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jeden Tag neue Gedichte - von Slov ant Gali und Gästen

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(151) 9.9.1969 (7. Dekade im Zyklus...)

welten trennen
schwarze kanäle
auf beiden seiten
geht es aufwärts
weiss gesagtes
wird wohl wahr
nun ist hier
bei uns

mein kind
du wirst es einmal
besser haben
im blick
der zweifelnden ruth
besser als was

irgendwo drüben
hinter mauern
rebellierten vergeblich
ungezähmte
geister gegen
müll vergangener
zeiten die ihr
in büchern
zu geschichtsblüten
eingetrocknet wurden


(Slov ant Gali)


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N
Selten so gelacht: Hätt ich nur nicht mit meinen unbedachten Meinungsäußerungen begonnen. Nun ruft ihr nach mir wie der Zauberlehrling seinen Meister, nur dass ich kein Meister bin.<br /> Wie wäre es, wenn die "zeiten" ein Vers aufwärts kämen, wohin sie laut Gunda (und mir) auch gehörten. Ich würde dann auch weiter "die ruth in büchern" schreiben, aber das scheint wohl nicht modern genug...
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G
*lächel* hätte ich mir denken können, dass du grammatikalisch nichts Undurchdachtes formulierst.<br /> Habe mich durch "ihr" in die Irre führen lassen.<br /> Wenn ich gedanklich stattdessen "Ruth" einsetze, entzerrt sich auch der mir als Einheit erschienene Begriff "Müll vergangener Zeiten".<br /> Doch, ich habe sehr wohl den Bezug zwischen den beiden ersten und der dritten Strophe hergestellt. Nur ist das Bild, dass du in der dritten gezeichnet hast, eines, dass man sich im Westen eher vom Osten gemacht hat. Nämlich dass dort unterschwellig ungezähmte Geister rebellierten - aber vergeblich. Interessant.<br /> Danke für die Erklärung.
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S
Grins. Jetzt hätte ich gesagt, Norbert hilf.<br /> <br /> Also ... Ich hätte gehofft, man liest das, was da steht. Da die Substantive unterschiedliche Geschlechter haben, können und müssen sich die "Beifügungen" ihnen anpassen bzw. umgekehrt, muss man davon ausgehen, dass die gleichen Geschlechter / Fälle zusammen gehören:<br /> - zeiten, die ... eingetrocknet wurden<br /> Okay, dass sich das "ihr" auf Ruth bezieht, also grammatisch richtig ist, leidet wohl darunter, dass das Bezugswort noch in der vorigen Strophe steht? Muss ich also dann noch einmal Ruth sagen?<br /> <br /> Denn anscheinend hast du auch den anderen Bezug zwischen den Strophen nicht hergestellt:<br /> "nun ist hier / bei uns" soll vorbereiten, dass es sich um Ruths Heimat, also den Osten geht. Ich muss vielleicht mehr berücksichtigen, dass der trocknende Umgang der damaligen "wir sind die Sieger der Geschichte" mit eben dieser Geschichte einer von vielen Gründen für das scheitern dieses Staates war.
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G
Guten Morgen (resp. guten Mittag), Slov <br /> Hier war wohl wieder der Kommifresser unterwegs. Ich versuche es noch einmal:<br /> <br /> Jetzt tauchen wir in die Dekaden ein, die ich bewusst erlebt habe und nachvollziehen kann.<br /> Die beiden ersten Strophen - super geschrieben.<br /> <br /> Bei der dritten Strophe interessiert mich, wo "Drüben" ist?!<br /> Hüben? Drüben? Rebellierende Geister gab es auf beiden Seiten.<br /> <br /> In der dritten Str. stolpere ich rein stilistisch.<br /> <br /> Sind es die Zeiten, die [...] eingetrocknet wurden, oder ist es der Müll?<br /> Und müsste es nicht "ihnen" heißen?<br /> Also entweder: ... Müll [...]der ihnen [...] eingetrocknet WURDE<br /> <br /> oder ... Zeiten, die ihnen [..] wurden.<br /> <br /> Lieben Sonntagsgruß<br /> gunda
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