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jeden Tag neue Gedichte - von Slov ant Gali und Gästen

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Gunda Jaron: Samstag Nachmittag halb vier

Schluss mit Hausarbeit und Garten:

Samstag Nachmittag halb vier.

In den Feierabend starten

will ich mit 'nem Fläschchen Bier,

 

auf der Gartenliege dösen

und den Tönen der Natur

lauschen oder etwas lesen.

Sehne mich nach Ruhe pur.

 

Vögel leise in den Bäumen

zwitschern und ein Bienchen summt.

Fange langsam an zu träumen.

Fern ein Rasenmäher brummt.

 

Plötzlich quaken volle Kanne

Frösche, brr, welch lieblich Ton,

und die Drossel in der Tanne

imitiert ein Telefon.

 

Blödes Vieh, jetzt bin ich wach,

nee, nicht nur der Drossel wegen,

auch Herr Huber macht jetzt Krach:

Ach, ich liiiieeebe Kettensägen...

 

Nebenan im Plantschebecken

ist das Wasser sonnerwärmt.

Darin, sehr zum mein'm Entzücken

eine Kinderhorde lärmt.

 

Erst die die Feuerwehrsirene,

dann ertönt ein Martinshorn.

Langsam kriege ich Migräne,

wünsch' mir Watte für die Ohr'n.

 

Nachbarliches Zaun-Geschnatter

geht mir mächtig auf den Geist.

'n Hubschrauber mit viel Geknatter

tief über dem Garten kreist.

 

Hey, Piloten, macht 'ne Biege,

ich will hier in Ruhe chill'n

oben ohne auf der Liege

und mich in der Sonne grill'n.

 

Jetzt wird noch die Buchsbaumhecke

mit der Schere rundrasiert

Und der Kompost aus der Ecke

ins Gewächshaus transportiert.

 

Auf dem Viertelmorgen Rasen

links ein Gartentraktor röhrt

und mit Krach und Auspuffgasen
meine Traumgedanken stört.
 
Schweigend aus dem Geigenkasten
hol' ich mein Maschin'gewehr.
Darf nicht ruhen und nicht rasten?
Kenn' auch keine Rücksicht mehr ... !
 
Ruhe herrscht nun allenthalben,
friedlich schlürfe ich mein Bier.
Über mir der Flug der Schwalben
Samstag Nachmittag halb vier.

 



 

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