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  • Lyrik-Veröffentlichungen "worträume" allein, "Mit Blindenhund durchs Liebesland" zusammen mit Ricardo Riedlinger und Volker Brauer und als einer von 10 Autoren aus Israel, Österreich und Deutschland: 10 X 10 = 100,
Prosa: "Planet der Pondos" (Rom
  • Lyrik-Veröffentlichungen "worträume" allein, "Mit Blindenhund durchs Liebesland" zusammen mit Ricardo Riedlinger und Volker Brauer und als einer von 10 Autoren aus Israel, Österreich und Deutschland: 10 X 10 = 100, Prosa: "Planet der Pondos" (Rom

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Lesungen

5. Juli 2012 4 05 /07 /Juli /2012 19:58

 

 

Ach, das weiß doch jedes Kind,

dass wir für den Frieden sind.

 

Und das reimt sich auch so schön,

hat man Frieden da zu stehn.

 

Denn des Gröfaz Reim auf Krieg

war ein zweifelhafter „Sieg“.

 

Friedenseinsatz und -missionen

sollen sich für „Deutschland“ lohnen.

 

Michels gibt es noch genug

die ihn leeren, diesen Krug.

 

Für den Rausch gibt´s schlimme Bilder

wird gelogen immer wilder:

 

Was man an Verbrechen tut

ist als Kriegsgrund trotzdem gut,

 

lässt sich nicht genau beweisen,

war´s nicht wer aus Assadkreisen.

 

Und ein wunderbarer Trick

trübt noch weiter Zweifelsblick:

 

Die verdammte Assad-Meute

sagt, das warn nicht ihre Leute.

 

Michel fällt ins Glaubensloch,

Ahhh, dann waren sie es doch.

 

Ist der Einmarsch erst vollzogen,

wird dann wahr, was doch gelogen.

 

 

 

 

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1. Juli 2012 7 01 /07 /Juli /2012 19:55

 

Wein wächst

an vieler Welten

Rebe

 

Erst reif fallen Revolutionen

vom frierenden Stamm

zwischen die bunten Blätter

am Boden.

 

Eiswein

der Fröste kennt

wird süß

edel und selten

doch

sollen wir erst

den Winter erwarten

bis wir neuen Wein

kauen können?

 

 

 

 

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1. Juli 2012 7 01 /07 /Juli /2012 07:54

 

Hier hätte

ein gedicht

stehen sollen

erklärend

warum Angela M.

noch lebt

also ich

das nicht geändert habe

 

bestreiten wollte ich

dass ich

hätte ich gewollt

nicht an eine waffe

gekommen wäre

dass ich

hätte ich gewollt

nicht getroffen hätte

und einzeltäter

sind immer wieder

in mode

 

erklären wollte ich

dass sie

in paragraphen schwimmt

nach denen sie

schuldig geworden

am tod von

menschen ohne klage

am verlust

wie es irgendwo heißt

körperlicher unversehrtheit

durch tun

und unterlassen

die einzelnen fälle summiert

reichte keine dreistellige zahl

an lebensjahren

sie abzubüßen und

würden nur mindeststrafen verhängt

 

eingestehen wollte ich

meine belanglosigkeit

wie ihre

mein mitleid

gegenüber dem richter

der buße auferlegte

für alle un- und nichttaten

am bandmaß der

unendlichkeit

 

reicht zur verteidigung

dass das einstige

goldene kalb

herangewachsen ist zum

mit dem bären

veitstanzenden bullen?

und immer schon

einer sich fand

zum selbstputz des gewissens

es müsse einer

der bluthund sein

warum nicht auch

eine hündin?

oder

reicht der ewige spruch

es hätte auch

schlimmer kommen können?

 

Ich habe das alles

nicht geschrieben

scham klebt

an der tastatur

verdeckt

die richtigen tasten

die doktoranden sind

schon besoldet

den beweis zu erbringen

für die reinheit

aller pilatushände

ich nehme mich nicht aus

und warte auf die

sintflut der seelen

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1. Juli 2012 7 01 /07 /Juli /2012 07:49

 

 

Betracht´ ich euer eitles Treiben

von oben, oh, wie seid ihr klein,

muss ich doch auf dem Teppich bleiben,

flieg Wolken nahe ganz allein. 

 

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/5/55/Vasnetsov_samolet.jpg/800px-Vasnetsov_samolet.jpg

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30. Juni 2012 6 30 /06 /Juni /2012 14:43

 

Endlich

keine Angst

deine Hand

in Händen

unter den Füßen

Luft

freier Flug

Leben

wie es das

nicht gab

für mich

wie für dich

nur Sekunden

bis zum Aufschlagen

unterwegs

winken

die Arme

der Hoffnung

im letzten Moment

würden sie

zu Flügeln

 

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29. Juni 2012 5 29 /06 /Juni /2012 18:51

 

 

Wär das schön, könnt´ich manch Sachen

so wie Busches Wilhelm machen:

 

Könnt ich außerm Reim mit Qualen

auch noch lustge Bilder malen.

 

Könnt von wundersamen Wichten

so zum Schmunzeln was berichten,

 

was ein jeder leicht versteht,

gerad´, wenns Bild ins Auge geht.

 

Selbst mit üblen Moritaten

könnt ich noch Humor verraten.

 

Und, das wäre extra toll,

schnell wärn meine Bücher voll.

 

Ja, mit ein paar Technik-Stößern

könnt ich jedes Bild vergrößern,

 

auf ein Maß, das ich grad brauchte,

wo mir so der Hirnschmalz rauchte.

 

Schluss, jetzt kommt der Haken, Schlenker:

Ich bin der in Worten Denker.

 

Und ich schlage selbstbewusst

mir auf meine Orang-Brust ...

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29. Juni 2012 5 29 /06 /Juni /2012 16:01

 

 

Mach mir Kinderverse gut,

feile dran mit frischem Mut.

Für ein besseres Geschlecht

ist dein Bestes noch nicht recht.

 

Wenn dir etwas nicht gelingt,

es wie Herz-Schmerz-Triebchen klingt,

ist es eigentlich Blabla,

zahlt dafür die AOK.

 

Aufgesagt beim Rentnerball

bringt´s Gedicht den Schlaganfall.

So erfüllt es einen Zweck:

Wieder ist, wer Geld will, weg …

 

Ja, so tickt sie, unsre Zeit.

Du verdienst dran, bist bereit.

Lass den Kindern doch noch Ruh,

Auf die kommt das bald schon zu ...

 

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29. Juni 2012 5 29 /06 /Juni /2012 15:55

 

 

Könnte ich doch richtig dichten

oder Gutes bestens tun

würde ich per Vers berichten

von der Welt und niemals ruhn.

 

Ach, ich bin nur Mensch geworden,

nirgends auf dem Spitzenplatz,

manches Tier sieht scharf, fühlt Norden,

manches macht den höh´ren Satz.

 

Manches Tier kann besser riechen,

manches sieht auch besser aus.

Viele können besser kriechen,

Wo nur seh ich Spitze aus.

 

Ach, ich dacht´, ich könnte denken,

mit Verstand den Erdlauf lenken.

Bin ein angemaßter Reck´

Also weg in mein Versteck!

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27. Juni 2012 3 27 /06 /Juni /2012 15:37

 

Dichte, dichte, dass zum Zwecke

Hirn erleuchte auf der Strecke!

Du erkennst den alten Meister?

Richtig! Johann Wolfgang heißt er.

Manchmal ists zu deinem Nutzen,

ihn auf dein Niveau zu stutzen,

Dass es dir auch mal gelingt,

dass ein Funke überspringt.

Alle Formen sind erlaubt,

schnell, was gut war, aufgeklaubt,

um die Änd´rer aufzuwecken,

die noch bei Dornröschen stecken.

Denn du hast doch den Verdacht,

dass die Menschheit grad mit Macht

ihrem Ende rast entgegen.

Dichte drum auf allen Wegen!

Für den bessren Menschensinn

steckst du in der Masse drin.

Also dichte unentwegt

bis sich nichts an dir mehr regt!

 

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27. Juni 2012 3 27 /06 /Juni /2012 15:34

 

Soll ich

wenn sich sommerhitze

an mich drängt,

den tiefen glanzdurchwirkten sesseln

eine hymne schreiben,

dem eis

an dem ich schlecke

als seist es du?

 

Soll ich

wenn ich mich

zu regen meide

der starre eines eisblocks

meine dichtung widmen

wenn die gewohnheit

nach gedichten schreit?

 

Die tropfen schweiß

die meinen tisch benetzen

sind wie öl

das brennend

keine pipeline findet

und doch zur oberfläche schießt

für ein gedichtfanal

denn es wär zeit

zusammen sich zu finden

allein ich tret zurück

um was ich ausgeschwitzt

mit fremdem blick zu mustern

und siehe da

schon ist im wüstensand

was ich mir angemaßt

versunken

 

 

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26. Juni 2012 2 26 /06 /Juni /2012 17:35

(Berlin, Ende Juli 2012)

 

 

glaswollene wattewolken

milchen warmes

himmelsblau

niemand sagt offen

über ganz spanien wolkenloser himmel 1

im keller liegt

nicht nur

griechischer wein

dunkel und kühl

der deutsche michel

schwankt:

blitz und donner

oder

badeseeidyll?

weiterhin

wechselnde winde

 

 

1Am 17. Juli 1936 lösten auf die Geheimlosung »Über ganz Spanien wolkenloser Himmel«, die der Radiosender Ceuta verbreitete, Generale einen seit Monaten vorbereiteten Militärputsch gegen die Volksfront-Regierung aus. Am 18. Juli entbrannte in ganz Spanien ein drei Jahre dauernder, international geführter (Bürger-) Krieg.

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26. Juni 2012 2 26 /06 /Juni /2012 17:32

 

 

Es war dem Thomas Müntzer nicht vergönnt,

das er die großen wie die falschen Münzer abgeschafft.

Wann kommts, dass Mutter Erde niederkömmt

mit Menschen freier, gleicher Leidenschaft.

Kommt, lernen wir die Kunst der Hebeammen,

entbinden, was da kommen sollt, zusammen.

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26. Juni 2012 2 26 /06 /Juni /2012 17:24

 


Das Wort hat Flügel einst bekommen,

dass es ein gleiches Glas wohl sei,

das einem noch halb voll,

dem Optimisten und dem Frommen,

halb leer der Pessimisterei.

Doch ists nicht toll?

Ist jenes halbe Bierchen schal,

wird es zur Optimisten-Qual.

Der Pessimist hingegen blafft:

Komm, sauf, die Hälfte ist geschafft.

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24. Juni 2012 7 24 /06 /Juni /2012 18:43

 

am anfang war alles

das nichts

wie

das nichts

alles war

denn aus dem nichts

sind wir geworden

so wie wir

zu nichts werden werden

 

die die

der begegnung

von anfang und ende

näher sind als andere

haben alles

was sie haben

wo alle alles haben

im nichts

also stecken wir

nicht alles

in das nichts

unserer nächsten

sondern unser nichts

in deren alles

als dass

aus dem nichts

ein alles werde

im nichts

im alles

und zwischendrin

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23. Juni 2012 6 23 /06 /Juni /2012 15:56

 

Nicht genug

könnte mir

frau sein sein

der welt das alte leben

neues zum ersatz

zu schenken

denn es wäre

dieselbe welt

oder

ich wäre frau

die dem manne gleich

die welt nach

fremdem geldes bilde

umschaffen möchte

als dass

was frau bliebe

nur ersatzteillager

meiner göttlichkeit

sein dürfte

 

die große mutter erde

vielleicht

mit ihrem magmaheißen

unermüdlich schlagenden herzen

könnte vielleicht als ganzes

das gewicht

meiner unerfüllten träume

ertragen

zwischen wüstenhautfetzen

den humus halten

an dem ich

guter hoffnung bliebe

für künftige metamorphosen

dieses sich in meine poren

eingrabenden parasiten

der sprachen kennt

in denen ist noch

mensch und mann

das wort

 

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21. Juni 2012 4 21 /06 /Juni /2012 09:11

 

Die Kriegstrommel

ruft den großen Stamm

zusammen.

Neunhundert Krieger

tanzen um die

Gunst der Geister,

um die gemeinsamen Bäume

der Gewalt

der neunhundert Familien

zu entziehen, die

glauben,

die geheimen Götter

der neun

mal neunhundert

mal neunhundert

mal neunhundert

restlichen Menschen

sein zu dürfen.

 

Neunhundert

nackte Naive

wagen, was

neunhundert

mal neunhundert

mal neunhundert

mal neun

Menschen an ihren

Tanzplätzen

nicht schafften.

 

Neun Flugzeuge

stehen zum Start

zum Zerstäuben bereit.

Warum nur

trommelt ihr nicht

neunhundert mal

neunhundert mal

neunhundert mal

neunfach

dagegen?

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17. Juni 2012 7 17 /06 /Juni /2012 19:35

Wer nichts tut,

tut oft mehr,

als hätte er etwas getan.

 

Wer etwas anstrebt,

erreicht es mitunter damit schwerer,

als hätte er nie ein Ziel gehabt.

 

Wer viel denkt,

denkt irgendeinmal,

dass er nur denkt, dass er denkt.

 

Und deshalb willst du nicht

denken und streben,

aber nicht nichts tun? 

 

Bitte doch

einen Dichter

für dich zu denken, streben und irren.

 

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14. Juni 2012 4 14 /06 /Juni /2012 16:03

(loblied für die alltäglich fleißigen finanzamtsmitarbeiter)

 

und sie jagen und sie suchen

diese welt ist voll betrug

fast ein jeder steuerzahler

zahlt an steuern nicht genug

 

gäbs fürs finden provisionen

brächt´ ein euro nur ein cent

wären sie gemachte leute

hausbesitzer happy end

 

doch sie wolln doch nur beweisen

dass sie gute diener sind

gegenüber vater staat dem dienstherrn

auch kein hühneraug ist blind

 

ja man lässt sie fleißig suchen

nach des kleinen mannes cent

erst im umfang von millionen

schmiert man bis der fahnder pennt

 

also dort stört solcher eifer

wo hand eins die andren wäscht

denn dort ordert man die scheine

wehe dem der vorgeprescht

 

manchmal nur sucht man nach bauern

in der eignen konkurrenz

als beweis für steuerfahnders

und des staates effizienz

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14. Juni 2012 4 14 /06 /Juni /2012 16:02

 

 

sein schreibtisch

freiheit von

ejakulat

geistiger bewegung

 

sein tägliches reiseziel

erreichen der

datumsgrenze

zwischen

dem tag fesselnder unterwerfung

gegenüber vorgesetzten

die ihm etwas zu sagen haben

und dem tag

fesselnder unterwerfung

vorgesetzt der

der er etwas zu sagen hat

oder der nacht

in der er sich

etwas sagen lassen darf

 

und er wäre doch einst

so gern

ein mensch geworden

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14. Juni 2012 4 14 /06 /Juni /2012 16:00

 

 

Es hat die hausfrau gut geplant den wohnungsputz begonnen.

Denn nur, wer alles richtig macht, hat nachher auch gewonnen.

Die küche war der letzte raum, nicht wohn- noch durchgangszimmer.

Wer über nassen boden lief, der störte schließlich immer.

Der trug den dreck von draußen rein mit ungeputzten schuhen.

Da gäb es ärger nachher nur, wenns zeit war auszuruhen.

Es wird geputzt, gewischt, geräumt, bis alle fliesen blitzen.

Es kann kein platz mehr übrig sein, wo noch bakterien sitzen.

Im kinderzimmer, schlafgemach und auch im fernsehraume

verschwand der staub, daktyloskop versagt vorm reinheitstraume.

Es blieb nur noch der korridor mit seinem perserläufer.

Den saugt die hausfrau mit gefühl, ist stolz: sie war der käufer.

In latschen, die so leise warn und auch nach frühling rochen,

begibt die hausfrau sich zum herd, für ihre herrn zu kochen.

Zwei Jungs und Papa kehrten heim, im mund ein altes witzl:

Fällt dir denn gar nichts neues ein, es riecht, als gäb es schnitzel.

Sechs stiefel warn im korridor dabei, sich zu vermischen.

Im sessel lässt der große sohn ein kühles bierchen zischen.

Mensch mutter, bring die teller rein, du hast genug geschlafen.

Wenn wir nicht wärn mit unsrem fleiß, wie würde gott dich strafen.

Als das geschirr dann viel genutzt zur küche hat gefunden,

da hat sohn zwei dort reingeschaut für einige sekunden.

Hier liegt ja massenweise müll, hier sollte jemand putzen.

Ach mutter, morgen hast du so viel zeit, die solltest du auch nutzen.

Die hausfrau hat an philophie derweil sehr viel begriffen:

Was morgens sauber einsortiert, wird abends abgestriffen.

Nur undank ist der hausfrau lohn, drum ist sie fort gegangen

und hat in fremder herren heim als staubkorn angefangen.

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14. Juni 2012 4 14 /06 /Juni /2012 15:59

 

 

Wenn du meine Gedanken

wie ein Buch lesen könntest,

fingest du wahrscheinlich

auf den ersten Seiten an.

Enttäuscht schlügst du es zu.

 

Wenn du meine Gedanken

zu Ende gelesen hättest,

wärest du klüger und

wolltest unbedingt einmal

in eine Bibliothek.

 

Im großen Lesesaal aber

fändest du in jedem neuen Buch

ein paar Zeilen,

die du bei mir schon gelesen.

 

Ich komme gerade

aus meiner Bibliothek

und finde dich

einzigartig.

Ich lese dich

vom Anfang über den Schluss hinaus

in den nächsten Teil,

bis dein Buch

in meinen verfilzten Haaren verschwunden ist.

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14. Juni 2012 4 14 /06 /Juni /2012 07:09

 

Und im Juli machte er

Urlaubsvertretung im Postzustelldienst.

Wie war er da überlastet.

Briefpacken mit

Mahnungen

Steuerbescheiden

und anderen Unbeliebtem

vernichtete er lieber unverteilt.

Sollte sich doch später streiten,

wer da meinte,

er habe noch Rechnungen offen.

Juli ist ein

stressreduzierter Monat.

 

Es heißt, es sei

intern herausgekommen.

Man musste eine Lösung

für den sonnigen Kollegen finden.

 

Man schlug ihm,

der erwiesenen Eignung wegen,

neue Arbeitsplätze vor.

Verfolger von

Verfassungsschutzverbrechen.

Da nähme er lieber Hartz IV.

Fiskalpaktmilliardenrückholer.

Da lebte er lieber von

selbst gemachten Schuldzinsen.

Bundespräsident.

Da sagte er,

das sei richtig.

Da könnte er allen Bürgern

ihre Verantwortung erklären

und die Rechnungen

verteilten andere.

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14. Juni 2012 4 14 /06 /Juni /2012 07:08

 

Wenn ich meine Nüsse kaue,

seh ich sehr nach Denken aus.

Wenn ich meine Konten prüfe,

gehn mir die Ideen aus.

 

Und dann denk ich, wie es wäre,

wäre ich ein Bankpilot.

Jagte in Billionensphären,

Stürtzt´ nie ab, litt niemals Not.

 

Doch natürlich wär ich immer

Not erleidende Bank Rott.

Doch dann wär ich wirklich wichtig

gäb man Geld mir, gäb ich Schrott.

 

Und das Geld lieh ich dann Staaten

und die zahlten mir dann Zins.

Schiet, ich kaue hier nur Nüsse,

Seh mein Saldo, träum und grins ... 

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10. Juni 2012 7 10 /06 /Juni /2012 14:58

 

 

Wenn Elefanten Hochzeit halten,

was gibt’s dann für ein´n Tanz.

Der Boden wird da glatt gestampft,

geringelt wird der Schwanz.

 

Die Rüssel tauchen in die Eimer

und saugen kräftig Wasser auf.

Dann lacht die Elefantenherde:

Man lässt der Dusche freien Lauf.

 

Gerät da eine Maus dazwischen,

so würd sie tellerplatt.

Es hebt das Brautpaar vier Stück Beine,

ist übrigens schon satt.

 

Die Hochzeitsnacht, die wird sehr heiter,

bald kommen Mäuslein, länger, breiter ...

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7. Juni 2012 4 07 /06 /Juni /2012 14:40

 

nägel in den schläfen

tiefer und tiefer

so dicht beieinander

dass keiner sich verrät

obwohl alle eindringen

in die hölle hirn

und warum atme ich

 

verse tropfen

aus den wunden

diesen

nagelweise offenen

spülen schreie fort

ich will nicht mehr

formen sich

zum tragenden fluss

 

drei tage

wird ein jahrhundert alt

im zufälligen kuss

des im augenblick

ertrinkenden endreims

liebe triebe lachen

nagelnde diebe

in die schon wieder

allerletzte stunde

nie wünschte ich

das valium der einen

blauen

 

nun bist du

der netzhaut schaukelnde möhre

vor dem vernagelten

hirn von buridans esel

ich geb euch die freiheit zurück

die ich nicht mitnehmen durfte

aus eurem lesesaal

 

langsam

esel nur

freiheit

augenblick du

nagelwunden

verse vertropfen

endlich doch

valium

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