ich stille


nachmittags im Liegestuhl

der Wind streichelt meine Haut

und ich spüre

DEINE Hände

aber es ist SEINE Stimme

die zu mir spricht


abends im Bett

ich schließe die Augen

und mein letzter Gedanke

bist DU

aber ...

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31. Dezember 2008 3 31 /12 /Dezember /2008 07:04


Ich greife deine
virtuellen Hände,
nehme deinen
geheimnisvollen Namen,
die erdachte Geschichte,
das (heiße?) Gedicht
und schenke dir mein
Zuhören.
Versuche,
dich zu verstehen,
gebe dir Antworten
auch auf Fragen,
die du nicht stellst.
Und wenn die Raufasertapeten
dich abends umschließen
und du dein Bett
mit der Sprachlosigkeit teilst ...
... schicke ich dir einfach
ein paar Gedanken.

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31. Dezember 2008 3 31 /12 /Dezember /2008 06:59
als wir uns kennenlernten
schienen die Melodien unseres Lebens
zu harmonieren
denn die Vorzeichen
waren bei beiden
die gleichen

als die ersten Misstöne erklangen
merkten wir
dass die Saiten meiner Seele
in G-Dur schwangen
deine aber
in E-Moll vibrierten

die ganze Disharmonie
offenbart sich
im Schlussakkord

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31. Dezember 2008 3 31 /12 /Dezember /2008 06:56

 

Das Salz,

mit dem ich das tägliche Einerlei

zu würzen versuche ...

Gleichgültig

reibst du es in die kleinen Wunden,

die dein Egoismus

mir geschlagen hat,

ersetzt es

durch Wermutkraut,


Den Honig,

mit dem ich den faden Alltag

zu süßen versuche ...

Mit eisigem Schweigen

bringst du ihn zum Erstarren,

beträufelst die Gegenwart

mit Zitrone.


Und jetzt

wunderst du dich

über den

bitteren,

sauren

Geschmack

unseres Lebens ...

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31. Dezember 2008 3 31 /12 /Dezember /2008 06:55

 

 

Frühling lässt sein blaues Band

wieder flattern durch die Lüfte.

Opa greift nach Omas Hand,

tätschelt zärtlich ihre Hüfte,


fühlt erwachen neue Triebe

frisch erblühter Lendenlust,

wünscht', dass es bis Herbst so bliebe.

Oma schiebt schon Dauerfrust.


Vögel zwitschern allenthalben,

wecken morgens uns wie toll,

und die frisch verliebten Schwalben

kacken mir die Treppe voll.


Jetzt wird’s nicht mehr lange dauern,

bis die Birken voll erblüh'n

und die Autos, Häuser, Mauern

gelb mit Blütenstaub bezieh'n.


Fensterscheiben – bis soeben

schmutzelten sie vor sich hin.

Plötzlich woll'n sie Glanz erleben,

schreien laut nach Sidolin.


Förmlich kann ich wachsen hören

schon das Kraut in uns'rem Garten,

und ich könnte darauf schwören,

dass die Quecken kichernd warten


sich mit ihren Wurzelballen

zu verzweigen und vermehren

und im Erdreich festzukrallen

zwischen Knoblauch und Erdbeeren ...


Senfgewürzte Bratwurstdüfte

werden reizen uns're Nasen,

wenn durch laue Frühlingslüfte

herweh'n sie von Nachbars Rasen.


Auch entfleuchen oft beim Grillen

rußgeschwängert' Nebelschwaden.

Und es kann beim besten Willen

auf weißbesockte Männerwaden


mein jeansverwöhnter Frauenblick

gern verzichten, ohne Frage.

Auch die Wespen und die Mück'

werden wieder bald zur Plage.


Würd' die Sonne nicht vermissen,

würd' vom Himmel sie nicht blitzen.

Könnt' mit ruhigerem Gewissen

dichtend vorm PC rumsitzen...



Aber nein – es lacht die Sonne...

Ach, wär' Herbst schon – welche Wonne....


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31. Dezember 2008 3 31 /12 /Dezember /2008 06:51

 


Irgendwie

haben wir ihn verpasst,

unseren Anschlusszug ...


Bequem war er,

der Pendelverkehr

mit Zuverlässigkeitsgarantie.

Hin und her fuhren wir,

in aller Freundschaft,

jahrelang,

ganz selbstverständlich.


Selten gab es Probleme auf der Strecke.

Dann ging wohl mal jeder eigene Umwege,

aber irgendwann war der Schaden

wieder behoben

und wir nutzten sie weiter,

die eingefahrenen Gleise.

Zufrieden und glücklich.


Doch plötzlich war sie da,

die Fahrplanänderung.

Und wir hatten sie nicht bemerkt.


Meine Damen und Herren,

der Zug endet hier.

Sie haben Anschluss in Richtung Liebe

auf Gleis 13.

Bitte Beeilung,

der Express startet in Kürze..


Kein hinderliches Gepäck,

keine Stolperfallen auf dem Weg,

kein Gedränge auf den Treppenstufen ...


Und trotzdem haben wir ihn verpasst,

unseren Anschlusszug ...

Irgendwie.


Zögernd sehen wir uns an,

zuerst betroffen,

ratlos,

dann lächelnd,

erkennend.


Komm,

sagst du und streckst mir deine Hand entgegen,

gehen wir zu Fuß.

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31. Dezember 2008 3 31 /12 /Dezember /2008 06:41

 

 

 

Es hat, wie Hinzens Frau uns lehrt,

der Tierschutz höchsten Stellenwert.

So rettet sie, streng nach Gesetz,

die Biene aus dem Spinnennetz ...


... auch wenn dabei das Netz zerreißt.

Die Stadtparkenten kriegen meist

vom Frühstückstisch das Restebrot.

Auch Tauben leiden keine Not ...


... so lang Frau Hinz im Park spaziert.

Im Winter aber, weil sie friert,

da will sie auch beim Entenfüttern

bei aller Liebe ungern zittern.


Der Hinzens Schnuff, der Dobermann,

bekommt im Winter Jäckchen an

und Eisschutz für die zarten Pfoten.

Er darf auch frei auf Wege koten ...


... denn schließlich zahlt Frau Hinz ja Steuer!

Für Schnuffel ist ihr nix zu teuer.

Und Katzen hat sie nie zu viel:

Rund fünfzehn bietet sie Asyl ...


Doch liebt sie nicht nur Katz' und Hund,

sie sammelt auch für'n Tierschutzbund.

Der „Gnadenhof“ ist ihr Revier.

Zur Spendengala „Herz für's Tier“ ...


... da macht sie sich besonders fein:

Liebt Perlenschmuck aus Elfenbein

und trägt beim Dinner im Hotel

ein Cape aus Leopardenfell.

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31. Dezember 2008 3 31 /12 /Dezember /2008 06:41

 


Hast du vernommen

im Flüstern des Windes

das Wort, das ich leis' auf die Reise geschickt,


im dauernden Wechselspiel

ziehender Wolken

die sehnsuchtsvoll suchenden Augen erblickt?


Hast du mein zärtliches

Tasten der Hände

im samtweichen Streicheln des Regens gespürt


den Kuss meiner Lippen,

als goldene Strahlen

der Sonne sich auf deine Wangen verirrt?


Hast du den Wind und die

Wolken, den Regen,

die Strahlen erkannt als mein heimliches Zeichen?


Ach..., bei dir gab's Gewitter....

Du warst nicht zu erreichen....

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