Overblog Alle Blogs Top-Blogs Literatur, Comics & Gedichte
Edit post Folge diesem Blog Administration + Create my blog
MENU

jeden Tag neue Gedichte - von Slov ant Gali und Gästen

Werbung

(124) Im hinteren Rang

ich bin
wie ich bin
niemand anders
sitzt auf meinem stuhl
in der hundertsten reihe
platz drei links
im kaltschweißfrösteln
wenn sich die reihen füllen 

das drama falsch
der held
und falsch die tat
und alle sehen zu
verloren
weine ich
bis aus reihe dreizehn
ein schluchzen tönt 

komm gehen wir
wohin auch immer
bezahlt ist
genug
wir suchen
ein anderes stück

(Slov ant Gali)
Werbung
Zurück zu Home
Diesen Post teilen
Repost0
Um über die neuesten Artikel informiert zu werden, abonnieren:
Kommentiere diesen Post
G
*lächel*<br /> so gesehen hast du Recht.<br /> Na, jetzt bin ich aber diejenige, der einige "Aber..." auf der Zunge lägen...<br /> Aber nicht mehr heute.<br /> Wünsche dir eine gute Nacht.<br /> LG<br /> Gunda
Antworten
S
... nur unter Vorlage einer Platzkarte kann man fragen "...und der ist für mich?"
Antworten
G
Ausgerechnet du, der alles hinterfragt, möchte einen fest zugewiesenen Platz? Oder verstehe ich deine Worte jetzt verkehrt?<br /> War das jetzt tatsächlich eine PERSÖNLICHE Aussage von SLOV?
Antworten
S
Ja, sehr annehmbar.<br /> Für mich persönlich eigentlich schwierig: Ich möchte gern vorher Platzkarten...
Antworten
G
Hm, also dass ich deine Gedichte anders interpretiere als du sie gemeint hast, sind wir ja inzwischen schon gewohnt. Ich hatte es wie folgt gesehen:<br /> <br /> Man bekommt im Leben einen bestimmten Platz zugewiesen, von dem aus man alles um sich herum verfolgt, sowohl das "Stück", das einem das Schicksal (doofes Wort)präsentiert, als auch die anderen Menschen um sich herum.<br /> Das gebotene Stück gefällt nicht, alles kommt einem falsch vor, und dennoch tun sich (fast) alle das Stück an - nur man selbst (und der eine oder andere in Reihe 13) findet es - profan ausgedrückt - zum Heulen und möchte gehen - resp. seinem Leben eine Wende geben.<br /> <br /> Australien? Tja, das ist für mich so eine Metapher für "am anderen Ende der Welt" - also eben für eine radikale Änderung. Und natürlich immer zum Positiven, das weißt du doch ^^.<br /> <br /> Habe ich mich jetzt total verrannt oder ist meine Interpretation irgendwie annehmbar?
Antworten