jeden Tag neue Gedichte - von Slov ant Gali und Gästen
Durch Slov
Deutschlands
steinerne fenster
die linie von ost nach west
gräben und schmerzzonen
ob es genügt die
starren mauern aufzustemmen
das bodenbrachland mit den fremden
lang getrennten händen umzupflügen?
vor den augen kreuzen
die alten eingebrannten
seelenlinien zu
neuen mustern auf
wohin – in welchen himmel
in welche hölle stoßen wir
und stülpen sinnlos
leicht wie sommerhüte
die neue macht im kopf in
billigstoffen über
auf alten fehlerplätzen
schweigt das laub
im stundenglas wächst
hoffnung hoch wie knospen
noch bleibt der fuchs
im alten lammpelz stumm
ist’s eilig
sich auf menschenleben und
ein friedlich gehen zu besinnen
zwischen zwei klirrenden minuten
läuft die zeit.
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