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jeden Tag neue Gedichte - von Slov ant Gali und Gästen

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Hanna Fleiss: Aschezeit

Zeiten, hingesunken,

In blanken Armen Tage, hoffnungsprall,

Gewiss ihres Ausgangs erst

Nach Nächten.

 

Um den Frost,

Der auf Gesichtern lastet,

Um das Herziehn des Regens

Während lockrer Sommerstunden

Ein stilles Getön, Ruf

Kleiner Finsternisse.

 

So auch das Feuermal

Unsrer Hoffnung. Aufgehockt

Ein junges Weib auf der Kirchentreppe,

Hände hingestreckt dem

Ungnädigen Beter,

Die Aschenblume im Auge.

 

Kein Wind

Fragt nach uns. Kein Gras

Hört uns schluchzen. Immer

Die Enge, das Wenige, ein Schmerz,

Fülle nie.

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