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  • Lyrik-Veröffentlichungen "worträume" allein, "Mit Blindenhund durchs Liebesland" zusammen mit Ricardo Riedlinger und Volker Brauer und als einer von 10 Autoren aus Israel, Österreich und Deutschland: 10 X 10 = 100,
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  • Lyrik-Veröffentlichungen "worträume" allein, "Mit Blindenhund durchs Liebesland" zusammen mit Ricardo Riedlinger und Volker Brauer und als einer von 10 Autoren aus Israel, Österreich und Deutschland: 10 X 10 = 100, Prosa: "Planet der Pondos" (Rom

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Lesungen

10. März 2013 7 10 /03 /März /2013 08:50

Ich geh' mit meinem Hund spazier'n,

am See, das sei dazugesagt,

mich an der Sonne delektier'n,

und Waldi geht auf Entenjagd.

 

Vom Ufer aus, da hat er Mut.

Den Enten ist das einerlei,

sie kennen Waldi schon recht gut

und wissen, dass er wasserscheu.

 

Ich ruhe aus auf einer Bank

und werfe Stöckchen routiniert,

weil Waldi sonst die Zeit zu lang:

Nun such!“ ... und Waldi apportiert:

 

Ein Schnullerkettchen „Babyblue“,

'ne Taschenlampe, leicht defekt,

'nen unbesohlten Herrenschuh,

ein Erdbeereis, nur halb geleckt ...

 

EIN ERDBEEREIS??!! Mensch, Hund ... woher?

Wer das wohl grad' ans Ufer schmiss?

'ne Coladose, platt und leer,

'ne Babywindel, voller Schiss,

 

drei Taschentücher, braun beschmutzt,

ein Feuerzeug der Marke „King's“,

dann zwei Kondome, klar benutzt,

und irgendso'n zerquetschtes Dings.

 

McFastFood-Tüten, halbgefüllt,

'ne Brauseflasche, das gibt Pfand,

'ne Reval-Schachtel, arg zerknüllt,

'nen blutverschmierten Mullverband.

 

Zwei Plastikbecher bringt er mir,

aus denen nie mehr jemand trinkt,

und hundertfach Bonbonpapier,

das fröhlich in der Sonne blinkt.

 

Es bietet sich, fürwahr, fürwahr,

der buntgemischte Wohlstandsmüll

dem Auge des Betrachters dar

als zauberhaft' Naturidyll ...

 

Mein Dank dafür dem Wandersmann,

der nach der Rast zu abgeschlafft,

als dass man noch verlangen kann,

dass er Verpackung heimwärts schafft ...

 

... denn eine Flasche, wenn sie leer,

wiegt auf dem Rückweg doppelt schwer!

 

 

 

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6. März 2013 3 06 /03 /März /2013 13:35

Mein Garten ist sehr artenreich.

So lebt in meinem Gartenteich

die Großfamilie Quak.

Frau Quak ist grün und ziemlich bleich,

ihr Ehefrosch bewacht den Laich

und quakt - nicht nur am Tag.

Doch leider liegt der Gartenteich

im absoluten Nahbereich

des Hauses, dass bei Nacht,

lieg ich im Bette, daunenweich,

die Froschgesänge, ariengleich,

mich um den Schlaf gebracht,

weshalb ich in den Garten schleich.

Dort greif ich mir den Spaten gleich

und schippe meinen Gartenteich

zu.

Jetzt ist Ruh'.

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3. März 2013 7 03 /03 /März /2013 13:15

Die Tochter bittet: Ach, erlaubt

mir doch ein Haustier, nur für mich!

Die Mutter schüttelt trüb ihr Haupt:

Mein Kind, das will der Hauswirt nich ...

 

doch schau dich um, gleich jetzt und hier,

dann triffst du allerlei Getier:

 

 

* * *

 

Den Hund (Hunt), der Lasten transportiert,

den Hahn, aus dem das Wasser fließt,

die Fliege, die den Smoking ziert,

den Schimmel, der mich sehr verdrießt,

 

begrünt er samten das Gelee.

Das Huhn beäugt gern meinen Zeh.

 

Des Pferdes Schwanz trägst du am Kopf

und die Libelle ziert dein Haar.

Der Kevin trägt 'nen Igel-Schopf.

Den Carport teilt der Jaguar

 

sich mit dem Puma ohne Zank;

der Tiger schläft im Käfer-Tank.

 

Der Fuchsschwanz liegt im Keller rum,

die Kiwi zieht den Teller vor.

Dein Bruder knickt die Seiten um

in seinem Buch zum Eselsohr.

 

Und mit dem Uhu flirtet froh

der Klammeraffe im Büro.

 

Die Ente hängt an Opas Bett.

Im Skatspiel wohnen Re(h) und Bock,

und auf der Spinne im Duett,

da trocknen Negligee und Rock.

 

Dann gibt’s den Hering, der dein Zelt

beim größten Sturme sicher hält,

 

das Schweineohr, das lecker schmeckt,

den Schmerz-Wolf, den ich mir erlauf',

den Frosch, der mir im Halse steckt,

den Kater, den ich mir ersauf'.

 

Dein Tierkreiszeichen ist der Stier

und in der Schlange stehen wir

 

an jedem Morgen vorm WC.

Als „Bulle“ sich der Papa müht.

Die Biene sticht uns zum Kaffee.

Der Löwenzahn im Rasen blüht.

 

Und flippst du aus, so dann und wann,

dann ziehe ich die Bremse an.

 

* * *

 

Die Tochter spricht: Das seh' ich ein.

Hier ist der reinste Zoo zu Haus.

Ich geh' jetzt in mein Kämmerlein

und spiel' mit der Computer-Maus ...

 

Und der Geschichte fein' Moral?

Der Hauswirt ist mir scheißegal ...

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26. Januar 2013 6 26 /01 /Januar /2013 20:37

 

 

 

tief vergraben

in den Überresten unerfüllter Träume

und gut geschützt

durch eine dicke Schicht

schlecht verarbeiteter Enttäuschungen

haben die Wurzeln

meines Hoffnungsblütenstrauches

überlebt

 

die wärmenden Strahlen

deiner Freundschaft

erwecken sie wieder zum Leben

 

zaghaft

vertrauen erste Blattspitzen

darauf

dass der Frost nicht zurückkehrt

 

bis neue Blüten

sich voll entfalten

braucht es Geduld

 

 

 

 

 

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25. Januar 2013 5 25 /01 /Januar /2013 10:20

 

Es treffen sich am Gartenzaun

am Samstag kurz nach vier

Herr Krethi, Hinz und Kunz samt Frau'n.

Man klönt und trinkt ein Bier.

 

Doch plötzlich runzelt Hinz die Stirn.

Er hat sich wohl verhört?

ER sei ein Spießer? Spatzenhirn!

Herr Hinz ist sehr empört.

 

Der Kunz sollt' mal sein Spiegelbild

betrachten. - Spießig? Er?

Als Inbegriff von Spießer gilt

ja wohl ein Mann wie der!

 

Der geht zum Walken – mit dem Stock,

singt Bass im Liederkranz,

und Gelsenkirchener Barock

hält er für Eleganz.

 

Ab Mai spaziert er weißbesockt

umher, liebt Kräutertee,

und jedes Wochenende lockt

der Campingplatz am See.

 

Er fährt VW, wählt CDU,

wie'n Typ aus der Provinz.

Der Wackeldackel nickt dazu.

Wie schüttelt es Herrn Hinz!

 

Er schaut auf seine Armbanduhr.

Die Sportschau fängt bald an.

Zuvor die Rasenmähertour,

danach ist Duschen dran,

 

und ab halb elf bemüht er sich

um Hildes Libido.

Das macht er unveränderlich

seit 20 Jahren so.

 

* * *

 

Was beide Herren irritiert,

sind Krethis Frotzeleien.

Der Nachbar nämlich konstatiert,

dass sie sich ähnlich seien,

die Herren Hinz und Kunz! Vergrätzt

meint Hinz: „Der Krethi spinnt!“

Herr Kunz ist ebenfalls entsetzt.

 

Wie einig sie sich sind ...

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24. Januar 2013 4 24 /01 /Januar /2013 13:28

 

 

Des Hinzens Gattin ist der Jugend

ein Vorbild an Moral und Tugend.

 

Sie spricht zu ihrem Töchterlein:

Um Punkt halb elf bist du daheim!

Du zählst, bedenk's, erst siebzehn Lenze.

Zu jung für wilde Discotänze

und Rumgeknutsche in der Nacht.

Und gib auf deine Unschuld acht.

 

Nun geh, mein Kind! Ich muss beizeiten

mich auf die Feier vorbereiten.

Mein Wiegenfest steht vor der Tür.

Es kommen Gäste und dafür

hab ich zu backen, kochen fleißig.“

 

Sie wird am Montag vierunddreißig.

 

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23. Januar 2013 3 23 /01 /Januar /2013 12:22

 

Als Schnäppchenjäger aus Passion
hat Hinz das Internet entdeckt.
Er weiß, wo sich bei ,,Be-Mazon"
das beste Angebot versteckt.

Bei ,,X-Bay" ist er registriert.
Er schätzt, dass dies' Verkaufsportal
ihm stets das Neu'ste offeriert.
Herrn  Hinz bleibt nur die Qual der Wahl.

Ein Flachbildschirm ist sein Begehr.
Weil er Beratung nötig hat,
geht er zuvor zu Firma ,,Wehr",
dem Fernsehfritzen in der Stadt.

So'n Techniker muss sein, vor Ort,
befindet Hinz ganz messerscharf,
denn schließlich braucht man den sofort,
hat man mal Rep'raturbedarf.

Jetzt fühlt sich Hinz gut informiert.
Zum Ordern klickt er mit der Maus.
Der Bildschirm kommt, weil's Hinz pressiert,
per DHL-Express ins Haus.

Beim Aufstell'n hilft ihm Nachbar Kohn
für einen ist das Ding zu schwer.
Dann Stecker rein ... Kein Bild, kein Ton ...
Nun muss ein Fernsehfachmann her.

Er wählt Wehrs Nummer, die er kennt,
und glaubt es nicht, was er da hört.
Die Firma Wehr ist insolvent?!
Ganz ehrlich, jetzt ist Hinz empört.

Der Typ war technisch voll versiert,
doch als Geschäftsmann wohl zu dumm?!
Dass er auch nicht mehr repariert,
das nimmt ihm Hinz persönlich krumm.

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20. Januar 2013 7 20 /01 /Januar /2013 19:34

 

 

Lautlos hallen deine Klagen,

Stunden dehnen sich zu Tagen.

endloses Martyrium ...

 

Fäuste gegen Mauern schlagen,

Wände stehen deinen Fragen

gegenüber, starr und stumm.

 

Wenn die Engel Trauer tragen,

wer kann uns die Antwort sagen

wenn die Seele schreit „WARUM?“ 

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19. Januar 2013 6 19 /01 /Januar /2013 19:01

 

~ Leinwand und Farbe

... so beherrschte ich dennoch nicht die Kunst des Malens

 

~ Notenpapier und Instrument

... so beherrschte ich dennoch nicht die Kunst des Musizierens

 

~ Bleistift und Notizbuch

... so beherrschte ich dennoch nicht die Kunst des Dichtens

 

~ Holm und Spiegel

... so beherrschte ich dennoch nicht die Kunst des Tanzens

 

 

aber du bist mir

 

 

~ die Wand, an die ich meine Gedankenbälle werfe

~ die Farbe, die mir das Alltagsgrau verzaubert

~ das Papier, auf dem ich meine Stimmungen in Moll und Dur notiere

~ das Instrument, das die Melodie meiner Gefühle spielt

~ der Bleistift, der meine Erinnerungen in Worten festhält

~ das Buch, das sich mit den beschriebenen Seiten meines Lebens füllt

~ der Holm, der mir Stütze ist auf allen Wegen

~ der Spiegel meiner Seele, in dem ich mich selbst erkenne

 

 

..... und so darf ich mich in der Kunst des L(i)ebens üben ....

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17. Januar 2013 4 17 /01 /Januar /2013 18:35

 

 

Nie werde ich dir mehr sein dürfen

als der zarte Hauch der Freundschaft.

 

Als solcher aber will ich

dich beständig umwehen,

dir Kühlung zufächeln,

wenn Hitze dich zu verbrennen droht,

dich wärmend umarmen,

wenn deine Seele friert,

die Tränen auf deinen Wangen trocknen,

wenn Trauer dich gefangen hält.

 

Nie werde ich der Sturm sein dürfen,

der deine Gefühle beglückend durcheinanderwirbelt,

aber auch nie der Orkan sein müssen,

der deine Träume und Hoffnungen brutal zerstört.

 

Ich will für dich sein wie dein Atem,

obwohl manchmal kaum spürbar,

so doch selbstverständlich zu deinem Leben gehörend.

 

Wenn du meiner bedarfst,

genügt ein leises Flüstern

und ich bin da,

das Segel deines Lebensschiffes wieder sanft zu blähen.

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16. Januar 2013 3 16 /01 /Januar /2013 17:31

 

 

Ausgehaucht des Lebens Atem,

ausgesetzt des Herzens Schlag,

ruhst du sanft auf seid'nem Kissen

so, als schliefest du am Tag.

 

Frei von aller Müh' und Plage

letzter Wochen hast du Ruh'.

Still geschlossen müde Lider

scheint's, als lächelst du mir zu.

 

Was zu sagen war, das hattest

du beizeiten mir gesagt.

Was zu fragen war, das hatte

ich beizeiten dich gefragt.

 

Wissend um das nahe Ende:

Abschied – jeden Tag ein Stück,

wach im Geist, verschnürt die Kehle.

Dieser Weg kennt kein Zurück.

 

Und im Auge brennt die Träne,

Trauer wiegt im Herzen schwer.

Den Vater trage ich zu Grabe,

was bedarf's der Worte mehr?

 

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15. Januar 2013 2 15 /01 /Januar /2013 19:44

 

 

Nieder senkt sich helle Eiche,

grüner Filz hüllt nassen Lehm.

Tränen rinnen über bleiche

Wangen abwärts und ich nehm'

deine Hand in meine Hände

und ich halte sie ganz fest.

Jeder Tod markiert das Ende

einer Ära, hinterlässt

auch der Mensch, der seine Lider

schließen darf, weil ohne Kraft

seine alten, müden Glieder,

seine Spuren. Dennoch klafft

eine Lücke. Sanft und leise

als ein stiller Gruß vom Sohn

zu der Mutter letzter Reise

rieseln Rosen nieder. Schon

decken Laub und braune Erde

Mutters letzte Heimstatt zu.

Der, der sprach, dass Leben werde,

schenk' ihr die ersehnte Ruh'.

 

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4. Januar 2013 5 04 /01 /Januar /2013 14:52

 

Du hast allein die ganze Nacht

auf hartem Boden zugebracht;

ich schlief im Bette weich.

Jetzt liegst du mir zu Füßen – stumm.

Ich geh' verächtlich um dich rum.

Noch zög're ich, doch gleich …

 

... gleich steh' ich vor dir … splitternackt,

voll Ungeduld, Erregung packt

mein Inneres! Olé!

Gleich werde ich dich drangsalier'n,

mit meinen Füßen malträtier'n.

Schon naht der große Zeh!

 

Du tust, als wär es dir egal,

verharrst erstarrt, bist kalt wie Stahl,

denn deines Daseins Sinn

ist jener, dass du dienstbereit,

devot und treu zu jeder Zeit!

So nimm dein Schicksal hin!

 

Ich tret' auf dich voll Aversion.

Mir scheint's, als grinsest du voll Hohn?!

Das soll dir schlecht bekommen.

Doch nein, kein Klagelaut ertönt.

ICH .. bin diejenige, die stöhnt:

Schon wieder zugenommen!

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13. Dezember 2012 4 13 /12 /Dezember /2012 17:00


 

Und manchmal in heimlicher Stunde

da sperr ich den Schrank der Erinnerung auf,

seh eckige Kästchen und runde

und große und kleine mit Jahreszahl drauf.

 

Grad will ich mir eins davon greifen,

da seh zu ich zu meinem Erstaunen: Nanu,

die Box mit den hellroten Streifen

ist etwas verschoben und nicht richtig zu!

 

Ein Spalt zwischen Deckel und Dose!

Die Kordel, mit der ich das Liebste umknüpft

- Gedanken an dich – scheint mir lose,

die ein oder andre Erinnrung entschlüpft.

 

* * *

 

Erinnrungen geh'n nicht verloren,

doch brauchen sie Freiheit – den lichten Moment.

Dann reichen schon ein, zwei Faktoren, 

sie neu zu erwecken, und sie sind präsent.

 

Denn plötzlich … der Hall einer Stimme,

ein flüchtiges Wort und der Duft warmer Haut,

ein Hauch von Parfum – und ich schwimme

inmitten von Bildern, die lieb und vertraut ...

 

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24. November 2012 6 24 /11 /November /2012 19:28



Sterne, die's vom Himmel schneit
Feld und Flur in weißem Kleid
Kerzenschein, der's Aug' erfreut
Ruhe und Besinnlichkeit 
und die Herzen werden weit

Weihnachtszeit ...

Glockenhinundhergeläut
Hektik und Betriebsamkeit 
mühsam unterdrückter Streit 
Gabenkauf ist Beinarbeit
manch' Präsent ein Fehlentscheid 
weil der Käufer zu zerstreut 
Heiligabend wird bereut

Weihnachtszeit …

neu entdeckte Frömmigkeit
Nächstenliebe macht sich breit
jeder spendet gerne heut'
schert sich sonst nicht einen Deut
um der andren Menschen Leid
doch wir sind ja hilfsbereit
bis wir von dem Zwang befreit
nach dem End' der 

... Weihnachtszeit

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26. Oktober 2012 5 26 /10 /Oktober /2012 18:12

Morgenstund hat - Geruch im Mund

Besser eine Stunde zu früh - als überhaupt nicht kommen

Man muss das Eisen schmieden - mit dem man anderen seinen Stempel
aufdrücken will

Eine Schwalbe macht - die Treppe nicht sauber, die sie vollgekackt hat

Wer viel fordert, bekommt viel.
Wer zu viel fordert, bekommt Magenschmerzen

Liebe deinen Nachbarn - aber bei seiner Frau halt dich zurück

Der auf halbem Wege umkehrt - hat wohl den Bus verpasst

Besser einen Spatz in der Hand - als eine Meise unterm Pony

Ein gutes Gewissen? - Drauf gesch ...

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25. Oktober 2012 4 25 /10 /Oktober /2012 17:44

Spuren, die die Randfiguren

unsres Lebens hinterlassen,

haben schärfere Konturen

als die Spuren steter Massen

mainstreamtreuer Wegbegleiter.

 

Deren Spuren im Gedränge

sind zwar tiefer und auch breiter,

aber ein Produkt der Menge,

ohne individuelle

Attribute und Gepräge.

Ihnen fehlt das ganz spezielle,

das Verrückte, manchmal Schräge ...

 

Randfigurgeprägte Spuren

bleiben dank der Eigenschaften

und der klareren Strukturen,

besser im Gedächtnis haften.

 

Drum sage niemals, du seist "nur"

irgendwo die Randfigur ...

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25. Oktober 2012 4 25 /10 /Oktober /2012 17:41



 Ich kaute grad am Frühstücksspeck

als grell ein Blitz durchs Fenster zuckt'.

Da hab' ich mich vor lauter Schreck

verschluckt.

Schwupps – war ich weg!

Bestimmt hab ich sehr dumm geguckt.

Erst ging's das Speiserohr entlang.

Im Magen hat's dann fies gejuckt,

als grüne Galle mich umschlang.

Igitt, wie's glibberte und gluckt'.

Dann sollt' ich Richtung Achterdeck,

doch das war mir zu abgefuckt:     (höhö … :o))

Null Bock auf stinkend braunen Dreck.

Hab' unauffällig mich geduckt

und bin am Speiserohr ganz keck

zurückgeklettert bis zum Mund.

Dort hab' ich hinterm Zahn, dem Eck-,

gewartet bis zur Abendstund.

Und mich dann selbst aus dem Versteck

in hohem Bogen ausgespuckt.

Herrjeh, das gab 'nen fetten Fleck!


 ~ ~ ~


 Ich hab gelogen wie gedruckt?

Das war ja des Gedichtes Zweck!

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17. Oktober 2012 3 17 /10 /Oktober /2012 16:57

 

 

Ihr Kopf ruht auf der blanken Brust

des Liebsten.  Die Frequenz

des Herzschlags zeugt von seiner Lust.

Es lacht des Lebens Lenz.

Ihr Aug zählt jeden Leberfleck

Auf straffer brauner Haut.

Mit Hand und Mund erforscht sie keck,

was ihr noch unvertraut.

 

~ ~ ~

 

Sie hat sich still zu Bett gelegt,

hellwach trotz später Stund‘.

Der, dessen Ring seit Jahr’n sie trägt,

er schnarcht mit off’nem Mund.

Im Licht des Mondes fällt ihr Blick

auf seine bloße Brust.

Sie streckt die Hand aus, zuckt zurück.

Er braucht den Schlaf! Die Lust?

Verstaubt im Gestern …  Zeit zu zweit?

Zu schwer die Hypothek

von Stress und Alltag ... Zärtlichkeit?

Die Hand geht eignen Weg …

 

~ ~ ~

 

Ihr Kopf auf seinem nackten Arm …

Sie lauscht der Gegenwart.

Sein Mund streift ihren Nacken warm,

ihr Finger zeichnet zart

die Linien nach, die milchigblau

durchschimmern helle Haut.

Sie fühlt sich schön und ganz als Frau,

ist auch das Haar ergraut.

Ihr beider Atem geht synchron,

synchron der Herzen Schlag.

Im Lebensherbst blüht wilder Mohn.

Sie freut sich auf den Tag …

 

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14. Oktober 2012 7 14 /10 /Oktober /2012 19:03

 

Zwischen Hirn und Fingerspitzen

muss ein kleiner Satan sitzen,

den es köstlich amüsiert,

die Synapsen zu blockieren,

jedes Wort zu sabotieren,

das mit andren kombiniert

ein Gedicht ergeben könnte,

grad als ob er mir nicht gönnte

meinen lyrischen Erguss.

Wenn sich Reime mühsam winden,

um ihr Gegenstück zu finden,

meiner Muse spröder Kuss

nicht vermag, mich zu erregen

und zum Dichten zu bewegen,

suhlt er sich in Niedertracht.

Unter seinem Treiben leiden               

Fantasie und Schaffensfreuden.

Oh, wie er vor Wonne lacht!   

 

Weil des Teufels Infamie

lähmt den Geist der Poesie,

lass ich wohl das Schreiben

bleiben.

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20. September 2012 4 20 /09 /September /2012 18:28

 

Erbarmungslos hält stundenlang

mich wirrer Traum gefangen.

Ich wache auf, das Herz so bang,

und denke voll Verlangen

 

an deine Finger, die mein Haar

voll Zärtlichkeit zerwühlen.

Du bist mir fern – und doch so nah,

fast mein' ich, sie zu fühlen

 

in meinem Nacken, deine Hand,

des Daumens sanfte Stärke;

ein metaphysisch starkes Band ...

Ich lass' mich fallen, merke

 

mir wird ganz leicht und wohlig warm.

Mit einem Lächeln gleite

ich sanft zurück in Morpheus Arm,

dein Geist an meiner Seite ...

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13. September 2012 4 13 /09 /September /2012 18:51

 

Die Nachbarn ... sie reden und machen

dich schlecht, auch wenn alle so tun als ob nicht,

denn wenn du dich näherst, erzählen sie Sachen,

die dich nicht betreffen, tun freundlich und lachen

dir falsch ins Gesicht.

 

Die Freundin … Was muss sie dort klönen?!

Sie redet mit dem, der seit gestern dein Feind!

Er hatte die Frechheit, mit kritischen Tönen

dein Handeln zu rügen. Jetzt lästern und höhnen

sie sicher vereint!

 

Geschenke … von Herzen gegeben?

Mag glauben, wer will! Du hast längst schon erkannt:

Sich selbst profilier'n ist des Schenkenden Streben.

Aus Eitelkeit gibt er - und nicht, um zu weben

ein inniges Band!

 

* * *

Du bist zum Verlierer geboren.

Man will dir nur Böses, ist fies und gemein.

Die Menschheit, sie hat sich voll Bosheit verschworen.

Und zwingt dich, in Argwohn und Missmut zu schmoren ...

Es kann doch nicht sein,

dass jemand dir herzlich gewogen?!

Und das, was er sagt, ist noch ehrlich gemeint?!

Doch irrst du: Nicht jeder ist falsch und verlogen!

Nicht andere haben ums Glück dich betrogen,

du selbst bist dein Feind ...

 

 





 

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30. August 2012 4 30 /08 /August /2012 18:39



Sie schmiegen sich eng aneinander,

noch längst nicht zum Abschied bereit,

voll Furcht auf das Morgen, denn Gestern

und Heut' war'n Geschenke der Zeit.



Der Blick sucht im Auge des Andren

nach Antwort. Die Frage heißt: Wann?

Sie ahnen, es ist jene Frage,

die keiner beantworten kann …



Kein hektisches Treiben am Bahnsteig,

kein Rufen, kein Laut stört ihr Sein.

Die Welt ringsumher ist verschwunden.

Es gibt nur sie beide allein.



Erbarmungslos wandern die Zeiger.

Ihr Ticken erstickt jedes Wort.

Ein Kuss noch … Gehauchtes Versprechen.

Und dann ist sie fort ...

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24. August 2012 5 24 /08 /August /2012 10:36

 

Was hat sie, das ich nicht habe?

Jeden Tag gehst du zu ihr,

auf dem Heimweg von der Arbeit,

und ich sitz' und warte hier.

 

Glaubst du, dass ich es nicht merke?

Deinem Hemd entströmt ihr Duft:

Bratkartoffeln, Speck und Zwiebeln.

Rücksichtslos und ausgebufft

 

überfällt sie dich mit Liebe

und du spreizt dich wie ein Pfau.

Sicher, sie hat ält're Rechte,

aber ICH bin deine Frau.

 

Gönnerhaft lässt sie dich ziehen,

wenn sie dich gesättigt hat.

Du verlangst von mir Verständnis?

Ich hab' deine Mutter satt ...

 

 

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24. August 2012 5 24 /08 /August /2012 10:31

 

Ach, wie gerne würd' ich sagen:

Komm zu mir und halt mich fest.

Doch verflixt, ich darf's nicht wagen,

weil das „Aber“ mich nicht lässt,

 

dieses Wenn-und-Dann-Gefüge,

Leben im Konditional.

Konventionen fordern Lüge,

Schweigen wird zu täglich Qual ...

 

Stetes Könnte-würde-hätte

tötet jedes „Impulsiv“.

Im Korsett der Etikette

lieben wir im Konjunktiv ...

 

 

 

 

 

 

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