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  • Lyrik-Veröffentlichungen "worträume" allein, "Mit Blindenhund durchs Liebesland" zusammen mit Ricardo Riedlinger und Volker Brauer und als einer von 10 Autoren aus Israel, Österreich und Deutschland: 10 X 10 = 100,
Prosa: "Planet der Pondos" (Rom
  • Lyrik-Veröffentlichungen "worträume" allein, "Mit Blindenhund durchs Liebesland" zusammen mit Ricardo Riedlinger und Volker Brauer und als einer von 10 Autoren aus Israel, Österreich und Deutschland: 10 X 10 = 100, Prosa: "Planet der Pondos" (Rom

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Lesungen

18. August 2012 6 18 /08 /August /2012 10:40

 

bruder

ich frage dich

wer ist wir

 

du siehst uns

an der erdrückenden tafel prassen

ich sehe mich

an der Tafel almosen würgen

nie hat man mich schlingen sehen

höchstens in angst

den sahnerest auf unabgewaschenem teller

könnte ein anderer mir weglecken

 

wo stopfgänse sind

sind welche die sie stopfen

und welche für die sie gestopft werden

die sind keine nummern

die haben adressen

und die

sind nicht die meine

 

meine ist eher die des kumpels

der wenigstens sein

noch sauberes seewasser zum trinken verteidigt

meine ist eher die des coloureds

der in der bahn kontrolliert wird

weil er krimineller sein könnte

meine ist eher die des nähmädchens

die im dunklen saal gelernt haben möchte

warum das alles

 

bruder

ich sage dir

die tafel der stopfgänse

hat kein stück wir für mich und

bruder

darauf bin ich

stolz

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17. August 2012 5 17 /08 /August /2012 18:47

Warum springst du übers Stöckchen,

fragt das Herrchen seinen Hund.

Doch dem fehlt die eigne Stimme.

gibt nur Knurr- und Bellen kund.


Und es fletscht vergnügt die Zähne,

wedelt freudig mit dem Schwanz,

denn das Herrchen spricht so nettig,

zeigt des Fressnapfs Bild und Glanz:


"Ach, du bist ein doofer Köter,

ach, du bist ein dumme Hund!

Wenn du Blödvieh Männchen machest,

bist du dumm, doch auch gesund."


Und die andren Herrchen lachen,

wie das Vieh solch Schimpf erfreut -

Erst, wenn es den Sinn verstünde,

hätten sie den Spott bereut ...

.

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16. August 2012 4 16 /08 /August /2012 09:37

Oh, manchmal mags mir scheinen,

ich bin ja selber schuld:

mir fehlt zum großen Siegen

die nötige Geduld ...

und ich sitz oft allein,

denn trinken will ich Cola,

nicht Schnaps, nicht Bier, nicht Wein ...

 

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15. August 2012 3 15 /08 /August /2012 17:27

 

 

Von Goethe wurde einst berichtet,

dass er voll Schwung die Lieb bedichtet.

Im Überschwange der Gefühle

schrieb er in typisch goeth´schem Stile

dem Lektorat

von seiner Tat:

Man mache aus dem Kunstversuch

ein anfassbares Lyrikbuch.

 

Der Lektor war zutiefst entsetzt

und schrieb die Antwort wie gehetzt:

SO GEHT DAS NICHT.

Es hätten schließlich schon vom Lieben

der Männer viele schlecht geschrieben.

Das Thema sei zu abgenutzt

und nebenbei auch sehr beschmutzt,

weil man davon ja schwanger werde,

Verschon er mich und diese Erde

von neuen schlimmen Liebesreimen,

die in des Hirnes Windung keimen.

Vielleicht

wenn er es recht bedächte,

Herr Goethe, es wär gar nicht schlechte,

wenn er den Pegasus verwend´t

für Stoffe, die noch niemand kennt.

Als Dichter wäre er ein guter,

bereimte er das Wort Computer.

Das läge schließlich auf der Hand

und etwas, was noch keiner fand.

 

Warum nur gab nicht Goethe nach

und tat, wie jener Lektor sprach.

Dann wäre ihm es überlassen,

Computer reimlich anzufassen,

und mir zum Überdichten bliebe

eine neues, altes Stückchen Liebe.  

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15. August 2012 3 15 /08 /August /2012 17:25

 

Ihr guten Worte, verlasst mich nicht,

lasst euch leicht fügen zum zarten Gedicht.

Ich will euch behüten in meinem Heim,

will euch ein treuer Gefährte sein.

 

Ich werde euch hegen und pflegen und kitzeln,

mit euch in heimlichen Stunden witzeln,

werd´mit euch kuscheln, euch schwängern, massieren,

in meiner Wanne die Düfte sezieren.

 

Ach, meine Liege ist längst schon belegt?

Es sind keine Worte, die ich zart, unentwegt

mit meinen Fingern verwegen massiere,

mit aller Hoffnung auf mehr noch verführe?

 

Bietet sie Platz nicht für uns alle?

Worte und Haut und Gefühl in dem Falle?

Ihr guten Worte, wollt ihr jetzt mich verlassen,

brauch ich die Liebste nicht anzufassen ...

 

Oh, wie ich zungentechnisch erlahm,

bin ich denn etwa nur monogam?

Sind denn die Lieb-Worte nur für die Andern.

Na, dann lass ich bei IHR nur die Finger wandern …

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15. August 2012 3 15 /08 /August /2012 17:23

 

Herr Hinz ist ein korrekter Herr,

der niemals rebellantisch wär.

Er wählt als guter Deutscher bieder

die Politikgesichter wieder,

 

die ihm vom letzten Mal bekannt -

nur Honny prangt nicht an der Wand

von damals noch, doch als ne Zier

erwählt er, was einst Pionier.

 

Er teilt zwar ihre Meinung nicht,

doch fällt das wenig ins Gewicht:

Es graust ihm vorm Experiment,

er nimmt vor Vorsicht, was er kennt.

 

Es könnte ja noch schlimmer kommen,

wo er ein Darleh´n aufgenommen

grad für ein schickes kleines Haus ...

Wie sieht die Welt verdächtig aus ...

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15. August 2012 3 15 /08 /August /2012 17:21

 

Da häng ich nun,

ich reifer Apfeltraum,

und halte meine rote Wange in die Sonne.

In mich zu beißen,

denk ich,

wär DIE Wonne.

Und viel Erkenntnis brächte solches Tun.

 

Sie gehn vorbei

und wollen mich nicht nutzen.

Sie sind gewohnt,

dass jemand kommt

zum Ernten und zum Putzen

und Zucker streut

auf herben Wohlgeschmack.

Vielleicht sind ihre Zähne

nur nicht mehr auf Zack?

 

Erkenntnis, ja,

die brächt die Herbheit mit,

der Schlünder sind doch wohl genug,

sie ungepanscht zu schlucken.

Sie nicht noch einmal auszuspucken.

Und meinen Baum zu gießen wäre klug,

das machte mich und alle fit …

 

Ich falle ab wie all die andren Jahre

und stinke faulend vor mich hin.

Ein Mädchen hebt mich mit ner Schippe auf,

damit als Gatsch ich ihrem Er inn Kragen fahre

und denkt, so hat der abgefallne Apfel doch noch Sinn ...    

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12. August 2012 7 12 /08 /August /2012 15:32

 

Stolz lag sie da

auf der Straße, die das deutsche Wesen

in den Rest der Welt brachte,

sie, die deutsche Eichel, die mit ihrem Sturz

vom erhabenen deutschen Eichenmutterundvaterbaum

den Weg begonnen hatte

in der Zukunft

als deutsche Eiche

von Unbesiegbarkeit zu künden.

An ihr,

welch sinnreiche Fügung der Natur,

hing noch, merklich angebräunt,

ein edles Eichenlaubblatt.

Vielleicht würde sie einmal

nach Lichtenhagen reisen,

kampfbereit ihren Eichenstamm

undeutschen Sägern in den Weg stellen,

die nicht begreifen wollten,

dass der Stamm von ihresgleichen

genau das Symbol sein musste,

das unerwünschten Asylanten,

staatspastoral gesegnet,

sagte, Seht, Hier stehe ich – ich kann nicht anders

und ihr habt zu gehen oder bleiben, wo der Pfeffer wächst.

Nicht ahnend,

welch Kulturschande er damit beging,

fuhr ein russisch sprechender Fahrzeughalter

mit seinem asiatischen Ölmobil

terroristisch über die deutsche Zukunftseichel,

dass sie in Krümel zerfiel.

Niemand fragt nach dem Volk,

zu dem der Arbeiter gehörte,

der die Straße von dem reinigte,

was er für Dreck hielt.

Ein Deutscher

war er nicht.

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11. August 2012 6 11 /08 /August /2012 18:02

(8)

Einen Tag lang

mit der Nacht danach

will ich ungeduscht bleiben

Ich lausche dem Streit

meiner Poren

welche Farbe

deine Fingerkuppen hatten

welchen Klang

ihre Stimme

welche deiner Poren

sie gesalbt haben

mit Gesang der Unvernunft

Und meine Nase

wird schlichten

Sie sind alle noch da

deine sprechenden

Tentakeln

Erst wenn die Haut

überduscht

und das Laken entmenscht ist

bist du wirklich

gegangen

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11. August 2012 6 11 /08 /August /2012 18:01

 

 

 

 

 

(7)

Was willst

was kannst du

mir sagen

am Scheitel

des Winkels

den meine Beine bilden?

Sprich zu mir!

Sag mir die Worte

die du anderen

ins Ohr flüstertest

Jeder in mich eingetastete Buchstabe

wird Brücken bauen

über die du

nur gehen musst

Du siehst sie doch?

Du hörst doch

den Klang

meiner ausgeschwungenen

Einsamkeit?

 

 

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10. August 2012 5 10 /08 /August /2012 18:02

 

(6)

Eine Nacht

hast du Zeit

mir einen Roman

vorzulesen

geschrieben

am Handteller beginnend

herab

bis zu den Zehenkuppen

herauf

bis zu den Haarwurzeln

die so gerne wüssten

was sie zu tun hätten

und doch nur

ihren Haarpflänzchen zuflüstern

Steht aufrecht!

Verweigere jeder Pore

Gründe zum Neid

Keine darf unbekuppt bleiben

ohne den zärtlichen Druck

deiner sich mir eintastenden

Kapitel

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9. August 2012 4 09 /08 /August /2012 16:51


(5)

Mein Handteller hungert

nach dem Druck

der Erinnerungen

die in den Worten stecken

die du mir tastest

nach deinen Worten

deinen Erinnerungen

deinen Fingerspitzen

Es ist gut

wenn du mich so

flüssig berührst

Es ist gut

auch wenn dein

ES

mir nichts sagt

zu wissen

du willst mir

etwas sagen

Einmal

verstehe ich dich

doch

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8. August 2012 3 08 /08 /August /2012 16:32


(4)

Wir sprechen verschiedene Sprachen

die doch

gleiche Worte haben

Drücke stärker

drücke sanft

Ich werde dich verstehen

Was geschähe mit dir

wenn dir jemand

in lichtlosem Keller

von blühenden Veilchen

erzählte?

Mit den Worten

wird dir

Blütenblatt um Blütenblatt

heraufbeschworen

aus der Zeit

als du noch nicht

im Keller

dunkeltest

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7. August 2012 2 07 /08 /August /2012 16:20

(3)

Fledermaus bin ich

die Erinnerungen

als Echolot aussendet

bis aus dem Bad

in der Ursuppe des Nichts

ein Raum mit Wegen wird

Ich finde dich

vertraue mir

Dir zu vertrauen

ist meine erste Übung

gelingt sie nicht

vielleicht

die letzte

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6. August 2012 1 06 /08 /August /2012 17:34

 

 

(9)

Komm

sprich mit mir

Wir haben

eigene Sprachen

doch deine Fingerkuppen

können Worte lernen

die zu hören

das Dunkel mir

so oft versprach

Ich schenke dir

mein Vertrauen

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6. August 2012 1 06 /08 /August /2012 17:32

(2)

Gib mir deine Hand

Die Landschaft deiner

Kapillaren

ist einmalig

wie die

die du durchstreifst

um erst am Horizont

umzukehren

So viele Schwingungen

können mir etwas sagen

Es ist nur

deine Angst vor mir

dein fesselndes Mitleid

das dem Druck deiner Fingerkuppen

die Farben nimmt

 

 

 

Das Lormen oder Lorm-Alphabet ist eine Kommunikationsform für Taubblinde zur Verständigung mit anderen Menschen. Der „Sprechende“ tastet dabei auf die Handinnenfläche des „Lesenden“. Dabei sind einzelnen Fingern sowie bestimmten Handpartien bestimmte Buchstaben zugeordnet.

Das Lorm-Alphabet wurde von Hieronymus Lorm 1881 aus eigener Betroffenheit heraus entwickelt. Diese Form der Verständigung öffnete taubblinden Menschen ein Tor zur Außenwelt und befreite sie aus der Isolation. Sie setzte sich in Deutschland wegen ihrer leichten Erlernbarkeit und Effizienz schnell durch. ... (aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Lormen)

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6. August 2012 1 06 /08 /August /2012 17:26

Lormen

 

(1)

Farben

so unhörbar wie

Gesang

der so ohne Farben ist

wie das vom Herbst gestreichelte Laub

beim großen Tanz herab zur alten Erde.

Nie ruft mir jemand zu

schau doch

wie schön

und wenn doch

frisst die Luft

der Worte zarte Schwingungen.

Erschreckend

beim Mich-Erkennen

wirst du vor Schweigen schwarz

denkst

zum Glück

nicht ich.

 

 

 

Das Lormen oder Lorm-Alphabet ist eine Kommunikationsform für Taubblinde zur Verständigung mit anderen Menschen. Der „Sprechende“ tastet dabei auf die Handinnenfläche des „Lesenden“. Dabei sind einzelnen Fingern sowie bestimmten Handpartien bestimmte Buchstaben zugeordnet.

Das Lorm-Alphabet wurde von Hieronymus Lorm 1881 aus eigener Betroffenheit heraus entwickelt. Diese Form der Verständigung öffnete taubblinden Menschen ein Tor zur Außenwelt und befreite sie aus der Isolation. Sie setzte sich in Deutschland wegen ihrer leichten Erlernbarkeit und Effizienz schnell durch. ... (aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Lormen)

 

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5. August 2012 7 05 /08 /August /2012 17:55

 

 

Sexy beim Mann sei ne Glatze,

ich kenn manchen Mann, ja, der hat se.

Aber sollte mich jemand fragen,

meine Haare sind länglich zu tragen.

 

Doch um nicht als Caveman zu gelten

in zivilisierteren Welten,

reicht dem Glatzenträger ein Schwamm,

doch ich brauche immer nen Kamm..

 

Ach die Welt hat sich leider verschworen

zum Gelächter, hab ich einen verloren.

Und die lachenden Freunde denken,

´s wär gut, mir einen zu schenken.

 

Es war so ein richtig netter

und farblich ein violetter.

Ich sollte entwickeln die Masche,

ihn mit mir zu führen per Tasche.

 

So ist es geblieben seit Jahren.

Der Kamm hat mich denkend erfahren,

und kratzte an Hirnes Klimbim -

und längst fand ich dies nicht mehr schlimm.

 

Was ich täglich heimlich gedichtet,

dem Kamm hab ichs ehrlich berichtet.

Doch dann kamen die schrecklichen Stunden,

da hab ich ihn nicht mehr gefunden.

 

Was war das ein gräuliches Suchen.

Die Wohnung erfüllt nur vom Fluchen.

Sollt´ ohne mein Kämmlein ich leben?

Ich musste den Schaden beheben



Und flugs den Vermissten ersetzen,

begann einen schwarzen zu schätzen.

Der hat dann mein Denken geweitet

und im Alltag mich treulich begleitet.

 

Dann bin ich zur Freude der Frommen

zur löblichen Dichtkunst gekommen.

Wie schlug mich die Wortkraft in Bande,

sie hüllt mich ins weiße Gewande.

 

Neue Freude hab ich getroffen,

wie waren sie fremd, aber offen.

Und mein Kamm, jener schwarze, kam lose

in die dunkelste Tasche der Hose.

 

In den wortübergossenen Stunden

hab ich selbst mich wiedergefunden.

Und die Hose voller lebender Flecke

landet letztlich zerknüllt in der Ecke.

 

Doch wohl wissend, ich muss sie nun waschen,

durchsuch ich die Tiefen der Taschen.

Mit angewiderter Pose

halt ich hoch meine nicht-weiße Hose.

 

Das Gelächter zerstört alle Dämme,

denn ich finde darin zwei Kämme.

Der eine ist jener nette,

von der Farbe her leicht violette.

 

Der schwarze scheint heller ein Stück,

was war dieser Fund mir ein Glück.

Aneinander geschmiegt Zahn um Zahn

verlor sich manch schwärzlicher Wahn.

 

Nun quält mich voll Tiefe die Frage,

solange ich Langhaare trage,

welchen Kamm ich alltäglich nutze,

wenn ich morgens zum Tag mich putze.

 

Ach, das Kammpaar, es hat sich gefunden

zu zärtlichen Anschmiegestunden.

Der schwarze und jener nette

von Farbe so violette,

 

wenn sies kämmlich zusammen treiben

sollen immer zusammen bleiben.

Also bleibt mir als Lösung auf Erden,

ich muss glätzlich sexy werden...

 

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3. August 2012 5 03 /08 /August /2012 12:57

Drei weltverletzte Träumer

sie trafen sich am Tisch.

Zwei waren ziemlich müde,

der dritte schien noch frisch.

 

Der hat ein Lied gesungen:

„Singt Träume in die Welt,

damit sie tags und nächtens

uns richtig gut gefällt.“

 

Ihr denkt, ich sei der Träumer

am Tisch mit Nummer vier?

Wir hätten uns geeinigt

bei Rotwein, Cognac, Bier?

 

Ich muss euch da enttäuschen:

Es stand ein jeder auf,

mit seinen eignen Träumen,

die Welt nahm ihren Lauf.

 

Die Träumer sind am Sterben,

so langsam, nach und nach.

Die Welt des Virtuellen

wird leer und taub und brach.

 

Ich aber geh zum Tischler

mit einem Auftrag hin:

Erbau ein Riesenbett mir!

Da kann man träumen drin.

 

Bringt her die Schaummatratzen!

bringt her die Federwelt!

wir wollen träumend bauen

die geldlos schöne Welt!

 

Kommt alle rein, ihr Träumer,

solang es euch noch gibt!

Kommt, träumen wir zusammen,

wie man sich alblos liebt!

 

Es steckt in jedem Tage

die Nacht und auch der Tag.

Doch kann man sie gestalten,

bis man sie beide mag.

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3. August 2012 5 03 /08 /August /2012 12:52

 

Es lebten einst drei Träumer

in einer fernen Welt

voll angehäuftem Reichtum

an virtuellem Geld.

 

Der erste ging bei Tage

des Tages Pflichten nach

und merkte dabei nicht mehr,

manch Seite lag schon brach.

 

Doch ging er abends schlafen

dann wartete sein Traum

mit albig schwerem Drucke

von tot gestürztem Baum.

 

Der Träumer hofft´ am Tage

auf einen schönen Traum,

und fühlt´ den Druck der Pflichten

zur Nacht unter dem Baum.

 

Der Träumer flieht den Nächten,

der Träumer hasst den Tag,

weil er sie alle beide

so herzlich wenig mag.

 

Es steckt in jedem Tage

die Nacht und auch der Tag.

Das lässt sich nicht verändern,

selbst, wenn man es nicht mag.

 

 

 

Der zweite Träumer aber

erträumt in jeder Nacht,

wie schön für ihn der Tag wär,

was er dort hätt vollbracht.

 

Und jeder Morgen sagt ihm,

bald ist der Tag vorbei,

bald darfst du wieder träumen,

bald bist du wieder frei.

 

Den Tag zu überstehen

ist ihm sein höchster Sinn.

So gehen seine Jahre

als Nacht voll Träume hin.

 

Er will die geldnen Zahlen

im Lichte überstehn,

kann er danach im Dunklen

was traumhaft Schönes sehn.

 

Es steckt in jedem Tage

die Nacht und auch der Tag.

Das lässt sich nicht verändern,

selbst, wenn man es nicht mag.

 

 

Der dritte Träumer aber

pflückt seinen guten Traum

zur Nacht als roten Apfel

zum Tag als Apfelbaum.

 

Er träumt in seinem Schaffen,

er schafft in seinem Traum,

er sieht vor lauter Träumen

die Albtraumzeiten kaum.

 

Die wollen ihn umfangen

mit einem Strick von Angst.

„Dir Träumer fehlt das Kleine,

um das du täglich bangst.

 

Es steckt in jedem Tage

die Nacht und auch der Tag.

Das wird auch nicht verändern,

wer es wohl ändern mag.“

 

 

 

 

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2. August 2012 4 02 /08 /August /2012 15:55

 

und es war doch ein

GLAUBENSKRIEG

 

so viele herrscherhäuser in europa

glaubten

sie würden

wenn denn der kuchen der macht

neu verteilt sein würde

ein größeres stück erhalten haben

da kann man schon schwankend werden

ob denn

dem HERRN

besser über seinen

stellvertreter auf erden

oder ob man zumindest für seine

landesKINDER

so etwas wie dieser

stellvertreter gleich

selbst sein sollte

 

nur eines war keine

GLAUBENSfrage

sondern musste klares

wissen sein

die zeche zahlen

würden die vielen kleinen

 

als dann

nach endlos scheinenden

dreißig jahren

zu wenig mädchen

über zehn

übrig geblieben waren

ihrem körper

den teufel ein

und auszutreiben

hatte der glaube

gelitten

aber das wissen

um die zechezahler

bedurfte keiner

päpstlichen bulle

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15. Juli 2012 7 15 /07 /Juli /2012 10:45

 

Wenn ich

mit der fantasie

intim bin

versuche ich

mich hineinzudenken

in einen menschen

mit der uniform

eines deutschen obersten

an der stelle

eines gewissens

der mit

der kommandos macht

leben ausradieren lässt

der vor der beförderung steht

weil er sich

als held gezeigt

wie diese welt

welche braucht

und so maso

und so sado

die fantasie mich nimmt

ich kann es nicht

bin undeutsch stolz

kein held zu sein.

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15. Juli 2012 7 15 /07 /Juli /2012 10:44

 

Du bist

der neue Tag.

Muss ich dich deshalb

lieben?

Komme ich dir

so schwul vor?

Dein erste Dunst

legt mich lahm.

 

Du bist wie

der gestrige Tag.

Der brachte

mich nicht

zum Schwingen.

Keine Muse

legte er mir

in die Arme.

 

Ich vaterte gern

das Begreifen

das Handeln

das Verändern.

Also geh mir

aus der Sonne

aus der Dunkelheit

aus der Neugierde

weil ich

sie brauche

und sie und sie,

für das Es

und das Es

und das Es.

 

Mein Spiegel

sucht eine Sie

in mir.

Na gut.

Neuer Tag,

komm auf mein Laken!

 

 

 

 

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7. Juli 2012 6 07 /07 /Juli /2012 15:33

Könnte doch aus jedem,

dem ein Krieg

auf den Leib gebrannt wurde,

ein Bild werden

für den Täter

dass er sehend werde

was er angerichtet

an Menschen

die ein glückliches Leben noch

hätten vor sich gehabt

haben sollen

dass er Pfarrer werde

zu rufen

wenn ihr

Waffen seht für einen Krieg

behandelt sie

als seien sie

Napalm für eure Finger

 

Doch vergebt nicht

denen

die da verdienen

am Töten

denn sie testen schon

die Drohnen

die nicht programmiert sind

für Schuldgefühle

sondern auf

Elliminierung beweglicher Eiweiß konstituierter Komplexe

(wir sagten noch „menschliches Leben“)

und Ziel erfasst

und Aufgabe gelöst

 

Sie wissen

was sie tun

 

 

http://www.youtube.com/watch?v=TrmHNXNKAgk&feature=youtu.be

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5. Juli 2012 4 05 /07 /Juli /2012 20:00

 

 

Deutsche Panzer bringen nie

andres als Democracy.

 

So ein Salafistenscheich

wird bei deutschen Panzern weich

 

Ruft da wer nach Revlution,

sagt Scheich Saudi, ham wa schon.

 

Schickt die Panzer als Gericht

demokratisch einer spricht


Und auchs Wüstenreich Katar

ist, wo schon die Ordnung war.

 

Gäb es noch Gewissensqualen:

Schweigt! Die Scheiche zahlen

 

Öl und ziemlich hartes Geld.

Kommt, regieren wir die Welt.

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