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  • Lyrik-Veröffentlichungen "worträume" allein, "Mit Blindenhund durchs Liebesland" zusammen mit Ricardo Riedlinger und Volker Brauer und als einer von 10 Autoren aus Israel, Österreich und Deutschland: 10 X 10 = 100,
Prosa: "Planet der Pondos" (Rom
  • Lyrik-Veröffentlichungen "worträume" allein, "Mit Blindenhund durchs Liebesland" zusammen mit Ricardo Riedlinger und Volker Brauer und als einer von 10 Autoren aus Israel, Österreich und Deutschland: 10 X 10 = 100, Prosa: "Planet der Pondos" (Rom

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Lesungen

20. August 2012 1 20 /08 /August /2012 11:04

 

Ich fand in einem Käseblatt

ein Angebot, da war ich platt!

'nen Holder gab's zum Sonderpreis,

ein Trecker, wie ich heute weiß,

samt „Flug“ und „Frese“! Schwere-Not!

DAS nenn' ich mal ein Angebot.

 

Bild-1.JPG

 

 

Nun gut, zur „FrEse“schweig ich still,

weil ich nicht immer meckern will.

Doch was mich brennend int'ressiert:

Wohin der Flug den Käufer führt,

mit einem Traktor im Gepäck,

und was dabei der Fräse Zweck?

 

Ich grins mir eins, derweil beglückt

mein Auge Folgendes erblickt:

 

 

Bild-2.JPG

 

 

Mir wird ein „Pfohlen“ offeriert.

Erst schau' ich etwas irritiert,

dann ist mir klar, was ich dort seh:

Das aus dem „(P)flug“ entschwund'ne P.

 

Ich lächele, ich kann's versteh'n:

Auch Ps woll'n mal auf Reisen geh'n …

 

* * *

 

(Als sei's mit „Pfohlen“, „Frese“, „Flug“

an diesem Tag noch nicht genug,

seht, was beim Schlachter auf dem Land

ich an der Wand geschrieben fand:)

 

Bild-3.jpg

 

 

 

 


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7. August 2012 2 07 /08 /August /2012 15:16

(Mit Dank an 'Roxanne' für die Inspiration)

 

Als er sagt, lass uns dinieren,

Samstagabend um halb acht,

ahnt sie schon: Es wird passieren,

Samstag wird er sie verführen.

Ihr ist bang vor dieser Nacht.

 

Vorsichtig macht sie alleine

Inventur per Spiegelblick.

Glaubt im harten Neonscheine

ihren Po und ihre Beine

wie schon immer viel zu dick.

 

Auf den Schenkeln: Schattenspiele.

Auf den Wangen, Stirn und Hals

fanden Falten ihre Ziele.

Jahreszeugen … Sie zählt viele.

Mehr als 50 jedenfalls.

 

* * *

 

Und so macht sie sich mit schwachen

Knien auf zum Rendezvous.

Doch dann reden sie und lachen,

witzeln über tausend Sachen,

und sein Blick sagt leise … Du!

 

Als er sagt, komm, lass dich fallen,

seine Hand kost ihr Genick,

da befreit sie sich von allen

Ängsten, die noch in ihr hallen,

und genießt den Augenblick.

 

Und als er sie dann unendlich

sanft massiert und zärtlich küsst,

da ist gar nichts mehr befremdlich.

Alles ist so selbstverständlich

und sie ist … so wie sie ist.

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28. Juli 2012 6 28 /07 /Juli /2012 17:29

 

du und ich

Hand in Hand

nackter Fuß auf warmem Sand

 

du und ich

so vertraut

Salz und Sonne auf der Haut

 

wir im Meer

Wind im Haar

über uns ein Möwenpaar

 

wir im Meer

zwei im Glück

Lächeln liegt im Augenblick

 

wir im Meer

welch Idee

aber DU hockst am PC ...

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27. Juli 2012 5 27 /07 /Juli /2012 21:01




Ich fang' für dich mit bloßer Hand

den Salzgeruch des Meeres

und Kiefernduft vom Waldesrand.

In ein Gefäß, ein leeres,

füll' ich sie ein, gekrönt zum Schluss

vom Süß der Heckenrose.

Mit einem zart gehauchten Kuss

versiegle ich die Dose.


Ich schreibe deinen Namen auf

ein Etikett, belecke

'ne Marke und dann geht’s im Lauf

zum Kasten an der Ecke.

Der Schlitz des Gelben ist zu schmal

für meine Urlaubsdüfte.

So bleibt mir keine andre Wahl:

Ich schick' sie durch die Lüfte.


Zuerst den Kuss, ihm hinterher

der Heckenrose Süße,

sodann den Salzgeruch vom Meer,

des Kiefernwaldes Grüße.

Ich seh' sie mit dem Wind entflieh'n,

auf Sonnenstrahlen reiten.

Voll Wehmut lasse ich sie zieh'n,

ich würd' sie gern begleiten.

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30. Mai 2012 3 30 /05 /Mai /2012 12:08


 

 

Wenn die bunten Fahnen wehen

an den Autos, schwarz-rot-gold,

Menschen fern in Länder sehen,

wo der Fußball rollt und rollt.

Treffen die Flanken,

fallen die Tore,

klingt das Gegröle weit übers Land.

 

Fußball, Fußball ist ihr Leben,

vorm TV mit Bier und Wein.

Schießt Podolski mal daneben,

zimmert Lahm das Leder rein.

Braust dann der Klose

quer übern Rasen,

brüllen sie für den Stürmer ihr Lied.

 

Selbsternannte Ballexperten

kommentier'n den Spielverlauf.

Besser als der Bundestrainer

stellen sie die Mannschaft auf.

Seh'n jede Schwalbe,

pfeifen das Abseits.

Schiri, der Dödel, hat's nicht geseh'n.

 

Wenn die Jungs den Ball versenken,

redet mancher gern vom „Wir“,

doch wenn sie ein Spiel verschenken,

spricht entrüstet man(n) von „Ihr“.

„Ihr habt verloren.

Ihr seid Versager.

Wofür bekommt ihr das viele Geld?“

Fußball, Fußball, meine Wonne:

Niemand stört mich, wenn ich schreib'.

Dichtend sitz ich in der Sonne,

's ist mein schönster Zeitvertreib.

Fallen die Tore,

schwing' ich die Feder.

Ich mag den Fußball und die EM.

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20. Mai 2012 7 20 /05 /Mai /2012 15:14

 

Vom Staube befreit sind Haut und Haare

durch der Dusche holden belebenden Strahl.

Der Teint scheint rosig, nicht mehr fahl;

das neue Duschgel, das duftend klare,

floss mit dem Wasser in den Kanal.

Vom Bad aus laufe ich, schimpfend, nur

Handtuch umschlungen, dasselbe verzieret

mit Streifen, über den arschkalten Flur,

auch wenn mich dabei bibbert und frieret.

Überall such ich den Föhn und wie immer:

Alles find ich in Töchterchens Zimmer:

Auch an Deo fehlt's im Revier.

Ich nehm's Parfüm der Tochter dafür;

sehe mich um im Raum mit Fluchen,

um mein T-Shirt dort zu suchen.

Aus des Schrankes finst'rem Tor

quillt ein buntes Gewimmel hervor.

Alles werf ich feixend aufs Bett.

Komm du mir nach Haus! Der Abend wird nett!

Das wirst du selbst sortier'n und waschen!

Vom niedersten Flur in unsren Gemächern,

aus irgendwelchen Hosentaschen

oder reißverschlossenen Fächern

in des Rucksacks quetschender Enge

dringt des Handys ehrwürdiger Ton

schrill und dringend. Ich komme schon.

Husch, nur husch, wie behände ich spränge,

rutschenden Fußes jedoch geht’s treppab

und ich fall in Breit und Länge

so manche marmorne Stufe hinab.

Will noch was trinken – welch Erschrecken!

Entschwunden ist das letzte Bier ...

Selbst in des Kellers fernsten Ecken

seh ich nur Leergut! Jetzt reicht es mir!

Ich sehn' mich nach dem Bett, dem weichen.

Dort find' ich Ruhe ohnegleichen.

Zufrieden jauchzend spring' ich rein.

Hier bin ich Mensch, hier darf ich's sein.

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18. Mai 2012 5 18 /05 /Mai /2012 07:22


Ich lieg im Gras, genieß das Flair

und denke an nichts Schlecht's,

da fällt grad wie von ungefähr

mein Blick nach links … nein, rechts.

 

Durch sommergrüne Halme blitzt

ein Gänseblümchenkind.

Mir ist, als blinzle es verschmitzt

und flüstere: Geschwind,

 

greif zu und zupf die Blätter mir

vom sonnengelben Rund.

Ob er dich liebt, verrat ich dir

noch jetzt, in dieser Stund'.

 

Schon sucht die Hand ihr blühend' Ziel,

Doch soll ich ohne Not

ein Blümchen quäl'n, aus Spaß am Spiel,

und nachher ist es tot?!

 

Das will ich nicht, drum zähl' ich schlicht

am lebenden Objekt.

Er liebt mich! Nein, er liebt mich nicht!

Ich weiß, die Wahrheit steckt

 

in einem Blättchen, das hier wächst.

So such ich Stund' um Stund'

nach ihr, doch es ist wie verhext:

Kaum denk ich, ich bin rund,

 

da schüttelt das Maßliebchen sich

und ich hab mich verzählt.

Verflixt nochmal, wie ärgerlich!

Wenn mir nun eines fehlt!?

 

Solange das nicht sicher ist,

beginn ich stets aufs Neu'.

Und wenn du mich im Herbst vermisst,

dann lieg ich wohl im Heu ...

 

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18. Mai 2012 5 18 /05 /Mai /2012 07:13




… bringst du jedes zersprungene Glas

jede leere Flasche

zum Altglascontainer

packst zerlesene Zeitungen

zerrissene Kartons

in Wertstoffsäcke

trägst Eierschalen

und welke Salatblätter

zum Komposthaufen


ich wünschte

du gingst genauso

gewissenhaft

mit meinen

Gefühlen für dich um

vielleicht

wären sie dann auch

recyclebar

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11. Mai 2012 5 11 /05 /Mai /2012 08:13

Sommer, Sonne, Gartenfreuden:

Wenn der Rasenmäher dröhnt

und beim Busch- und Heckeschneiden

lustvoll meine Schulter stöhnt,

 

wenn im Rücken Wirbel knacken,

Schmerz die Laune mir vermiest,

weil beim Unkrautzupf- und -hacken

hinterrücks die Hexe schießt,

 

meine Nägel Trauer tragen

und ein schwarzer Rand entsteht,

weil die Schutzhandschuh' versagen,

da von Minderqualität,

 

wenn sich dann zu später Stunde

vor dem Wertstoffhof der Stadt

alles staut, was in der Runde

Grünschnitt zu entsorgen hat,

 

und wenn morgens in der Frühe

Quecke, Giersch und Rasenmoos

höhnisch über meine Mühe

kichern, weil sie wirkungslos,

 

und Frau Schneck mit ihren Panzen

samt der schwarzen Krähenbrut

sich an den Kohlrabipflanzen

und den Erdbeern gütlich tut,

 

möcht' ich laut den Winter loben,

wenn von Schnee bedeckt das Land.

Die paar Flöckchen von da oben

schipp' ich doch mit einer Hand ...

 

*seufz* ... ;o)))

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6. Mai 2012 7 06 /05 /Mai /2012 20:33

all jene Fäden
die du aus deinem
Nähkästchen vertrauensvoll
in meine Hände legtest
erzählen mir
Geschichten aus deinem Leben
berichten
von Jahren wohliger Geborgenheit
verraten
Augenblicke des Glücks
aber auch des Neides
zeugen
von Momenten der Hoffnung
und der Enttäuschung
sprechen
von Freundschaft und Wahrheit
oder von Kälte und Lüge
Licht und Schatten
Angst und Trauer
und immer wieder
von der Liebe


vorsichtig verwebe
ich sie miteinander
und ahne dabei
dass du mir den einen
oder anderen Faden
vorenthalten hast
denn im Stoff
bleiben
Löcher


lass nur
ich fülle sie
mit meiner Fantasie  

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6. Mai 2012 7 06 /05 /Mai /2012 20:30

fasziniert
betrachte ich den bunten Haufen
jener Fäden
die du mir aus deinem
Nähkästchen geschenkt

nehme mal diesen
mal jenen zur Hand

aber egal
wie ich sie miteinander verknüpfe
keines der Muster
wird dir gerecht

ich wünschte
du hättest eine Anleitung
beigelegt

aber vielleicht hast du Angst
der fertige Stoff
könnte mir nicht gefallen

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5. Mai 2012 6 05 /05 /Mai /2012 20:22



manchmal
zupfst du ein paar
Erinnerungen
aus deinem Nähkästchen

lange Schnüre von kräftigem Braun

ganze Bündel gelber Fasern
manche sanft schimmernd
andere grell leuchtend

grüne Fädchen
kurz und glänzend
einige an ihrem Ende
blass und zerrissen

breite Bänder
von sattem klarem Blau
rau aber warm
oder  changierend
glatt und kühl

weiße und schwarze Fäden
und immer wieder
ein paar rote

kein Blau kein Grün
gleicht dem anderen
jedes Rot ist einzigartig
in seiner Nuance

staunend registrierst du
die Vielfalt
der Zwischentöne

bisher
hattest du geglaubt
dein Leben verliefe
grau in grau

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4. Mai 2012 5 04 /05 /Mai /2012 20:14

 

Besucht mich doch mal in der Stadt!

Kommt her, die Reise lohnt!

Ich schwöre euch: Ein jeder hat

'ne Meise, der hier wohnt.

 

Mallorca-Kalle, brutzelbraun

wie'n Hähnchen, frisch gegrillt,

der zieht den Bauch ein. Wenn die Frau'n

voll Mitleid lächeln, schwillt

dem alten Gockel glatt der Kamm.

Frau Wendehals, bejahrt

und aus Prinzip notorisch klamm,

bedient nach Elsternart

sich täglich völlig ungeniert

im Laden nebenan.

Das Kind, das Frau von Star gebiert

ist nicht von ihrem Mann.

Die Spatzen pfeifen es vom Dach:

Ein Kuckuckskind! Juchhei:

Der Dompfaff' wurde bei ihr schwach.

Sie vögelten im Mai.

Frau Fink verriet's, die dumme Gans.

Ihr Adlerblick erspäht

fast alles, nur nicht, dass ihr Hans

zu Bordsteinschwalben geht.

Im Rathaus wird politisiert

im Stil des Vogel Strauß,

trotz wenig Piepen investiert:

Man möchte hoch hinaus,

obwohl der Pleitegeier kreist.

Der Hahn im Korb laut kräht …

Herr Pastor Schluckspecht lallend preist

des Messweins Qualität.

 

Der Autor, der sich skrupellos

mit fremden Federn schmückt,

die Glucke, die aus Liebe bloß

ihr eig'nes Kind erdrückt,

der Schmierfink in der Redaktion,

der Schnattergänsechor,

der Unglücksrabe, dessen Sohn

den Lottoschein verlor,

der Prototyp des eitlen Pfaus

und das gerupfte Huhn

sind hier in diesem Nest zu Haus.

Ich spöttele? Ja, nun …

 

Den Schnabel halte ich doch nie

und red' ich auch mal Mist.

Ich plapper' eben grade wie

er mir gewachsen ist ...

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20. April 2012 5 20 /04 /April /2012 14:08

 

Endlos lange, schlanke Beine

und ein dunkles Augenpaar.

Attraktiv im Sonnenscheine

glänzt ihr seidenfeines Haar.

 

Deine Blicke zärtlich saugen

sich an ihrer Taille fest.

Und ihr Gang, in deinen Augen,

ist voll Anmut. Du verlässt

 

kaum das Haus, seit dieses Wesen

hier in unsrer Wohnung weilt.

Ohne großes Federlesen

hast du ihr Asyl erteilt.

 

Fütterst sie mit Leckerbissen,

selbst ihr Schlaf wird gut bewacht.

Nie mehr möchtest du sie missen.

Was hat sie aus dir gemacht?

 

Sie verwirrt dir deine Sinne.

Brachypelma! Schön und stumm ...

Oh, ich hasse diese Spinne,

dort, im Glasterrarium.

 

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11. April 2012 3 11 /04 /April /2012 19:19


 

Bewegungslos wie eh und je,

von Hals bis Hüfte nackt,

verharrt sie still im Atelier,

ein wohlgestalter Akt.

 

Der Künstler weiß, er ist brillant.

Ihm reicht ein kurzer Blick.

Mit schnellem Strich skizziert die Hand

den Umriss … welch Geschick.

 

Ein Tupfer Rot, ein Hauch von Gold;

der Meister nickt. Perfekt!

Der Lehrling voll Bewund'rung zollt

dem Genius Respekt.

 

Der Nackten große Stunde naht,

der Schöpfer naht mit Taft.

Er ruft nach Seide, Samt, Brokat.

Dann wird geschnürt, gerafft,

 

verhüllt, gezupft, gesäumt, drapiert.

Er stichelt wie befreit.

Voilà – die Schneiderpuppe ziert

ein Bild von einem Kleid.

 

Sie trägt es nur für eine Nacht;

figürlich gleicht exakt

sie jener Frau, für die's gemacht.

Dann ist sie wieder nackt.

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22. März 2012 4 22 /03 /März /2012 08:43

Der Nachtwächter John sprach zu Lucy aus Mark:

„Du siehst heut' zum Anbeißen aus, einfach stark.“

Entzückt bot die Miss

den Hals ihm zum Biss.

Jetzt schläft sie von morgens bis abends im Sarg.

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22. März 2012 4 22 /03 /März /2012 08:10

Im Nachtquartier

spricht er zu ihr

voll wilder Gier:

„Komm her zu mir.

Ich bin Vampir

und beiße dir!“

 

Wie fürchterlich …

Sie schüttelt sich:

„So geht das nich!

Ich beiße DICH!“

 

„Na gut, my dear“,

sagt er zu ihr,

„Dann beiß du mir!“

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13. März 2012 2 13 /03 /März /2012 11:59

… eine todtraurige Ballade ...

 

 

Zwei Froschkönigskinder am grünen Gestade,

die hatten einander so gern.

Der Königssohn lebte im Süden, wie schade,

die Liebste im Norden gar fern.

Dazwischen, oh weh:

Der See.

 

Es litten die beiden Verliebten unsäglich

und Sehnsucht erfüllte ihr „Quak“.

Sie konnten sich sehen und hören tagtäglich,

doch zwischen den beiden, da lag,

an Wasser sehr reich,

der Teich.

 

„Es MUSS doch …!“ Der Königssohn prüfte akribisch

die Lage. Dann rief er: „Verrückt,

wir können doch schwimmen, wir sind ja amphibisch!“

Er hüpfte ins Wasser. Beglückt

durchschwamm er's sofort

gen Nord.

 

Vom nördlichen Strande durchquerte Gerlinden

den Teich, uns're grüne Prinzess.

So hoffte ein jeder, sein Herzblatt zu finden,

am anderen Ufer. Indes,

der Liebste war wech.

So'n Pech.

 

So klang ihr Gejammer aufs Neu' übern Weiher,

und Trauer die Herzen verband.

Voll Mitleid erbot sich ein hungriges Reiher-

paar, das sich am Weiher befand:

Wir tragen euch gleich

übern Teich …

 

Im Nu

war Ruh'.


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7. März 2012 3 07 /03 /März /2012 12:39

Nein, ich werde auch im neuen

Jahr mit österlich' Gedichten

nicht erfreuen,

werd' verzichten

 

auf die Reime über Buchen,

und dass Kinder unter Linden

Nester suchen

und auch finden.

 

Keine Zeilen über „Häschen“

kann man mir dies' Jahr entlocken,

„Schnuppernäschen,

Osterglocken“ ...

 

„Osterfeuer, -feier, -eier,

stanniolverpackt mit Schleifen“

werd' ich heuer

mir verkneifen.

 

Doch auch ohne, dass ich dichte:

„Entenbrust in Marinade,

Lammgerichte,

Schokolade“,

 

sondern augenzwinkernd höhne,

wünsch' ich allen, ohne Frage,

sonnig-schöne

Ostertage.




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20. Februar 2012 1 20 /02 /Februar /2012 17:17

 

müßig

im Konjunktiv II des Gestern

zu wühlen

 

versuchen wir uns

am Indikativ

des Heute

 

das Morgen 

verweigert sich 
 
ohnehin  

jedem Imperativ 

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19. Februar 2012 7 19 /02 /Februar /2012 17:12

 

hab nichts mehr zu geben

die Speicher sind leer

die Zeiger erzittern im roten Bereich

 

ich weiß ja, das Leben

ist nicht immer fair

es spielt dir seit Jahren manch boshaften Streich

 

dann fehlt dir alleine

zum Kämpfen der Schneid

und ich zeig' voll Zuversicht Stärke für zwei

 

ich räum' dir die Steine

vom Weg, teil' dein Leid

und trockne die Tränen der Melancholei …

 

doch all' diese Stunden

voll Kummer und Pein

sie zerren und reiben die Seele mir wund

 

die Kraft ist entschwunden

die Stärke nur Schein

und trockener Staub deckt des Füllhornes Grund

 

so gern möcht' ich zeigen

wie müde ich bin

möcht' gerne mich stützen, doch weiß nicht worauf

 

so werde ich schweigen

das ist wohl der Sinn

denn ließ' ich mich fallen, wer finge mich auf?

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18. Februar 2012 6 18 /02 /Februar /2012 16:59

Es sehnt sich vom Wienerwaldsee

Susanne zurück an die Spree.

Sie liebt die Berliner

viel mehr als die Wiener.

Am liebsten gefüllt mit Gelee.

 

Erst wollte Susanne aus Schwaben

so gern einen Barhocker haben.

Jetzt wird’s ihr zu dumm:

Der hockt ja nur rum,

im Pub, um am Bier sich zu laben.

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25. Januar 2012 3 25 /01 /Januar /2012 13:28

Ich steh vorm Spiegel, grinse breit,
es steht mir gut, das neue Kleid.
Ein schöner Abend steht bevor;
ein wenig steht das linke Ohr
vom Kopfe ab, mir ist's egal,
da steh ich drüber, allemal.

Doch Schreck und Graus! Des Fönes Werk:
Die Haare stehen mir zu Berg,
ich binde sie mir rasch zum Zopf.
Oh Himmel, wo steht mir der Kopf?
Und was entsteht da rechts am Kinn?
Nach Pickeln steht mir nicht der Sinn!
Ich will, wenn wir uns heute seh'n,
vor deinem prüfend Blick besteh'n!
So steh ich tausend Ängste aus ...
"Um zwanzig Uhr am Hofbräuhaus",
steht im Kalender groß notiert.
Jetzt muss ich flitzen, weil's pressiert:
Ein Blick zur Uhr, der Zeiger steht
schon auf halb acht, die Zeit vergeht,
ich stehe mächtig unter Strom.
(Und "These" ist kein Palindrom,

es ist ein „stehen“-Anagramm)*

Wo stecken Lippenstift und Kamm?

Ich komme pünktlich, spät bist du,
gesteh dir fünf Minuten zu,
sonst kommt es teuer dich zu steh'n.
Nun bist du da (es waren zehn ...)
Du lächelst ... Himmel, steh mir bei.
Und ich gestehe frank und frei:

„Ich steh auf dich,
Verstehst du mich?
Will dir nicht länger widersteh'n ...“
Du flüsterst leise: „Lass uns geh'n,

denn mir steht's auch –

am Bauch ...“

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4. Januar 2012 3 04 /01 /Januar /2012 13:58



Das Porzellan, einst makellos, 
geschützt von glänzender Glasur, 
das Rosenmuster leuchtend rot 
und von Gebrauch noch keine Spur. 
So glatt ... 

Heut' ist es angeschlagen, duff 
und fleckig und das Rot verblasst. 
Ein Netz von feinen Linien ziert 
den Glanz, der durch der Jahre Last 
nun matt. 

Mein Äußeres: Noch geh' ich grad' 
und seidig glänzt mein dunkles Haar. 
Aus meinen Augen blitzt der Schalk 
und ohne Flecken zeigt sich klar 
die Haut. 

Bald gehe ich vielleicht gebeugt, 
ein tiefes Liniennetz durchzieht 
mein Antlitz und das Aug' ist trüb, 
das Haar, wenn man's bei Licht besieht, 
ergraut. 

Heut' schaust du die Terrine an: 
Die ist doch wunderschön! 
Ich hoff', du wirst mich irgendwann 
mit gleichen Augen seh'n. 

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1. Januar 2012 7 01 /01 /Januar /2012 14:15



Vollmondnacht 
Sternenpracht 

zwei Uhr acht 
aufgewacht 
dich ganz sacht 
mit Bedacht 
wachgemacht 
Lust entfacht 

… 

später fand 
deine Hand 
ganz entspannt 
meine Hand 

Schlummerland 

Vollmond lacht 
hält die Wacht ... 

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