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jeden Tag neue Gedichte - von Slov ant Gali und Gästen

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Eine Antwort auf "Liebe ist der Weg": "Misshandelt

Rollkragenpulli – im September...
Sonnenbrille – im November..

die Brandblase – von einer Kippe...
die geplatzte Oberlippe...

Dein Halstuch – nein, es kann die Flecken
daumengroß – nicht verdecken.

Dein Make-up – die dicke Schicht
verbirgt grün-gelbe Schatten nicht.

Deine Hand – der Verband...
ach – am Backofen verbrannt....

Dein linker Knöchel – ungeschickt
auf der Treppe umgeknickt...

Die Beule – er kann nichts dafür,
dumm gestoßen an der Tür...

Die and'ren Narben – unsichtbar,
Blicken verborgen – aber da....

Die Risse – tief in deiner Seele...
dicker Kloß in meiner Kehle...

Deine Augen – wirr, gehetzt...
Lass dir helfen – hier und jetzt!

Geh nicht mehr zu ihm zurück!
Ungläubigkeit – in deinem Blick...

Wach endlich auf! - Ich schrei' dich an...
du lächelst: Er ist doch mein Mann...

(Gunda Jaron)

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G
Danke, Patsy, für deinen Kommentar. <br /> Genau das ist die Crux an der Sache: Wenn derjenige, der Hilfe benötigt, sich dem Helfenden nicht öffnet, ja sich nicht einmal bewusst ist, dass er (in diesem Fall sie) überhaupt der Hilfe bedarf, ist es verdammt schwer, diese zu geben.<br /> Das wird um so schwieriger, je mehr man "Außenstehender" ist. Aber man kann da sein...
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P
Sehr trauriges, aber auch ehrliches Gedicht. Ich hab dazu auch ein Lied von "Deeva - Genug", das geht auch ziemlich unter die Haut. Das traurigste ist, das man diesen Menschen nicht helfen kann, solange ihre Angst vor Veränderung stärker ist als die Angst um ihr Leben. :o(
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