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  • Lyrik-Veröffentlichungen "worträume" allein, "Mit Blindenhund durchs Liebesland" zusammen mit Ricardo Riedlinger und Volker Brauer und als einer von 10 Autoren aus Israel, Österreich und Deutschland: 10 X 10 = 100,
Prosa: "Planet der Pondos" (Rom
  • Lyrik-Veröffentlichungen "worträume" allein, "Mit Blindenhund durchs Liebesland" zusammen mit Ricardo Riedlinger und Volker Brauer und als einer von 10 Autoren aus Israel, Österreich und Deutschland: 10 X 10 = 100, Prosa: "Planet der Pondos" (Rom

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Lesungen

17. Mai 2012 4 17 /05 /Mai /2012 20:48


skurril

pervers

lach-haft

ich liebe

noch immer

die menschen

dich und mich

oder

mich in dir

und den menschen

obwohl immer

wenn ich denke

bin ich enttäuscht

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16. Mai 2012 3 16 /05 /Mai /2012 14:27


Der oberste

Kriegherr

ein Oberst Klein

groß gegaukelt

sagt uns

Heits, Keits und Ungs

warum sollen

immer nur

Afghanen

und andere Hunde

für Deutschlands

Frei, Gerechtig und Verantwort

ihr Leben geben

Ihm kommts

wie Öl

Seltene Erden

und Macht

leicht über die Lippen

 

Noch ist ihm

der Arsch wund

vom Zucker

den Stasi-Oberste

ihm hineinbliesen

aber absitzen

müssen die Antichristworte

Andere.

 

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16. Mai 2012 3 16 /05 /Mai /2012 14:22


Jedes Land bekommt Führer,

die es verdient hat.

Als ich gedient hatte,

hatte ich nicht gedient.

 

Wer den Tod

auf fremder Seltener Erde predigt,

sollte im Wüstenwind

verdorren.

 

Selig sind,

die da arm sind an Gaucklern.

Sie wissen,

was sie tun.

 

Was du aber tust

an deinem Nächsten,

sei auch an dir getan

in Ewigkeit Amen.

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15. Mai 2012 2 15 /05 /Mai /2012 15:30


im skateboard

den bürger

steig

freiräumen

mein weg heißt

euer tritt

zur seite

 

einmal die luft

lüften

einmal nicht überall

in vor

schriften hängen bleiben

mehr haben als

einen spielplatz

so sein

wie andere

und trotzdem

die vorfahrt bekommen

 

auf dem grabstein

stand kein grund

nur

er hatte sein leben

noch vor sich

auch nicht

was für eines

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15. Mai 2012 2 15 /05 /Mai /2012 15:29


verstehen

heißt nicht

billigen

aber zu billig

wäre

nicht zu verstehen

was nicht zu billigen ist

 

wer für

den frieden ist

muss gegen

den krieg sein

und nicht nur

friedlich

 

was uns

an recht gegeben

muss uns

nicht recht sein

aber ein recht

enthalten

unrecht

zu verhindern

 

 


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15. Mai 2012 2 15 /05 /Mai /2012 15:27


im volk

der kanu-kanu

gab es

tausend mal tausend

menschen

und in tausend

generationen

einen rebellen

der wurde

verraten

 

vom volk 

der kanu-kanu

gibt es

tausend meter

tief am meeresgrund

einen steinernen kopf

der in tausend

generationen

geglättet

nicht zeugen kann

vom rebellen

in späterer mutter leib

 

das volk 

der kanu-kanu

überlieferte nicht

seine tausend

gehorsamen krieger

wie seine tausend

bildhauer

spätere völker

 fragen

nach den rebellen

 


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15. Mai 2012 2 15 /05 /Mai /2012 15:25


ein hut

am rande

der straße

glatt gewalzt

zur scheibe

 

eine scheibe

am rande

der straße

gewesener hut

 

ein kopf

seines hutes

gewaltsam beraubt

 

ein mensch

dachte frei

 

hut blutbefleckt

 

 

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13. Mai 2012 7 13 /05 /Mai /2012 17:48

 

 

Bücher

sind Waffen,

sagt man,

aber

wen soll ich bewerfen?

Niemand

kommt mir nahe genug,

dass ein Wurf

ihn treffen könnte.

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13. Mai 2012 7 13 /05 /Mai /2012 17:47

 

Durch die offene Balkontür

tönt das Selbstbewusstsein eines

Vogelmännchens

Hier habe ich das Zwitschern.

Ich weiß nur

Ein Meisenmann ist es nicht.

 

Imponiergehabe

 

Erinnere ich mich daran,

wann mir das letzte Mal

der Kamm schwoll,

wann ich mein Revier

absteckte

Ihr Weibchen kommt,

Ihr Männchen sucht

einen anderen Platz

zum Singen.

 

Ich halte mich für vernünftig.

Manche sagen,

ein komischer Vogel  

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11. Mai 2012 5 11 /05 /Mai /2012 16:46

Als junger Mensch bin ich mir oft begegnet.

Verwundet stutzte ich: Das sollt´ ich sein?

Nun, schon ergraut, ist mir kein Weg gesegnet,

nenn manchen Alias ich zögernd mein.

 

Gelegentlich steh ich mir wohl

so Aug um Auge gegenüber.

Find, was ich sage, meistens hohl.

Der Zeiten Schwamm wischt glättend bald darüber.

 

Was ich einst wollte, hab ich längst vergessen,

und, wüsst ichs noch, auch nicht erreicht.

Hab mir nen Schlaffbauch angefressen

und meiner Augen Strahlen ist verbleicht.

 

Mag sein, die Zahnlosabendsuppe würzt noch Liebe.

Nein, ich möcht nicht, das ich der alte bliebe.

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10. Mai 2012 4 10 /05 /Mai /2012 10:30

auf dem facebook-schlachtfeld

beschieße ich

meine freunde

mit likes

 

die zukunft 

die aliaspartei

die aufschreiblogs

 

den revolutionär

der mit links

auf youtube

busch singt

die INTERNATIONALE

die moralische selbstverstärkung

seiner usergemeinde zählbar macht

melde ich nicht

dem spamfilter

 

die online-petition

für das recht auf

generalstreik in deutschland

habe ich gezeichnet

meine identität

per klick

bestätigt

 

warum nur

geht noch immer

alltäglich

die sonne unter

in gesang

schwarzbraun ist

die volkspartei?

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8. Mai 2012 2 08 /05 /Mai /2012 15:55

 

1

Auf eine Leinwand, fünf Meter lang, drei Meter hoch, am Boden hingestreckt, als sei sie ein Teppich, schüttete der Künstler aus der Metropole Näpfe zähflüssiger Farben so nebeneinander, dass sie kein unschuldiges Weiß zurückließen, aber sich wenig miteinander mischten. In den Raum setzte er seinen Kater Julius Cäsar mit einer an seinen Schwanz gebundenen Peitsche. Vom Schmerz verfolgt suchte das Tier im Rotieren sich zu befreien. Nach zehn Minuten gab es kein Stück Leinwand, das nicht Bekanntschaft mit Tatzen und Fell des sonst so stolzen Mäuseschrecks gemacht hatte, welcher in mühevoller Badekleinarbeit von seiner Clownsgestalt befreit werden konnte. Bei der folgenden Vernissage erregte „Cäsarenterror entgeht der Peitsche nicht“ Aufsehen genug für einen Millionenertrag.

 

2

Über die letzte Leinwand seines unbemerkten Ateliers floh Kater Romeo vor der Streichelhand seines Meisters. Umgeschüttete Farbe blieb zurück.

 

3 a

Die beiden Künstlerbilder haben nichts miteinander zu tun.

 

3 b

Bild 2 bildete die Inspiration des Künstlers, der mit Bild 1 berühmt wurde.

 

3 c

Der Galerist, der angeheitert jene Geschichte umständlich zu verschmücken pflegte, beendete seine Erzählung mit den Worten: Kunst ist was man draus macht, Lebenskunst ist, wenn man Missgeschicke zu Kunst macht. Wählt euch eure Wahrheit selbst.  

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8. Mai 2012 2 08 /05 /Mai /2012 15:25

 

Und wieder den Finger

tief in den Rachen gesteckt.

Sollte denn jede Begegnung

mit der Welt

restlos verdaut sein?

Warum nur

würge ich nichts als

farblosen Speichel aus?

So vieles kommt mir doch

sauer wieder hoch.

Muss ich

in Prosa erbrechen,

was nicht nur meinen Magen

bedrückt, sondern mir

am Herzen hängt?

Die Worte bleiben

staubtrocken.

Ein Husten noch.

Ich wünschte mir

eine Welt für Worte,

die Nektar gleich

das Kratzen im Hals

lindert oder

ist es die Zunge

oder

ist es das Herz,

der Magen

oder einer von vielen Meter

Darm, in dem sich

hilfsbereite Bakterien

überergeben bei dem,

was sie nicht verdauen können.

 

Das Ergebnis

sieht aus wie

Bulemie.

Ich nenne es

Dichten.

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7. Mai 2012 1 07 /05 /Mai /2012 08:17

Welch Pech

du kannst nicht

so toll singen.

Könntest du es,

würdest du

wie sie ein Star.

So uncool

siehst du schon aus.

Aber deine Stimme!

Du siehst,

du bist

selbst schuld,

dass du

so wenig

zum Leben hast.

Wenn du putzen gehst,

kannst du beim Schwingen

der Wischlappen 

trällern üben.

Du hast einen Traum.

Träum schön.

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4. Mai 2012 5 04 /05 /Mai /2012 09:00

 

In einem alten Fischerboot trafen sich zwei Dichter, um sich an einem gemeinsamen Nachmittag versonnen von den Erlebnissen eines quälenden zurückliegenden Jahres zu erholen. Sie hatten die Paddel auf den Bootsboden gelegt und gaben sich schweigend dem Blick auf den Strandabschnitt hinter ihnen hin. Welch menschlich tiefe Metapher, dachte der eine: Bedrängt von feindlichen Lebensstürmen wird unser Leben gebeugt, wendet sich ab von der peitschenden Übermacht der feindlichen Kräfte. Jeder Tag könnte der letzte sein, an dem es uns bricht. Und doch: Was sollen wir tun? Gerade an dieser so wenig geeigneten Stelle haben wir Wurzeln geschlagen, bevor wir es bedenken konnten und müssen unser Wachstum dem Wind abtrotzen. Gramgebeugt werden wir alt, doch das Wissen, dass über uns die Sonne Licht verstreut, strecken wir ihr unsere hungrigen Blätter entgegen in Wind und Kälte und Regengepeitsche wie in den Pausen, in denen wir mit dem eingeschlafenen Meer zusammen lachen, das wir doch lieben, obwohl wir uns von ihm abwenden müssen. Wie schön, denkt der zweite: Noch in solcher Ferne zeichnen die Risse in der Rinde Muster, riecht man die salzige Luft, die diesem Baum seine waldfremde Form gegeben hat. Das Grün ist anders von Blatt zu Blatt und doch so frisch, weil nur kräftige Zweige sich dem Singen der Sommerregen entziehen konnten. Verkrüppelt und stark zugleich. So sehen die beiden Dichter denselben Baum und doch einen anderen und ihre Gedanken beginnen die Farbpalette der Worte zu mischen und Gedichte zu malen, die klingen werden, als wären sie in verschiedene Welten gereist. Ein Baum ist es gewesen und zwei Lyrikbände füllten sich in schweigender Stunde. So verschieden die beiden sind, so sind sie doch wahr.

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4. Mai 2012 5 04 /05 /Mai /2012 08:21

 

Ja

die welt der poesie

ist unendlich

und diese unendlichkeit

besteht aus vielen

unendlichkeiten

sodass wer eine richtung

dichtete

doch nie ankommen könnte

 

welch pech

wir dichten auf der erde

 

mit etwas glück

und selbstkritik

merken wir es

wir können die richtung halten

aber beim umreisen unseres

abgeplatteten kügelchens

treffen wir an den punkt

an dem wir losgeflogen

 

aber

hat es nicht reiz

seinem horizont

wiederzubegegnen?

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3. Mai 2012 4 03 /05 /Mai /2012 10:33

 

Tausendmal hatten welche gesagt

jetzt geht die welt unter

tausendmal

bestand die welt weiter

die sie so schlecht und doch

verstanden

wer wollte ihnen verübeln

dass sie beim

tausenderstenmal

sich nur achselzuckend

der vergangenen male

erinnerten?

 

Sie traf

keine kraft aus dem kosmos

sie zerfetzte nicht

die explosion der geburten

sie tötete nicht

einer ihrer vielen kriege im draußen

sie verkamen nicht

durch erbschaften in pflanzen und getier

die sie gefälscht

sie ersoffen nicht

im wasser das sie

dem träumenden eis entwärmten

sie erstickten nicht

in ihrem sauerstoffdurchmischten atemdreck

 

Sie mumifizierten

lebendigen leibes

ihre hirne im rauch

alles verwüstenden geldes

und ihr letztes wort

an der schranke zur ewigkeit

lautete


mehr

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2. Mai 2012 3 02 /05 /Mai /2012 10:09

 

 

Sieh an, sieh an,

er macht am liebsten das,

was er ganz wenig kann.

 

Welch Gründe mag es haben,

dass er sich muss dran laben?

Der eine könnte sein,

er macht an Gutem eh nie mehr,

weil das kann er noch weniger.

Dann gibt es noch die Möglichkeit,

dass ihn sein Spiegel glücklich feit

vor Schwächenselbsterkenntnis,

sodass ihm das Bekenntnis,

dass er der Größte sei

im Zwergenallerlei,

kommt ehrlich von den Lippen -

und nichts könnt´s wieder kippen.

Vielleicht nennt seiner Freunde Schar

was er auch schafft gar wunderbar,

wodurch er wirklich denkt,

dass Gaben ihm geschenkt,

von denen er so glatt

entronnen ist und platt

ist alles, was er sagt,

doch niemand kommt, der klagt.

 

Denn letztlich könnte sein,

das alles kommt allein,

von seinem Geldbesitz

und rundherum ist spitz

ein jeder Geiermann

drauf, dass er erben kann

ein Stück der Mammonsgabe,

die jegliches Gehabe

bei Tage wie bei Nacht

erträglich macht.

 

Es scheint, sein Geld das ist

pervers und auch Sadist.

Bin ich wie jeder dumm?

Auch ich steh hier herum.

Drum gehen wir endlich fort

an einen andren Ort ...

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30. April 2012 1 30 /04 /April /2012 11:20

Auf einem Hügel stand ein Mann

und blickt herab auf seine Brieder,

fragt, wie er sie behieten kann,

vor Kalbstanz und Monetenlieder.

 

Lass regnen, Herr, es doch Verstand

auf diese Gott verlassnen Seelen

Ihr Schicksal liegt in deiner Hand

Nicht länger soll der Tanz sie quälen.

 

Dem Herrn ist daran nicht gelegen,

er schickt gleich einen Todesregen.

Die, die du nanntest briederlich,

die finde ich gar liederlich.

 

 

 

Auf einem Hügel steht ein Mann

Er blickt herab auf Gottesgaben

Es fehlt nur, wer sie nutzen kann

sollt´ dieser Mann sie alle haben?

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29. April 2012 7 29 /04 /April /2012 10:51

Manches kann man nicht, mitnichten,

ohne Sinnverlust bedichten.

Ja ein Reim, der möchte schlichten

Ecken, die im harten Krieg,

glättet er zum Friedenssieg.

 

Ist die Linksfraktion zu brav,

grad wie das verlorne Schaf

glaubt er, ohne jede Straf,

es sei schön, dass wir sie haben,

uns an hehren Worten laben.

 

Doch was nutzt uns eine Wahl,

wo nicht wirklich radikal

ausgemistet wird der Saal,

der doch schon zum Himmel stinkt

und aufs neu nur Altes bringt.

 

Also lasst das Kuschelreimen,

sich an Altbewährtes Schleimen,

denn an wahren Freiheitskeimen

ist das Feld nur draußen reich

Probt mal Aufstand - hier und gleich.

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29. April 2012 7 29 /04 /April /2012 07:50

 

einst war der

der ein land erobern wollte

indem er seine

führung kaufte

oder eine gruppe im land

die mordend die führung übernahm

ein kolonialist weil

er wollte das land erobern

heute ist er

ein linker weil

er ist

für den frieden

 

einst wurde unkraut

gejätet also

samt wurzel entfernt

heute nennt man das angewidert

radikal

und man malt

absterbende diesteln

rot an

und nennt das

pluralismus

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29. April 2012 7 29 /04 /April /2012 07:48

 

in einem raum

gibt es

500 sitze

ist er gefüllt

sitzen 100

auf der linken seite

oder sie beschließen

es sind 250

weil die anderen 250

dann die rechte seite sind

oder 400 beschließen

dass die anderen

die linke seite sind

oder die rechte

wenn sie die linke

sein wollen

wenn es modern ist

lässt der am linken

außenplatz

beschließen

der saal kann

keinen linksaußenplatz haben

oder keinen rechtsaußen

weil auf der

linken seite

längst rechte sitzen

 

in den morgenstunden

gehen die putzfrauen

durch die reihen

kommen sie von hinten herein

ist links rechter hand

kommen sie von vorn herein

ist links linker hand

 

in den augenblicken

wenn sie gerade

ihre arbeit vollbracht haben

ist der ganze saal

wenigstens kurz einmal

sauber

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29. April 2012 7 29 /04 /April /2012 07:44

 

ein ganzes hat

seiten

eine linke und eine rechte

eine obere und eine untere

sogar

eine linke obere

und eine rechte untere

 

ein ganzes hat

ein gemeinsames

wofür alle stehen

manche sagen

kapitalismus

manche sagen

gesellschaft

manche sagen

system

 

ein mensch kann

ohne linke hand leben

eine linke hand kann

ohne den menschen dazu

nicht leben

 

führt die linke hand

den dolch

gegen das herz

des menschen

zu dem sie gehört

stirbt sie

mit ihm ab

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26. April 2012 4 26 /04 /April /2012 20:17

mein freund

der sportlehrer

antwortete mir

ausweichend warum

wir deutschen

bei den wirklichen 

revolutionen

bisher immer

gescheitert sind

und auch heute

wohl als letzte

den schritt

in eine endlich

menschliche gemeinschaft

schaffen 

wenn überhaupt

 

stelle dir vor

so sprach er

und lächelte

du musst

über eine

hoch gehängte latte

springen

wann 

gelingt dir das

am besten?

wenn du

unmittelbar davor stehst

oder wenn du

anlauf genommen hast?

 

was soll solch frage

wo er doch weiß

ich überspränge

keine hohen latten

in der praxis?

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26. April 2012 4 26 /04 /April /2012 18:12

eines tages

werden wir

ein haus

entwickeln das

halb lebewesen

halb roboter

unsere gerade gedachten

wünsche wirklichkeit werden lässt

was wir als

formen fordern

wird existieren

durch uns

und uns deshalb

kaum drin

nicht wieder hinauslassen

vergeblich werden wir

in seinem inneren

den weg suchen

in die natur

aus der wir kamen

 

freund

warum behauptest du

dieses haus

hätten wir längst

bezogen?

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