Overblog
Folge diesem Blog Administration + Create my blog

Über Dieses Blog

  • : Gedichte des Tages - Slov ant Gali und Gäste
  • Gedichte des Tages - Slov ant Gali und Gäste
  • : jeden Tag neue Gedichte - von Slov ant Gali und Gästen
  • Kontakt

Profil

  • Slov
  • Lyrik-Veröffentlichungen "worträume" allein, "Mit Blindenhund durchs Liebesland" zusammen mit Ricardo Riedlinger und Volker Brauer und als einer von 10 Autoren aus Israel, Österreich und Deutschland: 10 X 10 = 100,
Prosa: "Planet der Pondos" (Rom
  • Lyrik-Veröffentlichungen "worträume" allein, "Mit Blindenhund durchs Liebesland" zusammen mit Ricardo Riedlinger und Volker Brauer und als einer von 10 Autoren aus Israel, Österreich und Deutschland: 10 X 10 = 100, Prosa: "Planet der Pondos" (Rom

geprüft & gespeichert

[?]

Suchmaschinenoptimierung mit Ranking-Hits

germanist   marbach

  Germanistik im Netz - Virtuelle Fachbibliothek Germanistik  

Suchen

Verzeichnisse

frisch gebloggt Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen 
BlogverzeichnisBlog
LinkARENA - Web 2.0 Social Bookmarking Service
Deutsches Blog Verzeichnis
Blog Top Liste - by TopBlogs.deBlogverzeichnis
Add to Technorati FavoritesBlog Button
Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.deblog-o-rama.de
Listiger BloganzeigerBloggeramt.de

 

Blogvisor - Toplist für Blogs und Blogverzeichnisse
Blogkatalog
Listinus Toplisten

Listinus Toplisten     

Listinus Toplisten

  Blogverzeichnis Blog Search

Google PageRank Check GdG

 

Lesungen

11. August 2014 1 11 /08 /August /2014 09:36

 

Was man heutzutage Freiheit nennt
ist leider wirklich kaum zu fassen,
wenn sie immer dort Grenzen kennt,
wo einem andre nicht mehr passen.

Zu links, zu rechts, drunter und drüber,
zu reich, zu arm, zu schlau und zu dumm,
zu rechts, zu links, unter und über,
zu leis, zu laut, zu glatt und zu krumm.

Zu sehr, zu wenig, zur Not auch zu krank,
so wird man in Schubladen gedacht
und der Freiere wird höchstens Schrank,
der seine Grenzen selbst gemacht

und diese Grenzen sind vermessen,
denn so lange sie fort bestetehen,
kann man sie höchstens vergessen,
jedoch niemals nicht übergehen.

Manche begreifen sich wohl als Raum,
sehen sie die Schränke stehen,
doch ändern tut’s die Sache kaum,
Schubladen schrankweise zu sehen.

Menschen mögen drüber Wort teilen,
uns hingegegen teilt jedes Wort,
sie zu sprechen bedeutet enteilen
und mitzugehen, von hier nach dort.

Ja, manchmal ist es nicht zu fassen,
was sich die Worte dabei denken,
dem Schrank könnte es wohl passen,
sie in seine Laden zu renken,

doch wo willst du uns stehen sehen?
Unser Schicksal liegt in ihrer Hand
und wir selber sehen sie gehen,
mit unserm Kopf durch eure Wand

und gehst du vielleicht an die Decke,
dann werde ich erst richtig flach,
ihr merkt es nach der letzten Ecke,
wirklich frei ist man am Dach,

auf dem wir stehen, bereit zu fallen,
nie alleine und doch jeder für sich,
man lebt einsam, als ein Teil von allen,
denn hin zum Wir heißt’s du und ich.

 

 

Diesen Post teilen

Repost0
10. August 2014 7 10 /08 /August /2014 07:10

 

 

Wenn man die Träne solang weint,
bis man merkt, wie gut sie’s meint,
ist man nie allein, solang sie fließt
bis ihr Fluss zum Kreis sich schließt,
bleibt man fallend niemals liegen,
lernt man im Gegenwind zu fliegen.  

Diesen Post teilen

Repost0
8. August 2014 5 08 /08 /August /2014 07:55

 

Wenn einen Morgens
auf dem Weg zum Bäcker
schon direkt so viele
fröhliche Gesichter anspringen,
wie es hier in Deutschland
ganz offensichtlich der Fall ist,
dann st es kein Wunder,
wenn bald gar keiner mehr
Lust hat noch aufzustehen,
denke ich mir
auf dem Weg zum Bäcker
und ich denke,
Dank ihnen,
das kann doch echt
noch nicht alles
gewesen sein.

Wenn ihr euch so
einsam fühlt, wie
eure Gesichter es
mir sagen,
dann solltet ihr euch
einfach fragen,
wie es der Wärme geht,
auf diesem schönen Planeten,
erst fühlt sie sich so lange fremd,
nur um dann, rückblickend,
auf die Sonne
irgendwann zu merken,
das sie es tatsächlich ist
und gleichzeitig,
das der Weg nach Hause
ein noch sehr,
sehr weiter sein wird.

Und doch wird sie, 
wenn am Ende des Tages
die Sonne untergeht
und mit ihr vielleicht
auch der Abend
und die Nacht
und der nächste Morgen
gleich mit,
sie wird immer
eins gewesen sein,
selbst, wenn es nicht immer
warm war und
selbst, wenn es längst nicht
mehr nur selten kalt ist
und selbst,
wenn es nach ihr,
nie wieder warm werden sollte:

Einfach nur
wärmend.

 

 

Diesen Post teilen

Repost0
8. August 2014 5 08 /08 /August /2014 07:53

 

Manchmal macht sich Hoffnung breit,
macht sich wer breit, der hofft,
ist seine Hoffnung erst zu zweit,
kommt sie unverhofft bald oft.

 

 

Diesen Post teilen

Repost0
7. August 2014 4 07 /08 /August /2014 10:14

 

 

Seht ihr am Himmel Lichter irren,
seht ihr die Bilder im TV,
hört ihr sie schon leise schwirren,
noch ist unser Himmel blau,

dort oben, wo die Wolken thronen,
dort oben, wo die Blitze zucken,
da wohnen bald auch Drohnen,
spucken bald die blauen Bohnen,

wie auch der Blitz Ziele fand,
wird sie genau dort einschlagen,
sobald sie trifft auf Widerstand.
Die Täter werden Menschen jagen

und weit weg verborgen sitzen,
klick. Klack. Klicken, klacken,
aus Wolken wird es Blut schwitzen,
in den Kopf und in den Nacken,

hört ihr schon den Kulli kratzen?
Der von der Liste Namen streicht,
grinsend gestrichen von Fratzen,
so lange bis die Angst erst reicht,

überall liegt sie in der Luft,
sagt das du nicht rennen kannst,
überall der Todesduft,
mit dem Verstand du übermannst.

„Juden sind’s die Pornos gucken“,
so könnt es propagierend heißen,
wer Pornos guckt, den wird’s jucken,
wird Schweine in der Luft zerreißen,

„richtig perverse gucken Schwule“,
los rennen die Perversen dann,
auf den Markt und in die Schule,
so wären auch die Schwulen dran.

Die Leiche, die im Keller liegt,
sie treibt die Täter an,
weil man über die Angst dann siegt,
wenn man auf sie einschlagen kann

 

und gemeinsam falscher Tugend schwört,
hängt man an der großen Menge dran.
Ihr fragt euch, ob ihr richtig hört?
So fängt der Spaß erst an…

Diesen Post teilen

Repost0
7. August 2014 4 07 /08 /August /2014 10:12

 

 

Augen, die an nichts mehr glauben,
Menschen, die von innen grau,
Augen, die sich die Kraft rauben,
deren Herzen sehen ungenau.

Händen die sich nicht mehr helfen,
wird niemand helfen kommen.
Von Gesichtern, die sich selfen
wird im Gehen noch genommen.

Keiner weiß so ganz genau, warum
und woher das Unglück stammt,
mancher glaubt, es lief halt dumm -
und Pflöcke ins Herz gerammt,

so spürt’s der nächste, Tränenschwer.
Schwarz sind Seelen eingehüllt,
von unten bis oben, nichts als leer
und mit Leere überfüllt.

Auf der Suche nach der Schuld
hilft natürlich Internet,
doch ohne Kraft und Geduld,
als ob Suche sie gefunden hätt -

wird ein Feindbild anvisiert,
das Herz beginnt zu pochen.
In Gedanken wird los marschiert.
Das Blut beginnt zu kochen.

Die Leere wird mit voll gestopft,
wo die Gefühle brandgeschatzt.
Es wird mit Aggression betropft,
bis der Kopf am Ende platzt.

So wird die Frisur rechts gescheitelt,
das Herz komplett zersaust,
das Leben wird dem Mensch vereitelt,
hirnverbrannt im Yolocaust.

 

 

Diesen Post teilen

Repost0
4. August 2014 1 04 /08 /August /2014 11:45

 

Ein letzter Schwarm
stolzer Zugvögel
zieht tanzend
im aufkommenden Sturm
getragen vom verwehenden
Winde
trauriger Gewissheit
direkt in die rote Glut
der Dämmerung,
geschmückt mit den letzten
bunten, ungerupften
Federn,
getragen von Flügeln
aus Traurigkeit,
singen ihre Schnäbel
aus Mut
ein letztes Lied
von wahrer Hoffnung.

Im Blindflug Richtung
Zukunft,
in den Süden dieses
Lebens,
von dem niemand weiß,
wo er zu finden ist,
sind ihnen die Augen feucht
vom Treibhaustränengas,
so ziehen sie zum
Horizont,
ein letztes Mal in Richtung
wärmender Gefilde.

 

Nur nach der Wärme,
ziehen sie
weg von den kalten Flammen
der um sich greifenden
Erderwärmung

Diesen Post teilen

Repost0
3. August 2014 7 03 /08 /August /2014 11:25

 

 

Es fliegt die Rose in den Ring,
der Welt das Lied zu bringen,
los! Tanze los und schwing,
die Hüften zu dem Singen.

Zu tanzen, fang zu tanzen an,
durch Vorgärten, Gartenzwerge,
tanze durch die Landschaft dann,
von See zu See, Berg zu Berge.

Siehst du sie hoch oben an,
wie sie unsre Fackeln halten,
tanze mit, die mich halten kann,
im Laut wird sich Donner entfalten.

Von außen her schießen Wellen,
die innen auf das Wort knallen,
um wieder zurück zu schnellen,
die Worte sollen so erschallen,

doch von Bühnen klingen nicht,
von unten nur nach oben dann,
steigt das Wort, das nicht bricht,
weil der Verstand es halten kann.

So lange bis die Erde bebt,
wird das letzte Lied erklingen,
bis Mutter Erde wieder lebt,
dieser Welt den Tanz bringen.

 

Stadtmenschen, Pomeranzen,
das es alle auf die Strassen zieh,
muss alles singen, alles tanzen,
zur neuen Morgenmelodie.

Diesen Post teilen

Repost0
3. August 2014 7 03 /08 /August /2014 11:24

 

immer wieder gern
trampelt sehnsucht in den längst
verlassenen pfad

 

 

 

 

Diesen Post teilen

Repost0
31. Juli 2014 4 31 /07 /Juli /2014 18:38

 

Wie kommt man zur Nettiquette,
ohne zu nettiquittieren,
wie wird Oppurtuner opportun
ohne zu oppurtunieren?
Es erscheinen heute, wie Etikette,
Worte, die kein Wort verlieren,
über ihr wieso, weshalb und warum. Nun
sind sie eben da. Und Zieren.

 

Wenn Verben es nicht beschreiben,
wie man wohin gegangen,
bleibt in den Köpfen nur ein Zustand
in ihm das Denken gefangen.
Es bleibt in Erinnerung kein Treiben,
wenn Gefühle die Spur verlieren,
das Verb war das Wort, das zurück fand,
ohne mit Amnesie zu infizieren.

Diesen Post teilen

Repost0
31. Juli 2014 4 31 /07 /Juli /2014 18:37

 

Die Liebe ist ein Schlachtfeld
der gebrochenen Herzen,
die Menschen zielen entstellt
im Anschlag von Schmerzen,

einfach viel zu oft ins Leere.
Von Tränen bleiben Worte,
die erlegt vom Lärmgewehre
zurück bleiben als Orte,

an denen keiner Tote zählt.
Versickern mal dort, mal hier.
Vom Lärm ins Grab gequält,
kein Schrei: Hier waren wir!

Eingedeckt mit Stacheldraht,
führt nichts zur letzten Stätte,
nicht mal ein Trampelpfad,
der Hoffnung ließ, man rette

die Worte vor dem Vergessen.
Will man sie nicht verstehen
und im Klagen, wie besessen
begraben, bis sie auferstehen?

 

Wird die Sonne bald versinken,
kommen Gräber Schaufeln holen,
die Löcher leben. Wir ertrinken
in Tränen, deren Sinn gestohlen.

Diesen Post teilen

Repost0
31. Juli 2014 4 31 /07 /Juli /2014 07:38

 

 

auch gegen den strom
schwimmt man nur solang bis es
den bach runter geht  

Diesen Post teilen

Repost0
31. Juli 2014 4 31 /07 /Juli /2014 07:36

 

Es sollen rote Drachen steigen,
hier, im deutschen Gegenwind,
um für Menschlichkeit Flagge zu zeigen,
ganz egal, woher sie gleich sind.

Es sollen rote Drachen steigen,
hier, wo braune Luft noch steht,
um für Menschlichkeit Flagge zu zeigen,
so lange, bis der Wind sich dreht.

Es sollen rote Drachen steigen,
hier, wo man zu gerne schießt,
um für Menschlichkeit Flagge zu zeigen,
für alle, deren Blut schon fließt.

Es sollen rote Drachen steigen,
hier, wo die Kanonen blüh’n,
um für Menschlichkeit Flagge zu zeigen,
für Orte, wo Kanonen glüh’n.

Es sollen rote Drachen steigen,
hier, wo sie Waffen senden,
um für Menschlichkeit Flagge zu zeigen,
Müttern nicht bloß Trost zu spenden.

Es sollen rote Drachen steigen,
hier und dort, wo Geld regiert,
um für Menschlichkeit Flagge zu zeigen,
für jeden, der hungernd krepiert.

 

Es sollen rote Drachen steigen,
überall, um Menschenskind,
um für Menschlichkeit Flagge zu zeigen,
mit allen, die noch menschlich sind.

Diesen Post teilen

Repost0
30. Juli 2014 3 30 /07 /Juli /2014 07:40

 

 

Am staubtrockenen Strand 
dieses Lebens,
riecht es zwischen 
verlassenen Strandkörben 
nach der Ruhe vor dem Sturm,
in den Muscheln
hört man bereits das
Rauschen von nahenden,
sich auftürmenden Wellen,
in der salzigen Luft liegt
ein Gezeitenwechsel,
denn auf die Ebbe
folgt bekanntlich
bald die Wut.  

Diesen Post teilen

Repost0
23. Juli 2014 3 23 /07 /Juli /2014 14:58

 

In der Ecke liegt der Penner dort,
dem es bis eben ging ganz gut,
erst klauten sie ihm Münzen fort,
und, nur deshalb liegt er dort,
nach Inflation auch seinen Hut -

 

zwar gaben sie die Münzen wieder,
doch: sie ließen sich nicht lumpen,
zur Sicherheit schoss man ihn nieder,
denn: kommt der Aufschwung wieder,
da will man sich nichts pumpen.

Diesen Post teilen

Repost0
23. Juli 2014 3 23 /07 /Juli /2014 14:57

 

Siehst du mich hier im Bett sitzen,
die schärfsten Messer über mir,
wie sie tanzen, wie sie ritzen
in meine Haut: Wir waren hier!
Siehst du nicht meinen Teddybär,
du hörst nicht, wie er weint?
Er findet keine Worte mehr
mich zu trösten, wie es scheint.

Wenn ich dir mein Schlaflied singe,
machst du diese Lade auf,
legst mir um den Hals die Schlinge
mit meinem Namen drauf.
In der Luft liegt noch der Duft
von junger, zarter Haut,
der aufsteigt aus der Gruft,
deren Ordnung ihr vertraut.

 

Siehst du denn nicht, hinter mir?
Die Armee steht mit Gitarren,
mit Herz und Hirn und mit Stiften
gegen Elend, Krieg und Knarren -
weil ich hier nicht schlafen kann,
fühlt ihr euch überlegen,
doch wache ich je auf, dann
erklären wir: Von wegen.

Diesen Post teilen

Repost0
23. Juli 2014 3 23 /07 /Juli /2014 10:55

 

 

Ihr macht mich fertig sag ich dir,
und sprech von dir und allen,
denn mehr als „Was heißt ihr?“
ist keinem bisher eingefallen!  

Diesen Post teilen

Repost0
23. Juli 2014 3 23 /07 /Juli /2014 10:52

 

 

Wie begreifen Eliten nur
andere als Subkultur -
war nicht die erste der
Subkulturen elitär?  

Diesen Post teilen

Repost0
23. Juli 2014 3 23 /07 /Juli /2014 10:51

 

 

An Dingen hat man schweres Schlucken
und dann auch noch hart zu kauen,
liebt man nur sie, lebt man zum Spucken -
wer’s Leben liebt, wird’s verdauen.  

Diesen Post teilen

Repost0
23. Juli 2014 3 23 /07 /Juli /2014 10:50

 

Warum zieht man heut so schnell?
Es ist halt indivi-Duell!
Verlierer ziehen immer schneller,
werden indivi-Dueller,
am Ende kann man nur verlieren
beim indivi-duellieren.

 

Im Bette liegend fließt der Fluss,
hin zum Meer, wie er’s muss,
im Bette liegend spricht er still,
er fließt im Bette, wie er will,
denn alles andre ist und wäre nur,
Handlung wider die Natur.

Diesen Post teilen

Repost0
23. Juli 2014 3 23 /07 /Juli /2014 10:06

 

Während ich nach außen laut gebrüllt,
schickte ich im Inneren ganz leise,
was ich leis im Lauten eingehüllt,
mein Innerstes auf Reise.

Während ich noch lauter brülle an,
sinkt in der Flaschenpost beklommen,
was ich dir laut nicht schicken kann,
was noch nie ganz angekommen.

 

Wenn ich lauter werde, werde ich
im Innern wohl verschweigen:
im Innern lauter Reden will sich
dir ganz leise etwas zeigen.

Diesen Post teilen

Repost0
23. Juli 2014 3 23 /07 /Juli /2014 08:32

 

Warte ich auf den Sandmann, dann
kommt keiner, Schlaf zu bringen,
es kommt dieser Typ mit Sense an,
lässt mich über Klingen springen.

 

Er bestiehlt meinen schönen Traum,
seit ich ihn träume, als ein Kind,
ändern dürfte sich das wohl kaum,
solang die zwei verfeindet sind.

Diesen Post teilen

Repost0
16. Juli 2014 3 16 /07 /Juli /2014 13:35

 

Ach, wie war das eben herrlich,
mein Liebeslied, es klang so ehrlich:
vermissen, leben, lieben wär
mein Leben, doch ich merkte nicht mehr:
Ich krächz es an die Welt bloß raus
für Theater, Blumendank, Applaus,
wie angeblich diese Liebe ist
in der Hoffnung sie vermisst,
gesetzt dem schlimmsten Falle dann
mich, falls ich es nicht mehr kann.

Es klatschte laut und schrie stumm
ganz wunderbar das Publikum,
Plüschtiere und Rosen,
BH’s, Herzen und Unterhosen,
flogen mir im Traume zu,
von dem ich glaubte, der seist du.
Es klatschte stumm und schrie ganz laut,
jeder mich an, der sich nicht traut,
um im Schlau schwätzen, Finger heben,
besten Gewissens die Lüge zu leben.

So stand ich da, auf meiner Bühne
und weinte, als vermeintlicher Hühne,
meine Tränen laut für die,
denen ich schwor: So werde ich nie.
So stand ich, wusst nicht wo und wie
und war beinah so fast, wie sie,
weil man das Leben lieber hasst,
als es zu machen, wie es passt -
wie die, die ihr das Leben lasst.
So war ich eben. Doch nur fast.

Ich war fast wie du, bitch
und schrieb lieber großen Kitsch,
statt stolz zu sein, die man bitch nannte
stoß ich mit Stolz von der Bettkante,
und nehm sie in den Arm,
halt sie fest, halt sie warm,
bevor ich anfange, wie ihr zu ticken
und das Elend noch zu ficken.
Nur vom Fluchen hingerissen,
fing ich leise an, mich zu verpissen,

nur zwischen den Zeilen, in jedem Wort,
stand es dort: Liebe fort.
Statt stolz zu sein, das ich noch weine,
bin ich, wie ihr, ganz alleine,
gab ich es klamm und heimlich auf
und sang mein eignes Loblied drauf.
Ich machte Wahrheit aus der Lüge,
im Zuge meiner Selbstbetrüge,
weil es leichter ist, schnell zu schießen,
statt ehrlich zu sagen: Tränen fließen.

Was Zweifler, Blender, ich nicht sah:
Ich war, wie ihr. Beinah,
denn ich glaubte mir und bog
die Liebe, die ich log,
aus Liebe zum Leben zur Lüge,
weil ich das Leben lieber ausschlüge,
als ohne Liebe zum Leben zu leben, 
aus Weigerung, sie aufzugeben. 
So wurden aus Lebensliedern, im Applaus,
mir falsche Liebeslieder draus
und ich hoffe, ehrlich, sie bleiben nicht stumm,
bis sie schweigen, weil ich weiß: Es geht auch anders rum.

 

 

Diesen Post teilen

Repost0
16. Juli 2014 3 16 /07 /Juli /2014 08:22

Wie oft las ich hier im Netze schon,
das jemand zu dem Glauben neigt,
scheinbar wahr sei die Information,
weil man sie im TV nicht zeigt.

Mir erscheint es als ein wenig dumm,
wenn man Medien nicht trauen kann:
Wieso wägt man ab nach Medium?
Und nimmt die Dinge einfach an?

Wenn andre Informationen lenken,
um die Köpfe gleichzuschalten,
hieße das nicht selber zu denken
wäre nötig, selbst zu walten?

Die Wahrheit wird zu Eintagsfliegen,
die man ungezielt selbst beklatscht,
weil sie grundlos begraben liegen,
unter Eintagsfliegen zermatscht.

 

 

Diesen Post teilen

Repost0
15. Juli 2014 2 15 /07 /Juli /2014 08:14

Das Schicksal ist jedem gerne Hure,
der dem eignen Leben abgewunken.
Wer sich verlässt, folgt seiner Spure,
den versorgt’s mit Höhepunkten.

Das Schicksal lässt dir keine Wahlen,
reitend will’s auf jedem sitzen.
Wer bereit ist, seiner selbst zu zahlen,
darf drunter gerne Wonnen schwitzen.

 

Wer’s Leben liebt? Lässt es links liegen!
Ein jeder kann sich selbst erheben!
Wer freien Willen hat, der kann nur siegen!
Leben ohne bedeutet: Zuhältern geben.

Diesen Post teilen

Repost0

Lesetipps

Satirisch-Heiteres:
Wolfgang Reuter
"High-matt-Land"
Rolf Stemmle     
"Der Mensch im Tier"

Petros´ Netz-Lyrik