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  • Lyrik-Veröffentlichungen "worträume" allein, "Mit Blindenhund durchs Liebesland" zusammen mit Ricardo Riedlinger und Volker Brauer und als einer von 10 Autoren aus Israel, Österreich und Deutschland: 10 X 10 = 100,
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  • Lyrik-Veröffentlichungen "worträume" allein, "Mit Blindenhund durchs Liebesland" zusammen mit Ricardo Riedlinger und Volker Brauer und als einer von 10 Autoren aus Israel, Österreich und Deutschland: 10 X 10 = 100, Prosa: "Planet der Pondos" (Rom

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Lesungen

22. März 2014 6 22 /03 /März /2014 13:07

 

ICH
ICH UNTERHALTE
ICH UNTERHALTE MICH

“ICH UNTERHALTE MICH mit dir,
um dir etwas zu erklären.”
Egal, was du in dieser UNTERHALTUNG
sagen wirst
es wird höchstens richtig,
nicht aber wahr sein.
Denn du sprichst
was du glaubst
zu anderen zu sagen
nach dir.

Was bleibt ist höchstens
Klarheit

Wahr-haftig wäre es, wenn egal,
was du einem anderen sagst,
vielleicht höchstens nicht richtig
doch niemals falsch sein könnte

Und was bliebe wäre nichts
als Wahrheit

 

 

 

 

 

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22. März 2014 6 22 /03 /März /2014 13:04

 

 

Du siehst zwei Hasen
einer hasiger
als der andere?
Du siehst zwei Pferde
eines pferdiger
als das andere?
Du siehst zwei Schweine
eines schweinischer
als das andere?
Du siehst zwei Menschen
von denen einer
menschlicher ist
als der Nächste

wären wir so human
wie der Hase
dann spitzten wir die Löffel
und sähen Menschen
die Dinge tun im Moment
Dinge tun
und nicht Vergangenheiten
auf denen wir bei Bedarf
persönliche Gegenwart konstruieren
auf den einbrechenden Altlasten
anderer

wären wir etwas pferdiger
diese Koppel sie könnte
für alle reichen
selbst für braune und weiße
nebeneinander
könnte diese Koppel
die verdammte Summe aller Koppeln
sie könnte reichen

Wären wir etwas menschlicher
als der Mensch
und würden Unmenschlichkeit bannen
statt Unmenschen zu bekämpfen
den Unmenschen gebrauchend
sich menschlicher nennen zu können.

Benannten wir alle die Unmenschen
in uns
erkannten wir auch den Unmenschen
in uns
im Unwesen anderer
und in der Umwelt um uns
nannten wir uns alle Unmenschen
als Teil des unmenschlichen Ergebnis
bliebe nichts als der Mensch
würde vielleicht Menschheit endlich
in Menschlichkeit Verbundenheit fühlend
schweinischer handeln
und aus dem verdammten Schlachthaus
wieder einen Saustall machen.

 

 

 

 

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22. März 2014 6 22 /03 /März /2014 13:02

 

 

wissen ist macht
denkst du dir
stolz erfüllt
in dem gefühl
es besser zu wissen
während deine sprache
im gleichen atmezug
zu dir spricht
mensch
du lebst in einer traumwelt

stell dir vor
du rennst ein rennen
zu langsam
du willst es besser machen
du tust es nochmal
stell dir vor
du spielst ein spiel
zu schlecht
du willst es besser machen
du tust es nochmal
stell dir vor
du weißt dein wissen
zu
?
du willst es besser wissen
und weißt nichts mehr
denn du kannst es nicht
nochmal tun
und tust es trotzdem immer wieder

würdest du zuhören
wenn deine sprache mit dir spricht
würde dir bewusst
das wissen nur existiert
wenn es entsteht
im bewusstsein
wird wissen
be-wusst

wenn du glaubst
mehr zu wissen
im gefühl etwas besser zu wissen
als ein anderer
ohne das er es besser weiß
durch dich
und du so
durch ihn
weißt du nicht mal
das du nichts weißt

wenn du glaubst
es gäbe besserwissen
weißt du nicht mal
das du nichts weißt

wissen ist ein virus
das heilsam wäre
würde es jeden infizieren
der damit in berührung käme
wissen ist ein virus
das heilsam wäre
wenn du infizierst wärst
und jeden infiziertest
der mit dir in berührung käme
wissen ist ein virus
das mit leben infizierte
wenn es sich verbreitete

wissen ist ein virus
das krank macht
wenn du nicht ansteckend bist
wissen ist ein virus
das krank macht
wenn du dich nicht anstecken kannst
wissen ist ein virus
das krank macht
wenn die erreger sich nicht verbreiten
wissen ist ein virus
das uns leben ließe
wärst du mensch
der wirt
anstatt zur krankheit zu mutieren
im glauben
etwas besser wissen zu können
gemeinsam auszusterben
mit dem virus
der eins war mit dem leben
bis du begannst es besser zu wissen

 

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22. März 2014 6 22 /03 /März /2014 12:48

 

 

 

am horizont blut -
rot grüßt der Tag zum Abschied
kalt geht die nacht auf  

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22. März 2014 6 22 /03 /März /2014 12:47

Deutschland raucht Marlboro
Tabakwaren-Topniveau
in unserm Lande sah man ein
rauchen, es kann tödlich sein.

In Tschechien sprechen nicht
die Schachteln von Verzicht
holst du Kippen an der Tanke
sage lieber: Öhm, nein Danke

die Warnung tut gar nicht Not
jeder Zug schmeckt nach Tod
nach einer Kippe grünes rotzen
nach einer Schachtel abkotzen

Tja, der liebe Tabakhersteller
er verdient Geld halt schneller
wenn in armen Ecken
Menschen schnell verrecken

“Ach die paar – mir zu ehren”
werden groß keinen scheren
sie fühlen sich echt noch toller
ist’s Konto voll – wird voller

weil er die Milliarden brauch
vergiften sie den Tabakrauch
er verdient erst richtig tüchtig
macht er viele möglichst süchtig

sterben ihm zu viele dran
wird es etwas teurer dann
sagt der Raucher: Zu teuer Mann!
Muss das Giftlabor wieder ran

schwarze Zahlen schreibt
wessen Kunde süchtig bleibt.
in Tschechien tut’s keine Not
die Raucher sind eh früh tot

Für die Lebensdauer würde lohnen
würde man in Deutschland wohnen:
denn hier noch sagt man nein
Rauchen? Es kann tödlich sein!

Und ein Süchtiger denkt: Echt?
und hört auf – dafür zecht
in Tschechien ein irgendwer
verreckt noch zwei Jahr eh’r

der Magnat der Gewinn erstrebte
als einer ihm zu viel überlebte
musste er gegenlenken
in Tschechien Kosten senken

damit, nur falls zu viele verrecken
er’s kann in neue Gifte stecken
logisch – wär doch echt gelacht
wenn er sie nicht noch süchtiger macht

 

 

 

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21. März 2014 5 21 /03 /März /2014 07:29

Das Leben ist ein Stühle-rücken -
auf denen Menschen gerne sitzen,
weil sie sich, durch sie, gerne schmücken
und deshalb hauen, stechen, schwitzen.

Kaum kommt ein Neuer geht’s ihm nah
und er steht dem ängstlich gegenüber.
Mensch! Stühle sind zum Setzen da!
Man könnte meinen, sie steh’n drüber.


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21. März 2014 5 21 /03 /März /2014 07:23

Mensch

ich fürchte
du könntest dich
ins Leere setzen
wenn du so
weiter machst
sagte ich

Nein
mir fehle bloß
der Bezug
zu den Dingen
die heutzutage
wirklich zählen
sagte er
und machte es sich
darauf bequem

 

 

 

 

 

 

 

 

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16. März 2014 7 16 /03 /März /2014 12:04

In bittrer Kälte leerer Räume
verwachsen Äste junger Bäume
ohne Sonne, die sie jemals säume
in harten Enden kahler Träume

Des zarten Pflänzchens ganzer Glanze
er tropft getaut in Perlen ab
von der Spitz’ der kalten Lanze
sinken Tränen in ihr nasses Grab

 

Sie steht allein am reißenden Fluss
mit gesenktem Kopf und nur der Steg
trennt noch vom letzten Abschiedskuss
auf ihrer Suche nach dem Heimweg

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16. März 2014 7 16 /03 /März /2014 11:50

 

Geld macht die Reichen reich
Geld macht die Birne weich
Geld hält manchen Reichen warm
Geld macht viele Arme arm
Geld macht manchen Schwachen kalt und hart
Geld macht manchen Starken kalt und zart
Geld macht Sinn für die Gewinne-Spinner
Geld – Dank ihm. Durch es. Spinnen Gewinner.

Weil durch Geld Verlierer hier Gewinner sind
sind nur Verlierer hier nicht komplett blind
denn: wer ohne Geld verloren ist an Rändern
der erkennt: diese Welt, sie muss sich ändern!
Und sie entlarvten die Gewinner als Spinner
enpuppten sie sich als echte Gewinner.

Doch es reichen keine bunten Schildchen
und es reichen keine grellen Bildchen
und es reichen nicht gesagte Worte
und es reichen nicht besuchte Orte.
Bis auf dich, Verlierer. Ist bereits alles bekannt.
Nur deine Wahrheit. Sie ist bis heute ungenannt.
Ihr alle klagt
ihr alle sagt
von anderen Orten
in anderen Worten
vom Bettler bis zum König, vom Sklave bis zum Scheichen:
Schuld sind die Dummen. Und verantwortlich die Reichen.

Verlust, Verlierer – machte Sinn!
Nähmst du, Verlierer – nicht bloß hin!
Würdest du nicht bloß wie die Spinner
dich selbst verkennen zum Gewinner.
Sagtest du zu einem Verlierer wie mir
diese Welt gehört uns. Nur uns! Mir und dir
dann müssten wir nicht als die Deppen
auf’s Bahnhofsklo die Scheiße schleppen.
Regierte das Geld nur König und Scheiche
machte Armut am Ende aus Armen noch Reiche.

 

 

 

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16. März 2014 7 16 /03 /März /2014 11:48

 

Wenn wir uns auf Erden glücklich nennen -
dann sagen wir, dass wir uns glücklich schätzen!
Weil wir diesen Rest als Glück erkennen,
wenn wir uns zum Unglück ins Verhältnis setzen?

 

 

 

 

 

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14. März 2014 5 14 /03 /März /2014 07:36

 In diesem Raum. Der wunderbar dunkel und kalt
wird junges Leben ungebrochen nicht alt.
Die winselnden Lieder von geplatzten Träumen
erklingen hier in Zungen zu Schäumen -

in diesem Raum. Der wunderbar dunkel und kalt.
Wo die Lieben suchen schreiend Halt,
bis das letzte Wort, das sie nach mir senden,
mit Menschen fällt. Von ihren Händen

bleiben im Blute abgedrückt auf  kalten Wänden
Zeugen der Kämpfe. Die in ihnen enden.

Zwischen Lieben an der Wand. Die wie Trophäen
lebendig wirkend nach dem Leben flehen
bleib ich regungslos. Einen Moment bloß stehen
und kann ihn im Spiegel vor mir sehen:

 

Diesen dunklen Raum. Und ein grinsender Spalt
spricht : „Einsam? Komm! Wir werden halt
einfach wunderbar dunkel! Und wunderbar kalt!
Ach komm wir werden! Gemeinsam nicht alt!“

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12. März 2014 3 12 /03 /März /2014 19:26

Ich WEISS-WEISS-WEISS-WEISS
du bist HEISS-HEISS-HEISS-HEISS!
Wenn du SINGST-SINGST-SINGST-SINGST
KLINGST-KLINGST-KLINGST-KLINGST!
Durchfährst du im LIED-LIED-LIED-LIED
mir jedes GLIED-GLIED-GLIED-GLIED!

Doch zwischen uns steht dort im Raum
eine Grenze, die du nicht erkennst!
Es stellt Wirklichkeit ständig dem Traum
in den Weg, was du Logik nennst!

Die Regel steht dir hier in diesem Spiel
weil du hin und her bloß fliehst
durch Welten, die zu einen einst war Ziel -
die du nun auseinander ziehst,

im Weg! Wenn grade genug viel zu viel
und beinah viel zu wenig ist!
Dann vergisst der Zug um Zug das Spiel
der geregelt jeden Schritt bemisst!

Kannst du denn Tage noch verpennen
wenn schlaflos drückt der Schuh
und nur um des Rennens Willen rennen
bis das schlagend Herz gibt Ruh?

Kannst du denn noch laut schreien: „FAST!“,
wenn’s Leben traum-fangend gekommen?
Weil du „FANG MICH DOCH“ gerufen hast
und Flucht nach vorn dir vorgenommen?

Im Verstand kann man geschickt sich wenden!
Doch mit vier heiß sich streichelnd Händen -
vom Mund – zur Brust – hin zu den Lenden
kann man überall! Im Freien, in vier Wänden -

wenn leidenschaftlich Lippen küssen
die sich leidenschaftlich küssen müssen;
wenn man Lippen küssen spürt,
wohin Küsse bisher nie geführt -

kann man überall! In vier Wänden! Im Freien!
Höhepunkte besorgen! Und sie laut beschreien!
Es muss nur Verstand sein, bis er dahin führt
dorthin. Wo man die Lust verspürt!

Ich WEISS-WEISS-WEISS-WEISS
wir sind HEISS-HEISS-HEISS-HEISS!
wenn wir SINGEN-SINGEN-SINGEN
ERKLINGEN-KLINGEN-KLINGEN!
Doch wird unsre MELO-DIE-DIE-DIE
erklingen: JETZT! Oder NIE-NIE-NIE!

 

 

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12. März 2014 3 12 /03 /März /2014 19:15

Im alten Wald dort stand ein Baum
und seine Eicheln lagen kaum
da kam herbei das wilde Schwein
und haute sich die Eicheln rein

 

Im Laufe  von vielen Jahren
Tiere und Pflanzen waren
im alten Walde ungestört
bis der Mensch kam, der empört

 

zuerst erlegte wildes Schwein -
weil Anblicke beleidigt sei’n.
Wälder fällend schuf er Räume
rodete Land, fällte Bäume,

 

bis den Rest vom Wald stellte dar
der Baum, der einst der Erste war.
Als kurz darauf war ausgestorben
Mensch der alten Wald verdorben

 

musst lang der Baum allein stehen
im toten Boden eingehen -
ohne Schweine, Eicheln, Blätter -
Dank saurem Regen. Das Wetter

 

 

war alles, was vom Menschen blieb.
Und dieses Schild, dass man beschrieb.
Und eine Mauer. Und ihr Putz.
Ein toter Baum. Und Denkmalschutz.

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12. März 2014 3 12 /03 /März /2014 08:20

 

Weil bezahlend Menschen Zechen blechen
den Sinn im Wort beim Sprechen brechen
produzieren fleißig wie die Bienen ihnen
die Schweigen brechend den Maschinen dienen

Melodie

Weil Musik im Rhythmusfluss
hinführend zum guten Schluss
im Gedankenbus an sein muss.

 

 

 

 

 

 

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6. März 2014 4 06 /03 /März /2014 12:30

Wie ein Getriebener hetze ich
mit offenen Ohren
durch menschenleere Straßen
was ich treffe ist ihr
Gebrülle
was ich verstehe?
Nichts mehr.

Völlig schmerzbereit hetze ich
sehenden Auges
vorbei an verkraterten Gärten
was ich höre sind
Bomben die platzen.
Was ich erkenne?
Nichts mehr.

Im Erdenhaus herrscht
zwischenmenschlicher
Stellungskrieg
den man zusammen führt bis
eine Befürchtung
eine Störung
ein Missverständnis
Unverständnis
verhärtete Fronten bildet.

Man gibt sich’s
man nimmt sich’s
hin und her
bis der eine die Sinnlosigkeit
dieses Krieges
im gebrachten Opfer erkennt
und seine weiße Weste schwenkt.
Bis der Andere seinen Frieden
im Eroberten
findet,
wenn geschlagene
gesenkten Hauptes
durch triumphgebogene Türrahmen
ausmarschieren.

Die Reparationen des Verlierers
kassiert das Schweigen
der in Worten bezahlt
die von nun an
ungesagt bleiben.

Die Reparationen des Verlierers
kassiert das Schweigen
welches die Kriegskassen
der brand-
wortschatzenden Gewinner
mit wehrloser Leere
befüllt.

 

 

 

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6. März 2014 4 06 /03 /März /2014 12:17

 

Im Innern dessen, was der traurige Narr
sagte dir, als es zu viel für ihn war -
in all dem Gepolter, Gewitter, Geschrei
wofür er nun bittet: Bitte verzeih!

 

Im Innern dessen, was er laut gebrüllt
lag in lauten Reden gut verhüllt
dir dort verborgen, schweigend still
was er wirklich sagen will:

 

Im Innern die Wahrheit
die ihn zum Äußersten trieb
die im Stillen liegend sagen will:
“Du? Ich hab dich furchtbar lieb!” -

 

äußerte sich leider laut,
weil der Narr die Angst satt
hat – die kommt, wenn er sich fragt:
“ob auch jemand mich lieb hat…?”

 

 

 

 

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6. März 2014 4 06 /03 /März /2014 12:04

 

So lange keiner Frieden schließt -
stellt sich die Gefahr doch dar
dass kalte Kriege heiß noch schießt -
wer bis dahin Verlierer war.

 

So lange keiner Frieden schließt -
ist und bleibt doch die Gefahr
dass antwortend auf Sieger schießt -
wer als Verlierer machtlos war.

 

 

So lange bis der Kreis sich schließt
kann man auf Waffen bauen!
Und genauso bis der Erste schießt
kalter Kriege Frieden trauen!

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6. März 2014 4 06 /03 /März /2014 11:56

 

guck mich an und nenn mich made
das tut zwar weh und ist auch schade
doch maden erfüllen ihren zweck
fressen sie sich fett im restedreck

von dem ihr tut als nähme man weg
euch den parmaschinkeneichelspeck
ich lebe lieber von den resten
als mich mit euch auf euren festen

auf kosten aller arsch fett sitzend
nur beim fressen bäche schwitzend
einzureihen unter spinnern
verlierer zählenden gewinnern

die von oben herab sehen als richtig an
und entpuppe ich mich dann
werd ich vielleicht zum schmetterling
wenn ich in die luft mich bring

dann lehrt dir das insektenvieh
die chaostheorie
wenn wir durch ein flügel-schlagen
von fern den ganzen sturm los-jagen

 

 

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5. März 2014 3 05 /03 /März /2014 07:05

 

Wenn Worte
und Gedanken
durch Stift und Papier
auf ihrem Weg
durch uns zum Ziel
werden,

weil wir nicht gefangen bleiben
in Blicken
die nicht weiter reichen
als das Auge sieht.
Wenn der Traum wahr
werdend ist
der dich durch den Horizont
erweiternd
weg von dir
hin zu Worten treibt,

in denen man nicht gefangen ist
und bleibt
weil sie weiter reichen
als das Auge sieht.
Wenn der Platz wahr werdend
wird
an den das Herz flieht
wenn er sich in dessen Be-schreibung
unbegreiflicherweise
offenbart:

dann wird Hoffnung
Wort für Wort
durch hoffnungsvolle Worte
echt
werdend
zu echter Hoffnung.

Wenn Worte
auf ihrem Weg zum Ziel
durch uns
lebendig werden -
dann wirken wir durch sie

be-lebend

weil wir uns in ihnen
unsere Hoffnung be-schreibend
offenbaren.

 

 

 

 

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2. März 2014 7 02 /03 /März /2014 12:42

Es denkt sich das
Geheimdienstass
er sucht und findet
doch er-blindet.
Mit drauf geschmissen
voll geschissen
ist ihre Datenbank
dort  im Gestank
wo sie ersaufen
mit im Haufen.
Erst dann hinter dir
das glaube mir
lässt man laufen
hinter’m Haufen
bei ihm im Turm
zusammen Wurm!
Für den ihr erblindet
die Nadeln findet.  

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1. März 2014 6 01 /03 /März /2014 07:28

 

In Ahnlehnung an des Meisters kleines, aber feines “Damenbusen/Haustürklingel”-Selbstversuchgedicht. Ein Freund nennt mir zwei x-beliebige Worte (was er noch üben muss, was im direkt nachgefolgten Versuch noch deutlicher wurde), ich versuche ad hoc ein Gedicht daraus zu machen. Wer will kann gerne mitprobieren, macht Riesenspaß! 

 

 

In Afrika im dunklen Stollen
die Minenarbeiter zollen
dessen Tributen ihr Tribut
der nie Dunkel oder Stollen
betritt ihnen Tribut zu zollen
der rechnend glaubt’s wär richtig gut
zollen Andre seinen Attributen Tribut.

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1. März 2014 6 01 /03 /März /2014 07:26

 

 

Wenn wir statt Hände ringen
einsetzen was wir haben
die PS auf Straßen bringen
weil wir nutzen unsre Gaben -
wenn von Stoßstange bis Motorhaube
sich im Gedicht vereinigt die Denker
von Felgen bis zur letzten Schraube,
Reifen, Muttern, Sitze, Lenker,
von der Front zum Kofferraum
aus ichbin dubist erist sieist siesind
zusammen bauen auf den Traum -
WIR EIN AUTO sind und geschwind
sich Türen öffnen, wir einstiegen -
quietschen Reifen und pfeifen Ventile
man sieht zum Horizont uns fliegen,
denn wir sind eins! Sie sind bloß viele!

 

 

 

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26. Februar 2014 3 26 /02 /Februar /2014 07:37

 

Hörst du nicht? Selbst in neuen Worten
erklingt uns nicht die ganze Klarheit.
Siehst du nicht? Selbst an neuen Orten
findet sich nicht unsre ganze Wahrheit.
Hörst du nicht? Selbst die eine Hand,
die im Dunkel hier dich fest noch hält;
siehst du nicht? Bewandert totes Land,
an dessen Ende sie mit dir fällt.
Siehst du nicht? Es ist dunkelste Nacht.
Warum? Hörst du es und siehst es nicht,
es ist das Dunkel, das uns finster macht,
siehst du es nicht? Was uns fehlt, ist Licht!

Hörst du im Dunkel die Ketten poltern?
In Ketten liegen schwitzend Schmerzen,
die die Nachtruh mit Klängen foltern -
tanzend auf dem Grunde meines Herzens.
Siehst du, wie schwarz das Kleid umhüllt,
vom Fuss bis hoch unter die Augen?
Siehst du ein Fass voll Glut gefüllt
allein dort stehen? Doch dran glauben?
Sieh ihn die Hand reichen, den Blinden,
der im Dunkeln dich stehen sieht.
Wirst ihn ewig suchen, immer finden -
spürst du? Wie er in die Tiefe zieht?

Siehst du sie dort, die weiten Welten,
die in seinen Augen zeugen von Ferne?
Siehe dort in den Himmelszelten
hell erleuchtet entfernte Sterne!
Hör die Welt, die zwischen uns liegt,
Noten in den brachen Acker pflanzt,
hör den Geist! Der durch die Nacht fliegt,
kannst du’s spüren? Wie er in mir tanzt?
Hörst du weinend meine Tränen fallen?
Tropfend vor mir in blutige Pfützen -
hör des Tropfens Echo schallen!
Sieh, wie sie beim Weinen nützen!

Kannst du die warmen Hände spüren,
gehauchte Küsse im warmen Wind?
Kannst du’s fühlen? Ich werd dich führen
an den Ort, wo wir die Ersten sind.
Kannst du’s spüren? In uns wird’s heller,
spürst du? Spürst du? Wie nah wir uns sind?
Kannst du’s fühlen? Wir werden schneller!
Dann komm! Dann komm mir nahe, mein Kind!
Siehst du sie dort im Schatten sitzen?
Dann schrei! Dann schrei! Es soll erschallen,
dem spitzelnd Auge glasig blitzen,
von mir und dir! Zum Rest! Und allen!

Es soll warm! Warmer Regen fallen,
auf Körper, die brennend sich erhitzen,
im Gegenwinde in die Ferne hallen
wie Frischluft durch die Nebel schwitzen!
Spürst du es? Etwas liegt in der Luft,
siehst du es? Wie sie sich erheben?
Riechst du? In der Luft liegt Morgenduft.
Hörst du? Wie sie sich neu erleben?
Dann schrei! Dann schrei! Dann schrei’s heraus,
die Erde! Lebt! Lebe! Lass uns leben!
Ich klatsch! Ich klatsch! Ich klatsch Applaus,
die Erde bebt! Bebe! Lass uns beben!

 

Siehst du ihn? Den Menschen, wie er rennt
über Tote, Leid, Blut, Gift und Nöte.
Siehst du den Planeten, wie er brennt?
Siehst du am Himmel die Morgenröte?
Dann sieh mich meinen Berg besteigen.
Es war nicht Sinn, dass wir uns finden!
Siehst du zum Horizont mich zeigen,
ist es Zeit für mich! Zu verschwinden.
Vergiss mich nur nie! Weine und sieh:
die Dinge nehmen tanzend ihren Lauf!
Was zum Leben fehlte, war Melodie -
mit dem Lied geht die Morgensonne auf!

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26. Februar 2014 3 26 /02 /Februar /2014 07:29

 

 

Nur wer seinen Panzer
mit dem richtigen
Notenschlüssel startet
hat die Kugel im Lauf

Um auf’s Feld zu rollen
und den Bastard
den wir Leben nennen
genau zwischen
seinen Augen
zu treffen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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24. Februar 2014 1 24 /02 /Februar /2014 07:45

Ich sitze hier und sing laut heiter
leis mich fragend immer weiter;
Hab ich nen Riss? Bin ich gerissen?
Was alle Andern scheinbar wissen.
Der von draußen mir am Fenster winkt,
am Glashaus steht zu seh’n: er sinkt!
Der Nachts heimlich am Bett mir sitzt,
ins Ohr mir flüstert, mit mir schwitzt.
Die Tag für Tag kommen und gehen,
die Tag für Tag es kommen sehen.

Ist es Schmerzens-oder Herzensblut,
ist’s lebensmüd? Ist’s Todesmut?
Was ich vor mir seh in Klarheit -
nicht in mir steckt diese Wahrheit!
Ich bin ein Weiser, der die Wahrheit findet -
ein Kind, dass sich die Schuh nicht bindet;
ich bin ein Spinner, über Senkel stolpernd -
Gewinner, Richtung Ziele holpernd;
je nachdem, ob sich wer findet -
der kommt und mir die Schuhe bindet!

Bin ich Grund zum Klatschen? Grund zum Fluchen?
Bin im Grunde nichts als Grund zum Suchen.
Nach dem Ort, an den ich fort gestohlen -
mich zu finden! Und dich abzuholen!
Wer durch Gitterfenster in den Kerker steigt,
mir die Hand reicht, statt mit Fingern zeigt;
wer kommt und hilft mir aufzustehen,
an dessen Seite will ich voran gehen!
Wenn du mich hälst, dann kann ich führen -
durch die Tür, wo sie Beton anrühren.

Wer mich liegen sieht und doch bewegt
wer mich fallen sieht und doch erträgt
dem zeige ich, was sich versteckt
an Orten, wo man sonst aneckt
wo das Leben eingemauert
mit letztem Stein auf’s Ende lauert!
Wo Andere verschämt wegblicken,
dort werde ich dich lustvoll zwicken!
Wo du die Augen schließt zum Verstecke,
dort werd ich brüllen: Komm! Verrecke!

Wenn du wortlos bittest, ich soll schweigen,
werd ich lachend mit dem Finger zeigen;
bis du Wut hast, nimmst den Strolch
fasst sein Herz, nimmst den Dolch
fasst den Mut, nimmst den Frust
treibst ihn in des Lebens Brust!
Hörst du? Wie wir diesen Schrei befreien -
dass Leben nach dem Leben schreien?
Siehst du? Wie wir gegen Morgen rennen -
heute morgen hinter uns brennen?

Siehst du, wie wir gen Morgen fliehen,
wie wir Morgen morgen nach uns ziehen?
Siehst du, wie wir uns Morgens küssen,
wenn wir es tun, weil wir es müssen?
Wie wir offen auf der Straße liegen,
uns leideschaftlich ineinander biegen?
Wie wir’s offen auf der Straße treiben,
bis Andren wird nichts Andres bleiben,
als sich in dunklen Ecken, hinter Hecken
vor Geilheit stöhnend Wunden zu lecken?

Siehst du nicht? Was wir verpassen,
wenn wir unser Herz nicht fassen?
Hörst du nicht? Ich such ohne Pause,
nach meinem Frieden und zu Hause!
Wo ich erwache und hör Kinder lachen,
die laufen-fallen-lernen-machen.
Wo ich erwache und der Frieden siegt,
weil friedlich schlafend dort noch jemand liegt.
Du hörst mich von zu Hause singen?
So hol mich ab! Ich werd uns bringen!

 

 

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