Ja, Gunda, du hast es eigentlich genau treffend gesagt. Allerdings bedeutet Löffel 1 Ähnliches wie Löffel 3: Der lange Löffel steht bei beiden für das Streben, sich gegen Andere durchzusetzen, nur dass bei 3 der Andere eben der Teufel ist.<br />
Die Scham des LyrIchs bezieht sich also grundsätzlich auf (evtl. auch notwendiges) Verhalten zum eigenen Vorteil zu Lasten Anderer.<br />
(An das Füttern hatte ich hier wirklich nicht gedacht.)
Ja, ich bin auch gespannt auf deine Erklärung, Slov. (Hallo, Norbert).<br />
Der lange Löffel steht nämlich metaphorisch für viele Dinge, u.a. dafür, dass man sich damit die besten Stücke aus dem Nachbartopf fischen kann, aber auch dafür, dass man zwar einen langen Löffel technisch nur schlecht zum eigenen Mund führen, den anderen Mitessenden aber Speisen direkt zum Mund anreichen kann, so dass niemand verhungert, wenn man zusammen arbeitet. Wobei der letztgenannte lange Löffel vermutlich nicht gemeint ist. <br />
Aber auch "wer mit dem Teufel speist, braucht einen langen Löffel" könnte gemeint sein.<br />
Nun, was sagt der Autor?
Schade. Die kleine zweite Strophe klingt so unvollständig. Welcher große Löffel? Eine Trommel, um in den Kampf zu ziehen, versteh ich, etwas zu verlieren, was man gar nicht besessen hat, empfinde ich als interessanten Gedanken. Aber der Löffel???