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jeden Tag neue Gedichte - von Slov ant Gali und Gästen

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(181) wunderbares land

neben den mülltonnen
der fremde
streichelt den tag
den ihn vergreisenden
auf seiner violine
ein räudiger hund
jault ohne ton
vom wolf sein
ein freund zählt
geld im hut
abendrot dampft
aus der krempe


pack das orchester
aufs feld
wo die frische saat
erst ergrünt
babajaga gewährt
den wunsch
nach einem kleinen mädchen
auf dem schoß
weiter papa
bitte lösch nicht
das hexenfeuer
nichts auf der erde
als wasser
und musik
im baumhaus gespielt
zweta zwinkert zurück
luftschifftraum


zugluft
flötet
auf traumlos
leerer flasche

(Slov ant Gali)

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S
Danke! Eure Kommis bestätigen mir, dass ich auf die richtige Spur gekommen bin. Norberts erster Satz klingt fast so, als wäre er gestern bei der Autorengemeinschaft "Fensterblick" dabei gewesen, wo mir (mit anderen Worten allerdings) ein zu abgehobener Intellektualismus vorgeworfen wurde, weil sich die Bilder im Vergleich zu Wilhelm Busch oder Goethe eben zu schwer erschlössen. Und wenn es Mühe bereitete, dann ließe man es lieber bleiben.<br /> Gut.Gunda zeigt da schon ein hohes int. Level - auch mit der Bereitschaft, West-Bildungslücken aufzufüllen.<br /> "Streets of London" gefällt mir als Vergleich durchaus, obwohl der Titel von "Wonderful Land" kommt - in Deutsch, weil auch dies gestern kritisiert wurde.<br /> Zweta ist eine gängige Koseform zu Swetlana und hieße wörtlich übersetzt "Blume". Richtig. Ich habe die Alliteration einem Griff in Babajagas Märchenwelt vorgezogen, denn es sollte meinem "Fremden" ja ein reales Kind sein. (Übrigens wurde der Wunsch nach einem kleinen Mädchen auf dem Schoß gestern pädophil ausgelegt. Als ob ein Mann sich nicht einfach danach sehnen dürfte, für etwas "Niedliches" Sorge zu tragen. Ganz abgesehen, dass tendenziell die Beziehungen zu Kindern über Kreuz inniger sind und bis vor Kurzem nur durch den Ausdruck "Muttersöhnchen" abgewertet wurden.<br /> Sehr wahrscheinlich ist mein "Fremder" ein Schwacher. Das Bild der letzten vier Zeilen ist so beabsichtigt, die Assoziation "Vergessene der Gesellschaft" gewollt. <br /> Insofern war ich gestern arg geschockt, als ich u.a. gerade nach den letzten vier Zeilen gefragt wurde, was die denn als Bild aussagen sollten - allerdings habe ich danach eine Änderung vorgenommen: Ich habe "Strophen" gebaut. Vorher ging der Text durch, sodass der "Traum", den Gunda als Erinnerung interpretiert (woran ich nicht gedacht hatte, was aber auf gleicher Linie liegt), nicht abgegrenzt war.<br /> Eigentlich ist mir der Text so wichtig, dass ich ihn, obwohl sehr frisch gegoren, beim FAK vorstellen möchte...
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G
Oh, Mann, Norbert, das ist ja sehr hilfreich, dass du alles verstehst... *grins*<br /> Beim ersten flüchtigen Drüberlesen heute morgen (noch vor dem Schwimmen) entstand in meinem Kopf die Assoziation von "Vergessene der Gesellschaft".<br /> Von diesem Interpretationsansatz komme ich jetzt natürlich nicht weg. Vergessene der Gesellschaft und ihre Gedanken an die Zeit zurück in der sie noch von einer wunderbaren Zunkunft träumen durften.<br /> Die letzten vier Zeilen lassen in mir ein Bild von Trostlosigkeit und Einsamkeit entstehen.<br /> <br /> Über "Babajaga" habe ich mich inzwischen schlau gemacht, mit Zweta kann ich allerdings auch nichts anfangen, und ich tippe wie Norbert darauf, dass dieser Eigenname der Alliteration geschuldet ist?!<br /> LG G.
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N
Versteh ich alles. Erinnert mich an "Streets of London".<br /> Eines verstehe ich doch nicht: Was haben Babajaga und Zweta - außer dem russischen Kulturkreis - miteinander zu tun? Oder ist Zweta nur des Lautreims wegen da?
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