Overblog Folge diesem Blog
Administration Create my blog

Über Dieses Blog

  • : Gedichte des Tages - Slov ant Gali und Gäste
  • Gedichte des Tages - Slov ant Gali und Gäste
  • : jeden Tag neue Gedichte - von Slov ant Gali und Gästen
  • Kontakt

Profil

  • Slov
  • Lyrik-Veröffentlichungen "worträume" allein, "Mit Blindenhund durchs Liebesland" zusammen mit Ricardo Riedlinger und Volker Brauer und als einer von 10 Autoren aus Israel, Österreich und Deutschland: 10 X 10 = 100,
Prosa: "Planet der Pondos" (Rom
  • Lyrik-Veröffentlichungen "worträume" allein, "Mit Blindenhund durchs Liebesland" zusammen mit Ricardo Riedlinger und Volker Brauer und als einer von 10 Autoren aus Israel, Österreich und Deutschland: 10 X 10 = 100, Prosa: "Planet der Pondos" (Rom

geprüft & gespeichert

[?]

Suchmaschinenoptimierung mit Ranking-Hits

germanist   marbach

  Germanistik im Netz - Virtuelle Fachbibliothek Germanistik  

Suchen

Verzeichnisse

frisch gebloggt Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen 
BlogverzeichnisBlog
LinkARENA - Web 2.0 Social Bookmarking Service
Deutsches Blog Verzeichnis
Blog Top Liste - by TopBlogs.deBlogverzeichnis
Add to Technorati FavoritesBlog Button
Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.deblog-o-rama.de
Listiger BloganzeigerBloggeramt.de

 

Blogvisor - Toplist für Blogs und Blogverzeichnisse
Blogkatalog
Listinus Toplisten

Listinus Toplisten     

Listinus Toplisten

  Blogverzeichnis Blog Search

Google PageRank Check GdG

 

Lesungen

6. März 2014 4 06 /03 /März /2014 12:22

 

Die Jugend ist nur ein kurzer Moment
die Grille singt ihr Lied
auf der kleinsten Violine der Welt
und du bist mittendrin.

Es ist ja auch
ganz lustig
in die Nacht hinein zu leben
nicht zu wissen
in welchem Bett du aufwachst.

Bald schon
gehörst du
zum alten Eisen
und niemand
will sich mit Rost anstecken
Altern ist schlimmer
als jede Geschlechtskrankheit.

Gut wenn du
rechtzeitig die Kurve gekriegt hast
lass sie sich doch weiter balgen
am Wühltisch der verbrauchten Körper
Nächte wie im Rausch
die nichts hinterlassen
als klebrige Laken
und ein paar Kerben im Bettholz.

Du bist verreist
und unsere Wohnung
kommt mir so groß vor
der Flur lang und dunkel.

Ein Vorgeschmack auf den Tag
wo du
vor mir stirbst
und ich alter Zottel
alleine durch die Zimmer schlurfe
in abgewetzten Pantoffeln.

 

 

Diesen Post teilen

Repost 0
26. Dezember 2013 4 26 /12 /Dezember /2013 16:03

Eins muss man ihr lassen:

Sie war
ein verdammt zähes Aas.

Trotz lahmer Beine
schaffte sie es
die letzten hundert Meter
zum Kiosk
für ein paar Bier.

Morgens
wenn sie zum Frühschoppen
in ihrer Küche saß
vergaß sie ihr Bier
und köpfte die nächste Flasche
schimpfte am Fenstersims
über die spielenden Kinder
mittags lallte sie.

Vielleicht hätte der Arzt
einmal nein sagen müssen
beim nächsten Valiumrezept
gute Frau
sie müssen einmal lernen
einzuschlafen.

Das ist sie nun endlich
nach Vorratskäufen mit Herrn Lohse
Senf in Palettenmengen
was haben wir alles
wegschmeißen müssen
während sie
für schlechte Zeiten zurücklegte.

Resi
mein altes Mädel
ich erinnere mich
an deine Hilflosigkeit
im Altersheim
die wenigen Wochen
wo dein Verstand
den Bach runterging.

Ich erinnere mich auch
an dein ständiges Betteln
nach einem Bier
es hätte auch nur
ein ganz Kleines sein brauchen.

Darauf
wäre es nun auch nicht mehr angekommen
heute trinke ich auf dich
proste dir zu
wo immer du auch bist.

Ich hätte dir gerne
einen ausgegeben.

 

 

Diesen Post teilen

Repost 0
18. Dezember 2013 3 18 /12 /Dezember /2013 15:20

Vor einem Teller
werde ich sitzen
mit einem Messer in der Hand
die Butter mühsam
aufs Brot streichen
der röhrende Hirsch an der Wand
das Kirschwasser
in der Hausbar
und die Flinte im Schrank
für die Jugend von heute
oder den Tag
wo ich es alles satt habe
und mir den Lauf
direkt in die Nase schiebe.

In Erinnerungen schwelgen
wie Tortenstücke
Staub und Cremekleckse
vergilbte Fotos
aus Tagen
wo ich Eltern hatte
einen Bruder
samt Schwägerin.

Der volle Aschenbecher
in der Küche
erinnert mich an dich
und ich zünde mir
noch eine an

 

 

Diesen Post teilen

Repost 0
9. Dezember 2013 1 09 /12 /Dezember /2013 09:32

 

 

Ich habe die Berührungen
eines Menschen der mich liebt
nie gemisst
als ich mich
in den Nächten suhlte

mich verabschiedet
mit einem Biss in den Nacken
wie ein Löwe
der sich entweder
um Beute kümmert
oder seine Brut
der Taxifahrer
wusste immer den Weg
und ich schlief weiter.

Einen Körper zu kennen
wie meine Westentasche
wurde mir
erst später zuteil.

Ich vermisse keine Hände
die nicht wissen
was sie mit mir anfangen sollen
ich vermisse nicht das Nesteln
an meinen Knöpfen und Reissverschlüssen
die nur sich selbst kennen
und sich nie
an mich erinnern konnten.

Ich vermisste die Liebe.  

Diesen Post teilen

Repost 0
20. Oktober 2013 7 20 /10 /Oktober /2013 07:06

Wie das wohl ist
wenn dein Wagen
in die Elm Street einbiegt
und dein Gesicht
dutzendfach schimmert
in den Prismenaugen
der Zielfernrohre
Scharfschützen auf den Dächern.

Ob du
Zapruder zugewinkt hast
wie jedem stolzen Amerikaner
der am Wegesrand stand
mit Wimpeln & mit Popcorn.

Wie es wohl ist
wenn dein Hirn
in groben Brocken
auf dem Heck landet
und deine Frau
kreischend
die Reste einzusammeln versucht
wie eine gute Hausfrau
oder was sie sonst so
für die Journalisten spielte.

An was du wohl gedacht hast
in diesen Sekunden
an die Nation
an Jacky
oder doch nur die drallen Titten
dieser Blondine
die dir ein Ständchen
zum Geburtstag sang.

Auch die ist weg
in einer Woge aus Kotze
und Tabletten
und Einsamkeit.

Der Traum ist aus
in fernen Ländern sterben Menschen
und auch du
konntest dich nicht
gegen die Waffenlobby stellen
ihr den Reibach versauen.

Hier in Texas
regeln wir die Dinge
auf unsere Weise.

Diesen Post teilen

Repost 0
19. September 2013 4 19 /09 /September /2013 11:37


Ein Ozean sie zu binden
sie zu knechten
in ein nasses Grab
von Algen umschlungen
wirst du sinken
Ophelia.

Tausende Kilometer gewandert
bis die Füsse
Blutspuren malten am Strand
mit Gottes Segen
und der Gnade der Schlepper
die letzte Ziege verkauft.

Die Sonne als Brennglas
über dem Horizont
wie das Brennglas
eines kleinen Kindes
oder eines rachsüchtigen Gottes.

Wir alle
sind Gottes Kinder
und möchten irgendwann einmal
nach Hause kehren.

Was bedeutet zuhause
in Zeiten globalisierter Heuschreckenschwärme
der endlosen Wetten
auf Nahrungsmittel
was ist Heimat
ein nasses Grab im Mittelmeer
salzig geweint aus all den Tränen derer
die die Überfahrt nicht schafften?

 

 

Diesen Post teilen

Repost 0
10. September 2013 2 10 /09 /September /2013 10:47

Der Finger am Drücker
Zocker in Las Vegas
der einarmige Bandit
Demokratie per Knopfdruck
Bombenkrater
blühen wie Blumensträuße. 

Nationen entstehen
Nationen vergehen
Menschen schlagen sich die Köppe ein
bis kein Schädel
mehr zu spalten übrig bleibt
vorher
gibt es kein Ende des Blutvergießens.

Wie kann man sich nur
wegen Religion in Rage bringen?

Fragt der Westen
und hat wohl
Irland vergessen
wo Christen sich gegenseitig
in Stücke bombten
kaum anders
als heutzutage
Selbstmordattentäter
auf dem Marktplatz in Bagdad.

Unsere Arroganz
unsere Selbstgefälligkeit
ja
auch die Verdrängung
von Hexenverbrennungen
im Namen eines blinden Gottes.

Ich weiss nicht
wer da oben
auf uns alle hinunterschaut

aber ich weiss
dass er den Kopf schüttelt.  

Diesen Post teilen

Repost 0
13. August 2013 2 13 /08 /August /2013 11:39

Stolzer Adler der Freiheit

gestutzt sind deine Flügel
und kahlköpfig ist dein Haupt.

Wo ist der Hurrapatriotismus
wenn man ihn braucht?
Sind eure Waffen erkaltet
und eure Munition verbraucht? 

Eine Nation ist es müde
von jedem Präsidenten
den sie wählt
in den Krieg gezogen zu werden.

Schicksal heißt:
in einem Land geboren zu werden
das reich ist
an Öl und Bodenschätzen
und auf den großen Teich zu schielen
wann die ersten Bomben
auf Frauen und Kinder fallen
alles im Sinne der Ölkapitalisten. 

Wenn Kriegstreiber
den Friedensnobelpreis bekommen
dann fängt der Fisch
am Kopf zu stinken an.

 

 

Diesen Post teilen

Repost 0
28. Juli 2013 7 28 /07 /Juli /2013 10:44

Einsam ziehen wir
als Lebewesen durch die Galaxie
und verglühen
in einer Supernova.

Nichts berührt einander.

Zwischen den Inseln
liegt die Zeit begraben
und ein paar Seelen
die zu Asche zerfielen
toter Raum.

Aus Sternenstaub sind wir gemacht
und zu Asche
werden wir zerfallen
eines Tages.

Diesen Post teilen

Repost 0
10. Juli 2013 3 10 /07 /Juli /2013 15:57

Sie wurden einst
von den Banken besoldet
und in Drillich gesteckt
rauhe Gesellen
in die Wüste geschickt

den Schah zu stürzen
den Mullah
den Teufel im Rauschebart.

Es gab Zeiten
da hatte man die Barbaren
im Dutzend erschlagen
bis sie freiwillig
von ihrem Glauben liessen.

Heute arbeitet man dezenter
bildet die Milizen aus
unterstützt die Aufwiegler
und lehnt sich fein zurück
die Hände
ohne einen Hauch von Schmutz
die Herzen eingekeilt
in dreckiges Gelächter
doch es ist nur
das Echo der Banketagen
der Geheimdienste
der Rankenschmiederei
wer wessen Marionette sein wird
zeigt der nächste Würfelbecher.

Warum vermag der Kapitalismus
ihre Taschen zu erreichen
doch nicht ihre Herzen?

Unsere Söldner predigen Demokratie
wie Schweinepriester die Enthaltsamkeit
undankbar
wie Barbaren sind
nehmen sie unser Geschenk nicht an.

Diesen Post teilen

Repost 0
8. Juli 2013 1 08 /07 /Juli /2013 17:49

Wer wird es sein?
Gehe ich zuerst
an den Ort
wo alle Träume schweigen?

Oder gehst du mir vor
eine alte Stalllaterne in der Hand
damit ich dich finde
unter all den Seelen
wenn du uns
ein Nest bereitest?

Wie wird es sein
zurückzubleiben
alleine
aufzuwachen
und die andere Seite des Bettes bleibt leer?

Welches Los
mag das härtere sein;
gehen zu müssen
oder zu bleiben
wie ein kärglicher Rest
der von uns blieb?

Den Letzten fressen die Hunde.

Diesen Post teilen

Repost 0
8. Juli 2013 1 08 /07 /Juli /2013 17:45

Großer Zirkus
die göttliche Komödie
wo sind die Elefanten
wo die Clowns
wenn man sie braucht?

Marterschädel
Rotweinkater
Sonntagsschuhe.

Wir brauchen
eine blutende Jungfrau
oder
einen zitternden Knaben
mir ist es gleich

Gottesfreude
die Sünde

pimpern wie die Hunde.

Diesen Post teilen

Repost 0
1. Juli 2013 1 01 /07 /Juli /2013 06:52

 

 

Aus Gefühlen bist du gemacht
wie Stahl
aus Erz gewonnen
und so wie alles rostet
wirst auch du
an deinen Gefühlen
zerbrechen.

Aus dem Takt
und aus der Art geschlagen
schließe ich dich
und deine Arterien
bis in der Finsternis
nur noch dein Pochen
zu vernehmen ist.

Ich trinke
das Blut meiner Feinde
einen kleinen Toast
zwischen Gebeineknochen

lose verstreut.  

Diesen Post teilen

Repost 0
21. Juni 2013 5 21 /06 /Juni /2013 05:19

Neben dem Casino
hat ein An-und Verkauf
für Gold aufgemacht
damit das kleine Laster
einen Kumpel
zum Spielen hat.

Habt ihr endlich begriffen
dass ihr
in euren Händen
nur bunt bedrucktes Papier haltet
wo die Farbe
noch das wertvollste ist
oder mal ein schnelles Signum
vom Winkeaugust drauf?

Geld ist ein kleines Kind
was gerne spielen möchte
und wie ein kleines Kind
ist es launisch
und undankbar zu dir.

Jubel Trubel Heiterkeit
seid zum Konsum bereit
geht nicht über Los
zieht nicht viertausend Euro ein
denn ihr seid
Leiharbeiter
Menschen zweiter Klasse.

Tröstet euch
auf dem Weg 
nach unten
sind noch die besten Ränge frei.

Diesen Post teilen

Repost 0
15. Juni 2013 6 15 /06 /Juni /2013 06:36

Ich entdecke dich neu:

Meine Hand findet deine Hüfte
und drückt sie fest
wie um
etwas zu beweisen.

Ich lege meinen Arm um dich
während du schläfst
im Park
unter einer Sonne
die uns beide schläfrig macht.

Ich mag deine Lippen
auf meiner Wange
und neben dir
schlafe ich ein.

Komm wir spielen
Vater Mutter Kind
und ich hole
den kleinen Glatzkopf raus.

Diesen Post teilen

Repost 0
12. Juni 2013 3 12 /06 /Juni /2013 08:39

Ich hoffe
dass die USA dies mitlesen
so wie sie alles filtern
was bei drei nicht auf dem Baum ist
ich wäre beleidigt
wenn ich euch
nicht subversiv genug wäre.

Wann habt ihr begonnen
euch in eine Diktatur zu verwandeln?
Die Wiege der Demokratie
ist nun ein Arrestloch
ohne Anwalt & Anstand
wann haben sie dir
alle Rechte aberkannt
mit einem Federstreich
einen Zusatz zur Verfassung
die nur noch ein dreckiger Lumpen
im Kehrrichteimer ist
und keine Flagge der Freiheit.

Ich spucke vor euch aus!

Warum steigt ein Whistleblower aus?
Weil er es
nicht mehr mit seinem Gewissen vereinbaren kann
nicht erträgt
ein stummer Mitwisser zu sein
anprangert mit dem schieren Mut der Verzweiflung
sein sicheres Leben
gegen eine staatenlose Flucht einzutauschen.

Ich spucke vor dir aus, Europa!

Dass du zu feige warst
einen Flüchtling aufzunehmen
und es vorzogst
vor dem Lehnsherr über dem grossen Teich
zu kuschen.

Diesen Post teilen

Repost 0
1. Juni 2013 6 01 /06 /Juni /2013 11:48

Und plötzlich
inmitten der Maschinen
heulten Geister
aus den Zahnrädern
Dampf trat aus
den Ventilen
eine Schlinge spannte sich
um deinen Kopf
und ich zerrte daran
um dich zu befreien.

Am nächsten Tag
warst du böse
mit Rändern unter den Augen
schwarz wie der Kaffee
in deiner Tasse.

Das nächste Mal
schläfst du
auf dem Sofa!

Diesen Post teilen

Repost 0
25. Mai 2013 6 25 /05 /Mai /2013 13:49

Traust du nicht
dem am ehesten
den du täglich siehst?

Kümmerst du dich
wirklich um die Pfade
auf denen er wandelt?

Oder könnte er
ein schmutziges Geheimnis
in sich tragen
was einem normal denkenden Menschen
schlaflose Nächte
in Furcht bereiten würde?

Nein
in Wirklichkeit gehen wir
blind aneinander vorbei
Tag um Tag.

Wir tun dies
weil uns die Nächte gehören
der Rest ist Trinkgeld
auf Gottes heiligem Tresen.

Erlösung
oder gar die Ewigkeit
kannst du dir nicht davon kaufen.  

Diesen Post teilen

Repost 0
4. Mai 2013 6 04 /05 /Mai /2013 18:53

Wer als Erstes aufsteht
versucht es zittrig.

Keine Chance.
Ich will dich
nicht loslassen
nicht rausmüssen
über den unwirtlichen Teppichboden
ich könnte
ewig so liegenbleiben
Geborgenheit in deinen Armen.

Wozu
nach draußen gehen
um die Sterne zu zählen
wenn der Himmel
hier beginnt?

Diesen Post teilen

Repost 0
16. April 2013 2 16 /04 /April /2013 09:57

Manchmal ist es besser
nichts zu sagen
einfach
seine Fresse zu halten
weil es jede weitere Wort
nur noch schlimmer macht.

Rückzugsgebiete
haben wir schon lange nicht mehr
die Diplomaten
haben sie bei der letzten Friedenskonferenz
verschlampt.

Ach Buki
wenn du das geahnt hättest

find what you love
and let it kill you

Stück für Stück
die Haut über die Ohren gezogen
wie Sonnenbrand.  

Diesen Post teilen

Repost 0
5. April 2013 5 05 /04 /April /2013 09:02

Wie Giraffen
hängen sie ihre langen Hälse
aus den Fenstern
man möchte meinen
die wissen mehr
über die neuen Mieter
als die Mieter selbst.

Nimm ihnen ihre Neugier
nicht krumm
es ist Interesse
und nicht Niedertracht
über die Hecken & Mauern
haben sie dich
herzlich begrüßt.

Es gibt mehr
als nur die Kehrwochenfetischisten
und die niederträchtigen Fenstergucker.
versöhnlich eben.

Nun erkunde ich die Welt mit neuen Augen.

Auch wenn ich schon
tausendmal hier war
will ich meinen Kiez kennenlernen.
Hut lüpfen
und auf dem Gehweg grüßen

Oh Gott
das kleinbürgerliche Idyll
und ich heiße
soviel Spießigkeit gut!

Diesen Post teilen

Repost 0
3. April 2013 3 03 /04 /April /2013 16:46

Wir sind alle
nur Touristen
in diesem Leben
machen Fotos um zu prahlen
wie gut es uns geht
Ansichtskarten
die aus der Massenstanze kommen könnten
wie individuell
bist du wirklich?

Ein jeder
hat sein Päckchen zu tragen
der eine mehr
der andere weniger
doch gerade die
von denen du denkst
sie müssten unter ihrem Joch
zusammenbrechen
lächeln durch Zahnlücken
und setzen Tee auf
für dich.

Also setz dich
Wandersmann
und freu dich
wie langsam das Leben sein kann
wenn man es zulässt.

Diesen Post teilen

Repost 0
23. März 2013 6 23 /03 /März /2013 06:48

Lore um Lore
arbeite ich mich
aus dem Bergwerk heraus
rußverschmiert
noch ein Lächeln im Gesicht
während der Schweiß
mir in Strömen läuft.

Fuhre um Fuhre
vergesse ich
mein altes Leben.

Manch einer schürft
bis er auf Gold gestoßen ist.

Manch einer schürft
in den Tiefen seiner Schnapsseele
bloß um
ein paar Verse aufs Brot
zu bekommen.

Kanarienvogel
alter Freund
wenn das Grubengas da ist
stirbst du zuerst

aber ich danke dir
dass du mich
gewarnt hast.

Diesen Post teilen

Repost 0
21. März 2013 4 21 /03 /März /2013 07:25

Ich muss akzeptieren
dass ich vielleicht
mit einem Menschen zusammen bin
mit dem ich
alt und grau werde.

Das Leben hat mich
hinterhältig überrumpelt
ich winke
mit der weissen Fahne zur Kapitulation.

Nicht die Liebe
nur die Gewohnheit zermürbt dich
das Ergebnis ist dasselbe.

Ich bin mürber Teig
in deinen Händen
geklopft
nun kehre ich ein
nach Hause.

Diesen Post teilen

Repost 0
19. März 2013 2 19 /03 /März /2013 15:53

Das Pfeifen der Granaten
über den Schützengräben
im zweiten Jahr
wo die rosarote Brille
im Schlammwasser liegenbleibt
wie ein Requisit
aus glücklichen Tagen
der erbitterte Kampf
bis auf des Messers Schneide
um jede Kleinigkeit.

Gott
ich hätte vom Weg abfallen können
dich eintauschen
gegen ein paar
klingende Klinker
wenn ich nur
auf die Generäle gehört hätte!

Verluste
hat es
auf beiden Seiten gegeben
Jahre der Entente
stehen uns bevor.

Baby
wir haben den Krieg gewonnen
und ich schlafe
in deinen Armen ein.

Diesen Post teilen

Repost 0

Lesetipps

Satirisch-Heiteres:
Wolfgang Reuter
"High-matt-Land"
Rolf Stemmle     
"Der Mensch im Tier"

Petros´ Netz-Lyrik