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jeden Tag neue Gedichte - von Slov ant Gali und Gästen

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(146) Zyklus... 2. Dekade 9.9.1919

über sein feld
waren keine
grünkreuzschwaden gezogen
nur babylonische sprachen

nichts schwarzes
wurde ruth orakelt 
danach
die neun
verhieße glück 

auch allen
künftigen im stamme

was beschlossen weit weg
im schlosse
der sieger
bot boden für
neu sprießenden hass
er kannte ihn
noch nicht



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S
Phosgen.
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S
Alles okay.<br /> Nein, bei der Ruth bin ich ins Zweifeln geraten. Du hast mit Sicherheit ein Gefühl am Ende, ob dir das Motivische zusagt.<br /> <br /> Gelächelt habe ich bei deinem Begriff "biochemisch". "Grünkreuz" ist eines der im 1. Weltkrieg verwendeten Giftgase, ein Phosphat, glaube ich. Also nicht bio sondern nur antibio...
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G
*grins* - wieso sollte ausgerechnet ich dir beim Thema Ruth "helfen" können? Hältst du mich für so bibelfest? Außerdem: Welche Hilfe solltest du da wohl benötigen? Du hast mir doch schon super erklärt, warum du diese Figur als roten Faden ausgewählt hast, und das kann ich gut nachvollziehen.<br /> Zu den anderen Motiven: grünkreuzschwaden = biochemische Waffen?<br /> babylonische Sprachen = gegenseitiges Unverständnis?<br /> Schloss der Sieger = siehe Norbert?<br /> <br /> Muss reichen für diese Dekade.
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S
Als ich gefragt wurde, ob ich bei dem Projekt mitmachen will, war mein erstes Problem, die Idee für einen "roten Faden". Ja gesagt hatte ich, nachdem ich auf die Idee mit der (da hat Norbert Recht) chinesischen Glückszahl 9 (=3 x 3) gekommen war: einmal als Stichtagsmotiv, dan Zufall spielen zu lassen, wenn es um Schnitte durch die Zeit ging - die Alternative wären historische Höhepunkte, also Krieg und Mauerbau usw. gewesen - und zum anderen das makabre Endmotiv: Erst die Weissagung und dann geht sie nach hinten los. Weil das Jahrhundert zehn Dekaden hat, bringt die zehnte nach den vielen Malen, wo eine Ruth eine neue Heimat finden musste und fand, den Moment, wo die letztlich gefundene "endgültige" Heimat (wieder) verloren geht.<br /> Zwar hast du prinzipiell Recht, dass das Buch Ruth eine Jüdin beschreibt, aber eben - daher die ausgewählte Stelle - die treue, bis zur Selbstaufgabe liebende Partnerin, die mit dem Partner durch jedes Leid zu gehen bereit ist. (Die Antwort bezieht sich ja auf dessen Aufforderung, sich einen Leidensweg an seiner Seite zu ersparen).<br /> <br /> Prinzipiell ist es mir aber gerade wichtig, zu erfahren, welche Motive sich historisch nicht so Geschulten aus anderen Gründen erschließen ... und welche dann in die Irre führen... (Die falschen Spuren, auf die du dich begibst, könnte ich ja ungewollt gelegt haben...)
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S
lach: Abras vermisse ich selbst, Moshe hat das ganze Projekt in die Welt gesetzt: 10 "Schriftsteller" schreiben über die 10 Dekaden des vergangenen Jahrhunderts. Dazu hat er extra ein Forum eingerichtet - für die Beteiligten eben. Aber da spielt natürlich auch die "Betriebsblindheit" mit. Hier habe ich eher dich Chance auf normale Menschen (doppelgrins).<br /> Tja, und gerade hat sich Moshe dort entschuldigt, dass er sich wegen technischer Probleme nicht hatte melden können...
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