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jeden Tag neue Gedichte - von Slov ant Gali und Gästen

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Gunda Jaron: Weihstern ...

Ach, ist sie nicht zauberhaft schön, diese Zeit? Ich mag es, wenn's draußen recht kalt ist und schneit, wenn's duftet nach Lebkuchen, Bratapfel, Zimt, in kindlichen Augen die Vorfreude glimmt, wenn warm aus den Fenstern der Kerzenschein fällt und heiliger'...

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Brunhild Hauschild: Frühlingserwachen in Berlin

Die Morgenluft riecht nach Frühlingserwachen, heut` wasche ich meine Wintersachen, heut` pflanze ich Primeln auf den Balkon, der frostige Winter schleicht endlich davon. Der Waldboden grünt mit Bärlauchtrieben, es zwitschert lockend: nur lieben, lieben....

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Gedichte des Tages Nr. 1190

Nein, Dichter sind kein Nachrichtenticker: Die Reaktionen auf allzu Aktuelles kommen mit zeitlicher Verzögerung. Heute aber kommt ein keine Japan-Tag. Zum einen ein Gedicht, das Brunhild Hauschild zusammen mit ihrer Schwägerin gelang " Japan im März "...

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Slov ant Gali: Dem Sohn

So oft blieb´s leider ungesagt in grauer Täglichkeit: dass ich dich liebe. Du warst ja nah, ob´s nächtet oder tagt, und Staub wird unbemerkt zum Sand in dem Getriebe. Erst später dann an weit entferntem Ort ließ ich dich reich in Worten tanken, schickt...

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Slov ant Gali: Dichters Stoßseufzer

Ach, liebe Welt, beschenke mich mit Stoffen für immer wieder DAS Gedicht, und mit dem Stoff, aus dem die Epen sind. Doch lass Tsunamis weg, Krieg, totes Hoffen auf ein verspätetes Gericht durch ein noch ungebornes Kind. Ich möchte lieber Langeweile leben...

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Gedichte des Tages Nr. 1189

Ich kann es nur meinem aktuellen desolaten Zustand zuschreiben, dass ich offenbar Gunda Jaron s " Auf der Netzhaut " eingestellt hatte, ohne darauf zu verweisen. Aber bitte keine Asche auf mein Haupt - die Haare sind frisch gewaschen ... In den selben...

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Slov ant Gali: Der alte Schrankenwärter

Der alte Schrankenwärter hat gewusst um seine Wichtigkeit im Leben: Er konnte nahe Menschen vor dem Rasen wahren, das fest im Schienenbett gebannt vorüberzog. Es fröhnte jede Seite ihrer Lust: Das wohl gezähmte In-die-Ferne-Streben und das in Schneckenhast...

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Gunda Jaron: Weibes Replik

Ach, was seid ihr eitlen Männer doch für Penner! Glaubt ihr wirklich, dass wir Frauen ständig schauen auf den leicht gekrümmten Schlauch unterm Bauch? Diesem mag, das ist wohl richtig und auch wichtig, der Befruchtungsakt obliegen. Fürs Vergnügen, das...

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Gedichte des Tages Nr. 1188

Oh weia ... Diesmal habe ich es gewagt, mich an der großen klassischen Gedichtform des Sonetts zu vergreifen. Keine Angst: Ich habe nicht die Absicht, in die Fußtapsen von Johannes R. Becher zu treten. Aber mit einer so strengen Form zu spielen ist Selbsterziehung...

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Slov ant Gali: Stadtgrufti

Erkennst du noch der Meisen Töne? Weißt du, das ist der Amsel Klang? Schiebt sich, hörst du von Vögeln, dir nur das obszöne Grinsen ins Gesicht anstatt des Denkens an Gesang? Natur erscheint dir nur abstrakt und ´s wundert dich - gelegentlich - wenn dich...

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