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  • Lyrik-Veröffentlichungen "worträume" allein, "Mit Blindenhund durchs Liebesland" zusammen mit Ricardo Riedlinger und Volker Brauer und als einer von 10 Autoren aus Israel, Österreich und Deutschland: 10 X 10 = 100,
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  • Lyrik-Veröffentlichungen "worträume" allein, "Mit Blindenhund durchs Liebesland" zusammen mit Ricardo Riedlinger und Volker Brauer und als einer von 10 Autoren aus Israel, Österreich und Deutschland: 10 X 10 = 100, Prosa: "Planet der Pondos" (Rom

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Lesungen

15. Februar 2011 2 15 /02 /Februar /2011 12:39

 

 

Säfte steigen

in den Zweigen,

sicherlich auch anderswo.

Mücken tanzen einen Reigen,

die Hormone sowieso.

Winterlinge,

guter Dinge,

streben sonnengelb durchs Braun.

Vögel starten ihr Gesinge

früh um viere, welch ein Grau'n.

 

Spärlich kleiden

sich die Maiden

und den Hähnen schwillt der Kamm.

Schäfchen auf den Weiden weiden.

Ostern gibt es frisches Lamm.

Manche Frauen,

voll Vertrauen

in die eigene Figur,

lassen ihren Nabel schauen.

Stachelbein hat Konjunktur

für die Männer.

Und der Kenner

putzt schon mal das Cabrio.

„Oben ohne“ ist der Renner,

sehr zur Freud' des HNO.

 

Manchen aber,

wie makaber,

steigt der Saft nicht, nein er rinnt

aus der Nase. Schnupfenhaber

müssen leiden, weil der Wind

diese ollen

Blütenpollen

durch die Lüfte treibt mit Kraft.

Und sind Nas' und Aug' verquollen,

Leidet auch die Leidenschaft …

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26. Januar 2011 3 26 /01 /Januar /2011 14:28

H wie Hass, W wie Wut, Z wie Zorn


Lebten
wir nicht gestern noch
die Liebe?

Heute
walten
Zwietracht und Zank
in den Herzen.

Heißer Hass
wirkt dort,
wo zuvor Harmonie
herrschte,
hüllt uns ein in
wabernde
Wolken von Wut.

Und harte Worte
hallen wider
von Wänden,
gezimmert aus Zorn
und Verzweiflung.

Hilflos erhebe ich die
Hände.

Geh nur,
ich halte dich nicht ...






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28. Dezember 2010 2 28 /12 /Dezember /2010 06:43

 

 

Tragweite

Augenblick
warum habe ich dich

nicht erkannt

in deiner Bedeutsamkeit

hätte dich so gern bewahrt
in meinem Inneren

Moment der Schwebe
zwischen Hoffnung und Erfüllung


selbst wenn
ich die Augen schließe
hole ich dich nicht zurück

Viertelsekunde
zwischen Ob? und Ja!

verloren
stehe ich
im Jetzt
und fühle mich
um dich
betrogen

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24. Dezember 2010 5 24 /12 /Dezember /2010 19:58

 

Kreidekreis (2)

Zwei zu starke Hände
an schwächeren zerren,
versteinertes Herz will
dem Flehen sich sperren,

verschlossenes Ohr will
das Weinen nicht hören,
erfrorene Seele
am Jammern nicht stören.

Vergessen die Worte
„Auch wenn wir zwei scheiden,
egal was gewesen,
das Kind soll nicht leiden“?

Zwei eiskalte Augen
die Qual nicht erkennen.
Verhärtet die Fronten ...
Nicht-nachgeben-Können ...

Kannst du es ertragen,
dein Kind so zu sehen?
Mit blutendem Herzen
lass ich es nun gehen ...

Nie mehr soll den Lippen
solch' Klage entfliehen.
Ich lass um mein Kind
keinen Kreidekreis ziehen ...

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23. Dezember 2010 4 23 /12 /Dezember /2010 19:56

 
Kreidekreis (1)



Zwei fragende Augen:
„Du lässt uns allein?“
Verlegenes Räuspern:
„Mein Kind, es muss sein ...“

Zwei bebende Schultern.
Du blickst hinterher.
Er geht mit zwei Koffern,
dein Herzchen – so schwer.

Zwei Tränen, sie kullern
aus Augen so rund.
Zwei zitternde Lippen.
„Warum?“, fragt dein Mund.

Zerrissene Seele,
verlorener Blick.
Verzweifeltes Hoffen:
„Kommt Papa zurück?“

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20. Dezember 2010 1 20 /12 /Dezember /2010 08:31

 

Haut an Haut

 

Haut an Haut

so vertraut

deine Hand auf seinem Arm

lachst ihn an

meinen Mann

sprühst vor Charme

nippst am Sekt

bläst kokett

eine Franse aus der Stirn

suchst mit Blicken

zu entzücken

zu verwirr'n

beugst dich vor

an sein Ohr

höflich lächelnd lauscht er dir


doch sein Blick

kehrt zurück

sucht nach mir

lach ihn an

meinen Mann

zärtlich zwinkert er mir zu

denn die Frau

die er liebt

bist nicht du

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19. Dezember 2010 7 19 /12 /Dezember /2010 10:57

 

Wolke sieben


Es trafen sich, ich glaub, in Mainz,
die Wolken Nummer drei und eins.
Da sprach die eins zur drei: Heut Nacht,
da ball' ich mich mit Wolke acht
zur kräftigen Gewitterfront
am Horizont
Du kannst uns unterstützen.
mit Donner und mit Blitzen.

Das hörte Wolke Nummer Zehn,
so quasi im Vorüberwehn,
und rief: In eurer Mitte
wär' ich so gern die dritte!
Bitte!

Sie war in Rechnen immer schwach .
Jetzt wurde Wolke fünfzehn wach
und schloss sich an mit Nummer vier.
Die flog gleich links, nein rechts von ihr.

So zogen nun zu später Stund'
sechs dunkle Wolken im Verbund
zum Zwecke der Schlechtwetterfront
gen Horizont.

Nur Wolke sieben, groß und mächtig,
flog bedächtig
hinterdrein
und sprach ganz fein:
Ich darf in meinem Wolkenleben
rosa durch die Gegend schweben,
weil Verliebte auf mir sitzen!
Muss nicht regnen und nicht blitzen,
denn sonst ist es ja vorbei
mit der rosa Träumerei.

Während sie so sinnend glitt,
da glitt sie mit den andren mit.
Und plötzlich war sie, volle Breite,
mittendrin - 'ne schöne Pleite!


So geschieht's seit jenen Zeiten,
dass Verliebte, die nie streiten,
Händchen halten, Küsschen geben
und auf Wolke sieben schweben,
wenn am Ehehimmel plötzlich
unerwartet, wie entsetzlich,
sich mal dunkle Schatten ballen,
kräftig aneinanderprallen
und mit Blitzen und mit Knallen
sich entladen, Donner hallen .

. dann aus allen Wolken fallen.

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8. Dezember 2010 3 08 /12 /Dezember /2010 21:27

 

Wolken über Istrien


Wolkenberge
schneeweiß vor strahlend blauem Himmel
Sahneeis
Himbeersirup darüber gießen
einen langen Löffel hineintauchen
und sich ganz dem Genuss hingeben
sinnliche Träumerei

 

Wolkenberge
schneeweiß vor strahlend blauem Himmel
Dornröschenschloss
mit einem goldenen Schlüssel das Tor öffnen
die geheimnisvollen Pfade erkunden
und von den Türmen in die unendliche Ferne blicken
märchenhafte Träumerei


Wolkenberge
schneeweiß vor strahlend blauem Himmel
Watteparadies
sich hineinfallen lassen
einkuscheln in Wohlbefinden
und sich schwerelos dem Wind hingeben
schwebende Träumerei


Wolkenberge
fahlgelb vor bleigrauem Himmel
Bedrohung
vor den ersten grellen Blitzen fliehen
beim Donner zusammenzucken
und sich vor dem Regen in Sicherheit bringen
verdammte Träumerei
zu spät
Mist...

 

 

 

 

 

 

 

 

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1. Dezember 2010 3 01 /12 /Dezember /2010 20:50

Vom rosa Tier und schwarzen Mann




Ich wünsch' euch einen guten Rutsch,

doch bitte nicht auf glattem Eis,

denn ist erst die Balance futsch,

dann wird es schmerzhaft für den Steiß.




Ein Tier soll euch im neuen Jahr

ein ständiger Begleiter sein.

Ein Kater? Nein, ein Exemplar

mit rosarotem Fell: ein Schwein!




Des Schornsteinfegers süßer Kuss,

das Kleeblatt mit vier Blättern dran,

soll'n Glück bescher'n im Überfluss.

Doch rosa Schwein und schwarzer Mann




sind nur Symbole, Notbehelf.

Auf Gottes Segen kommt es an,

damit im Jahr Zweitausendelf

das Glück auch Einzug halten kann ...



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1. Dezember 2010 3 01 /12 /Dezember /2010 11:37

 

Phantasma



manchmal
aus dem Nichts heraus
da träume ich mich zurück
in die sonnigen Straßen der Stadt

dann sitze ich wieder
auf steinernen Stufen
oder hölzernem Halbrund
den Geschmack des Sommers auf den Lippen
seine Wärme auf meinen geschlossenen Lidern
den Duft gefangen in meinem Haar
und plötzlich bist du da
neben mir

raufaserne Realität
verhöhnt meine suchende Hand
mein Lächeln aber
trägt mich durch den Tag

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15. November 2010 1 15 /11 /November /2010 15:40

 

 

Kopftheater - der Trilogie letzter Akt



Einmal noch die Augen schließen;
einmal noch den Duft genießen
der geschenkten Illusion ...
Längst gespielt die letzte Szene.
Du und ich - verschied'ne Pläne.
Schlussakkord - der letzte Ton.


Staubkorntanz in Wunschkulissen,
Drehbuch abgenutzt, zerschlissen,
grau verblasst das letzte Wort,
das die Fantasie geschrieben.
Nur Erinn'rung ist geblieben,
Träume längst zerplatzt und fort.


Tränen meine Wangen netzen.
Dunkelrot hängt Samt in Fetzen.
Heb' ihn an ein kleines Stück.
Wehmut nistet in den Falten,
schemenhafte Wir-Gestalten
fliehen meinen suchend' Blick.


Bitter der Enttäuschung Pille.
Lausche in der schalen Stille
letztem Nachhall von Applaus.
Stopp! Ab jetzt gilt: Augen offen!
Nicht mehr wünschen, nicht mehr hoffen.
Kein da capo. Fine. Aus.

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10. November 2010 3 10 /11 /November /2010 20:05

Kopftheater - der Trilogie zweiter Akt


Welch Narr du bist!
Glaubst, die Hauptrolle zu spielen,
und hast nicht einmal erkannt,
dass deine Bühne nur Nebenschauplatz ist.
Einer von vielen.


Hast du vergessen,
wie trügerisch Erinnerung sein kann?
Und wie bedingungslos
hast du dich ihr anvertraut,
ihr und deinen Träumen die Regie überlassen
in deinem Kopf-Theaterstück.


Merkst du nicht,
dass die Stichworte immer seltener,
deine Monologe immer länger werden?


Mach die Augen auf,
ehe das,
was als Lustspiel begann,
als Tragödie endet.


Dein Publikum wird es dir danken.
Irgendwann






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8. November 2010 1 08 /11 /November /2010 10:41

 

Kopftheater

Die Augen zu, den Vorhang auf,
Gedanken frei zum ersten Akt.
Das Kammerspiel nimmt seinen Lauf.
Das Herz schlägt den Dreivierteltakt.

Das Drehbuch schreibt die Fantasie.
Von Zukunftsträumen assistiert,
führt die Erinnerung Regie,
und mit viel Liebe arrangiert
sie Tag für Tag die Szenen neu,
baut laufend die Kulissen um.
Die Hauptdarsteller sind wir zwei
und ich allein das Publikum.

* * *
Die Augen auf, das Stück ist aus.
Der Vorhang fällt - Geschenk auf Zeit.
Mein Lächeln spendet stumm Applaus.
Willkommen in der Wirklichkeit.

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28. Oktober 2010 4 28 /10 /Oktober /2010 11:32

 

 

Wieder Weihnacht ...



Wieder Weihnacht! Ach, so plötzlich
steht es immer vor der Tür.
Meine Muse schweigt. Entsetzlich,
denn ich krieg' nix zu Papier.

Gerne würd' ich Verse schreiben
über hellen Glockenklang,
bunt geschmückte Fensterscheiben,
Engelshaar und Chorgesang,

Schlittenfahren, Schneegeflüster,
Blaubeerglühwein, außerdem
Kekse und Kamingeknister
und den Stern von Bethlehem.

Übt' Kritik mit leisen Tönen
gern auch am Konsumprozess,
an der Hektik und dem Stöhnen
über selbstgemachten Stress.

Doch am liebsten, keine Frage,
reimte ich auf "Kerzenschein"
mit der Botschaft dieser Tage:
Friede zieh' in Herzen ein!

Jung und Alt sei er beschieden,
Arm und Reich und dir und mir,
unser höchstes Gut, der Frieden,
nicht erst morgen, jetzt und hier.

Gute Wünsche für uns alle
dichtet' ich zum Jahresschluss.
Nix wird draus in diesem Falle,
mangels meiner Muse Kuss.

Geist der Weihnachtszeit, er möge
füllen dir dein Herz mit Licht,
wünsche ich auf diesem Wege ...
... ooops, jetzt ist es ein Gedicht.

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21. Oktober 2010 4 21 /10 /Oktober /2010 12:01

 



Einstein sagt:

Alles ist vorherbestimmt,
der Anfang wie das Ende,
durch einen, der die Fäden spinnt,
er braucht geschickte Hände.

Alles ist vorherbestimmt
für Sterne wie Insekten
und welchen Weg die Erde nimmt.
Selbst, wenn sie sich versteckten,

so wäre doch vorherbestimmt,
dass Menschen, Staub und Pflanzen,
wenn ihre Melodie erklingt,
in ihrem Reigen tanzen.

Und wenn es stimmt, was Einstein spricht,
bist du für mich vorherbestimmt.
Drum komm zu mir und zög're nicht,
bevor mich dir ein and'rer nimmt.

Ähhh .... wär' das dann auch vorherbestimmt ? ? ?




Anmerkung: Die ersten drei Strophen lehnen sich inhaltlich an an ein Zitat von Albert Einstein, entnommen aus: Einstein sagt, hrsg. v. Alice Calaprice, Verlag Piper, 1997

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16. Oktober 2010 6 16 /10 /Oktober /2010 20:59

 

Konditional


Wenn's kleine Wörtchen WENN nicht wär',
dann hätte auch das DANN es schwer.
Das ABER wäre in Gefahr
und das VIELLEICHT vielleicht nicht da .


Du sagst, das fändest du nicht schlecht,
denn ohne Wenn-und-Dann-Geflecht,
sprich: ohne den Konditional
hätt'st du auch nie die Qual der Wahl?!


Das ist's, was mich bedenklich stimmt,
denn wenn man WENN sein Dasein nimmt,
ist festgelegt des Lebens Lauf
und du hast keinen Einfluss drauf!

Drum: Seufzt du wieder einmal mehr:
"Wenn nur das Wörtchen WENN nicht wär!",
bedenke klug die Konsequenz:
Es reizte ohne all die WENNS


im Leben dich kein Seitenpfad,
und vorbestimmt wär's Resultat
all dessen, was du täglich tust.
Ob du nun handelst oder ruhst,


das wär' im Endeffekt egal.
Wie schmeckte dann das Leben schal,
denn WENN, VIELLEICHT und ABER sind
der Stoff, aus dem man Träume spinnt!

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14. Oktober 2010 4 14 /10 /Oktober /2010 19:16

 Schade eigentlich

 

Treffpunkt Stadtpark, Trauerweide.

Erstes Rendezvous. Wir beide

spinnen Fäden,

lachen, reden

ungezwungen,

auf den Zungen

tausend Fragen.

Kribbelmagen.

Herzverstehen.

Und wir gehen

Seit' an Seite,

endlos Weite

zwischen unsren sehnend' Händen.

Wenn sie doch einander fänden …

Und die Sonne

strahlt voll Wonne!

 

Ach, ich wünscht', es würde regnen.

Könnt' dir unterm Schirm begegnen.

Darum lauer

ich auf Schauer.

Dürft' mich endlich

selbstverständlich

an dich schmiegen.

Ganz verschwiegen

Näh' genießen,

Augen schließen,

mich verlieren

im Erspüren

deines Herzschlags. Doch … von wegen!

Denn mein Plan ist, mangels Regen,

für die Tonne.

Blöde Sonne.

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13. Oktober 2010 3 13 /10 /Oktober /2010 08:43

 

Kardial



Ich hab' dich gestern, tut mir leid,
aus meinem Herz gerissen.
Du machtest dich in letzter Zeit
für mein Gefühl darin zu breit,
warst Biss für mein Gewissen:

Das Plätzchen, das ich dir geschenkt,
war eigentlich vergeben.
Du hast mein Denken umgelenkt,
die Andren Stück für Stück verdrängt.
Du brachtest meinem Leben

Verwir(r)belung durch frischen Wind.
Das Alltagsgrau wich Farben.
Ich war so glücklich wie ein Kind
und wusste doch, die Stunden sind
gezählt. Es bleiben Narben.

* * *

Ich hab's versucht! Mein Freund, verzeih,
ich habe dich belogen:
Mein dummes Herz gab dich nicht frei.
Es hielt dich fest, ganz einerlei,
wie sehr ich auch gezogen.

So hab' ich schließlich resigniert
und dann mein Herz ganz sachte
vermessen und neu formatiert
und voller Staunen registriert:
's ist größer, als ich dachte …

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12. Oktober 2010 2 12 /10 /Oktober /2010 15:23

 

Anti-Inspirant




Du bist mein Anti-Inspirant
für lyrischen Gehirnerguss.
Es ruht der Stift in meiner Hand,
denn der geliebten Muse Kuss

ist flüchtig, rau und kalt wie nie
und ihre Lippen starr und spröd.
Der Acker meiner Fantasie
bleibt unbestellt, liegt brach und öd.

Kein einziger Gedichtekeim
entspringt, bist du in meiner Näh'.
Kein noch so winzigkleiner Reim
gelingt, wenn ich dich vor mir seh'.

Ein jeglicher Gedankenblitz
verglüht im Nichts, eh' er mich trifft,
und es verpufft der Worte Witz,
versprühst du dein Ideengift.

Und das ist gut! Denn würdest du
mich auch noch ständig inspirier'n,
dann käm' ich gar nicht mehr zur Ruh'
beim Vers- und Reimeproduzier'n.

Und hältst du vom PC mich fern,
so dient es meinem Wohlergeh'n.
Ich hab' dafür dich schrecklich gern!
Doch Graus! Was muss mein Auge seh'n?

Du gehst mit Muse Hand in Hand?
Und ich schwitz' Reime auf Papier?!
Du hast als Anti-Inspirant
versagt! Mein Schatz, ich danke dir .

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20. September 2010 1 20 /09 /September /2010 11:08

 

 

Laryngitis phänomenalis


Ich schlüpfe unter meine Deck',
bin müde und es kratzt im Hals.
Die Müdigkeit ist morgens weg
und meine Stimme ebenfalls.

"Was selber kommt, geht von allein;
beim Doktor sitz ich doch nicht rum ..."
So denke ich - doch leider nein:
Ab Mittag bin ich beinah stumm.

"Ich möchte gern zu Doktor Lück",
ersuche ich die Praxismaid.
"Natürlich", flüstert die zurück,
"In einer Stunde hat er Zeit."

Die Ärmste hat's wohl auch erwischt.
Ich geh zu Wartezimmer Zwei.
Das Publikum dort, bunt gemischt,
erwidert mein gehauchtes "Hi"

mit kaum vernehmlichem "Hallo".
So langsam wird mir das suspekt.
Der Arzt stellt pianissimo
die Diagnose "Halsinfekt"

und schreibt mir zehn Tabletten auf.
Mein Apotheker hört die Klag'
Der Mann hat's pharmazeutisch drauf
und wispert leise "Drei am Tag!"

Ja, sind denn alle heute krank?
Ich fahr' nach Haus zu meinem Sohn
und krächze freundlich "Hallo, Frank."
Er grüßt zurück im Flüsterton.

Ich starr' ihn an, dann lach' ich laut.
Das heißt, ich tät es, wenn ich's könnt.
Jetzt hab ich das Prinzip durchschaut,
das man im Volksmund "Mit-Leid" nennt.

Ich grins mir eins . DAS find ich toll!
Wenn mich wer nervt in nächster Zeit
und labert mir die Ohren voll,
dann schalt ich um auf Heiserkeit.

Denn bin ich heiser, greift - wie schön -
das "Alle-leiser-Phänomen" .

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14. September 2010 2 14 /09 /September /2010 15:31

 

 

Vorteil


Die Abseitsfalle - dein Metier!
Du foulst im Lauf und trickst mich aus.
Dein Publikum, wie eh und je,
spendiert dir stürmischen Applaus.

Und wär' die rote Karte dein,
erteiltest du mir Platzverweis.
Du grätschst von hinten in die Bein'
und setzt auf Unfairness statt Fleiß.

Und jeden Fehlpass meinerseits
nutzt du für dich als Kampfanreiz,
verfolgst besessen nur dein Ziel.


Du achtest weder Freund noch Feind
und hast vergessen, wie mir scheint,
dass ich in deiner Mannschaft spiel' …

 

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13. September 2010 1 13 /09 /September /2010 10:00

 

 

Interferenzmuster


Dein Leben - ein Tropfen im Weltmeer der Zeiten,
so klagst du mit Seufzen und fragst nach dem Sinn,
kaum dass es berührte die endlosen Weiten
des Zeitmeeres, schon sei's verschwunden darin.

Doch sieh, wie die Tropfen des Regens im Garten
das Wasser des Teiches mit Kreisen verzier'n,
mit kräftigen Wellen, mit schwachen und zarten.
Und schau, wie die Kreise einander berühr'n,

sich hier überlagern, da stärken, dort schwächen,
durchkreuzen und schneiden. Ein Muster erscheint,
bis Wellen und Kreise am Ufer sich brechen,
und Tropfen für Tropfen mit and'ren sich eint.

Und wenn sich im Zeitmeer des Lebens zwei Kreise
berühren, und sei's nur für DEN Augenblick,
wo wir im Begegnen auf magische Weise
ein Lächeln uns schenken, ein winziges Stück

gemeinsamen Weges geh'n, dann liegt der Sinn
genau darin ...

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27. August 2010 5 27 /08 /August /2010 11:18

 

 

Erinnerung


Was gaukelst du mir Szenen vor
die nie mein Auge hat geseh'n,
und träufelst Worte in mein Ohr
die niemand sprach? Wie kann's gescheh'n,

dass du mich Sätze sagen lässt,
die ich in Wahrheit nie gesagt,
und du mich Gesten wagen lässt,
die ich in Wahrheit nie gewagt?

Warum vermischt die Fantasie
im Rückblick Traum und Wirklichkeit,
verschiebt in eigener Regie
die Perspektiven, Raum und Zeit?

Wo du, Erinn'rung, bist mir Last,
verschleiert sie und retuschiert,
doch hab' ich Angst, dass du verblasst,
dann frischt sie auf, verschönt, verziert.

Erinnerung – mal süß, mal Qual
und oftmals beides gar zugleich.
Wenn du auch trügst so manches Mal,
so machst du doch mein Leben reich.



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24. August 2010 2 24 /08 /August /2010 08:22

 

 

Erwachen


verweile noch
köstlicher Augenblick
wohligen Gefühls der Vollkommenheit
allzu flüchtige
zärtliche Sekunde des Schwebens
zwischen Traum und Erwachen
getragen
von der Süße der Erinnerung
an Gewesenes
noch unbelastet
von der Schwere dessen
was kommen mag


verweile noch
Moment des Lächelns
auf meinen Lippen
ehe der Tag
neue Spuren prägt

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19. August 2010 4 19 /08 /August /2010 18:58

 

Abschied


Letzte Worte, längst verklungen;
so viel Ungesagtes bleibt.
Finger halten sich umschlungen,
der Sekundenzeiger treibt.

Letzte Blicke, unverwandte,
sprechen stumm von Sympathie.
Rücktritt von der Bahnsteigkante!
Türen schließen. C'est fini .

Lächeln durch getönte Scheiben,
die zum Gruß erhob'ne Hand:
Bilder, die für immer bleiben,
in die Netzhaut eingebrannt.

Räder rollen und ich gucke,
bis nur noch ein Punkt zu seh'n.
Irgendjemand seufzt. Ich schlucke.
Und dann wend' ich mich zum Geh'n.

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