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  • Lyrik-Veröffentlichungen "worträume" allein, "Mit Blindenhund durchs Liebesland" zusammen mit Ricardo Riedlinger und Volker Brauer und als einer von 10 Autoren aus Israel, Österreich und Deutschland: 10 X 10 = 100,
Prosa: "Planet der Pondos" (Rom
  • Lyrik-Veröffentlichungen "worträume" allein, "Mit Blindenhund durchs Liebesland" zusammen mit Ricardo Riedlinger und Volker Brauer und als einer von 10 Autoren aus Israel, Österreich und Deutschland: 10 X 10 = 100, Prosa: "Planet der Pondos" (Rom

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Lesungen

12. September 2014 5 12 /09 /September /2014 07:28

Schau mich nicht so traurig an!
Das ist oft alles, was ich sehe,
wenn ich ganz alleine dann
neben mir dort stehe.

So ist das halt, in diesem Leben!
Kein Mensch lebt ohne Schmerzen!
Ich höre mich die Antwort geben,
doch versteh sie nicht im Herzen.

Was ich denke, frag mich nicht,
nichts als Fragen werden klar,
dazu führt wohl freie Sicht,
sie macht „unfassbar“ wirklich wahr.

Vor uns? Liegt ein Abgrund brach,
als ob’s ein neuer Anfang wär,
jagt der Mensch dem Absturz nach,
dem eignen Ende hinterher.

Wir stehen dort, vor den Klippen,
mit zu viel in den Venen
und zu wenig auf den Rippen
sehne ich mich, mich zu sehnen,

denn die Dinge nehmen ihren lauf
und nah geh’n nur noch Wände,
geht’s für den einen dort bergauf,
wo der andre geht zu Ende.

Ich höre nur noch Echos schallen,
seh die Sonne, die mich blendet,
zu der ich hoffe, hoch zu fallen,
wenn sie sich an mich wendet.

Was willst du mehr? Mehr als Rest,
mehr wird es hier nicht geben,
als diesen Rest, der hoffen lässt,
das wir nicht ins Nichts streben,

wo die einen hungern, andre erben,
da irgendwo! Muss es ihn geben,
einen Grund, für den es lohnt, zu sterben,
denn ich bin bereit, für ihn zu leben.

 

 

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11. September 2014 4 11 /09 /September /2014 08:07

Während die Welt mit Fingern zeigt,
nach denen sucht, die sie gemacht,
merkt sie nicht, der Druck, er steigt
von innen her – unbedacht
bleibt, junge Menschen detonieren,
wenn sie sich berühren,
wie Chemikalien, die sich kombinieren,
um zur Explosion zu führen.

Sie seh’n den Wahn um sich greifen,
sagen sich „so werd ich nie!“,
sie lassen sich den Scheitel schleifen
und merken es nicht, wie
die eigne Hand zum Abzug geht,
der kalte Stahl zur Schläfe -
leer ist, wer nicht mehr versteht,
warum er fürchtet, das man träfe,

sie lernen sich nicht mehr kennen
die sich einst Freunde nannten,
können gemeinsam Enden nennen,
bevor sie je den Anfang kannten -
aus leeren Worten, Treueschwüren,
wird die Angst, sich nie zu finden,
weil leere Worte dazu führen,
mit dem Menschen zu verschwinden.

So wird aus Liebe, nicht zu fassen,
weil sie nirgends Hoffung finden,
der Versuch, sich nicht zu hassen
und der Zwang, sich fest zu binden,
so werden junge Opfer später Täter,
und junge Täter werden später
so viel zu oft zum (Selbst)Verräter
und, zur Not, Familienväter

und wenn der Mensch so weiter macht,
wird es sich Morgen nicht mehr regen,
muss sich das junge Leben, heute Nacht,
so wie es ist selbst schlafen legen.

 

 

 

 

 

 

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11. September 2014 4 11 /09 /September /2014 08:02

 

Der Winter hält Einzug in kalten Straßen,
die ersten Menschen, die schon streuen,
scheinen, als ob sie die Freude vergaßen,
wenn sie sich über das Ergebnis freuen.

So verstreuen sie, was ihnen geblieben,
den salzigen Rest getrockneter Tränen,
eingesackt und aufgerieben,
verfüttern sie ans grau ihr Sehnen.

In den Fenstern flackern letzte Lichter,
als kämpften sie dagegen an,
man sieht verhangen traurige Gesichter,
wenn sie das letzte Mal erlischen dann.

Der erste Schnee, er bleibt nun liegen,
Träume, die in Flammen verdampften
die im kalten Wind tanzend zu Boden fliegen,
in dessen Frost sie erst verkrampften

und mit dem sie dann verwehen,
wenn die Schneeberge sich so hoch türmen
das kein Traum darunter mehr zu sehen,
weggefegt von Winterstürmen.

In den Schnee gestapft führen Spuren,
zu dem Rest, der von mir zu noch sehen,
meine abgezeichneten Konturen,
die mit jeder Flocke mehr vergehen.

Ich höre über mir die Stimmen stammeln,
doch keiner braucht sich Hoffnung machen,
keine falsche – Hoffnung war alles, was ich hatte,
und ich werde mit ihr aufwachen,

oder unter ihr einschlafen,
und ich werde mit ihr liegen bleiben,
weil sie mir blieb, als sie mich trafen,
werde ich’s mit ihr zum Ende treiben,

denn, siehst du nicht? in der weißen Weste
verbindet sie sich mit dunklen Rändern
unter blauen Augen tief zum Reste,
der es möglich machte, was zu ändern,

so komm in kalte Laken! Komm! Wir frieren!
Wenn wir uns aufheizen und drinne wälzen,
bis wir uns in der Schneedecke verlieren,
zeugen wir den Frühling noch,
gemeinsam im dahinschmelzen.

 

 

 

 

 

 

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10. September 2014 3 10 /09 /September /2014 14:20

Am Fenster höre ich Regen prasseln,
er geht in ganzen Strömen nieder,
übertönt Ketten- und Säbelrasseln
und die immer gleichen Lieder.

Eigentlich ein Tag, wie immer,
irgend etwas liegt in der Luft
irgendwie scheint etwas etwas schlimmer,
zwischen Naturgestank und Abgasduft.

Nur ich frage mich, wo ich bleibe,
werde ich noch Heim kommen?
Mein schwerer Kopf lehnt an der Scheibe
und hofft, er kriegt den Zug genommen.

Hinter mir höre ich was knallen,
vielleicht ist in mir was zerbrochen,
bevor die Tür ins Schloss gefallen,
hab ich den Braten nie gerochen.

Vielleicht hat sich etwas fortgestohlen,
um zu gucken, wo die Trümmer liegen,
um die weit versprengten heimzuholen,
ich wüsst nicht, wo sie herumfliegen.

Dort seh ich sie im Gleichschritt schreiten,
direkt gen Ende, als stünden sie dazwischen
Menschen mit bewaffneten Spezialeinheiten,
als ob sie schießen, ohne mitzumischen.

Ob mir meine eigne Zeit je kostbar war?
Ich stehe bestimmt schon länger hier,
hab keine Ahnung, welches Jahr,
doch ich denke mal, es ist halb vier

und wenigstens habe ich, wie mir scheint,
als man sagte, nimm dich nicht so wichtig,
doch verstanden, was man meint,
nicht genau wie, wohl dafür so richtig.

 

Gerade summ ich eines meiner Lieder,
da erscheint, wie hinter der Scheibe gefangen,
etwas und schlägt sich auf ihr hauchdünn nieder,
das mir flüstert: Deine Chance ist bald vergangen.

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1. September 2014 1 01 /09 /September /2014 07:24

 

 

nach der be-
achtung
gleich links
liegt das ver-
stehen
rechts daneben
liegt die ver-
achtung
vielleicht
anders
herum
höchstens
gegen
über

 

wenn man
aufhört
sich
die dinge
immer wieder
neu zu be-
greifen

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30. August 2014 6 30 /08 /August /2014 07:03

 

 

Ich weiß, du verstehst nicht, nein,
wie sollte es auch anders sein,
um unsere Köpfe kreist halt kein
500 Watt Heiligenschein,
wenn wir mit Photonen schießen
und Licht über die Blender gießen,
dann bricht der Donner aus dem Dunkeln
und wir lassen selbst die Toten schunkeln,
grüßen wir Gott, Gott zum Gruß
tanzen wir mit Pferdefuß
und wer liegen bleibt, der schäme
sich bitte nicht, denn ich nehme
dich gerne auf die Hörner
und gebe dir so neue Körner,
ihr habt den Segen, wir tragen den Schwanz
und so erhellen, trotz dem teuflischen Tanz,
weiße Teufel, schwarze Seelen,
durch grammatische Juwelen.  

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28. August 2014 4 28 /08 /August /2014 11:36

 

Manchem steht die Welt wohl offen,
wenn er in die Zukunft schaut,
andren bleibt nicht mal zu hoffen,
für die Kinderpsychatrien erbaut.

Die Menschheit ist’s, die nicht kapiert,
ihre Lösung ist bloß Nachspeise,
was man sich selbst zu kalt serviert,
gibt es nur zum höchsten Preise.

Kein Kind braucht sich je zu schämen,
man hilft nur nach, normal zu sein,
deshalb leben sie in Quarantänen,
deshalb sperrt man sie halt ein

und gibt Pillen, gleich in allen Farben,
doch, das junge Blut, es quillt
so lange aus den Seelennarben,
bis man ihren Durst nach Liebe stillt.

 

 

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27. August 2014 3 27 /08 /August /2014 08:06

 

Vor mir läuft es aus dem Hafen,
mit dem letzten Wind im Segel,
den man durchatmet beim Schlafen,
niedrig steht der Traumpegel,

ich jagte so gern hinterher,
doch die Kehle ist zu trocken,
um zu schreien, du fehlst mir sehr
und mach dich auf die Socken,

am grauen Strand dunkler Gassen
erwarte ich die finstre Nacht
und würde mich wohl fallen lassen,
wenn ich nicht zu müde wär,

um noch friedlich einzuschlafen,
so sitz ich wach und sehe zu,
aus dem Ruder, aus dem Hafen
und Stille lässt mir keine Ruh,

wo sich bald kein Wort mehr findet,
da bleibe ich alleine hocken,
während es am Horizont verschwindet,
um nirgendwo anzudocken,

keinen Hunger mehr, um reinzupressen,
womit sie selbst die Haare spalten,
die sie sich von Köpfen fressen,
sie sollten es für sich behalten,

doch ich bin zu laut, um aufzuzeigen,
ich kann es nicht mehr hören,
wie gerne hörte ich mich schweigen,
doch der Lärm lässt sich nicht stören,

so sehe ich sie vor mir planschen
und höre sie noch kreischen,
wenn sie den Rest im Sand vermanschen
und was Wurst ist, das zerfleischen

und hinter diesen weißen Schneisen
der Pulverberge liegt mein Willen,
macht sich bereit, abzureisen
ohne mich und ganz im Stillen

flüstert was, könnt ich schwören
und pocht darauf, es rauszuhusten,
aus meiner Brust kann ich was hören,
das fleht mich an, es anzupusten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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25. August 2014 1 25 /08 /August /2014 13:32

Es ist ein Phänomen der Zeit,
man hört es oft, hier und dort,
man erklärt sich Einsamkeit
und vergeudet so sein Wort,

während andre dran verderben,
die zu müde sind, zum klagen,
die an Einsamkeit gar sterben,
weil wir zu müde sind, zu fragen,

als ob sie voreinander stehen,
um sich dieses Lied zu singen,
Gründe, keinen Grund zu sehen
sind’s, was ihre Worte bringen,

doch das Schönste ist geschenkt,
geht man seinen Weg zurück,
zu sehen, was man nicht bedenkt,
hin zum Anfang, dieses Stück,

so kann man zwei stehen sehen,
die nicht mal Worte haben,
nur die Gründe, zum verstehen,
Gründe, die das Wort ergaben,

weil man sich was zu sagen hatte,
man sich etwas sagen wollte,
stand das Wort einst auf der Matte,
das sich heut nun fragt, was sollte

 

ich denn wohl noch dazu sagen,
weil es benutzt wird, aufzuzeigen,
wurd aus sprechen die Kunst zu Klagen
und aus zuhör’n die zu Schweigen.

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24. August 2014 7 24 /08 /August /2014 08:09

 

Ein ganzer Planet steht in Flammen
und guter Rat wird teuer,
wenn der Mensch sich deshalb fragt
warum schreie ich wohl Feuer,

dann geht’s los, auf Marschmarsch,
los mit dem Thermometer,
zur Not gerammt in einen Arsch,
das Ergebnis verrät, später,

das Menschen brennend schwitzen
und erschweigt gar Schmerzen,
übersieht man, dieses Überhitzen
kommt manchmal von Herzen,

weil niemand sieht, um’s verrecken,
viele dieser Schmerzen rühren,
von Thermometern, die tief stecken
und die in die Enge führen.

Mancher Arsch muss so verstehen,
woher und wie weit sie  gehen,
wenn dann Winde wirklich wehen,
die nicht glauben, was sie sehen,

denn sie sind nie erleichtert, nein,
weiterweiter, bis es reicht,
rammt man die Thermometer rein,
zur Not, wenn man vergleicht,

zeigen die erwünschten Schmerzen
Gott sei Dank, die Thermometer
und verschweigen die von Herzen
Gott sei Dank, bis später,

weil der Mensch wohl gern vergisst,
um’s Ergebnis sich zu drehen,
sich nicht begreift, wenn er vermisst,
um am Klima nicht zu sehen:

Krank wäre es, nicht zu schwitzen,
wir sind dem Nullpunkt nah,
selbst in Flammen und am Überhitzen
und der Winter ist bald da.

 

 

 

 

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24. August 2014 7 24 /08 /August /2014 07:37

 

 

Wirkliche Zufälle, 
finden nur zufällig statt,
denn, wenn dir zufälligerweise
etwas zufällt,
dann ist es zufällig
nicht bloß Zufall,
weil es
dir
zu
fällt.  

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23. August 2014 6 23 /08 /August /2014 07:54

 

Gestern tut mir Leid, mein Schatz.
es war wohl übertrieben,
statt zu schreiten, war’s ein Satz,
der geschmalzt war nach belieben.
Glaube mir, ich verstehe dich,
aus Angst vor diesen Ketten,
die fesselnd, um sich
greifend um uns lagen, war retten
das Beste, auch für mich.

Die Ketten, die du aufrecht trägst,
die ich trage, sie zu sprengen,
die du durch den Alltag schlägst,
durch die ich versuch zu drängen,
wenn sie aneinander binden,
voll beladen mit Gewichtung,
wird der Überdruck sich finden,
geht man verschiedner Richtung.

Ich weiß, es kann auch foltern,
bleibt man die Nächte wach,
schreien, krachen, poltern,
wenn die Kettenfetzen fliegen,
aufgesprengt mit Urgewalt,
mit den schärfsten Kanten,
wenn ihr Echo durch die Träume hallt,
die selbst im Schlaf dich fanden.

Was ich dir bloß sagen will:
wie du willst, mit bedacht,
schweige ich, so leis, so still
ich kann, mit Macht,
ich hoff, du kannst ertragen,
manchmal fängt mein Herz
an, nach dir zu fragen,
schlägt dann höher und macht Terz.

Manchmal kann ich es fast hören,
seh ich dich zum Handy sputen,
den ersten Satz, ohne Stören,
hörst du’s bis dahin Tuten
und vergisst meinen Namen,
bis wir auflegten und lachten,
lachen wir, wohin wir kamen
und was wir uns dabei dachten.

 

Doch auch andernfalls ist es ok,
kann ich’s noch vor mir sehen,
wenn ich hier am Fenster steh,
seh ich dich zum Fenster gehen,
wo deine Augen geschlossen sind
und du siehst sie vor dir stehen,
siehst im warmen Sommerwind
meine weiße Fahne wehen,
sie wird dir ein Ständchen bringen,
bittet dich, nimm doch Platz,
wird vom Lebewohl dir singen,
schon okay, mein Schatz,
siehst du mich lächeln, weißt du noch,
wie früher? Es wird ein Tränchen fließen,
sieh! Am Horizont! Da steht er doch,
dort! Siehst du ihn? Weißt du noch,
singt das Fähnchen beim nach Hause sprießen.

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21. August 2014 4 21 /08 /August /2014 08:34

 

über meinem dach fliegt die hex
glaubt sie macht es echter
schreit sie herum ich bräuchte sex
kommt vom dunkel her gelächter

mit dicken braunen warzen
von der nase bis zur seele
tanzt sie dort im schwarzen
und hofft das es mich quäle

schreit sie hilfe und oh weia
soll es mich zermatschen
wer hat heute dicke eier
geier die applaus klatschen

es wird von mir vor’m balkon gesprochen
mann markiert den harten
sie ist in meine bude eingebrochen
und bricht in meinen garten

manchmal bricht sie auch zusammen
verhebt sich an nem stein
will sie ihn nach mir flammen
und soll die wirkung tödlich sein

wenn ich ein lied für sie singe
hoff ich sie lässt’s ruhn
auf das es ruhe bringe
was soll ich sonst auch tun

stürzt sie ab in raserei
dann hab ich meinen kopfsalat
dann sind die geier dick dabei
und haben ihn parat

manchmal geht sie an meine türe
und spricht zu mir hey schatz
glaubt das hinters licht es führe
ja sie ist ein echter spatz

och hex ich hör dich stöhnen
och hex ich hör dich fluchen
ich muss mich dran gewöhnen
im bad nach minen suchen

 

och hex es nervt auf dauer
och hex geh endlich heim
och hex wirst du nie schlauer
och hex komm lass es sein

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20. August 2014 3 20 /08 /August /2014 07:16

 

 

Du fängst gerade zu schreiben an?
Dann sage ich: Nur Mut!
Noch beschissener findet man
es dann, bist du erst gut!

 

 

 

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20. August 2014 3 20 /08 /August /2014 07:13

 

Im grauen Beton kann ich fühlen,
wie die Menschen drunter gerissen,
ihr Leben bleibt in Umrissen,
vom Kreidestaub, den wir aufwühlen.

Der Regen, wird er erst verkühlen,
bevor wir unsere Flaggen hissen,
sie hissen, weil wir wieder wissen,
weil wir glauben, was wir fühlen,

er wird uns auf das Glatteis führen,
das schon rutschig wird, bedenkt
man Fühlen heißt in Spuren spüren,

 

die das Leben in die Toten senkt,
und uns ins Geschenk zu schnüren,
was gibt, wer tot von Denken hängt.

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19. August 2014 2 19 /08 /August /2014 08:29

 

 

 

Für Gelegenheit und Krise
kennt man in China nur ein Wort,
so weht mit jedem Wind eine Brise
Immerweiter immerfort.  

 


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19. August 2014 2 19 /08 /August /2014 08:25

 

Manchmal, wenn ich trotz allem,
mit einem weinenden Auge höre,
wie mein Herz lacht,
dann wird mir klar:
nur ein bisschen Hokuspokus,
das gewisse
Etwas
kann den ganzen Spuk
noch beenden. Es muss ihn
vertreiben können, nicht
erklären.

Sinn macht nur Sinn,
wie ein weißes Kaninchen
in einem Zylinder,
wenn jeder weiß,
dass er da ist
und selbst, wenn jeder weiß
was kommt, es muss einfach
dieser Hauch von Magie
in der Luft liegen,
wenn er sich zeigt
und man wird sich so sehr
an ihn erinnern können,
das man glaubt
ihn vergessen zu haben
einfach nur,
weil er die ganze Zeit
da war.

 

 

 

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18. August 2014 1 18 /08 /August /2014 07:54

 

 

Alle fahren auf der selben Schiene,
keiner sitzt im gleichen Boot,
aus der Not wurde Tugend
und aus der Tugend wieder Not.

Aufabwärts, hoch und runter,
der Eintritt kostet eigne Tour,
das Geschreie hält recht munter
geht’s auf Kosten andrer nur.

Ein kleines bisschen Frustration,
ja, so wird man schnell,
nach den ersten Loopings schon,
vom Zaungast zum Karussel.

Irgend etwas läuft wohl schief
und dreht sich dazu im Kreis 
und geht’s nicht nur noch um den Preis,
erscheint dir der Rest als Billigscheiß?

Bitte nimm’s mir nicht persönlich,
aber bei wilder Fahrt dumm glotzen.
scheint mir heute recht gewöhnlich
vor’m ausderbahnvorfüßekotzen.

 

Es ist nicht anders zu erwarten,
im Kreis fing’s an und wird dort enden,
spannst du den Wagen nicht davor,
um gemeinsam noch zu wenden.

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15. August 2014 5 15 /08 /August /2014 06:56

 

 

 

Ich denke, Glaube spricht aus dir
und er tut es ganz an für sich,
wenn du dran glaubst, er wär hier,
und spricht so auch über dich.  

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15. August 2014 5 15 /08 /August /2014 06:53

 

 

Der Mensch kommt um den Verstand
und kann es selbst nicht sehen,
er weist Verständnis von der Hand,
glaubt er, man müsse es verstehen.

Der eine sagt zum Besserwissen
neigt der, der’s gut zu wissen meint,
das sie am eignen Dach die Fahne hissen,
das weiß man nicht, wie mir scheint.

Ich will, das mir bessres Wissen zeigt,
wer Besserwisser sagt, dann zeigt sich,
wenn Verstand Verständnis übersteigt,
dann werden Unterschiede wesentlich.

Wer über Besserwisser klagt,
macht das Wissen bloß zum Preis,
weil er, ohne es zu wissen, sagt,
wie er um bessres Besserwissen weiß.

 

 

 

 

 

 

 

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14. August 2014 4 14 /08 /August /2014 08:14

 

Eigentlich war es
ein Tag, wie jeder andere,
Silvester eben. Nur er war
merkwürdig genervt,
bis er gesagt hat
das Zeug sei einfach 
zu übel,
war es ein Tag 
wie jeder andere
und als er nicht aufhörte
mir zu erklären
warum
wurde es wiederum
ein Tag wie jeder andere.
So übel sei es, 
die Freundin des Typen,
des Typen halt,
hat so viel genommen,
sagte er,
bis sie sich einfach
aufgelöst hat und
an ihrem eigenen Blut
in der Badewanne sitzend
innerlich daran ersoffen ist.
Und, weil ich eben noch
weiß warum 
ich ihn eben noch
als einziger anflehte
die Finger von der Scheiße
zu lassen, weiß ich,
das es nicht bloß für sie bereits
zu spät war, als er lachend über sie
sagte, das Zeug sei einfach 
zu übel. Der beste und
normalste Mensch, den ich 
nach wie vor 
als einziger kenne.

Und, weil ich eben
noch weiß, wie er lachte,
kann ich nicht aufhören mich
zu fragen, wie es wohl ist,
an seinem eigenen Blut
zu ertrinken und sich nicht
entscheiden zu können,
ob man froh sein soll,
das es endlich
zu Ende geht,
oder ob man 
nicht will
das es zu Ende 
gehen muss,
wenn einem bewusst wird,
wie es ist.
Das vielleicht höchstens
ein völlig Fremder
noch auf die Idee käme 
länger als fünf vor zwölf
Minuten an mich zu denken.
So fremd sind wir uns
inzwischen gar nicht mehr,
die Badewanne voller Blut
und Leid und Elend und
Einsamkeit und Tränen
heißt in meinen Gedanken
inzwischen Franziska,
weil ich dieses Bild nicht
los werde, nacht für Nacht 
kann ich mich nicht entscheiden.
Ob ich froh sein soll?
Wenigstens denke ich.
An wen
auch immer.
Ob ich mich schämen soll?
Wenigstens hätte ich,
etwas eher, 
für wen 
auch immer,
dachte ich noch gleich?
Immer wieder. Ständig.

 

Doch wenigstens weiß ich
heute auch Dank ihr
durch euch,
das es Sinn macht,
nach vorne zu blicken,
wenn ich verpassten Gelegenheiten
nachweinen muss, 
vielleicht lerne ich so, 
in der Pfütze vor mir 
unterzugehen,
so kommt wenigstens 
vielleicht
doch noch etwas
Mensch in mir 
an neuen Ufern an.

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13. August 2014 3 13 /08 /August /2014 10:39

 

Es war, als ob sich kein Hahn mehr blähte,
der laut uns in den Morgen krächzte,
weil man lieber englisch Rasen mähte
und nach Antwort auf die Frage ächzte,
was läge wohl eher nah:
das Huhn oder das Ei,
was von beiden war wohl eher da?
So schuf sich dank Huhn und Ei der Papagei
der alles nachschwätzt.
Und mir kams vor, nur noch ein Wasserhahn krähte
danach und ätzt,
die konkrete
Zeit mir vor, weil er tropft und tropft und tropft
und kein Klempner mehr
kommt und klopft,
kams mir vor, als ob’s irgendwie schon um wär.

Ich nahm mir so das letzte Ei,
mit dem ich mir eine Antwort dachte,
einfach herbei,
weil mich in Gedanken schon anlachte
ein Spiegelei,
da mir die Platte kochte,
naja, schlug ichs mir drauf zu Brei
und zack! Verbrannt war, was ich mochte,
naja, ganz nebenbei, dacht ich, ich kann,
ich kann eh nie so viel fressen,
wie ich kotzen müsste dann,
so kam mir quasi beim Essen,
die Frage: Was es war,
futtern oder reiern,
was war in diesem Leben zuerst da,
das faulen oder eiern?

 

Denn oft scheints mir wie Bolemie,
ich will eigentlich nur ungern motzen,
aber würg ich’s auch runter – drin bleibt’s nie!
Und zum Überleben? Muss man scheinbar Omletts kotzen.

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13. August 2014 3 13 /08 /August /2014 10:36

 

Vergebens in der Mittagshitze,
weil zu tiefe Sonne blendet,
ist mein Gekeuche und Geschwitze,
bis der Tag zum Abend wendet.

Erstmal heißt es braten und schmoren,
so halte ruhig auf mich drauf
und nenn mich gerne auch verloren,
ich gehe nach dem Abend auf,

 

gehst du dann selber bereits unter,
auf Augenhöhe, wenn es dämmert,
geht dir dieses Licht noch auf,
auf das du eben eingehämmert.

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13. August 2014 3 13 /08 /August /2014 08:12

 

 

Voll mit Hass im Gebaren,
die Entwicklung nähren
Wörter die mal Worte waren,
die Menschen bloß leeren,

voll mit Wörtern, die erklären,
warum sie nicht verstünden,
wenn da nicht Wörter wären,
in denen sie begründen.

Mit der Erklärung geht der Sinn
allmählich ganz dahin,
in Wörtern die mal Worte waren
lag er bereits mit drin.

So werden Wörter zur Lunte,
sie wissen alles besser,
aus Gefühlen wird ein Pulver,
Menschen werden Fässer.

Wie denn? Komm mal runter?
Auf und ab geht’s, mittenrein!
Tierisch down und putzmunter,
war ich, bin ich, will ich sein

 

und könnte mich erklären,
wenn in kalten Flammenmeeren,
da nicht diese Worte wären,
die meine Sinne mir gebären.

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12. August 2014 2 12 /08 /August /2014 07:07

 

Willst du
die Kuh
vom Eis
kriegen?
Dann hör
mir zu,
es gibt nur
einen Weg!
Ganz einfach:
Lass sie
fliegen!

Du willst wissen,
wie Kuhscheiße
auf dein Dach kommt?
Ganz einfach,
es gibt nur
einen Weg,
du musst dir sagen:
hat sich Kuh
auf Schwanz
geschissen und
mit Schwung
hinauf geschmissen!

Du siehst also,
selbst Rinder sind
mit ein bisschen
Phantasie gesehen,
durchaus entwicklungsfähig.
Nur glaube nicht,
wenn sie dich zum Kotzen
finden, es würde helfen,
ihnen in den Arsch
zu kriechen.
Früher oder später,
werden sie dich
mit ihrer anderen Scheiße
einfach ausscheiden,
wenn du gut bist,
wieder erst dann,
wenn du dir so sicher bist,
diesmal,
da haben sie es längst verdaut.

 

Gibst du ihnen einfach
Grund,
dich wiederzukäuen,
wieder und wider,
wider und wieder,
so lange, bis sie es
satt haben,
immer weiter,
dann werden sie bald von
ganz alleine anfangen
an ihrem Euter
deine Worte zu melken.

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