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jeden Tag neue Gedichte - von Slov ant Gali und Gästen

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Volker Brauer: Der Dosenkönig


Ja, sie sind Kinder und sie spielen.
Ein Schmetterling fliegt hin und her.
Am Waldrand stehen wilde Rosen,
Und Busse halten hier nicht mehr.

Hier sind die Krähen Dauergäste
Und herrschen über Abfall, Schmutz und Reste.

Der Kleine hat den Ball getreten.
Und sie läuft quietschend hinterher.
Kein Mensch hat sie hierher gebeten.
Die Straßen
Sind doch schon so lange leer.

Das Trottoire von Gräsern aufgebrochen,
Entlang an Häusern hinter kranken Hecken,
Zeternde Spatzen überall,
Folgt sie dem Flüchtling um die Ecken.
Wo ist nur dieser blöde Ball?

Im Knopfloch eine von den wilden Rosen.
Der Kleine brüllt: „Wo bist du hin?“
Am Gürtel ein paar leere Dosen:
„Na du,
Dein Ball,
Der ist dahinten drin.“
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S
Hallo Gunda,<br /> bitte mache Volker nicht glauben, ich grinste deinetwegen... "Jaron. Werke. Band 25"...<br /> lg<br /> Slov<br /> PS: Nun habe ich gegrinst...
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G
Man lernt doch nie aus ... "elliptisches Verb" kannte ich noch nicht ... Aber wozu gibt es Google.<br /> <br /> Hallo Volker,<br /> danke für deinen ausführlichen Re-Kommmi. Nein, ich bin nicht vom System informiert worden (diese Funktion ist beim GdT noch nicht so alt wie das Llied vom schwarzen Schaf), Slov war aber so nett, mich darauf hinzuweisen. Am einfachsten wäre es wohl gewesen, wenn du über den Link "Volker Brauer" (siehe links unter "KATEGORIEN") dein Gedicht aufgerufen und deinen Kommi darunter platziert hättest. Da ich wusste, dass du noch einmal darauf zurückkommen wolltest, habe ich dort hin und wieder nachgesehen. Ich werde dort auch diesen Re-K schreiben.<br /> <br /> So, nun zu deinem Re-K.<br /> Feut mich natürlich außerordentlich, dass ich mit meinem spontanen Interpretationsansatz richtig lag, danke für deine weiteren Erläuterungen dazu. Ich denke, wenn du den Leser deines Gedichtes mehr zu dieser Lesart drängen möchtest, solltest du vllt den Ball nicht von einem "Kleinen" treten lassen. Gib ihm irgendein anderes Attribut an die Hand, so dass man nicht automatisch an ein Gespräch unter Kindern denkt.<br /> "Müll und Rest" ist gut. "Abfall und Schmutz" sind so in "Müll" zusammengefasst. Die ursprüngliche Variante ist ja inhaltlich nicht von der Hand zu weisen, ging mir persönlich aber metrisch gegen den Strich.<br /> <br /> "die Straßen" ... hier stellt sich natürlich die Frage, ob dir das "doch" und das "so" wichtiger sind als die "Straßen". Sonst könnte man auch ganz schlicht schreiben: Die Straßen sind schon lange leer ...<br /> Ehrlich gesagt finde ich "Hier ist's doch ...." ein bisschen zu lasch in der Aussage, das Bild der Straßen solltest du dir schon erhalten.<br /> <br /> Aus dem Lesefluss gerissen zu werden ist ja nicht verkehrt, aber dafür muss erstmal ein Fluss aufgebaut werden *lächel*. Wenn du schon in der dritten Strophe aus der Metrik ausbrichst ... tschööö... dann is nix mich rausgerissen werden, man ist ja noch gar nicht richtig drin ;-). Ehe du jetzt aber versuchst, die vorhergehenden Verse zu verbiegen, weil du unbedingt eine konj. Form von "sein" brauchst, da belass es lieber bei der Ursprungsfassung.<br /> <br /> Und ich? Du meinst, ob es von mir mehr zu lesen gibt? Ja, zum Einen natürlich das, was beim GdT veröffentlicht ist (siehe links unter Kategorien - Gunda Jaron), zum Anderen: Wenn du auf meinen Namen unter diesem Kommi klickst, wirst du direkt weitergeleitet auf meine Profilseite bei MyStories. Auf der Seite findest du eine Auswahl meiner "Werke". (Slov, hör sofort auf zu grinsen ! ! ;-)) Dort kann man auch als Gast einen Kommentar abgeben. Vllt bist du ja aber auch an weiteren Meinungen zu deinen Werken interessiert? Sich dort zu registrieren ist ganz einfach. Worunter natürlich deine Präsens auf Slovs Seite keinesfalls leiden dürfte ;-)) Gerne würde ich dich jetzt auf das Poezio verweisen können, wo du mehr oder weniger alle meine Gedichte hättest lesen können, aber in einem Anfall von Reinigungswut habe ich dort alles gelöscht.<br /> <br /> Lieben Gruß<br /> Gunda
Antworten
V
Hallo, Slov.<br /> Weil ich noch etwas weitschweifiger darauf eingehen möchte, einstweilen nur: Ich kann gut mit dieser Zuweisung leben, "Exil im eigenen Land", zumal bei der ansehnlichen lyrischen Gesellschaft ...<br /> lg<br /> Volker
Antworten
G
Hallo Volker,<br /> wahrscheinlich bin ich schon so Slov-infiziert, dass es mir beim Lesen deines Gedichtes ähnlich ging wie ihm. Da Slovs Gedichte meist eine zweite Interpretationsebene haben, suchte ich diese automatisch auch in deinem Gedicht. Die Überschrift "Exil im ..." wäre mir jetzt nicht wirklich dazu in den Sinn gekommen, dennoch kann ich Slovs GEdankengang nachvollziehen.<br /> <br /> Vor meinem inneren Auge entsteht beim Lesen die Szenerie eines vergessenen, von der Infrastruktur abgeschnittenen weil wenig "lukrativ" gelegenen Dorfes. Eines Dorfes, in dem sich ein Mikrokosmos mit einer eigenen Weltanschauung entwickeln und in dem jemand mit "leeren Dosen am Gürtel" ein kleiner König sein kann. Es kann aber auch ein gänzlich entvölkertes Dorf sein, in dem die Kinder - wie sind sie nur dahin gekommen - spielen ...<br /> <br /> Ganz flüchtig kam mir auch der GEdanke an den früher häufig bemühten "bösen Onkel", der mittels eine Spielzeugs kleine Kinder in abgelegene Ecken lockt ... aber dieses Bild passt heute eher in einer Großstadt als ins vergessene Dorf auf dem Lande und außerdem schreibst du ja auch von einem "Kleinen", der den Ball tritt. Also vergiss diesen Interpretationsansatz; ich wollte damit auch nur zum Ausdruck bringen, welche unterschiedlichen Assoziationen dein Gedicht hervorrufen kann.<br /> <br /> Zum Formalen: Ich mag zwar bei gereimten Gedichten gerne solche mit einer durchgängigen Metrik, hier aber spricht mich das Ausbrechen aus dem Rhythmus bzw. der Reimstruktur in Str. 4 durchaus an. Der Leser wird aus dem Fluss gerissen und gezwungen, gedanklich neu anzusetzen. Die Verse 2 in Str. 2 und 3/4 in Str. 3 allerdings hätte ich etwas verkürzt:<br /> [...] <br /> und herrschen über Schmutz und Reste.<br /> <br /> [...]<br /> Die Straßen - schon so lange leer.<br /> <br /> (Ich glaube, das System hat Schwierigkeiten damit, Gedankenstriche zu übertragen, ist mir jedenfalls schon bei GEdichten aufgefallen. Falls hier jetzt hinter "Straßen" also keiner stehen sollte, denk dir einen dahin, ja?)<br /> <br /> Gibt es eigentlich aus deiner Feder mehr zu lesen, abgesehen von den paar Blindenhund-Gedichten?<br /> <br /> <br /> <br /> Moin, Slov,<br /> du kriegst gleich noch Post mit Anhang.<br /> <br /> lieben Gruß euch beiden in den Tag<br /> Gunda
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