Overblog Alle Blogs Top-Blogs Literatur, Comics & Gedichte
Edit post Folge diesem Blog Administration + Create my blog
MENU

jeden Tag neue Gedichte - von Slov ant Gali und Gästen

Werbung

(191) der bär

immer wieder
wenn der winter
ihm den speck genommen
kommt er
aus seiner höhle
leckt vom versteckten honig
und schaut
nach den menschen 


enttäuscht merkt er
sie sind noch immer
keine bärinnen geworden

 
so frisst er sich
den speck an
für die heimische höhle
er hat zeit


(Slov ant Gali)
Werbung
Zurück zu Home
Diesen Post teilen
Repost0
Um über die neuesten Artikel informiert zu werden, abonnieren:
Kommentiere diesen Post
S
Erstens: Ich gebe zu, dass dieses Gedicht verschiedene Interpretationen zulässt - und ich die meisten auch akzeptiere. Also ich möchte das nicht auf ein Bild beschränken.<br /> ...selbst (oder gerade) wenn ich mich selbst nicht als ein solcher Bär empfinde.<br /> Die Natur lässt sich sehr behäbig vieles vom Menschen gefallen - aber sie "weiß", dass er sich , macht er weiter wie bisher, die Menschen bald verschwunden sind.<br /> Dein Einwand ist aber so weit richtig, dass dann für den konkreten Bären keine Bärin mehr da ist ... aber ich meine ihn ja auch als Naturwesen überhaupt, und in diesem Sinne gibt es nach "uns" wieder die "Bärinnen", die nicht abgeschossen werden, weil keiner mehr da ist zum Schießen.<br /> Natürlich schreibe ich, um zum Aufbegehren zu ermuntern. Die, die den Untergang predigen, damit er nicht kommt, sind hoffentlich weniger Schuld als die, die ihn als gegeben hinnehmen. Wir Menschlein haben nicht genug Höhlen und Speck...
Antworten
G
ich meine natürlich nicht "Das Bild des Autors" sondern "Das vom Autor gemeinte Bild"...
Antworten
G
Was erwartet der Bär?<br /> Den ganzen Winter faul rumpennen, im Frühjahr mal kurz rausgucken - und in der Zwischenzeit soll sich die Welt ohne sein Zutun ganz nach seinen Vorstellungen und zu seinem "Nutzen" verändert haben? Wie wäre es, wenn der Bär, statt sich im Sommer nur wieder um den eigenen Speck zu kümmern, mal auf die Suche machen würde nach den zweifellos noch irgendwo vorhandenen Bärinnen, damit seine Population nicht irgendwann aufgrund seiner eigenen Bequemlichkeit ausstirbt?<br /> Waren so meine ganz spontanen Gedanken dazu. <br /> Ob ich jetzt damit interpretatorisch das Bild des Autors getroffen habe - keine Ahnung...
Antworten