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  • Lyrik-Veröffentlichungen "worträume" allein, "Mit Blindenhund durchs Liebesland" zusammen mit Ricardo Riedlinger und Volker Brauer und als einer von 10 Autoren aus Israel, Österreich und Deutschland: 10 X 10 = 100,
Prosa: "Planet der Pondos" (Rom
  • Lyrik-Veröffentlichungen "worträume" allein, "Mit Blindenhund durchs Liebesland" zusammen mit Ricardo Riedlinger und Volker Brauer und als einer von 10 Autoren aus Israel, Österreich und Deutschland: 10 X 10 = 100, Prosa: "Planet der Pondos" (Rom

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Lesungen

24. März 2013 7 24 /03 /März /2013 18:41

 

Meine Arbeit mache ich seit Jahren gerne.

Nur im Traum da reise ich in weite Ferne.

Erst in der Ferne, ob im Raum, ob in der Zeit,

macht sich Glücksgefühl und Ruhe in mir breit.

 

Meinem Chef dem haut´ ich gern eins in die Fresse,

denn der sieht nicht eine Pause, dass ich esse.

Trotzdem schnauzt er mich so süffisantig an,

ob das alles ist, was ich noch leisten kann.

 

Und dann mach ich endlich die gesuchten Fehler.

Ja, da tickt er wie ein geiler Geigerzähler.

Wirklich glücklich sieht er dabei endlich aus.

Tut mir Leid, spricht er, und schmeißt mich Alten raus.

 

Die Zeit des großen Wandels, weiß ich, ist nicht reif.

Doch den Heimweg weist der Firma Feuerschweif ...  

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24. März 2013 7 24 /03 /März /2013 14:43

 

In eine Grube fielen einst drei Hasen.

Der eine weiß wie Schnee,

der zweite grau wie die Erde,

der dritte aber braun wie die Borke der Bäume.

Wie gern hätten sie zur Flucht geblasen.

Wärn geschwommen wie kein Hase im See,

wärn geritten auf dem Rücken der Pferde,

hätten verwirklicht selbst verrückteste Träume.

 

Doch sie haben einander misstraut.

Du als erster springst raus vor uns andern?

Dann hätt ich auf Hasen gebaut,

um der Grube Rand zu erwandern.

Nein, da kann ich der erste nur sein;

ich versprech, ihr bleibt drin nicht allein.

 

Ein Fuchs hat sie alle gefunden.

Und die Seinen hatten Fressen für Stunden.

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24. März 2013 7 24 /03 /März /2013 12:48

 

Stell dir vor,

es käm der Tag,

da hätte das Gute gesiegt!

 

Kein Gedicht

klagte mehr über

Ungerechtigkeit und Armut.

 

Kein Lied

rief mehr zum Kampf

gegen Krieg, für den Frieden.

 

Alle Lyrik

lobte die Liebe.

Wie langweilig!

 

Ihr Dichter!

Rettet den Kapitalismus!

Allein verlassen zu werden -

kann das die Kunst genug beflügeln?

Hofft auf die Schäden an

der Umwelt von Dauer -

sie erhalten für Jahrzehnte

den hohen Künsten den Stoff ...

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23. März 2013 6 23 /03 /März /2013 07:09

 

An der Schlange stehen sie,

das Buch, das sie gekauft,

vom Dichter signieren zu lassen.

Dabei haben sie es doch geschrieben

das Buch der Geschichte(n).

 

Am Stammtisch

verfluchen sie

die Politik der Regierung.

Dabei haben sie sie doch

gewählt.

 

Am Schalter

ziehen sie

ihre Wartenummer.

Dabei lebt die sie entwürdigende Macht

von ihrer Arbeit.

 

Aber sie haben doch keine Arbeit,

sagen sie.

Wann werden sie

verstehen?

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22. März 2013 5 22 /03 /März /2013 17:52

 

Ich bin nach dieser Nacht

mich schämend aufgewacht.

Nicht einmal Siegmund Freud

hätt weiter mich betreut.

Wer sollt´ nach solchem Traum

mir weiter noch vertraun?

 

Die Startzeit-Lücke klafft,

weiß nicht wie ich´s geschafft.

Security, oh Schreck,

war unsichtbar und weg.

 

So nahm ich ungalant

der Lady aus der Hand

den Fotoapparat

zur Blitzgewittertat.

 

Der Mann, auf den ich schoss,

saß auf dem höchsten Ross,

führt ein Imperium.

Wie bin ich klein und dumm.

 

Ja, ich nahm schrecklich schnell

den Knipser von Michelle.

Ich knipste Schuss um Schuss,

im Wissen, gleich ist Schluss.

 

Es trieb mich, dies allein

brächt Ruhm und Reichtum ein.

Der kurze Augenblick

war meine Chance auf Glück.

Durch solchen Bubenstreich

hofft ich, ich würde reich.

 

Wie es dann weiterging

bei diesem irren Ding?

Der Traum war sofort aus.

Nix ist´s mit Saus und Braus.

 

Der Spiegel meint, welch Schreck:

Auch der träumt solchen Dreck.

Setzt faule Mittel ein,

um schnell berühmt zu sein.

 

Ich häng den Spiegel zu.

Ganz sacht komm ich zur Ruh.

Tröst mich, dass jeder Mann

mal Falsches träumen kann ...

 

 

 

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21. März 2013 4 21 /03 /März /2013 07:44

 

Ich musste etwas sagen,

ich fühle mich betroffen.

Ich weiß nicht, was ich tun soll,

doch ich bin für alles offen.

 

Ich paddle im Gelee

ich komme nicht voran.

So vieles wär zu tun,

was alles ich nicht kann.

 

Ich strecke Hand für Hand

ins dunkle Leere aus.

Ich denke an den Wurm

an mir beim Leichenschmaus.

 

Sagt ich zu häufig ICH

an Stelle WIR zu sagen.

Die Losung seift mich ein -

wo darf ich mich beklagen.

 

Auf großen Lettern lügt´s

Das Wir entscheidet.

Ich ahne es jedoch:

Das Wir ist´s, das grad leidet.

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18. März 2013 1 18 /03 /März /2013 20:13

 

Es geht mir gut.

Ich habe satt zu essen.

Der Stromanbieter ist bankrott,

doch darf ich das vergessen:

Wenn ich nur irgendwie bezahl´,

kommt Strom aus jeder Dose.

Und auch die Wasserspühlung geht.

Nichts geht mir in die Hose.

Auf meinem Konto eine Zahl

die garantiert mein Leben.

Was ich an Giften zu mir nehm,

das merk´ ich nicht jetzt eben.



Doch schmecken meine Fast Foods nicht

und´s Hemd es juckt so billig.

Ich stell mir vor, wie wer das macht:

durch Prügel wurd er willig.

In diesem Augenblicke grad

stirbt irgendwer an Hunger,

wenn ich mit leichten Worten spiel,

am Häusereingang lunger.

Das Kind, das gern zur Schule ging

vielleicht, tät´s eine kennen,

die Frau am Queck- nicht -silbersee

möcht in die Ferne rennen.

Sie hängen fest am Schatten meines Glücks,

dem kleinsten Teilchen meines Stücks.



Und doch bleibt mir mein Glück im Halse stecken:

Es ist bezahlt mit fremden Kinds Verrecken ...

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17. März 2013 7 17 /03 /März /2013 15:31

 


Es merken der Kette Gäste im Sterben,

dass viele Köche den Brei verderben.

So sagt man es ganz allgemein,

doch das muss gar nicht richtig sein.



Denn was wir so innig zusammen tun,

lässt es uns auch nicht lange ruhn,

gerät am Schluss uns wohl am besten,

… der Kette wegen fehlt´s an Gästen.

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14. März 2013 4 14 /03 /März /2013 17:11

Es posauniert ein Schneckenmann,

dass, wer nur will, auch alles kann.

Er beispielsweis´ rennt in die Fernen -

man würde ihn noch kennen lernen.

 

Er streckt und reckt sich voller Mut

er sei ein Schneck, er könnt´ das gut

doch schon scheint der Entschluss zu keimen:

Als Schneck geht´s vorwärts nur durch Schleimen.

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10. März 2013 7 10 /03 /März /2013 07:21

Zwei Menschen haben mein Gedicht gelesen

zwei Menschen auf der ganzen Welt.

Dem einen half es zu genesen

vom Fäulnisvirus namens Jagd nach Geld.

 

Die Verse haben mir noch nicht gefallen,

die Reime kamen weder rein noch gut.

ich zeigte sie herum trotz allem:

naiver, selbstgerechter Übermut.

 

Bei zwein von euch da sind sie angekommen,

die Strophen starben nicht im Kunstvergleich. 

Da wurde mein Versuch schon angenommen

und meine Freude macht mich reich.

 

Wie fern ist doch die Kunst dem Leben:

Bereichert dadurch, frei sie fortzugeben.

 

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8. März 2013 5 08 /03 /März /2013 11:42

 

 

Du stehst an deinem Feld mit einer Hand voll Samen

für Pflanzgut mit verschiednem Namen.

Du redest dich mit unser aller Ende raus,

doch macht es trotzdem etwas aus,

was du in diesen, deinen Händen hältst,

ob du beim letzten Gang durch eignen Auswurf fällst.

 

Dein Feld ist so unendlich klein, wenn du vom Kosmos aus herniederschaust,

doch reicht dir nicht des Raben Perspektive?

Der ist erfreut, sieht alles, was du Gutes baust.

Dass er drauf scheißt, ist seine Dünge-Inititiative.

 

Du stehst an deinem Feld mit einer Handvoll Samen.

Und einst triffst du die andren, die wie du zum Säen kamen.

Du wirst es untot wissen, was vergeblich war.

Doch sag das nicht bereits in diesem Jahr.

Vielleicht als Warnung mal das Bild vom Untergang.

Damit er bleibt, der Klang von Vogelsang.

 

Dein Feld ist so unendlich groß aus eines klugen Raben Sicht.

Dort änderst du der Welten Lauf, hat deine Saat allein Gewicht.

Dort ist kein Tag auf Tag banal,

dort lohnt sich jedes Tages Qual.

Der Jüngste Tag ist dunkel - du bist Licht.

 

(Und spielt grad wer an deinem Schalter,

versetze ihm mit Strom nen Schlag.

Und hilft das nichts, was machts, Mensch, alter,

nach jeder dunklen Nacht folgt Tag)  

 

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3. März 2013 7 03 /03 /März /2013 08:31

Wenn alles schläft, heißt es für mich zu wachen,

damit euch stets der rechte Traum bedrückt

von Stasi und von andern bösen Sachen

und ihr mich annehmt, duldsam wie verrückt.

 

Wenn alles schläft, heißt es für mich zu wachen.

Ich sehe alles, was ihr denkt und tut.

Nur keine Angst, ihr könnt es weiter machen.

Wenn ihr nur Linke jagt, dann ist ja alles gut.

 

Wenn alles schläft, heißt es für mich zu wachen.

Glaubt ihr, ein Schritt von euch entginge mir?

Wenn nötig, kann ich Mord entfachen.

Bin ein Stück Macht und ein Stück Dreck seid ihr.

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2. März 2013 6 02 /03 /März /2013 12:30

 

Vielleicht ists schlimm, ein Herdentier zu sein.

Ich häng mein Schicksal an die Füße eines andern.

Ich fühl mich wohl, ich bin ja nie allein.

Doch kopflos werd´ ich in den Abgrund wandern.

 

Die Ahnung drückt mit wachsendem Gewicht.

Um mich herum stehn all die Lemmingmassen.

Und wo der Ausweg wäre, seh ich nicht

und möchte doch das Unfassbare fassen.

 

Ich laufe keinem Führer hinterdrein,

woraus auch immer der die Übersicht gewonnen.

Doch rette ich nur mich allein,

ist alle Freiheit lemmingleer zerronnen.

 

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28. Februar 2013 4 28 /02 /Februar /2013 14:52

 

Ein Glück, dass ich grad dich gefunden habe,

der Blüte Nektar, woran ich mich labe.

Solch kitschig Zeug sollt ich an jedem Tag dir dichten,

ein Haus zum wohlig Wohnen uns errichten.

Dich oft und immer neu beachten

und nicht vergessen, was zusammen wir einst machten

und machen werden in den Resten unsres Lebens …

und merk, dass der Versuch vergebens.

 

Wir werden grauer an den Alltagsdingen,

die Hände rauh vom ewgen Feudelwringen,

Wir sind so müde, wenn der Abend dämmert,

und überhaupt … Auch du fühlst dich belämmert.

Knurrst Lass mich! Und die Fingerspitzen

verliern das Leuchten und das lustvoll Blitzen.

Wir leben aus Gewohnheit bei dem andern,

sind nur zu faul, zum Suchen und zum Wandern.

 

Sind sie dann weg am Montag unsre Enkel,

dann gehen wir uns schweigend auf den Senkel.

Beim Fluchen siehst du mich im Grab entschwinden.

Oh Gott, wie solltest dus verwinden,

allein auf dieser Erde zu verweilen.

Es wäre niemand da, sein Los mit dir zu teilen ...

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25. Februar 2013 1 25 /02 /Februar /2013 11:30

 

Am Baum meiner Gefühle

reifen Worte zu Gedichten.

Herbst ist es, Zeit der Reife.

Kommt, pflückt, was aussieht,

als könnte es euch schmecken!

Den Rest lasst hängen.

Vielleicht braucht er noch

Altweibersonnenschein

für leuchtend rote Bäckchen.

Vielleicht kommt noch wer,

dem die Rotbäckchen zu süß wären.

Vielleicht findet sich jemand,

der zu Wein keltert,

was des Sommers Erinnerung umfruchtet.

 

Der Baum deiner Gefühle

sucht Boden

darauf zu wurzeln.

Komm, gib mir deine Hand

zum Wandern auf die andere Seite

der Mauern.

Bohren wir uns

einen Brunnen für

reines Wasser

zum Trinken aus der Hand.

 

Der Baum meiner Gefühle

erschreckt dich mit

seinem fruchtfeindlichen Wildwuchs,

der rissigen Rinde,

dem Schrumpfen seiner Früchte.

Vielleicht müssen wir

unsere Äste vereinen

mit freundlichen Bäumen

zum Wald?

An Stelle großer schöner Früchte

böten wir Schutz vor

beugenden Winden und

brennendem Licht

für spätere Bauern.

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19. Februar 2013 2 19 /02 /Februar /2013 12:05

Starke Frauen tanzen des Nachts

auf hohen Absätzen um erdachte Feuer

zeitlosen Zigeunern gleich 

Lassen wir die alten Tage

zurück zwischen Steinen

Über den Bergen

finden wir Liebe ohne Lügen

wie sie der Verstand verlor

In durchsichtige Mäntel gehüllt

lieben wir uns wund

über den Bergen

finden wir wofür das Wort

wir vergaßen

Gipfelnd ohne Lügen

tun wir uns neuen Verstand an

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18. Februar 2013 1 18 /02 /Februar /2013 11:06

 

 

An meiner Tür da wartet schon der Arbeit lange Schlange.

Geh ich hinaus, dann nimmt sie mich voll Vorwurf in die Zange.

Ich hätt nicht dies und auch nicht das erledigt und gemeistert.

Mir fällts wie Schuppen aus dem Haar. Ja, stimmt, sag ich entgeistert.

Was bin ich für ein armer Wicht -

was ich all will, gelingt mir nicht.

 

An meiner Tür da wartet schon der Mann mit Lust an Qualen:

Er hat die Rechnungen sortiert, die ich nicht konnt bezahlen.

Ich reiche ihm mit Unschuldsblick zwei große Wasserkrüge.

Die dürft er leeren mit Genuss, ob ihm das nicht genüge.

Was bin ich für ein armer Wicht -

was ich all will, gelingt mir nicht.

 

An meiner Tür da wartet schon der Schwarze mit der Sense.

Ich öffne einen kleinen Spalt und murmle: „Ja, ich kenn´se“.

Doch habe ich so viel zu tun. Da bleibt mir keine Zeit zum Ruhn. Bei mir liegt er daneben.

Er soll nur weiter gaffen, was mir noch bleibt zu schaffen reicht 99 Leben.

Was bin ich für ein armer Wicht -

was ich all will, gelingt mir nicht.

Mein Pausentrunk ist kümmerlich,

da sing´ich leise wimmerlich ...

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18. Februar 2013 1 18 /02 /Februar /2013 10:39

 

Ich lach so gerne über mich.

Was Bessres kanns nicht geben.

Da weint kein andrer bitterlich

und Lachen strafft das Leben.

 

Ich küss so gerne deinen Bauch

und deine Hinternhügel

und deinen Busen lieb ich auch

und deine Engelsflügel.

 

Ich seh die Welt mit Ungeduld

in ihr Verderben rasen

und daran wär ich ungern schuld

als Tunichtsschaf beim Grasen.

 

Du meckerst, ich sagt´ immer ich?

Wärn wir ein Wir, dann bräucht ich´s nich.

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17. Februar 2013 7 17 /02 /Februar /2013 20:07

 

Der Sonderbeauftragte Gottes

für das Wetterprogramm für

Berlin und Umgebung

spürt verschwommen sein Erwachen

aus tiefem

oktobrialen Schleenlikörrausch

Seine zittrige Hand sucht die passende

Tastenkombination für

Wunderschöner Winteranfang

Er findet die Taste F9

Raureif auf Birkenzweige hängen

Halb schon munter

fällt ihm ein

im November sei F4

Sicht verkürzender Nebel

häufig gebraucht

und freut sich darüber

wie die Homhommo Sapsappiens

die Sonne erahnen

als lebten sie in Saturnnähe

Hatte er eigentlich F1

Frost zur Morgenstunde

gedrückt?

Aber das Programm

war ja mit F9

gekoppelt

 

Welch wunderschöner

Wiwiwintermorgen

rülpste der Gottesbeamte

Da erschien sein Dienstherr

Wo sind meine Märzenbecher?

Habe ich etwa den

Weweweihnachtsmann

verpasst?

Dir werde ich dein Weckprogramm

updaten müssen

grummelte der

oberste Herrgott

mühsam um Beherrschung ringend

Jetzt nicht noch

ein Märzgewitter

murmelte er

während er sein

Antivirenprogramm

auf den Wetterrechner überspielte

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12. Januar 2013 6 12 /01 /Januar /2013 17:36

 

Seid doch still, ihr dummen Laffen,

die ihr abstammt wohl vom Affen:

Der, der ein Vernunft-Phantom

tritt nun ab im neuen Rom.

 

Oh, die Menschheit darf jetzt hoffen,

Osterträume sind nun offen,

dass der neue besser werde

beim Behirten auf der Erde.

 

Ach wie war der Benedikt

in der Weisheit Leere strikt,

kündet laut durchs Megafon:

Teufel schufen das Kondom.

 

Papstes Eltern als sie nackt

sich dem andren eingepackt

hätten besser unbeschmutzt

damals ein Kondom benutzt.

 

Nun wünsch ich dem Vatikan

einen Menschlichkeitsorkan.

Dass die mammonsgeilen Reichen

endlich von der Erde weichen

 

Irdisch wie im Himmelreich

seien alle Menschen gleich.

Solchem christlich reinen Traum

frönt das nächste Päpstl kaum.

 

Hoffnung flieht, so ist es Brauch,

durch den Schornstein bald als Rauch ...

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7. Januar 2013 1 07 /01 /Januar /2013 11:20

 

Auf welche Weise

sollten wir ihn

beerdigen?

Im Eichensarg

vor dem letzten Weg

von bezahlten Kosmetikern

zu jugendlicher Scheinfrische

schöner gemacht als

zu Lebzeiten

je gewesen?

In aller Öffentlichkeit

einer alten Eiche

ein Schicksal

zwischen Würmern androhend

oder

noch einmal mit krematorialer

Rauchfahne verkündend,

vom Vertreter Gottes auf Erden

sind wir erlöst?

Oder wollen wir ihm

lieber gleich

ein heimisches Höllenfeuer

bereiten,

damit seine Spuren sich

zu einem Häufchen Asche verbrannt

und in alle Winde zerstreut

auf der Erde verlieren?

Vielleicht fertigen wir

eine Urne,

dass nach Jahrtausenden

verwunderte Baumeister

auf erfrischter Krume

etwas finden, um sich zu wundern.

Ja,

werden sie sagen,

damals,

werden sie sagen,

war die Zeit des Schwarzkünstlers

mit den vielen Pseudonymen.

Und wenn seine ganzen

Künstlernamen

vergessen sein werden,

wird auf der Urne

noch immer stehen

KAPITALISMUS.

 

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6. Januar 2013 7 06 /01 /Januar /2013 11:10

 

Kunstblut.

tropft aus deinen

Mundwinkeln,

damit ich dich

in die Arme nehme

Dabei fährst du

Arbeitsspeicher

schon wieder

dein Programm hoch,

mir wehzutun.

Wenn du mir

hinter deiner Puderlarve

Gefühle vorspielst,

wirst du

frei von Zweifeln sagen,

wir haben eine

große Liebe.  

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5. Januar 2013 6 05 /01 /Januar /2013 08:42

 

Ich konnte nicht

nein sagen und

wir zogen zusammen.

Ich konnte nicht

nein sagen und

wir wurden eine Familie.

Ich konnte nicht

nein sagen und

die Kinder brauchten eine Familie.

 

Du konntest nicht

nein sagen und

mich Verletzlichen verletzen.

Du konntest nicht

nein sagen und

einer musste ja die Verantwortung …

ich weiß

Du konntest nicht

nein sagen und

nun hatten wir schon soviel zusammen durchgestanden.

 

Nun sagte mir der

mit der Sense,

komm,

und du weißt ja,

ich kann nicht

nein sagen.

Nun stehst du

an lockerem Boden,

denkst,

es war von Anfang an

ein Irrtum,

aber du konntest ja

nicht nein sagen,

und wo soll sie schon hin,

die Erde,

also rauf auf mich.

Ich kann ja

nicht nein sagen.

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5. Januar 2013 6 05 /01 /Januar /2013 06:24

Wehe, ich lese unter dem Gedicht "Revolution" zustimmende Kommentare! Natürlich handelt es sich hierbei um ein LYRISCHES ICH, das mit dem Autor NICHTS gemein hat ...

Wenn ich das Gedicht so angekündigt habe, kann ich ja einfach diese Ankündigung grinsend erweitern auf ... und bei "Seltsame Liebesbekundung" habe ich natürlich an kein konkretes LYRISCHES DU gedacht ...

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4. Januar 2013 5 04 /01 /Januar /2013 14:55

 

gebunden

nackt

freigegeben

dem gelächter der sonne

fiebere ich

deinem musenkuss

entgegen

 

willst du nicht mehr

dann peitsche mich wenigstens

dass vor schmerz

ich den schmerz

vergesse

 

losgebunden

würde ich

vielleicht

atemlos

von deinem kuss

aber

wenigstens wäre

das warten

vorüber

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