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jeden Tag neue Gedichte - von Slov ant Gali und Gästen

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23.01.08: ausgang

ausgang

sie steht 
als wäre es
völlig normal
vor mir
diese uniform
diese
kampfuniform
tarnfarben
mit deutschen ärmeln


sie küsst
ein mädchen
und bleibt mir
feind
im besetzten land

 

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S
Diese Version des Gedichts ist mit dem FAK in den Ruhestand versetzt:<br /> ausgang<br /> <br /> bruchteile<br /> von sekunden<br /> durchschießt es mich<br /> noch immer<br /> <br /> sie steht <br /> als wäre es<br /> völlig normal<br /> vor mir<br /> diese uniform<br /> diese<br /> kampfuniform<br /> tarnfarben<br /> deutschfarben beflaggt<br /> <br /> und gleich<br /> einem afghanen<br /> iraker, sudanesen<br /> gleich einem menschen<br /> empfinde ich<br /> den soldaten<br /> als besatzer<br /> meines landes<br /> <br /> er küsst<br /> das mädchen<br /> in seinen armen<br /> und bleibt mir doch<br /> feindlich fremd
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B
Verfügt Lyrik nicht grundsätzlich über den größtmöglichen Interpretationsspielraum. Warum also unnötig einengen? Mich spricht es sehr an!
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P
Gerade das "Bruchstückhafte" lässt mehr Raum für die eigene Fantasie und ergibt einen besonderen Reiz gerade bei provokanten Themen.
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S
Ich versuche so zu schreiben, wie ich beim Lesen Pausen haben möchte.Lyrik hat die Gefahr, dass die verdichteten Gedanken "überlesen" werden...Insofern gefällt mir der Ausdruck "Raum für die eigene Fantasie" schon sehr gut...
N
hört sich nach üblen Erinnerungen an,<br /> stimmt irgendwie nachdenklich.<br /> <br /> Ich würde bei deinen Gedichten mehr versuchen in die Satzform zu gehen und nicht so bruchstückhaft arbeiten, das so als kleinen tipp!
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