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jeden Tag neue Gedichte - von Slov ant Gali und Gästen

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Natascha P.: Limerick No. 21

 

Da war dieser Typ in Großbeeren,

den hatten die Frauen zu ehren.

In der Liebe famos

fühlte er sich ganz groß.

Doch ich konnt ihm den Fußkuss verwehren.

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Hallo Natascha, <br /> <br /> Deine Limericks 1 + 3 + 9 + 19 waren hier auch schon veröffentlicht. Sie wollen mir allesamt nicht so recht zusagen, weil ihnen zwar ein pfiffiger Denkansatz zugrunde liegt, der aber zu wenig ausgereift ist und als Frühgeburt aus Deinem Gehirn entlassen wurde. Du hättest noch ein wenig daran arbeiten sollen. <br /> <br /> <br /> <br /> Was ich zu meckern habe?<br /> <br /> <br /> <br /> 1. Bei nur fünf Zeilen, die ein Limerick nun einmal hat, und dem Gebot, originell zu sein, muss jedes Wort wohl erwogen werden. Deine Zeilen drei und vier sind von recht endlicher Lustigkeit, bringen den Spaß nicht so recht voran. Und die Pointe (Zeile 5) empfinde ich irgendwie herbeigekrampft. Übrigens: Eigentlich wäre zu vermuten, dass Du ihm verwehren konntest, dass er Dir die Füße küsst. Von der inhaltlichen Logik her meinst Du es aber wohl umgekehrt? – Da ist die Formulierung nicht so ganz eindeutig!<br /> <br /> <br /> <br /> 2. Du hast zwar das Gebot eingehalten, Zeile eins auf eine Ortsangabe enden zu lassen, aber dann mogelst Du: Die Zeilen drei und vier beginnen jeweils mit zwei Senkungen. So etwas tut ein guter Limerick nicht – auch deshalb, weil die Zeilen eins und zwei mit weiblichem (zweisilbigem) Reim enden, am Schluss also eine Senkung, was in der folgenden Zeile am Anfang nicht schon wieder zwei Senkungen verträgt. Die Schluss-Zeile lässt Du ebenfalls mit zwei Senkungen beginnen, obwohl die Reimbezugszeilen eins und zwei mit nur einsilbigem Auftakt beginnen.
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