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  • Lyrik-Veröffentlichungen "worträume" allein, "Mit Blindenhund durchs Liebesland" zusammen mit Ricardo Riedlinger und Volker Brauer und als einer von 10 Autoren aus Israel, Österreich und Deutschland: 10 X 10 = 100,
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  • Lyrik-Veröffentlichungen "worträume" allein, "Mit Blindenhund durchs Liebesland" zusammen mit Ricardo Riedlinger und Volker Brauer und als einer von 10 Autoren aus Israel, Österreich und Deutschland: 10 X 10 = 100, Prosa: "Planet der Pondos" (Rom

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Lesungen

21. Mai 2014 3 21 /05 /Mai /2014 11:32

 

wie ein Regenbogen

tauchst du immer wieder

überraschend

in meinem Leben auf

bezauberst mich mit

deiner sprühenden Fantasie

wie er durch

sein Farbenspiel

 

und wie ich mir wünsche

den Regenbogen umarmen

in seinen Farben tanzen

und sie durcheinanderwirbeln

zu können

so möchte ich auch

dich berühren

eintauchen können

in dein

faszinierend buntes Leben

an deiner Hand

durch Gegenwart und Zukunft

tanzen

 

doch wie ein Regenbogen

so scheinst auch du

vor mir zurückzuweichen

je näher ich mich

dir glaube

und vom einen auf den anderen

Augenblick

löst du dich auf

und verschwindest

wieder

im

Nichts

 

 

 

 

 

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21. Mai 2014 3 21 /05 /Mai /2014 11:30

 

wer immer nur

der Sonne huldigt

wird nie

die volle Schönheit

des Regenbogens

erfahren

denn sie entfaltet sich

hinter

dem Rücken

des Betrachters

 

 

 

 

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12. Mai 2014 1 12 /05 /Mai /2014 18:05

 

Grün sind schon die Wälder

und am Rand der Felder

klatscht der rote Mohn.

Rosa blüht die Quitte,

weiß die Margerite:

Farbenexplosion.

 

Hummeln küssen Dolden.

Sonne gibt sich golden

und der Himmel blaut.

Alle Hüllen fallen,

Sonnenstrahlen prallen

auf gebleichte Haut.

 

Wie der Po, der runde,

nach 'ner guten Stunde

himbeerfarben strahlt!

Und auf Nasenspitzen

braune Sprossen blitzen.

Sommer – wie gemalt.

 

Doch die Farbenfülle

peinigt die Pupille.

Drum bleib' ich im Haus.

Erst wenn Blätter fallen,

graue Nebel wallen,

komm' ich wieder raus.


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29. April 2014 2 29 /04 /April /2014 07:44

 

wie wundervoll

immer wieder

vor Ideen sprühen

immer wieder

Verrücktes tun

immer wieder

hoffen und begehren

 

erst wenn

das Leben

ausgeschöpft ist

mag der Tod kommen

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29. März 2014 6 29 /03 /März /2014 06:57

 

 

Gesägt aus dem Stamm einer uralten Buche,

im Halbrund umwachsen von Weiden, so steht

sie heut noch verborgen am Waldrand. Ich suche

nach Spuren des Gestern – fast ist es zu spät:

 

Das Wetter, die Jahre … So tief sind die Wunden

in „unserer“ Parkbank. Was waren wir stolz,

dass wir sie gefunden. Verschwiegene Stunden ...

Jetzt ruhn meine Hände auf rissigem Holz.

 

Geschnitzte Versprechen … Verblichen die Pfeile

und Herzen und Namen. Ich folge dem Drang,

die Augen zu schließen und lausch eine Weile

den alten Geschichten der hölzernen Bank.

 

Sie weiß von Romantik und Kitsch zu berichten,

von Schwüren „Ich halt' dich mein Leben lang fest!“

Sie kennt nur den Anfang all jener Geschichten.

Ich schlucke und gehe. Ich kenne den Rest …

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3. März 2014 1 03 /03 /März /2014 15:41

 

Herbstzeitlose 

Herbstzeit

Herbstwind

Windrose

Rosenbusch

Windrosenbusch

Buschwindrose 

Buschwindröschen

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3. Februar 2014 1 03 /02 /Februar /2014 17:43

Er meldet sich sonst täglich.

Doch heute – keine Spur …

Sein Schweigen – unerträglich!

Nervös schaut sie zur Uhr

und öffnet alle Fenster,

hält Ausschau. Was ist los?

Die kleinen Angstgespenster

im Herzen werden groß.

 

Sie kann nicht ewig warten,

allmählich ruft die Pflicht,

der Job, der Haushalt, Garten.

Die Fenster schließt sie nicht,

wagt nicht, sich auszuloggen

bei Google+ und Co.

Er wird gewiss noch bloggen

und posten oder so …

 

 

Auf SMS und E-Mail hoffen?

Auf Anruf? Längst passé …

Doch eines steht ihr offen:

Am heimischen PC

auf Spurenjagd zu gehen.

Dass er bei Facebook liked,

das reicht ihr schon zu sehen.

Und dass er twittert, zeigt:

 

Ihr Sohn ist noch am Leben.

Beruhigt loggt sie sich aus.

Als Mutter kann man eben

aus seiner Haut nicht raus ...

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2. Dezember 2013 1 02 /12 /Dezember /2013 09:08

Mein Tag trägt heut ein Lachgesicht

zum Gute-Laune-Kleid.

Der graue Himmel stört ihn nicht;

er kürt sich selber zum Gedicht

per Reim auf Heiterkeit

und steckt sich Fröhlichfarbenpracht

ans Morgendekolletee.

Du wüsstest gern, warum er lacht?

Ich hab geträumt von dir heut Nacht,

in Farbe und 3D!

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1. Dezember 2013 7 01 /12 /Dezember /2013 09:12

 

an Tagen wie diesen

wölben Erinnerungen

das noch leichte Tuch des Vergessens

über dem scheidenden Jahr

geben ihm Struktur

 

Faltenwurf wechselt

mit Flächen

ohne erkennbare Höhen und Tiefen

 

zögernd streiche ich darüber

froh über dichter gewebte Stellen

des verhüllenden Stoffes

wo er Schmerzlichem

die Schärfe nimmt

dankbar für jene Flecken

an denen Transparenz

ein Lächeln

über Tage voller Glück erlaubt

 

aus Erfahrung weiß ich

um die Vergeblichkeit des

Bemühens

Falten zu glätten

 

warum auch?

 

sie sind es schließlich

die meinem Leben

Kontur

verleihen

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27. November 2013 3 27 /11 /November /2013 17:56

 

Nein, Mathilde, wie bezaubernd. Danke für den Nelkenstrauß“, ruft die Hausfrau und trägt schaudernd das Gestrüpp ins Treppenhaus.

Mandelkuchen, Donauwellen locken gar verführerisch. Hintern über Stühle quellen rund um den gedeckten Tisch.

 

... und die Kaffeetassen klappern und die Plappermäuler plappern …

 

Auch Mathilde lässt sich nieder, greift zur Torte ungeniert. Was gibt’s Neues? Meyers Frieder ist mit der Michelle liiert ...!“

Was, mit diesem jungen Flittchen, klapperdürr und nabelfrei? Nimm doch noch ein Sahneschnittchen, Paula, hattest doch erst drei!“

 

... und die Kuchengabeln klappern und die Plappermäuler plappern …

 

 

 

Frauenarzt Herr Dr. Lange wurde gestern abgeführt. Frau von Hochnäs, diese Schlange, hätt' er unsittlich berührt!“

Ha, das hätte die wohl gerne? Die ist sexuell frustriert, weil ihr Mann in der Taverne mit der Tina rumpoussiert.“

 

... und die dritten Zähne klappern und die Plappermäuler plappern …

 

Küsters Dieter hat 'nen Süßen! Und soll trinken, wie man hört! Tja, die Gene lassen grüßen ...“ Paulas Näschen bebt empört.

Dschännifer, von anner Ecke, soll ja mit 'nem Schwarzen geh'n! Knutschend vor der Taxushecke hat Schmidts Erna sie geseh'n.“

 

... und die Goldarmreifen klappern und die Plappermäuler plappern …

 

Nachbars Ruth, dies schamlos' Wesen, arbeitet im Nachtlokal. Angeblich ja HINTERM Tresen. Außerdem, Skandal, Skandal:

Kim, die Enkelin von Dörchen, wird mit 17 Mutter sein. Möchte jemand ein Likörchen oder lieber ein Glas Wein?“

 

 

 

... und die Rundstricknadeln klappern und die Plappermäuler plappern …

 

Ach, Mathilde, jammerschade, du und Paula müsst schon geh'n?“ Lippenstift für die Fassade. „Herrlich war es, dankeschön!“

Tschüssken!“ ... Taschentücher wehen. Pforte zu, zurück ins Haus. „Habt ihr Paulas Kleid gesehen? grüne Tupfen, welch ein Graus!“

 

... und die Augenlider klappern und die Plappermäuler plappern …

 

Noch dazu bei diesen Hüften. Mindestens fünf Pfund zu viel. Und den Busen lässt sie liften, weil Gerd-Herbert das so will,

 

sagte mir Mathilde gestern“, plaudert Lissbett unverzagt. „Doch wir wollen ja nicht lästern Also ICH, hab NIX gesagt !!!“

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15. November 2013 5 15 /11 /November /2013 07:27

 

Der Dichter schreibt: „Es ist Advent“,

im nächsten Vers: „Ein Lichtlein brennt.“

Dann rieseln „Flocken“ aufs Papier,

gefolgt von „Glocken“, Zeile vier.

Er konstruiert aus „Himmelstor“

ein Reimpaar mit dem „Engels-Chor“

und lässt am „Firmament so fern“

erleuchten hell den „goldnen Stern“.

 

Der Leser weiß, auf „Glitzerwelt“

reimt der Poet ein „weißes Feld“.

Er ahnt, auf „kalte Nacht und Wind“

folgt „lieblich lacht das himmlisch Kind“

und liest von „Herzen rein“ und „Baum“

und „Kerzenschein und Lichtertraum“.

Er gähnt und konstatiert voll Pein:

Dem Dichter fällt nichts Neues ein ...

 

***

 

Als Weihnachtsgruß goss hundert Mal

ich solches Wort-ma-te-ri-al

schon selbst in Versform zum Gedicht.

Nur diesmal ... selbstverständlich nicht!

Mein Festtagsgruß kommt, bitte sehr,

ganz ohne Reimerei daher:

 

Ich wünsche allen ein frohes Fest!

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1. November 2013 5 01 /11 /November /2013 18:31

 

Vor dem Schwarz geschloss'ner Lider:

Farbenspiel, abstrakt und bunt.

Pulsschlag hallt in Ohren wider.

Turmuhr schlägt die zweite Stund'.

 

Nutz' das Bett in voller Breite,

wühle mich in Kissen fest,

wälze mich von Seit' zu Seite.

Federn flüstern laut Protest.

 

Planlos die Gedanken kreisen,

Zukunft trifft Vergangenheit.

Draußen piepen erste Meisen.

Bis zum Aufsteh'n ist noch Zeit ...

 

… grad' zwei Stunden: Fünfmal zähl' ich

Glockenschlag, das ist gemein!

Werde müde ganz allmählich.

Zehn vor sieben schlaf' ich ein ...

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16. Oktober 2013 3 16 /10 /Oktober /2013 11:31

 

 

Sie liebt sie. Sie weiß es schon lange …

Die Anmut, die Stimme, die seidige Pracht

des Haares, die samtene Wange,

das Grübchen am Kinn, wenn sie lacht.

 

Sie liebt sie. Sie zollt schon seit Jahren

der heimlichen Scheu und Verzweiflung Tribut.

Sie wollt' sich so gern offenbaren,

doch fehlte zum Reden der Mut.

 

Heut ist es zu spät, es zu zeigen:

Die Freundin trägt Weiß, ein bezauberndes Kleid.

Ihr bleibt nur Vergessen – und Schweigen …

Sie hofft auf die heilende Zeit.

 

„So frag' ich Sie, ist es Ihr Wille …?“

Die Freundin, sie zögert – und sucht ihren Blick.

In diesen Sekunden voll Stille

entscheidet sich beider Geschick.

 

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25. September 2013 3 25 /09 /September /2013 13:02

 

 

Sehnsucht lässt mich sanft erbeben …

Noch ein Schritt – wir sind allein.

Zärtlichkeit wird mich umgeben,

Kuschelrock und Kerzenschein.


Sanft umhüllt mich deine Wärme,

weckt erotisches Verlangen.

Fallen lasse ich mich gerne,

fühl' mich zart von dir umfangen.


Ach, ich darf die Augen schließen,

dich am ganzen Körper spüren,

deinen Erdbeerduft genießen

und mich ganz in dir verlieren.


 

Wohlig schaudert's mich - und lüstern …

Streichelst mich in aller Ruh'.

Luft vibriert von leisem Knistern,

heißgeliebtes Schaumbad, du.

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21. August 2013 3 21 /08 /August /2013 14:52

 

Mein Engel – unsichtbar, doch nah.

Mit diesem Wissen leb' ich,

denn brauch' ich Schutz, dann ist er da.

Auf seinen Flügeln schweb' ich,

wenn ich es nicht alleine schaff',

die Berge zu bezwingen.

Und such' ich Wärme, Trost und Kraft,

dann unter seinen Schwingen.

 

Nicht sichtbar, körperlos, doch da ...

Auf ganz besondre Weise,

so bist auch du mir täglich nah,

seit unsre Lebenskreise

sich einst berührten, teilst mit mir

die Trauer wie die Freude.

Was du mir bist, bin auch auch dir,

wir sind uns Engel – beide.



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2. Juli 2013 2 02 /07 /Juli /2013 08:46

 

immer

wenn ich samstags

die schwarz umrandeten Anzeigen

überfliege

stoße ich auf die drei Worte

die ich mehr fürchte

als alles Andere

und die Buchstaben

verschwimmen vor meinen Augen

denn ich stelle mir vor

eines Tages

deinen Namen darunter zu lesen

 

nichts

bliebe mir

als all die Worte

für die wir beide

nie

den

Mut

fanden

 

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27. Juni 2013 4 27 /06 /Juni /2013 17:00

 

quitsch und quatsch

quillt der Matsch

zwischen meinen zarten Zeh'n

Möwen zieh'n

Krebse flieh'n

seitwärts – putzig anzuseh'n

ungeniert

produziert

Willi Wattwurm Häufchen – das

kann er gut

denn die Flut

ist noch fern – ich steh' im Nass

Augen zu

himmlisch' Ruh'

hui versink' ich tief im Schlick

der voll Gier

saugt an mir

und ich zieh' ein Bein zurück

aus dem Sumpf

brauner Strumpf

bis zum Knie – gestrickt aus Sand

Wattenmeer

mag ich sehr

doch jetzt zieht's mich heim an Land

 

Fuß im Matsch

ritsch und ratsch

messerscharfer Muschelschnitt

autsch – das schrinnt

Träne rinnt

linker Fuß lädiert – so'n Schitt …

auf dem Arm

landet warm

Emmas weißer Möwenschiss

bin empört

Krebs nicht hört

dass ich nahe – Scherenbiss

rechts ist jetzt

auch verletzt

und der Strand ist noch so weit …

humple matt

durch das Watt

nee - für heut' bin ich es leid!

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13. Juni 2013 4 13 /06 /Juni /2013 08:47

 

 

Xantippe zu dem Gatten spricht:

Ich will, dass du mir Liebe schenkst.

Erinn're dich an deine Pflicht!

Komm her, mach mir den Hengst!“

Den Hengst mach' ich dir sicher nicht,

seufzt er im Still'n. Stehst du vor mir

von Angesicht zu Angesicht,

dann werd' ich mehr zum Stier ...

 

Ich reiz' dich wohl nicht?" Voller Wut

ereifert keifend sich sein Weib.

Oh, doch ... Du reizt mich! Bis aufs Blut ...

denkt er. Dein Zeitvertreib,

dein liebster: Zank und Streit mit mir.

Xantippe ... meines Lebens Fluch ...

Gnad' dir, dass ich zum Stier mutier':

 

Du bist mir rotes Tuch ...

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8. Juni 2013 6 08 /06 /Juni /2013 13:05


Wenn ich ein Tropfen Wasser wär',

dann wär' ich gerne einer, der

dich labt und dich erfrischt,

die Stirn dir kühlt, den Durst dir stillt,

belebend aus der Dusche quillt,

mit anderen vermischt

vom Staub des Tages dich befreit.

Zwar müsste ich von Zeit zu Zeit

verdunsten, aber ich

käm bald zurück – per Kreisverkehr!

Wie gern ich doch ein Tropfen wär,

und zwar speziell für dich!

 

Doch was, müsst' ich der Tropfen sein,

der wirkungslos auf heißem Stein

verdampft – und unnütz ist?

Gar der, der unbedacht das Fass

zum Überlaufen bringt, so dass

du wütend auf mich bist?

 

 

* * *

 

Was sagst du? Lieber wär' es dir,

ich wär' nicht Wasser, sondern Bier?

Hast du das klug durchdacht?

Bedenk', ich könnt DER Tropfen sein,

der dich mit andren im Verein

zum Pinkeln zwingt bei Nacht …

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26. Mai 2013 7 26 /05 /Mai /2013 09:51

 

 

Der Vögel Zwitschern früh am Tag,

der Frösche nächtliches Quak-Quak,

der Nachbarn Zaungeplapper mag

ich sommers gerne, keine Frag'.

Doch manchmal werden sie zur Plag' …

Der Stein, der am Septembertag

mir ob der Ruh' vom Herzen fällt,

erzeugt den schönsten Klang der Welt.

 

Doch wenn erst alles weiß verschneit,

kein Rasenmäher weit und breit

ertönt, kein Kuckuck „Kuckuck“ schreit,

dann nervt das Schweigen mit der Zeit …

… bis Meiserich im Frühlingskleid

mit lautem „Piep“ die Meisin freit.

Der Stein, der dann vom Herzen fällt,

erzeugt den schönsten Klang der Welt,

 

Der Kinder stete Kabbelei,

das Lachen und die Streiterei,

das Rumgepolter, bis die drei

zur Schule stürmen mit Geschrei ...

Als Mutter liebt man das Bohei.

Der Stein, der mir – ich bin so frei –

jedoch danach vom Herzen fällt,

erzeugt den schönsten Klang der Welt.

 

Kein Kind, das über Mathe stöhnt,

das stundenlang die Haare föhnt,

der Leidenschaft für Hardrock frönt …

Welch Ruhe mir den Tag verschönt!

So lange, bis die Stille dröhnt …

Der Stein, der, wenn der Gong ertönt,

mir nachmittags vom Herzen fällt,

erzeugt den schönsten Klang der Welt.

 

* * *

 

Grad' kommt mir in den Sinn,

wie Stein-reich ich doch bin …

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30. April 2013 2 30 /04 /April /2013 19:56

 

Zwei fest ineinander verschlungene Händ',

Symbol für zwei Menschen, die nichts so leicht trennt:

 

Bin ich die Kartoffel, fungierst du als Dip.

Wir sind füreinander geschaffen, wir zwei,

wie's Ohrläppchen und der es schmückende Clip:

Ganz eng aneinandergedrückt und doch frei.

 

Sind wir beieinander, dann geht es uns gut,

getrennt voneinander, da sinkt uns der Mut.

 

Hast Grund du zum Jubel, dann tanz ich mit dir.

Sich freu'n miteinander schenkt Wärme und Licht.

Und küsst mich Fortuna – du freust dich mit mir,

denn Neid aufeinander, das kennen wir nicht.

 

Wir schleichen nicht bang umeinander herum

und nehmen auch offene Worte nicht krumm.

 

Und bin ich mal traurig, dann spendest du Trost,

gibst Stärke. Wir stützen einander in Not.

Ich reich' dir die Hand, wenn zu straucheln du drohst.

Vertrau'n zueinander – so wichtig wie Brot.

 

Wir kämpfen nicht gegeneinander, wir sind

ja ohneeinander wie Meer ohne Wind.

 

 

* * *

 

Es brummt mir der Schädel, Euterp' sei's geklagt:

Ich habe, so fürcht' ich, mit zu leichtem Sinn

zu oft nacheinander „einander“ gesagt

weshalb ich wohl ganz durcheinander jetzt bin.

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8. April 2013 1 08 /04 /April /2013 13:19

 

Zwei Menschen namens 'Ich' und 'Du',

die treffen sich zum Rendezvous

an ganz geheimem Ort.

 

Ein jeder kann die zwei dort seh'n

und alle, die sie seh'n, versteh'n

ganz deutlich jedes Wort.

 

Die beiden turteln im Versteck

und lachen allen andern keck

ins Antlitz, permanent!

 

Sie sind, was ganz vortrefflich nützt,

durch bunte Masken so geschützt,

dass man sie nicht erkennt,

 

denn Du und Ich, die tarnen sich

als Lyrisch-Du und Lyrisch-Ich.

So trau'n sie sich ins Licht.

 

Ihr Ort geheimen Stelldicheins

und fantasiegewebten Seins

ist nämlich – ein Gedicht.

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7. April 2013 7 07 /04 /April /2013 18:08

 

„Wie geht’s dir?“ Sein Mund streift ganz leicht ihre Wange.

„Hier riecht es nach Zwiebeln.“ Sein Blick streift den Herd.

„Ich leg' mich kurz hin“ … Und es dauert nicht lange,

da klingt aus der Stube sein Schnarch-Dur-Konzert.

 

Sie murmelt „Es geht so ...“ und richtet die Speisen.

Es sind noch Kartoffeln und Wurzeln zu schäl'n.

Von Einkauf, Friseur und den höheren Preisen,

da kann sie Gerd-Herbert auch später erzähl'n.

 

Sie schaut ihm versonnen beim Kauen und Schlucken

zu. „Schatz, mach mal lauter, ich kann ja nichts hör'n!“

Er liebt es, beim Abendbrot Fernseh'n zu gucken.

Da mag sie ihn nicht mit Alltäglichem stör'n.

 

Dann fragt er „Wo bist du mit deinen Gedanken?“

Sie zuckt mit den Schultern, „Ach, nichts“, dreht sich um.

Er greift seine Schlüssel. „Ich fahr' mal zum Tanken,

Benzin ist grad billig.“ Sie nickt und bleibt stumm.

 

Er ruft „Bin zurück“, doch die Antwort ist Schweigen.

Ein Brief auf dem Schreibtisch? Er kann's nicht versteh'n:

Sie braucht wen zum Reden? Dann soll sie's doch zeigen!

Welch stillose Art, einfach wortlos zu geh'n ...

 

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5. April 2013 5 05 /04 /April /2013 11:15

brauch' nicht Augen

dich zu sehen

kann dich rufen

ohne Mund

ungesagtes Wort verstehen

und ich spür' zu jeder Stund'

deiner Fingerkuppen Tänze

trennen uns auch Meer und Land

für Gefühl gibt’s keine Grenze

denn uns eint ein Zauberband

wär' ich Komponist

ich schriebe

darauf eine Melodie:

„Manche Menschen nennen's Liebe“

… doch ich schreib' nur Poesie

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10. März 2013 7 10 /03 /März /2013 08:57

Begleitet von Fifi, dem Freund, meinem treuen

- er soll an der wärmenden Sonn' sich erfreuen -

da geh' ich gedankenverlor'n vor mich hin.

Erholung und Stille, nur das ist mein Sinn.

 

Zum Ausruhen meiner ermatteten Glieder

lass ich auf der grünenden Aue mich nieder.

Ich lausche der Amseln bezaubernd' Gesang

und Fifis Geschnarche – welch lieblicher Klang.

 

Da sehe ich wohl an des Weihers Gestade

den Jüngling entsteigen erfrischendem Bade.

Gesponnene Seide das güldene Haar,

von edelster Lichtgestalt scheint er mir gar.

 

Erwehre mich nicht eines zarten Gefühles.

Beim Anblick des kraftvollen Brustmuskelspieles,

der glitzernden Tropfen auf bronzener Haut,

entschlüpft meinen Lippen ein seufzender Laut.

 

Adonis gleich hin er zur Sonne sich recket,

die Blöße der Lenden nur spärlich bedecket.

Grad wünscht' ich mir, ihn aus der Nähe zu schau'n,

da sinkt er hernieder zu mir auf die Au'n.

 

Die Augen so blau, ich möcht' tief drin versinken.

Mein dürstender Mund möcht' von seinem gern trinken.

Ein lustvolles Hecheln dringt mir an das Ohr.

Mich schaudert's genüßlich. Fast kommt es mir vor,

als würd' jemand zärtlich die Wange mir schlecken.

Mann – Fifi !!!

Was musst du mich jetzt grade wecken???

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