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jeden Tag neue Gedichte - von Slov ant Gali und Gästen

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(381) Neruda über mir…

 Du brachtest

den Menschen

das Feuer großer Worte.

An Kordillerenfelsen geschmiedet

dem Schnabel des Kondors preisgegeben

fallen Fasern

deines nachwachsenden Fleisches


auch


in meinen Mund.

Kläglich quellen sie

zu traurig

kleinen Gesängen.

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S
Eigentlich wollte ich auf Canto general, zu deutsch (bei uns erschienen als) "Der Große Gesang" anspielen.<br /> Ansonsten ist alles allgemein gehalten, i.S. dass die "Nachwachsenden" ein Stück ihres "Könnens" aus den verarbeiteten Leistungen der "Früheren" gewinnen. Allerdings ist Nerudas Duktus für einen Mitteleuropäer ungewohnt...<br /> lg<br /> Slov
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G
Hm, ich habe in der Tat erst darüber nachgedacht, ob du wirklich "traurig kleine" Gesänge - im Vergleich zum "großen" Schriftsteller Neruda - gemeint hast (formal) oder eigentlich eher "traurigen kleinen" Gesängen, also mehr auf den Inhalt der GEsänge bezogen, die aus den Fasern hervorgehen. Meinst du das?
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S
Hm...<br /> Danke für die Blumen.<br /> Allerdings verunsichern sie mich auch:<br /> Ich hatte gedacht, dass sich das mit den "kleinen Gesängen" allein aus dem, erklärt, dem das Gedichtchen zugewidmet ist.<br /> Nun habe ich das Gefühl, das reicht nicht...<br /> lg<br /> Slov
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G
Moin Slov,<br /> jeder große Schriftsteller hat mal mit kleinen Gesängen angefangen. Irgendwann verdichten die sich aber vllt zu einer Arie und später zu ganz großer Oper.<br /> Rein formal gefallen mir die letzten drei Zeilen mit der optisch ungewöhnlichen Alliteration sehr gut. <br /> lg<br /> Gunda
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U
Hallo Slov,<br /> ich finde so kläglich quellen sie gar nicht,<br /> deine "Gesänge."<br /> LG Uschi
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