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  • Lyrik-Veröffentlichungen "worträume" allein, "Mit Blindenhund durchs Liebesland" zusammen mit Ricardo Riedlinger und Volker Brauer und als einer von 10 Autoren aus Israel, Österreich und Deutschland: 10 X 10 = 100,
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  • Lyrik-Veröffentlichungen "worträume" allein, "Mit Blindenhund durchs Liebesland" zusammen mit Ricardo Riedlinger und Volker Brauer und als einer von 10 Autoren aus Israel, Österreich und Deutschland: 10 X 10 = 100, Prosa: "Planet der Pondos" (Rom

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13. Juli 2014 7 13 /07 /Juli /2014 17:15

Neulich saß ich mal wieder

mit einem, den die Liebe verließ
und sein Rumgeheule tat mir
auch Leid bis er
mich fragte
ob ich nicht Lust hätte
mit ihm in den Puff zu gehen,
er hätte im Internet eine hübsche Nutte
gesehen und er hätte einfach Lust
sich in einem solchen Drecksloch
den Frust rauszustoßen.
Nachdem ich ihn rausgeschmissen
habe guckte ich im Internet. Und sah
eine junge, wunderschöne, wunderschöne
Traumfrau in meinem Alter. Und ich sah
einen tränengetränkten Weg vor mir
der sie von Polen in dieses gottverlassene
Höllennest führte. Und ich hörte
dieses Gegrunze.

Und ich rief sie an und bat sie
nicht zu öffnen, wenn es gleich klingelt
und sie fragte
warum. Und ich erzählte ihr von
seinen Worten und sie begann zu
weinen, nicht traurig.
Eher wütend. Und sie fragte mich
was das solle
schließlich sei sie
nur ein Sparschwein
mit einer Fotze als Geldschlitz.
Ein Satz, den sie sich selber schon
tausend Mal gesagt haben muss,
so kam er
aus der Pistole geschossen.

Vor dem Einschlafen höre ich
noch manchmal dieses Tuten danach,
vor dem EInschlafen höre ich
noch manchmal, wie ein Hämmer fällt
und rosa Porzellan in Stücke schlägt.
Vor dem Einschlafen sehe ich
eine Hand mit Schlagringen das Geld
zwischen den Scherben sammeln
und vor dem Einschlafen sehe ich
noch manchmal wie zarte Hände
mit angedickten Tränen, die nicht mehr
fließen, nur noch zusammen halten,
die Scherben zusammen fügen.

Und vor dem Einschlafen
höre ich noch immer
dieses Grunzen.

 

 

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13. Juli 2014 7 13 /07 /Juli /2014 07:23

 

Sonntagmittag, halb zwölf Uhr,
die ganze Welt, sie brennt
und ich stehe hier mal wieder nur.
Genug vom Scheiße aufwühlen,
genug vom Zweifel zu klagen,
genug vom sich Scheiße fühlen,
genug vom ewigen nichts wagen.

Sonntagmittag, halb zwölf Uhr,
stehe ich nun vor einer Wand,
im Raume Möbel und Bilder pur
erbaut auf dem, was ich empfand.
Gestern Mittag, fünf vor zwölf,
lag ich genau an selber Stelle,
Haus und Wand war’n abgebrannt,
es rollte auf mich letzte Welle.

Vor mir Stand noch aus Ebenholz,
ein Schrank, der bloß verstaubte,
darin versteckt mein ganzer Stolz,
den ich mir auszumalen erlaubte.
In ihm standen einzelne Bücher,
mit einzelnen Marken Poesie,
keinen Willen, keine Staubtücher,
ein letzter Blick? So gut wie.

Ein letzter Blick, der noch drang,
der Traumruine Rest entlang,
ein letzer Funke, doch er sprang
über. Ein letztes Wort erklang,
ich rappelte mich nochmal auf,
Stein für Stein für Stein ein
Wiederaufbau nahm seinen Lauf,
Klang für Klang reihte sich ein.
Auferstanden baute ich auf.

Nun stehe ich hier, vor dieser Wand,
es hängen Bilder, manche schief,
in meinem Heim, ein Gedankenland,
wo ein Herz pocht, das schon schlief.
Es fehlt ein bisschen, dort ein Stück,
doch unter Dach und einer Wand,
habe ich nun hier mein Heim zurück,
in dem zur Faust wird meine Hand.

Ich höre Bomben in tobenden Kriegen
einschlagen, den Mensch besessen,
höre Menschen schreien, links liegen,
die man im Lärm einfach vergessen.
Es hilft kein flehen, klagen, beten,
es wird Zeit seinen Weg zu finden.
Tür nach draußen endlich einzutreten,
um sich, fünf vor zwölf, einzubinden.

 

 

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11. Juli 2014 5 11 /07 /Juli /2014 17:18

Siehst du sie in den Pfirsich beißen,
durch ihre Zäune fließt der Saft,
wie sie Gefühlen Sinn entreißen?
Gestachelter Draht ist ihre Kraft.
Siehst du diese braunen Kämme,
die ihnen den Sinn gescheitelt,
siehst du sie steh’n in Strämme,
weil sie das Gute stolz vereitelt?

Siehst du sie in den Pfirsich beißen,
in ihren Zäunen gibt es Widerstand,
wie sie Gefühlen Fleisch entreißen,
mit Gesetzen ersetzen im Verstand?
Siehst du sie stehen, hier im Hektar,
wie welkende Blumen kommen,
in einer Farbe, brauner Nektar,
der verbrannten Erde entnommen?

Siehst du sie in den Pfirsich beißen?
Wenn es auch schmerzt, bleib zart,
die Zähne wirst du dir ausbeißen,
wird entwachsend dein Kern dir hart.
Wenn sie Gefühlen Sinn entreißen?
Behältst du es dir gut, das Wort,
bevor deine Worte ihre kreißen,
gibt es dir Kraft! Genieß es dort.

Siehst du mich in den Pfirsich beißen?
Meine Weste war nicht googlesicher,
siehst du sie ihre Westen weißen?
Ich kann lachen. Sie haben Gekicher,
mit ihrer Angst in meinem Nacken.
Hörst du sie müde lachen und gähnen?
Ich habe Worte, um sie auszupacken,
sie tragen Trauer bloß. Ich weine Tränen.

 

 

 

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11. Juli 2014 5 11 /07 /Juli /2014 08:13

 

Wie oft war ich mir sicher schon,
dieses Mal treffe ich diesen Ton,
es erfüllt sich Wunsch von Herzen -
wie oft blieben mir  nur Schmerzen.
Wie oft hörte ich es schon klingen,
hörte ich mich diese Worte singen.
Wie oft kamen Worte und gingen,
hörte ich: Es wird nichts bringen.

Wie oft klingelte schon das Telefon,
bis ich begann dann, blanker Hohn,
all meine Zweifel aufzuzählen,
bis ich aufhörte, dich zu wählen.
Wie oft durfte ich noch hoffen,
alles, alles, sei doch offen,
bei dem Kampf für den, den wir lieben,
in dem ich stets Sieger geblieben.

Wie oft war ich am Boden zu lange,
wie oft war mir Angst und Bange,
wie oft wollte ich dich hassen,
doch mein Herz nach dir fassen.
Wie oft sollte dein Bild brennen,
wie oft musste ich es erkennen,
bei jedem einzelnen Blick drauf -
wie schön du bist. Die Frau darauf.

Wie oft mussten mich Zweifel plagen,
wie oft ich dich vom Hof schon jagen,
wie sehr musst du mich hassen?
Wie oft wollt ich dich fallen lassen?
Wie oft habe ich auf mich gebaut,
trotz allem dir doch noch vertraut
und heute? Heute weiß ich nun,
es bleibt mir nur noch eins zu tun.

Heute weiß ich, muss ich’s wissen,
ich werde dich ewig vermissen,
als Schwester, Freundin, oder Frau,
ich weiß es heute, weiß es genau,
ich vermisse dich. Jeden Tag mehr,
und ich liebe dich. Liebe dich sehr
und du kannst es weiter treiben,
ohne mich. Die Liebe wird bleiben.

Mit jeder Woche und jedem Tag,
der uns gehört, nicht kommen mag,
wird es nur klarer, immer mehr,
ich liebe dich. Ich liebe dich sehr.
Wie oft musste ich mich sehnen,
diese Worte dir zu wähnen,
wie sehr, wie sehr, sehr befreit es mich,
wenn ich einfach sag: Ich liebe dich.

 

 

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11. Juli 2014 5 11 /07 /Juli /2014 08:10

 

Worin liegt all der Kriege Sinn?
Um Land – und Gebietsgewinn,
Grenzverschiebung zu erzielen?
Die Welt zerfiel in diese vielen
Stücke, jedes gewonnene Stück
holt man sich bisher auch zurück.

Worin liegt all der Kriege Sinn?
Gebt ihr euch dem Irrglauben hin,
es gäbe einen besten Gott,
endet dieser selbst im Schafott,
wenn vor lauter Nächstenliebe
am Ende kein Nächster bliebe.

Worin liegt all der Kriege Sinn?
Geld – und Ressourcenzugewinn?
Wenn die ersten Panzer fahren,
was konnten sie jemals sparen?
Bis man alles verlieren wird,
wenn die letzte Drohne schwirrt.

Womit können die Kriege nützen?
Leib oder Leben zu schützen?
Wann schaffte es je ein Heer,
eins zu schützen? Immer mehr,
sie müssen schneller sterben,
bis auch der letzte Tod wird erben.

Seht ihr, was der Krieg uns macht?
Er gibt Einzelnen aller Macht,
über Tote selbst und Sterben,
Elend, Leid und Verderben!
So lange, bis nur jene bleiben,
die die Schlachtung antreiben.

 

 

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6. Juli 2014 7 06 /07 /Juli /2014 07:22

 

Hier stehe ich nun, ich armer Wurm.
Ich folgte dir raus in den Sturm,
ich sehe mich um, suche dich.
Ich suche und suche. An für sich.
War da was? Was zu machen?
Es erinnert mich ein Lachen.

Ich höre Schreie in Vergangenheit,
die Toten der vergangenen Zeit
schreien, kreischen elend. Sorgen,
als zielte gestern man auf Morgen.
Über dem Boden huschen Lichter,
suchen die friedlichen Gesichter.

Es heckselt der Geschichtsabfluss,
Tod und Teufel wie aus einem Guss,
Hoffnung, Frau und Kinder werden
mir schon im Kopf verbrannte Erden.
Es sprengen um mich Wortgranaten
meine Ruhe, mein Erwarten.

Ich krieche zurück, Richtung Bett,
als ob ich was zu träumen hätt,
doch kahl sind meine Traumoasen,
verhungerte Schafe, Menschen grasen
ab, was ich mal hatte.
So geh ich auf die Matte.

Auf allen Vieren krieche ich wieder,
Bomben! Bomben! Schlaflieder!
Warte ich auf den Sandmann dann
kommt immer nur der Sensemann,
Bomben! Bomben! Schlaflieder!
Vielleicht geht es morgen wieder.

 

 

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5. Juli 2014 6 05 /07 /Juli /2014 07:18

Ich renne und renne ohne Pause,
suche am Wegrand ein zu Hause.
Mama? Papa? Kommt ihr her?
Nein, zu Hause ist nicht mehr.
Oma? Opa? Wurden auch
Vergangenheit im Todesrauch.
Die Erde, der wir einst entstammen,
wurde Raub der Mörderflammen.
Weinend knie ich vor der Asche,
packe mir Trauer in die Tasche,
stehe auf und renne! Bis es knackt!
Die Gelegenheit am Schopf gepackt,
ziehe ich aus der Tasche einen Hut
mit Phönix drin, aus Feuerglut.
Ich flehe ihn an, aufzusteigen,
so flehe ich’s. Aufzuzeigen
flehe ich dich an! Befreie!
Steig doch auf und schreie!
An den Himmel! An das All
schrei das Wort und schall,
dass es Steine bringt für Brücken -
dein zu Hause liegt in Stücken.

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4. Juli 2014 5 04 /07 /Juli /2014 06:21

Worte, die wie Blitze erleuchten
schlagen ein, wie sie wollen
enden dann im Tränenfeuchten
laut mit dem Donnergrollen.

Worte, die wie’s Glühwürmchen
tanzend durch Lüfte steigen
wie tausende Leuchttürmchen
sie können dir Wege zeigen.

Diese Worte, die sich nicht legen
im Ohr, die muss man jagen
sie tanzen vor, können bewegen -
andre bloß kurz einschlagen.

 

 

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3. Juli 2014 4 03 /07 /Juli /2014 07:53

Kennst du das Land? Wo die Kanonen blühen,
wo die Phantasie selbst Schlachtfeld ist,
in dem kreative Drähte durch Nächte glühen,
wo der General selbst Künstler bemisst.

Kennst du das Land? In dem die Bomben ticken,
wo Mütter Kinder mit Angst gehen sehen,
um unter Hass und Gier und Neid zu knicken,
dafür muss man nicht im Leben stehen.

Kennst du das Land? Wo sie die Gräber pflegen,
vor denen sie den lieben Gott anbeten,
während sie die Blumen dort zum Welken legen,
soll er doch bitte arme Teufel treten.

Kennst du das Land? Mancher hat sich sehr lieb,
jeder zweite ist dort Liebesdichter,
bis die große Liebe eine Nacht woanders blieb -
den Rest macht Scheidungsrichter.

Kennst du das Land? Wo sie mit ihren Steuern,
wo wir die Junkies, die für Geld ficken,
die zu Tode gefickt werden von Ungeheuern,
durch Methadon schlafen schicken?

Kennst du das Land? Wo man dann die Alten,
die für uns alles erbauten im Leben,
abschiebt? Man muss drei Autos behalten!
Alten Platz zum Schimmeln geben!

Kennst du das Land? Wo man ein Ufo sieht,
vielleicht hat man sich nur verguckt?
Egal! Fixiert, das der Spinner ja nicht flieht,
ruhig gestellt, bis nichts mehr zuckt!

 

Du kennst es nicht? Kennst nicht das Land,
das vor uns da liegt im Morgengrauen?
Wenn nicht? Halte bitte deinen Tellerrand,
und sieh dich um, sei stolz auf’s bauen!

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1. Juli 2014 2 01 /07 /Juli /2014 11:19

 

Wenn’s an der Spitze nur so merkelt,
nachdem es lange Zeit geschrödert,
wenn Politik nur für Wahlen werkelt
und das Volk mit Rettung ködert -

wenn es überall nach Kriegen riecht,
laut grüßen Bomben, Leid und Tod,
wenn überall die Angst hoch kriecht
und sie noch handeln mit der Not -

wenn für Politik dazu Verdrossenheit
nicht mehr zählt als Widerspruch,
dann – so zeigt es die Vergangenheit -
riecht es nach Zusammenbruch.

 

 

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29. Juni 2014 7 29 /06 /Juni /2014 12:10

 Ein Kind nascht vom Schmerzensbäumchen,
die Tollkirschen, pflückt sich Blumen,
einsam verweilt es, träumt sein Träumchen -
es läuft davon, verliert nie Krumen.

Es läuft und läuft und läuft unaufhörlich,
nascht Kirschen, pflückt sich Blumen -
es läuft und läuft und es versteckt sich,
wenn sie von draußen herein zoomen.

Es läuft und verläuft sich, hübsches Kind,
bis Baum und Wiese liegen im Kargen,
wenn Verstecke ihm dort nicht mehr sind -
läuft und läuft es nur, wird es verzagen.

 

Du solltest wortlos diese Träne vergießen,
bevor es heimatlos, das hübsche Kind -
man wird es pflücken, lässt du’s sprießen,
wo Schmerz und Leid zu Hause sind.

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29. Juni 2014 7 29 /06 /Juni /2014 12:06

Ich würde so gern laut es schreien,
wo ist er geblieben, dieser Tag?
Der in Ferne immer vor mir lag -
man konnte Schultern, Ohren leihen.

Davon ließen wir uns längst befreien,
komm sage es mir, komm her und sag,
wie es dir nach wirklich stimmen mag -
einzeln steht  Glied für Glied in Reihen.

Als ich damals auf der Straß noch saß,
mit letztem Hemd und ohne Schuhe,
diese Tage, die ich fast schon vergaß,

 

sie liegen vor mir in der offnen Truhe.
An Tagen, als ich trocken Brot fraß,
lebt ich in der Gosse noch in Ruhe.

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29. Juni 2014 7 29 /06 /Juni /2014 09:23

Wie wurden aus Brüdern und Schwestern,
aus stolzen Banden, denen von gestern,
wie wurden sie Teil der lärmenden Meute,
nur Teil des Krachs von hier und heute?
Andacht, Demut und selbst Schweigen,
verlernt ihr im stolzen Finger zeigen.
Seht ihr nicht, um für’s Leben zu werben,
mussten viele gestern für uns sterben!
Hört ihr sie nicht? Melodien zu bringen,
gab man Hämmer! Sie zu schwingen,
wär in ihrem Sinne und sie zu heben,
nicht erklären, sondern alles geben,
um sie zu schwingen! Das wäre leben!
Sie hören zu lassen war ihr bestreben!

Aus diesem Sterben ein Leben zu machen,
nicht zum urteilen, richten und verlachen,
wo kein Fürst, kein Herrscher, kein Gericht,
für uns mit der fatalen Wahrheit bricht,
gab man uns Hämmer! Nicht zum Klagen!
Nicht zum Erklären! Um Alarm zu schlagen!
Zum nehmen der letzten Stufe Evolution,
die man heute vor uns sah, gestern schon,
doch ihr erbaut ihr euch, blanker Hohn,
aus ihren Knochen einen Thron -
für schwingen! Schlagen! Zum Wenden,
dafür mussten gestern ihre Leben enden!
Das Urteil ist dem Schächter das Fest,
drum gesellt euch damit nur zum Rest!

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28. Juni 2014 6 28 /06 /Juni /2014 07:31

Es fliegt über dem Dach noch Konfetti,
was ihnen drin einmal war Phantasie,
es hängen Tomatensauce, Spaghetti,
wo gekocht wurde heiß, gegessen nie.
Als Bild auf eines anderen Lätzchen,
hat manch Bildnis noch ein Plätzchen.

Gestern noch schlugen drinne Herzen,
ganz hoch hinaus, bis zum Himmel,
heute redet man drin über Schmerzen,
jedes Wort ist verloren im Gewimmel.
Kein Widerspruch stellt sich noch dar,
falsch ist, wer zuerst gegangen war.

Ohrenbetäubend tropft von den Decken,
in Eiseskälte noch das Schwitzwasser,
es knallen Hintertüren, rascheln Hecken,
argumentierend erklärt der Aufpasser,
was zu wissen sei, falsch und wichtig,
und manch Gefühl als falsch, unrichtig.

 

Die Zusammenkunft wirkt bedrückend,
und um das Dach fliegt bunt Konfetti,
Unglück bewirkt manche beglückend,
im Wind verweht die letzte Phantasie.
Und im Regen bunter Gedankensplitter,
grinst am Fenster noch der Schnitter.

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24. Juni 2014 2 24 /06 /Juni /2014 18:37

 Kehre gedanklich doch zurück!
Vergiss dies Zwischenstück!
Was man dir gab und stahl!
Mach es dir  nicht zur Qual!

Ich sage dir: Du bist wichtig
und machst so vieles richtig -
deshalb: Von nun an, jedes Mal,
lass zu wählen dir die Wahl!

Begreif als richtig, was dir so ist
und belass es, wie du’s  siehst!
Belass es ruhend auf sich liegen,
lass dich nicht auf Kniee kriegen!

Wen du als normaler siehst,
dem lässt du zu, das er’s genießt -
wird sein Wichtiges gewichtiger,
weil du ihn siehst als  richtiger.

Vergiss sie mal, deine Macke,
denn bauen andre ihre Kacke,
dann entschuldigst per se du,
ohne guten Grund dazu.

Für wirklich Gut und Richtig,
bist du für mich doch wichtig!
Und das du es mir so benennst,
so wie du es selbst erkennst!

 

Nicht eine Meinung ist wichtiger,
und nicht ein Falsch ist richtiger -
weil es ganz einfach richtig ist,
das du irrend menschlich bist.

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24. Juni 2014 2 24 /06 /Juni /2014 18:28

Man nennt es heute
Liebe
wenn man etwas
für jemanden
übrig hat -
wohl weil sie bloß
nur noch ein
Rest ist
von den Torten
die man abkriegt
aus der Bäckerei
die geschlossen wird
sobald wir darin
am langen Arm
endgültig
verhungert sind.

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24. Juni 2014 2 24 /06 /Juni /2014 18:22

 

Aus Fehlern lernt man, das ist Fakt,
doch wird das Lernen Drahtseilakt,
wenn Mensch lieber laut empört
richtend auf die Tugend schwört
und mit Fingern zeigt, verlacht,
um zu tun, als ob er keine macht.
Von oben herab lässt man gern grüßen,
tritt ab und an auch mal mit Füßen -
als ob jene, die sich selbst zerstören,
dort außen vor dazu gehören.

Warum ihm dort nicht Angst und Bange?
Etwas hält ihn bei der Stange!
Warum er sie nicht fallen lässt?
Ist doch klar! Er hält sich fest!
Er ging seinen Weg, immer weiter,
oben wankend, Richtung Leiter -
bis er’s gewagt sich umzublicken.
Nun will er sich so gerne zwicken,
doch hat er nicht die Hände frei -
wenn er es tät, wär es vorbei.

Konzentrier dich also anzukommen
und tu, was du dir vorgenommen!
Siehst du die Finger auf dich zeigen,
die dir wünschen, direkt abzusteigen -
es wird dir nur Angst und Bange!
Halt dich fest! Bei einer Stange!
Wurde euch ein neuer Weg zum Ziel?
Ihr gingt schon weit? Euch wird’s zu viel?
Ihr wollt vor Wut die Fäuste ballen?
Dann lasst nicht los! Wir werden fallen!

 

 

 

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23. Juni 2014 1 23 /06 /Juni /2014 17:43

Ihr also glaubt
wirklich Widerstand
zu leisten?

Aus der schlafenden Masse
ausgebrochen
seid ihr dabei,
zu einer trampelnden
Herde zu werden,
die auf jeden
zu hält,
der euch im Weg
steht.

 

 

 

Der Widerstand ist
zur Not
eben auch alleine
bereit,
sich dem entgegen
zu stellen,
was auf uns alle
zukommt!

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23. Juni 2014 1 23 /06 /Juni /2014 17:42

Ihr sagt mir,
ich sei
wie alle anderen
bloß ein Schlafschaf -
wie alle anderen
ein Tier
einer blinden
Herde?

Hört ihr nicht?
Ich sage
nicht
stehen geblieben,
sondern schreie
umgekehrt!

Außerdem wäre
schlafend zu stehen
immernoch
wesentlich besser,
als ferngesteuert
im Halbschlaf
zu wandeln.

 

 

 

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23. Juni 2014 1 23 /06 /Juni /2014 17:40

Natürlich ist es
nicht verkehrt,
wenn man sich
zusammen
in Bewegung
setzt.

Wer aber nicht
selber über
die Richtung
nachdenkt,
der marschiert
automatisch
mit nach rechts!

 

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23. Juni 2014 1 23 /06 /Juni /2014 17:26

Seht ihr nicht, der Meister der Lügen,
der bloß nie ganz die Wahrheit sagt,
wird um die Wahrheit euch betrügen,
weil ihr den Verlust nicht beklagt.

Man sieht ihn in den Köpfen rühren,
damit die Hirnsuppe verdampft,
bis zum Punkt wird er euch verführen,
wo das kleine Herz verkrampft.

 

Ihr folgt ihm blind durch Dunst und Nebel
und legt er ihn endgültig um,
schießt Blut in Augen und sein Hebel
macht aus dümmlich komplett dumm.

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22. Juni 2014 7 22 /06 /Juni /2014 08:17

 Was hatte ich in diesem Jahr
nach einem Augenblick
für Verliebte Gedanken
ich designte dir
die schönsten Kleider
wie schön zog ich sie dir
in Gedanken wieder aus
was hatte ich sie
in Gedanken
diese Wahnsinnsfrau.

Warum kommst du wieder
und der eine Augenblick
verlässt mich
obwohl du schöner warst
denn je
warum kommst du wieder
und jagst ihn vom Hof
als du sagst
du erhoffest dir
Pillen, die gegen Liebe
helfen?

Warum zitiere ich dir
statt aus einem Liebesbrief
nun aus dem Beipackzettel
als Nebenwirkung
Geldverschwendung?

Leider bist du
bereits geheilt,
weil du nichts mehr suchst
was du nie hattest.

Wo ist sie hin
seit diesem Augenblick
die Wahnsinnsfrau
in meinen Gedanken?

Nein, Liebe ist
keine Form von Beziehung
Liebe ist
ein grosses Geheimnis
man will es nicht verschweigen
es ist unaussprechlich
was vorgeht in zwei Köpfen
und hinter vier Augen
in Gedanken
wenn die Stille
sich so nahe kommt
das nichts bleibt
als ihr Kuss.

Siehst du dich
in meinen Gedanken
diesem Kleid
ich hoffe du
bleibst einen Moment
um es abzulegen
in diesem Augenblick.

 

 

 

 

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22. Juni 2014 7 22 /06 /Juni /2014 07:47

 Kreatives und Gedichte
Logik, Sprache und Berichte
Tausend Ideen und ein Schopf
ALLES dreht in meinem Kopf -
platzt er nicht, schreib ich Geschichte.  

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15. Juni 2014 7 15 /06 /Juni /2014 13:32

Im Pulk kommt an, wer dafür steht
und bereit ist mitzustrampeln.
Doch dacht ich mir: Wenn's abwärts geht
braucht man auch nicht mitzutrampeln!

Lärmend lehrt mir nun Geklingel,
dass außen vor. Für mein Treiben
droht es mir, aus dem Gewimmel,
einholend mit zurück bleiben.

Ich frage mich: Lässt's keine Ruh?
Fährt man zur Hölle, unbändig?
Seh's kommen, mit den Augen zu
und drehe mich so, freihändig.

 

Vielleicht bleib ich einsam liegen,
doch das Restlicht lässt mich glauben -
das wir noch die Kurve kriegen,
reflektiert's in Katzenaugen...

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14. Juni 2014 6 14 /06 /Juni /2014 20:22

Du glaubst also Doktors Pillen,
auf Rezept, das Gift für Willen,
sie tun dir also wirklich gut?
Es gibt dir also wirklich Mut?
Du nimmst’s nicht mehr so sehr,
wie früher noch so schwer?

Warum stehst du dann auf Waagen
und hörst sie über Kilos klagen?
Du gibst dir selber zu verstehen,
mit ihnen wird’s schon gehen?
Warum das Knie  sehr schmerzt?
Es ist der Körper, der dich herzt!

Noch trägt er dir Konsequenzen,
tritt für dich über Grenzen,
versuchst du ihn zurückzubiegen -
wird ab da dein Geist aufwiegen.
Die Kilos sind kaum vergessen,
dein Geist wird, wie besessen,

aus allen Nähten so lang gehen,
gibt dem Verstand zu verstehen:
Du zählst mich zu den Kranken?
Hier unten liegen deine SCHRANKEN!
Ans Unbewusste hilft kein Bitten,
bis das Tischtuch ist zerschnitten.

Ist die Akzeptanz die Uniform,
wächst dein Wesen aus der Norm,
bis einmal passend du’s gespürt -
und die Pillen sie dir zugeschnürt.
Dann wird sie nicht bloß zwicken -
du wirst tagtäglich drin ersticken!

Sie als notwendig anzusehen
bedeutet keinen Weg zu gehen,
ist der Höhepunkt erklommen -
wird zurück zurück nie kommen.
Willst du dann nach vorn sehen,
bleiben Kopf und Füße stehen.

Spürst du? Den Dämonenkuss?
Alles kann! Und nichts muss!
Er näht und will KLEIDER zeigen -
bis du bereit bist einzusteigen,
bis die Sinne dich drin sehen.
Spüren lässt bequem verstehen,

bis deine Augen flüstern leis:
so sieh dich an! Du bist heiß!
Kannst du die Hände spüren,
die unter’s Kleid dich führen?
Nimm den Ort! Nimm ihn an,
wo nichts muss! Alles kann -

wo wir sind? Ist Unwichtig!
Zeigt Waage: Du bist richtig!
Spürst du die Wellen schnellen -
musst keine Entscheidung fällen!
Lieg am Strand, lass sie kommen,
bis die Packung fort geschwommen…

 

 

 

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Satirisch-Heiteres:
Wolfgang Reuter
"High-matt-Land"
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"Der Mensch im Tier"

Petros´ Netz-Lyrik