Wabernd, wallend wogt der Dunst der Zeit um gülden glänzendes Behältnis, nur aus Hall. Schallend, ohne Grenze, weit, unendlich in des Universums Gunst. Gefasst in irdne Schale nur für das momentane Jetzt der menschlichen Vergänglichkeit. Die Magier, angetan mit Tuch, gewebt aus Neid und Macht, tanzen mit groteskem, blödem Zucken, um das Behältnis dieser Ewigkeit. Doch nichts vom Wissen dieses Lebens können sie mit ihren trüben Augen sehn, nicht ein Fünkchen nur verstehen. Gefangen hält sie Ihre eigne Nacht, blind sind sie, taub auf jedem Ohr und geben doch als Weise und als Zauberer den Weg für diesen Erdball vor.
Von meinem Geschreibsel scheint mir "Die Fabel vom Lauch und den Rosen" am besten auf den heutigen Tag zu passen. Weil ich aber schon älter bin, kann ich mir vielleicht auch so ostalgische Texte wie den folgenden leisten?!<br />
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Deutsche Eierei<br />
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Schwer war’s, alles umzudrehn<br />
in den „neuen Ländern“.<br />
Doch das meiste ist geschehn,<br />
wenig noch zu ändern.<br />
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Und wir Ossis ham kapiert:<br />
Wessis sind gescheiter!<br />
Nur wer Westliches kopiert,<br />
kommt im Leben weiter.<br />
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Eins nur ist mir noch nicht klar,<br />
Brüderchens und Schwestern:<br />
Sagt man „Ostern“ – wie’s einst war – <br />
oder lieber „Western“?<br />
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Wolfgang Reuter, 03. 04. 2007