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jeden Tag neue Gedichte - von Slov ant Gali und Gästen

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(387) Kein Steppenwolf

 Manchmal steige ich

aus mir heraus.

Dann mustere ich

die kriegsfernen Kohorten,

die in meine Hülle

gesperrt sind.

 

Mit dieser Hülle also

setzt du

mich gleich:

Mit dem Bruder,

mit der Schwester,

mit dem Kind,

mit dem unreifen Greis

oder mit dem Fremden.

 

Einer von denen

trat dir als erstes entgegen,

doch nicht ich!

 

Da klebe ich mir besser

einen Zettel zur

Entschuldigung

auf die Stirn:

Gerade bin ich

einer der anderen.

Dein mein Ich

kommt später wieder.

 

Liest du gerade

Auch nur

ein verirrter Wolf

ohne seine Steppe?

Sind die Buchstaben

so klein?

 

Ich heule kurz auf.

Mein Rudel

heult Ja zurück.

Dann steige ich wieder hinein

in mich.

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S
Ich gebe zu, das Gedicht ist gedankenlastig, hoffe aber, nicht -überlastig.<br /> Ja, im Großen und Ganzen wird jeder mit seiner Hülle gleichgesetzt. Aber wird das auch jedem bewusst? Macht sich jeder Gedanken darüber? Ich hätte gesagt nein - meinem LI reicht es zu seiner Entäußerung.<br /> Der unREIFE Greis hätte ohne Alliteratorisches Spiel unfertige, unechte oder so heißen können. Das Kind im Manne schaut mitunter relativ unverfälscht durch, der Greis "nicht so richtig, aber auch". Es sollte also "den Widerspruch in sich" darstellen, sozusagen ein Slovsches Aber.<br /> Dein "mein Ich" ist alerdings unanfechtbar. Fast jeder behandelt den anderen nicht wie den anderen, sondern wie er den anderen sieht / sehen will. Trotz aller Mangelhaftigkeit kommt natürlich gelegentlich auch der Augenblick. wo das Bild des Anderen vom Ich mit dem wirklichen Ich übereinstimmt. (Nicht ganz so, aber so ähnlich wie ja jede kaputte Uhr zweimal am Tag genau die richtige Zeit anzeigen... man muss nur wissen wann)<br /> Das Ich will scheinbar erkannt werden ... gibt es aber wegen genauso scheinbarer Unmöglichkeit wieder auf...<br /> Ungefähr so???<br /> Nur zu einem kleinen Teil des Gedichts???<br /> lg<br /> Slov
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G
'n Abend, Slov,<br /> ... du hast ja heute soviel zum Nachsinnen in deinen Zeilen versteckt, dass ich vermutlich gar nicht alles entdeckt habe.<br /> Wird nicht jeder zunächst mit der Hülle gleichgesetzt? Ganz besonders dann, wenn er mit dem Rudel heult ...?<br /> <br /> An zwei Stellen habe ich Verständnisschwierigkeiten: Warum der UNREIFE Greis? <br /> Und in Str. 4 habe ich bei der ersten und zweiten Durchsicht "DENN mein Ich" gelesen. Warum "Dein"?<br /> lg<br /> Gunda
Antworten