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jeden Tag neue Gedichte - von Slov ant Gali und Gästen

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(141) laute liebe

lange vor dir

hielt mich

stille

in liebeslaune

 

wenn ich

den nebelschleier hob

trugst du für mich

burgen bauende biber aus

oder das duett

von hummel und himmel

oder du lässt mich

nach neun monaten

schamrote erdbeeren

im garten küssen

warum sollte die stille

nach meinem glück fragen

da doch morgens

amsellaut

alles andere

verjagte

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S
in den Ruhestand versetzt:<br /> lange vor dir<br /> hielt mich die stille<br /> in liebeslaune <br /> <br /> wenn ich ihr<br /> den nebelschleier hob<br /> trug sie für mich<br /> burgen bauende bieber aus<br /> oder das duett<br /> von hummel und barsch<br /> oder sie ließ mich<br /> nach neun monaten<br /> schamrote<br /> erdbeeren im garten<br /> küssen <br /> <br /> warum sollte sie<br /> nach meinem glück<br /> fragen<br /> wo doch morgens<br /> amseln alles andere<br /> verjagten <br /> <br /> deine eifersucht<br /> geht ins leere<br /> der sturm hat<br /> der störche wagenrad<br /> vom mast geholt<br /> wenn ich wieder<br /> kind sein will<br /> komme ich zu dir<br /> wenn mich<br /> der babies nachtschrei braucht<br /> weckst du mich sowieso
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S
Genau dein Einwand, also zu stolpern über das, was ich selbst "aufgeräumt habe", hätte mich von dem Spruch zurückschrecken lassen, ... fast.<br /> <br /> Oh, wie das gut tut: Endlich findet mich jemand bescheiden. Wenn ich das sage, glaubt man mir das nicht...
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G
So kennt man dich, immer bescheiden *grins*<br /> <br /> Nein, mit oberflächlich meinte ich eher "offen-sichtlich".<br /> Der Spruch mit den Steinen ist übrigens genial. Beherbergt Stoff für ein neues Gedicht... (Wobei ich es auch fertig bringe, über Steine zu stolpern, die ich selbst gelegt habe. Aber ich glaube, nicht nur ich.)<br /> LG
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S
lach vom Poeten...<br /> Also alles verstehe ich selbst nicht. Im "Liebesmotiv" steckt nun eigentlich der Schwerpunkt der Lebensäußerung. Die Stille als Rückzug in die Idylle. Was hat sie mir zu bieten. Exakt die Landidylle. Sie trägt schöne Bilder und Beobachtungen aus, wenn man ihr voll Ruhe zusieht. Natürlich hat Gunda da Recht: Es ist sehr übertragen gemeint, dass auch die (selbst geernteten) Erdbeeren eine eigene Zeit des Austragens haben - die neun Monate kennt jeder...<br /> Das "wenn ich wieder kind sein will" ist als typisch (wenn auch verleugnete) Mannesäußerung gedacht: Einmal nur Spielen und nicht (beim Babyschrei) Verantwortung tragen müssen. Es steckt die Grenzen ab. Das Leben ist nun "laut". Aber das lyrische Ich hat entschieden und findet alle Extreme darin - auch andere "Ausformungen" des idyllisch Stillen. Es ist nun nur nicht so greifbar wie Burgen bauende Biber, die es (glaube ich) so natürlich nicht einmal im Zoo gibt<br /> <br /> Einen gewissen Neid auf die schöpferische Komponente von Schwangerschaften musst du Männern schon lassen. Man stolpert am meisten über die Steine, die man nicht gelegt hat...<br /> <br /> Grins: Wirkt das Gedicht oberflächlich? Ein bisschen Geheimnis a la Becher sollte es eigentlich haben...
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G
Huah, da hast du deine tragende Rolle gestern also wörtlich gemeint: gehirnschwanger mit metaphorischen Gedanken.<br /> <br /> Ich denke, die 9 Monate der Erdbeerreife haben den gleichen Hintergrund wie das Austragen, die Störche und die Babies... Aber welche Art von Geburt willst du damit ausdrücken? Da ich gewohnt bin, bei dir immer auch zwischen den Zeilen zu lesen, kann ich nicht glauben, dass ich mich einfach mit dem oberflächlichen Stimmungsbild zufrieden geben soll? <br /> Und ich verstehe nicht den Einschub "Wenn ich wieder Kind sein will, komme ich zu dir".<br /> Warum? <br /> Sprich, Poet!<br /> LG<br /> G.
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