jeden Tag neue Gedichte - von Slov ant Gali und Gästen
Durch Slov
Die Tanne fand es gar nicht lustig,
sie ging des Wurzelwerks verlustig.
Sie ward auf einem Platz geparkt,
es war ein großer Weihnachtsmarkt.
Und grade, weil sie sich so streckte,
geschah es, dass man sie entdeckte.
Sie ward mit so viel Zeug behängt,
dass Ast um Ast sich traurig senkt.
Vor Wärme wünscht die Tanne nur
sich selbst zurück in die Natur.
Bald heult sie laut, oh, ja, sie nadelt,
als man sie abhängt und nicht adelt.
In einem großen Abfallhaufen
ist ihre Erdenzeit gelaufen.
In des Lebens bösem Banne
fühl ich mich oft wie jene Tanne.
Bin ähnlich wurzellos geparkt
auf einem Nebenweihnachtsmarkt.
Mein Stamm ist krumm und nicht gediegen,
und alle lassen mich links liegen.
Dabei möcht ich noch einmal lachen:
Bin doch voll Harz zum Feuer machen.
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