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jeden Tag neue Gedichte - von Slov ant Gali und Gästen

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Anthologie zur Friedenslesung 2007: B. Weiss, An mein Kind

Ich habe dich auf die Welt gebracht,
damit auch du den Glanz der Sonne siehst,
damit auch du die dunklen Schatten fliehst,
die uns gebiert die Einsamkeit der Nacht. 

Auch du sollst spüren, wie ein Windhauch kühlt
Nach einem langen heißen Sommertag,
was schon ein kleines liebes Wort vermag,
wenn man sich manchmal so verlassen fühlt. 

Du sollst erfahren, wie man Liebe schwört
Und glauben will, dass alles ewig währt,
wie man die grüne Zukunftshoffnung nährt,
am Duft der Blütenträume sich betört. 

Du sollst dich freuen an Musik und Tanz,
an Schmetterlingen und an Vogelsang.
Ach, werde selbst ein Lied, ein tiefer Klang,
ein Flügelschlag, ein warmer Augenglanz. 

Du sollst erkennen, dass es immer lohnt,
zu leben, nur um einfach da zu sein,
um sich zu lieben, um sich zu verzeihn,
um Gott zu suchen, der in allem wohnt.


Brigitta Weiss, Bad Lauterberg

(Den Text hat die Autorin bei der Lesung durch einen nicht zum Wettbewerb eingereichtes Buchenwaldgedicht ersetzt. Da er durch die Jury ausgewählt worden ist und die Autorin die Ersetzung nicht formal gefordert hat, bleibt an dieser Stelle der Wettbewerbstext.)


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A
Du schreibst so, wie es aus meinem Herzen blutet, liebe Brigitta.<br /> Danke
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N
Naja, ein wenig schmalztriefend, aber in diesem Sinne lasse ich auch Gott in allem wohnen. Da muss es nicht immer Buchenwald sein.
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