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jeden Tag neue Gedichte - von Slov ant Gali und Gästen

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(163) kein chamäleon

in meinem terrarium
warten
identitäten
auf die reise
zum ich
wenn wieder
woher immer
gefahr droht
wechseln sie
ihre farben
spotten dem malkasten
einer beschreibung 

alles falsche töne
nur
das rot
bleibt


(Slov ant Gali)
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S
In den Ruhestand versetzt:<br /> in meinem terrarium<br /> warten<br /> fruchtbare identitäten<br /> auf die reise<br /> zum ich<br /> <br /> wenn wieder<br /> woher auch immer<br /> gefahr droht<br /> wechseln sie<br /> die palette<br /> <br /> ihre farben<br /> spotten dem malkasten<br /> deiner beschreibung <br /> immer rahmen<br /> falsche töne<br /> das rot<br /> das bleibt<br /> <br /> ich werfe mir<br /> frische möhren hinein<br /> damit sie weiter sehen<br /> der untergrund<br /> passt sich nicht<br /> ihrer haut an
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S
Lach:<br /> Wenn es nicht so anrüchig als "krank" belegt wäre, dann meint es das auch ... nur eben nicht (ab)wertend
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G
Wie HATTEST du es mit dem "MIR" denn gemeint?<br /> Im Nachhinein fiel mir dazu nätmlich noch das Stichwort "gespaltene Persönlichkeit" ein.
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N
Schön, einmal so viel zu lesen und sagen zu können: Ihr habt bestimmt alle Recht.<br /> Also ich finde es egal, ob jemand gleichzeitig drin und draußen und damit beim Füttern von sich selbst, oder von künftigen Identitäten ist.<br /> Mit der Version im Ruhestand hätte ich meine Probleme gehabt, aber so ist es schön surreal und gleichzeitig verständlich. Für mich zumindest. Ich bin aber kein Fachmann.
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G
Zunächst mal: Die Abfolge der umgestellten Strophen ist so viel besser. Auch, dass du das "und stört" rausgeworfen hast, finde ich gut. Denn eigentlich ist es ja nicht das Rot an sich, das stört, sondern die Kombination mit den falschen Farben. Und .. nee, würde jetzt hier zu weit führen. Alleine in dieses "Das Rot, das bleibt und stört" könnte man eine Unmenge hineininterpretieren.<br /> <br /> Zur vierten Strophe: Die frischen Möhren sollen wohl der Provitamin-A-Lieferant für das bessere (weitere) Sehvermögen der Identitäten sein, und außerdem sind sie ein beliebtes Futter für Terrarienbewohner. <br /> Tja, und das "MIR" - na klar habe ich mich daran gestoßen. Da du ja aber kaum mal etwas ohne Grund schreibst, habe ich mir natürlich überlegt: Warum...? Es muss nicht zwangsläufig ausdrücken, dass du (ich meine nat. das LI) gleichzeitig im und außerhalb des Terrariums bist. Es kann auch so verstanden werden, dass du außerhalb stehst und lediglich deinem möglichen Alter Ego, deinen möglichen Identitäten, die die Reise zum Ich noch nicht angetreten haben, Futter gibst - oder so. Kannst du mir noch folgen? Ich mir nämlich nicht mehr so richtig *g*. (Jetzt knurre ich mal ein bisschen: Wenn du nicht immer auf Interpunktion verzichten würdest, könntest du hin und wieder mit einem Doppelpunkt oder einem Gedankenstrich oder den von dir sonst doch recht gerne verwendeten " ... " Akzente setzen und für besseres Verständnis sorgen.)<br /> LG G.
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