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jeden Tag neue Gedichte - von Slov ant Gali und Gästen

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Hanna Fleiss: Novemberland

Erde, altersschwarz, und

Lautloser Schnee. Das Land blindäugig,

Die Dörfer schweigen, stumpfarmig

Die tausendjährige Eiche.

 

Der Kirchengiebel strebt

Zu Gott. Zwischen Mauern, Kriegergedenken

Kein Licht. Efeu, Gras des verlorenen

Sommers im Haar.

 

Ich seh bis auf den Grund

Eines ausgestorbenen Brunnens.

Kaltes Verlangen, mich

Hineinzustürzen.

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N
Was ist ein kaltes Verlangen? Liebe Hanna, mir gefällt das Gedicht ja so, aber Verlangen ist etwas heißes Wildes. Erkaltet kann ich mir noch vorstellen. Ich möchte dem Gefühl restlos folgen können.<br /> lg<br /> Norbert
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