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  • Lyrik-Veröffentlichungen "worträume" allein, "Mit Blindenhund durchs Liebesland" zusammen mit Ricardo Riedlinger und Volker Brauer und als einer von 10 Autoren aus Israel, Österreich und Deutschland: 10 X 10 = 100,
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  • Lyrik-Veröffentlichungen "worträume" allein, "Mit Blindenhund durchs Liebesland" zusammen mit Ricardo Riedlinger und Volker Brauer und als einer von 10 Autoren aus Israel, Österreich und Deutschland: 10 X 10 = 100, Prosa: "Planet der Pondos" (Rom

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Lesungen

29. August 2015 6 29 /08 /August /2015 06:09

Sebastian Deya: nicht erstmal. für immer.

-

Hey mein Schatz, seit wir uns trennen,
manchmal, da ergeht es mir,
als lernte ich mich stets neu kennen.
Und ich weiß: So geht’s auch dir.

Man kann mit andern drüber reden,
es ist, als ob es alles passt,
man bestätigt den Groll, einfach jeden,
bis man gern den andern hasst.

Man kann mit andern drüber sprechen,
es ist, als würde jedes Wort,
die Liebe Stück für Stück zerbrechen,
bis sie scheint dann endlich fort.

Manchmal glaubt man sich zu sehen
und ein Grinsen im Gesicht,
das sagt, es könnt nicht besser gehen.
Wahrhaft ist es jedoch nicht.

Alleine dann kann man nicht schlafen,
getrieben. Komplett ruhelos.
Ein Nebel liegt vor’m sichren Hafen.
Man fragt sich: Woher kommt der bloß?

Es wabern durch uns dunkle Wolken,
Staub und Asche, kalter Rauch,
aus Träumen, die wir gestern molken,
vom Hirn bis runter in den Bauch.

Wir wollten nackt in Seen baden
und uns in ein Körbchen tun,
wir wollten Watte in die Wanne laden,
unter Sonnen, Blättern, Bäumen ruh’n,

wir wollten sieben Hühner züchten,
eine Farm für Fuchs und Maus,
wir wollten dorthin gerne flüchten,
in Island hatten wir ein Haus,

wir wollten um die Welt reisen
und Dinge tun, in der Tat,
die bespricht man nur im Leisen,
unter freiem Himmel bis ins Bad,

wir wollten unsre Mäuse pflegen
und erleben einen neuen Tag,
wir wollten Jim und Kyro hegen,
einfach das tun, was man mag,

wir wollten uns stets innig küssen,
es war zu viel und noch viel mehr,
wir wollten wollen und nicht müssen.
Heut nun sind wir kalt und leer.

Ja, ihr anderen könnt Meinung machen.
Ich weiß etwas, was ihr nicht wisst!
So wunderbar ist dieses Lachen,
das ihr es erst erleben müsst,

so wunderschön sind diese Augen,
ganz egal, wo ihr auch steht,
glaubet mir! Ihr könnt’s nicht glauben!
Bis ihr mal wie ich sie seht,

so wunderbar ist Nachts ihr Leuchten,
man sieht es, wenn man’s selber spürt,
wenn Tränen sie ganz zart befeuchten
und man selbst zu Tränen ist gerührt.

Hey mein Schatz, hör auf zu suchen,
was du suchst, es steht vor dir
hey mein Schatz, hör auf zu fluchen,
was du suchst, findest du hier,

hey mein Schatz, auch aus der Ferne,
komme ich dir gern ganz nah,
hey mein Schatz, ich bleibe gerne
von wo auch immer für dich da,

hey mein Schatz! Lass schlafen gehen!
Ich deck dich zu. Hier ist es warm.
Hey mein Schatz, kannst du nicht sehen?
Du schlummerst grad in meinem Arm.

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27. August 2015 4 27 /08 /August /2015 07:34

Sebastian Deya

meine liebe - hellwach, selbst bei nacht.

.

Es ist unser Bild am Nachtschrank,
vor dem die Liebe schlafen geht,
ja, sein Anblick macht mich krank,
wenn es leuchtend vor ihr steht.

Drück ich fester meine Augen zu,
dann wird nur klarer drauf die Sicht,
es raubt mir nächtlich Schlaf und Ruh,
denn es scheint auch ohne Licht.

Ich seh dort unsre Augen funkeln
und drehe ich mich davon fort,
tappe ich dann ganz im Dunkeln,
denn hört sie ein letztes Wort

irrt sie rastlos durch den Raum,
aus Angst, das sie der Tag ertappt,
verdunkelt sie und wahrt den Traum,
bis du das Bild ganz umgeklappt.

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25. August 2015 2 25 /08 /August /2015 06:57

Sebstian Deya: von flaschen umstellt

.

Ich taumle Nachts durch graue Gassen,
im Rausch, den ich zum Leben brauch,
dumm glotzen sie, die grauen Massen,
doch ist der Trip bald Schall und Rauch,
gibt’s keinen Grund, sich zu beschweren,
hab ich eine Nacht lang durch geratzt,
kann mir mein Kater das Leben erklären,
so ist kein Traum je ganz geplatzt,
weil er mir den Tag erhellt.
Der schwärmt vom Saufen? Ist der Toll?
Nein, ich bin von Flaschen umstellt,
und zwar nicht leer. Doch nie bloß voll.

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23. August 2015 7 23 /08 /August /2015 06:54

Sebastian Deya:

weil ich weiß, dass du blumen magst (2)

.

Ich starre einsam in die Nacht,
auf Angst, die mir ein Ende macht,
ich höre mein Herz, das zu ihr heult,
ich spür mein Hirn, wie es frostbeult,
ich höre meine Nase schniefen,
ich hör Worte, wie sie triefen,
ich sehe meine trüben Augen weinen,
ich such Wege, finde keinen,
bis plötzlich ein Moment
mir Wahrheit bringt und nennt,
er sät Flüche, Zorn und harte Nüsse,
Zärtlichkeiten, Zauber, Tränen, Küsse,
ich sehe ein Lächeln, dein Gesicht,
Gefühle wachsen nach dem Licht,
ich fühl, wie deine Augen gießen,
sie lassen aus der Seele etwas sprießen,
etwas legt er in die Luft,
es riecht nach Frühling, Blumenduft,
mein Herz, es reißt ihn zart heraus,
die Finger binden draus den Strauß,
einen Moment, aus wir alleine,
ein Moment, Zweifel keine,
einen Moment, ich zeige dir,
wie deine Blüten blüh’n in mir,
die nicht wie Rosen, Lilien, Nelken
nach Momenten wieder welken,
sie werden immer für dich stehen,
um in Momenten auf zu gehen,
sie brauchen kein Wasser in der Vase,
entwachsen aus Liebe, der Oase,
die sie bunt umschmücken.
Verdammt, ich will sie weiter pflücken!
Ich will weiter dieses Feld begehen!
Sie in Momenten mit dir sehen!
Deshalb, mein Schatz: Für dich! Von mir.
Ich hoffe, sie gefallen dir.

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21. August 2015 5 21 /08 /August /2015 07:09

Sebastian Deya: echt und ehrlich

.

Dieses Leben, es gibt Rätsel auf,
die Lösungen sind der Beweis.
Laut nehmen die Dinge ihren Lauf
und akzeptieren tut man’s leis.

Man führt akribisch Protokoll:
Richtig/Falsch/Krank/Gesund/.
Gerne nimmt man den für voll,
der glauben kann, es liefe rund.

Doch wer gute Gründe bloß benennt,
so viele er auch wissen kann,
nimmt die Dinge hin und verkennt:
Ändern kann er so nichts dran.

Wer Falsches richtig prophezeit,
der hat am Ende höchstens Recht.
Es macht nicht der, der eingeweiht,
den Unterschied von gut zu schlecht.

Wer es könnt? Der lebt gefährlich!
Das ist die Einsicht, die ihm bleibt,
denn er liebt es echt und ehrlich,
wenn’s ihn in den Wahnsinn treibt.

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19. August 2015 3 19 /08 /August /2015 07:52

Sebastian Deya: licht und schatten

.

Manchmal, im Tal der Nacht,
erscheint mir wie ein Berg,
der Tag, den ich bedacht
und ich fühle wie ein Zwerg,
bis der Morgen hämmert
und ich vor der Sonne steh,
weil ein Traum mir dämmert,
in dem ich mich von oben seh.

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17. August 2015 1 17 /08 /August /2015 06:55

Sebastian Deya "

auf der a666 (nachts sind alle laster grau)

"

.

Es jagen sich die Stahlkolonnen
Nachts über den Asphalt,
wie ein Biest von Megatonnen
roll’n sie voran ohne Halt.

So folgen brav sich viele Lichter
und etwas macht sich breit.
Das Monstrum, es kommt dichter,
genährt von “keine Zeit!”.

Wer wird ihnen Empfang bereiten?
Ein eignes Zielt? Unwichtig!
Pläne! Chef! Geld! Pünktlichkeiten!
Recht macht man es richtig.

Ob sie wohl noch wo ankommen?
Sie scheinen mir verschluckt.
Von der Schlange mitgenommen
und nicht mehr ausgespuckt.

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15. August 2015 6 15 /08 /August /2015 08:30

Sebastian Deya

sanela (meine fahrt zu dir)

.

Während ich auf
meiner Fahrt zu dir
im Zug sitze und
die Bilder
der Landschaft
durch mein Hirn
rauschen
wie Sand
durch die Hände
rinnt
schlägt mein Herz
das Buch
meiner Erinnerungen
an dich
auf
und ich sehe
dein Lächeln
das mir
klar werden
lässt

schön ist nicht
die Frau
deren Maße sich
erdachten Formen
möglichst genau
annähern
sondern schön ist
die Frau
mit der man sich
dem Moment nähert
in dem ihre Form
dir klar werden lässt
was Schönheit
überhaupt ist,

schön ist nicht
die Frau
die einer gemachten Vorstellung
möglichst nahe kommt
sondern schön ist
die Frau
mit der man den
Moment durchlebt
in dem einem
klar wird
das man nicht annähernd
eine Vorstellung hatte
was Schönheit
überhaupt ist

und so blättert mein Herz
lächelnd weiter
auf die weißen Seiten
einer gemeinsamen
Zukunft
und es findet
dort
ein gutes Gefühl
das mich glauben lässt
was auch immer
hier
geschrieben stehen wird
wird schön sein
und dein hindurch
schimmerndes Lächeln
das mir sagt
es wird mir noch zeigen
wie sehr

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13. August 2015 4 13 /08 /August /2015 08:28

Eigentlich eine Schande: Da entdecke ich einmal einen Dichter, aber kaum werde ich krank, schon gerät er aus dem Blickfeld. Na, das soll sich ändern. Her werden Sebastian Deyas erste 1001 Gedichte stehen, wenn er sie denn gestanden hat:

.

Sebastian Deya

lass ihn einfach fliegen

gefühle sind
wie luftballons
zwar weiß man
nie genau
wo sie landen
wenn sie abheben
doch so lange
man sie
fliegen lässt
kommen sie an
befestigt man
unbeschwerte gedanken
unter ihnen
die sie landen lassen
so entdecken sie
immer wieder
neuland

doch zieht angst
die gedanken
beschwerend
immer früher
immer weiter
runter
kannst du gehen
wohin du willst
kein ballon
wird den bekannten
radius verlassen
so findest du
nur mehr von dem
was du von dort
bereits kennst
nichts als
angst

du kannst gehen
wohin du willst
irgendwann
ist alles
was du
letzten endes
noch spürst
bei dem versuch
einen ballon
fliegen zu lassen
schmerz
schon in gedanken
fühlst du den amboss
wieder auf
die gleiche stelle
deines fußes
fallen

und ich weiß
deine angst ist
verständlicherweise
groß doch
siehst du nicht
irgendwo hier ist
genügend gefühl
das es selbst dieses
massive gewicht
richtung himmel zerrt
lass einfach
los
schließ deine
augen
um dem flug
des ballons zu folgen
und ganz egal
wo er auch landet
er lässt dich dort
finden
was du wirklich
suchst

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16. November 2014 7 16 /11 /November /2014 13:46

 

 

Während wir diese Natur zerstören,
die Wirtschaft ökonomisch gast,
als würde alles uns gehören -
während uns Zeit bedeutet: Rast!
Derweil sitzen da nun kluge Köpfe,
grübeln über Löcher im Ozon
und kratzen sich die weisen Schöpfe -
die Antwort? Blanker Hohn!
Sie kann einem den Atem rauben,
als flöge es ihnen einfach zu,
es gibt Gelehrte, die da glauben:
Schuld an der Scheiße ist die Kuh!

Während sie das aller Welt berichten,
steht die Lösung wohl schon fest -
sie wird wohl lauten: Feind Vernichten!
Und unter’n Ölteppich den Rest.
Und sie wären nicht die ganz Großen,
vergäßen sie Hüngerchen und Bauch -
auf die Lösung ist Rewe gestoßen:
Pferdefleisch tut’s zur Not auch!
Ich glaub, die Kuh, sie wollt’s nicht wissen,
wenn sie da steht und kaut
und am Ende denkt: Drauf geschissen!
Das man so die ganze Welt erbaut.

Ich sehe sie schon heute schwitzen,
wenn wieder nur noch Eines zählt:
Problem erkannt! Zusammen sitzen!
Weil beim Kaba da was fehlt.
Auch ihre Antwort kann ich hören,
wenn in der Hitze letzte Blumen welken
und keine Kühe mehr uns stören -
lautet sie: Zum Mäuse melken!

 

 

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16. November 2014 7 16 /11 /November /2014 13:37

 

Während Schweinebraten Tische zieren,
Duft um Duft die Luft durchfliegt,
sieht man arglos in der Kälte frieren,
wer ausgeliefert in ihr liegt.

Während die einen an die andern denken,
mancher Traum im Dunkeln klirrt,
wir Gnadenbrot mit Schleifen schenken,
der Gefallne in der Gosse irrt,

sieht man den Baum in Flammen stehen -
die Leiter wackelt, der Mensch drauf,
er ist versucht zum Anschlag aufzugehen
und setzt ihm so die Krone auf.

 

 

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16. November 2014 7 16 /11 /November /2014 13:27

 

Man sieht die meisten nur selten weinen,
wenn man schwer zu tragen hat,
bis sie eines Tages gelöst scheinen
und entschieden: “Ich hab’s satt!!”.

Man sieht meistens wenig von den Krämpfen,
wenn die letzte Hoffnung glimmt
und sie sich entschieden “Schluss mit kämpfen!”,
wenn sich jemand alles nimmt,

sieht man ein Lächeln sein Gesicht zieren,
ein letztes Lächeln in der Not,
wenn sie wissen, das sie nicht verlieren,
worum wir kämpfen bis zum Tod.

 

 

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15. November 2014 6 15 /11 /November /2014 07:30

 

 

Ein kranker Mann. Ein alter Hut.
Müde Mark rein. Und ist gut.
Er grinst mich an. Ich grins zurück,
was ich empfinde. Das ist Glück.
Ich hätte gerne davon mehr
und träume, wie die Welt wohl wär,
ohne Mark und alte Hüte,
ohne diese, meine Güte,
ohne diesen, seinen Dank,
denn ich glaub, er macht mich krank.
Ich sprech es aus. Es gibt Zank.
Dabei ist’s nur ein kleiner Traum,
das er stört, das dacht ich kaum -
ich glaube, das kommt nur ins Lot,
ohne Mitleid, ohne Gnadenbrot.
Sie grinst mich an. Ich grins zurück,
was ich empfinde. Das ist Glück,
solang ich frage: Muss das sein?
Und mir sage: “Denke nein!
Die Mark ist müd, wenn man sie gibt,
was nicht bedeutet, das nicht liebt,
wer sie ihm gegeben hat!”
Solang macht mich mein Hunger satt!
Denn das kleine Glück steht zwar im Raum,
doch sein Hut, er bettelt um den Traum,
er grinst mich an. Ich grins zurück.
Was ich empfinde? Das ist Glück!  

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13. November 2014 4 13 /11 /November /2014 08:17

Ich bin am denken noch und nöcher,
dort wo mancher wohl nur stolpert,
hat meine Seele Schlaglöcher,
über die man nicht bloß holpert.

Was ich such, ich kann’s nicht finden,
von Angesicht zu Angesicht
find ich nichts Übles in dem Blinden,
doch auch das Gute seh ich nicht.

 

Wer kann mir darauf Antwort geben?
Die Frage macht’s mir manchmal schlecht!
Bin ich dabei was vorzuleben,
oder bin ich eher selbstgerecht?

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11. November 2014 2 11 /11 /November /2014 08:48

Es hält mich fest, beginnt zu jagen,
ein Gefühl von Traurigkeit,
das weinend lächelt, seine Fragen
rauben mir meine Zeit,

die ich nicht aufhör, gern zu geben,
Blut gefriert und Atem stockt,
das Herz schlägt, voll vom Leben,
wohin es mich beständig lockt,

dort hebt’s ab, sich aufzuschwingen,
in der Angst, das es verweht,
beginnt es, Rückenwind zu bringen,
hoffend, das er sich nie dreht,

so lässt es die Melodie erklingen,
wie ein Fels, der ewig steht,
Momente in den Wind zu singen,
um zu sein, wohin er geht.

 

 

 

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10. November 2014 1 10 /11 /November /2014 12:37

 

 

Der Nikolaus, er schrie wohl “nein!”,
zu manchem Text und Gedicht.
Man packt es nur noch kunstvoll ein,
immer dicker, Schicht um Schicht,
so wird das Schenken Wettbewerb
und jeder will das Schönste sein.
Auf! Gedeih! Und! Verderb!  

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9. November 2014 7 09 /11 /November /2014 12:04

 

Was keiner sieht, ihr hört es läuten,
trockne Luft, sie riecht nach Salz,
Worte, die nichts mehr bedeuten,
sie schmecken oft nur nach Schmalz.Graue Nomen, Häuserschluchten,
wo der Raum dazwischen leer,
sie wirken wie entlegene Buchten,
zum überqueren fehlt das Meer.

Ausgetrocknet, wie im Klimawandel,
so steh ich hier allein am Strand
im Krach vom Gedankenkursehandel
und hab die Flasche in der Hand.

Stehen, liegen, rennen, setzen,
wo soll ich mit der Nachricht hin,
durch Gassen und Zimmer hetzen?
Keiner sucht mehr Sinn darin.

Ich suche Muscheln, um zu lauschen,
zu lange hab ich’s nicht gehört,
Möwen kreischen, Wellen rauschen,
wo Steriles heute keiner stört.

Jeden sieht man einfach machen,
manches klingt etwas schief,
die andren, die oft heimlich lachen,
verfassen einen Liebesbrief,

den sie ständig an sich selbst richten
sie kreuzen an „morgen mehr“,
das sie sprechen, wenn sie dichten,
es ist wohl ziemlich lange her.

Am Horizont, wo Blitze zucken,
formiert sich euer Echo schon,
Menschen kratzen sich und jucken,
rote Pusteln, blanker Hohn.

Worte die den Mensch vergaßen,
im Echo schallt Applaus,
fressen sich durch leere Straßen,
ein Klatschen, eine Lampe aus,

das Licht erstickt im Ruhekissen,
verscharrt man im Gedicht,
führt den Kreuzzug zum Gewissen,
in dem bald eure Seele bricht.

 

 

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7. November 2014 5 07 /11 /November /2014 07:12

 

So viel mehr gäb dieses Leben her,
wenn nicht bis zum Schluss,
jedes einzeln eine Rechnung wär,
die sich selber lösen muss.

Was gefällig ist, wird schon gehen
der Rest wird ausgeklammert,
um sich im Ergebnis selbst zu sehen,
hier und da was reingejammert.

Was man nicht glaubt, ist verkehrt,
so lange, bis es endlich passt,
verliert unser Lachen seinen Wert,
bis sie aufgeht. Und sie fast.

Ich will mich nicht fragend plagen!
Nur bis es seine Antwort kennt,
mein Herz durch das Dunkel jagen,
das uns vom „hab dich“ trennt!

Ich will mein Herz in Stücke reißen
und es soll vor mir fliegen -
will Konfetti um mich schmeißen,
das hinter mir bleibt liegen.

Ich will dein Herz im Spiegel sehen,
wo geflogne Fetzen hängen,
soll Farbe bleiben, nicht rausgehen,
beim vergessen und verdrängen.

 

Ich will am Ende einfach lachen
und dann einen dicken Strich
durch die eigne Rechnung machen!
Worunter steht: Ich liebe dich.

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7. November 2014 5 07 /11 /November /2014 06:47

 

Wie kalter Rauch zum Himmel steigen
Worte, die nur für die Stimme klingen,
sie nehmen, was sie mir nicht bringen -
den Sinn im rauschend Wortreigen.

Wo Worte sich die Grenzen zeigen,
um zur Not brachial einzudringen,
da hört man, fast vor allen Dingen,
das Ende heute laut schon schweigen.

Man lässt sie wie die Panzer rollen,
statt einen Wortraum zu erbauen,
der bildbehangen und aus Vollen

geschöpft ist, fantasiebehauen,
um Seelen, die sich sehen wollen,
einzuladen, um hinaus zu schauen.

 

 

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30. Oktober 2014 4 30 /10 /Oktober /2014 12:06

 

Ich kann mich dort im Spiegel sehen,
greife den, vor dem ich steh.
Ich finde Tränen. Und muss gehen.
Der vor mir sagt: Es ist ok.

So schließ ich meine müden Augen,
seh mein Herz lächeln, es spürt:
Ja, ich kann an meinen Weg glauben,
es ist ok, wohin er führt.

 

 

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22. Oktober 2014 3 22 /10 /Oktober /2014 16:38

 

 

Manchmal wenn ich
in meiner Verbissenheit
mit dem Rest der Welt
dazu neige mich zu
Ernst zu nehmen
steht plötzlich 
der Vollidiot
in mir vor mir
spricht zu mir
hast du dir eigentlich
selber mal zugeguckt
du Vollidiot
und nachdem wir
nicht aufhören konnten
über mich zu lachen
dreht er sich um

 

 

 

 

 

 

 

und der Vollidiot rennt 
mit dem Kopf
allen Ernstes
vor eine Laterne
und ich kann nicht aufhören
über ihn zu lachen
ich Vollidiot
und für einen Moment
macht das Leben wieder
einfach nur Sinn.

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22. Oktober 2014 3 22 /10 /Oktober /2014 16:37

 

 

wissen ist
keine macht
es macht nur
mächtiger

wer klug ist
weiß sich
informationen
zu holen
wenn er denkt
sie nötig zu haben

der mensch denkt
es wäre nötig
informationen
zu haben
um wirklich
notwendig
zu sein

so kann man
glauben
man läge richtiger
als die ersten
menschen
während man
dabei ist
alles einzureißen
was sie einst
erschufen

ich frage mich
was sie wohl
getan hätten
hätten sie das
nur schon
eher gewusst

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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22. Oktober 2014 3 22 /10 /Oktober /2014 16:35

 

 

Warum sollte ich nach Leben graben,
wo der Mensch es nicht kapiert,
was sie sich längst bewiesen haben,
wo man anstatt lieber krepiert?

Warum sollte ich hier Brücken bauen,
wo die Natur sie niemals ersann,
um über’s trockene Bett zu schauen,
durch das der Fluss niemals ran?

Warum sollte ich auf Berge steigen,
um zu wissen, das ich groß bin?
Wo deine Finger nur ins Tal zeigen,
vor denen’s Leben sinkt dahin?

Warum sollte ich daraus schlürfen,
worin die Quelle längst versiegt,
wo sie nur noch das Gold schürfen,
wo nur Grund zum Fallen liegt?

Warum sollte ich die Hand nehmen,
weil du sagst, der Weg wendet?
Ich sehe vor mir, wo wir hinkämen,
wenn der Weg hier nicht endet.

Warum sollte ich die Worte glauben,
in dir weht es nicht mehr arisch?
Du würdest diesen Glauben rauben,
bin nur dem Traume solidarisch,

den ich für die lange Nacht geliehen -
ihn ändern? Nolo! Aus die Maus!
Nolo! Nolo! Will nicht neu einziehen,
ich will hier einfach nur noch raus.

 

 

 

 

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22. Oktober 2014 3 22 /10 /Oktober /2014 16:34

 

Hallo, ich habe
undendlich viele
freie Stellen zu bieten
und suche deshalb
dringend Mitarbeiter!
Gefragt sind bloß
Durchhaltevermögen,
Einfühlungsvermögen,
Eigentständigkeit,
Sinn für Humor,
Selbstironie,
Intelligenz,
ein unerschütterlicher
Glauben an das Gute,
und, wenn nötig,
ab und an,
etwas Menschlichkeit.
Gezahlt wird
Nichts,
die Arbeitszeit
beträgt
vierundzwanzig Stunden
täglich,
und, wenn du Glück hast,
wird dein Einsatz,
ab und zu,
bloß mit Undank
quittiert.

Mein Angebot
klingt verlockend?
Dann,
bitte,
melde dich doch
bei mir,
wenn du willst
findest du mich
beinahe
überall hier.

Mit freundlichen
Grüßen,

ich bin
die Wahrheit,
wer kann
mir noch
helfen
zu
widersprechen?

 

 

 

 

 

 

 

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22. Oktober 2014 3 22 /10 /Oktober /2014 16:33

 

Die Straßen, sie sind grau und leer,
gegangen ist das Kind.
Vergangenheiten, tränenschwer
zerstreu’n sie sich im Wind.

Beflügelt durch das letzte Hemd
sind lang sie alle fort,
sie sind lieber in der Ferne fremd,
doch nie ganz da. Bloß dort.

 

 

 

 

 

 

 

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