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jeden Tag neue Gedichte - von Slov ant Gali und Gästen

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26.01.08: Der Erneuerer

Der Erneuerer

er hatte ein geistvolles buch geschrieben
und war überzeugt, man würde es lieben
doch in wirklichkeit ist es anders gewesen
man hat es verschlungen, man hat es gelesen
gelegentlich aber wurde auch widersprochen
für ihn hat das wie ein angriff gerochen 

und weil seine thesen
beim lesen
nicht angekommen
hat er die fliegenden fäuste genommen
das jedoch leuchtet mir gar nicht ein
wer kritisches schafft, soll nicht eitel sein
und was mich am fall besonders entsetzt
die thesen, sie waren nur übersetzt

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S
Oh, ich wollte die besondere Leistung von Übersetzern nicht schmälern. Bei Nachdichtungen kommen sie in Originalität mitunter mindestens dem Urtext nahe, sind eigene Kunstwerke. Und natürlich identifiziert man sich mit "seinem" Werk".<br /> Aber eigentlich sollte es nur heiter gemeint sein. So ... Nicht aufregen, Kumpel... Versteh doch Humor. Wer den eben nicht versteht, der bekommt eben "auf die Mütze", weil er "auch noch nur Übersetzer" ist...
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A
Jeder lebt in seiner subjektiven Welt und erlebt seine eigene Wirklichkeit und Wahrheit.<br /> Von welchem Sein geht Objektivität aus?<br /> <br /> Ohne den Übersetzer hätte so manche Wirklichkeit nicht stattgefunden und wenn ich mich mit dem Werk des Autors identifiziere, so ist es auch meines.<br /> <br /> Was soll denn geistiges Eigentum sein?
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N
Na, zu Anfang dachte ich, eine sehr weltfremde Geschichte. Jeder Autor freut sich doch, wenn sein Buch gelesen wird (dann wurde es wohl auch gekauft). Aber dass er nur Übersetzer war - vielleicht hätte er zuschlagen sollen?
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